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Déjà-vu in Indy

 
Autor: Marcus Blumberg Montag, 16. November 2009
 

War das gestern eine Liveübertragung oder die Wiederholung des AFC Championship Games im Jahr 2007 (also nach der 2006er Saison)? Ich bin mir nicht so sicher, denn irgendwie war das ziemlich gleich. Die Patriots zerlegten die Colts in ihre Einzelteile und führten ziemlich früh sehr komfortabel. Und alles sah nach einem klaren Erfolg für New England aus. Doch dann stellten die Gäste den Spielbetrieb ein - wie 2007!

Völlig ohne erkennbaren Grund schienen die Patriots-Verteidiger plötzlich zu glauben, dies sei ein Walkthrough und kein NFL-Spiel mehr. Denn anstatt zu verteidigen, stand man nur noch in der Gegend und beobachtete, wie Peyton Manning den Ball verteilte. Kein Wunder also, dass die Gastgeber im vierten Viertel 21 Punkte aufs Scoreboard brachten. Hinzu kamen die Fehler New Englands. Sie schossen sich des Öfteren ins eigene Bein, wobei Tom Bradys Interception im dritten Viertel noch im Rahmen war, denn man riskierte etwas mit einem tiefen Pass - es funktionierte nicht. Aber der verlorene Fumble von Laurence Maroney an der Ein-Yard-Linie war inakzeptabel, denn von da muss man einfach den Weg in die Endzone finden! Außerdem waren die Field Goals am Anfang und Ende des Spiels für New England jeweils zu wenig. Nicht nur, weil man gegen diesen Gegner spielte, sondern auch deshalb, weil der Gegner scheinbar nichts entgegenzusetzen hatte in der Defense!

Doch der allergrößte Fehler des Spiels war der von Bill Belichick, den vierten Versuch ausspielen zu lassen an der eigenen 28 mit sechs Punkten Vorsprung und nur noch knapp zwei Minuten auf der Uhr. Sicherlich war ihm klar, dass sich seine Defense mental schon auf dem Nachhauseweg befand, aber dennoch wäre es zumindest ein wenig schwieriger geworden für Manning, sein Team zum Touchdown zu führen, wenn er in der eigenen Hälfte hätte starten müssen. Stattdessen war es die 29 der Patriots. Ein Kinderspiel! Und ich will hier keineswegs von Mut reden, denn diese Entscheidung hatte weniger mit Mut als doch eher mit purer Verzweiflung oder einem Anfall von Wahnsinn zu tun! Das Risiko war viel zu groß, zumal mit diesem Ergebnis fast schon sichergestellt ist, dass die Colts Heimrecht in den Playoffs haben werden. Und das scheint mir der einzige Weg für die Colts zu sein, den Super Bowl zu erreichen...

Kommentare
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Patrick V.
(Publisher) 17-11-2009 13:00
Ich weiß nicht ob ich es Verzweiflung oder Wahnsinn nennen würde, den Versuch auszuspielen. Als die Colts D den 3rd Down Stop hatten, dacht ich mir "Sehr gut, jetzt haben meine Colts wieder den Ball", aber als klar war, dass sie den 4.Versuch ausspielen, dacht ich mir "Nein, das war's!" Die Pats hatten fast 500 Yards offensiv und es klappte nahezu alles für sie. Ich denke auch nicht, er hatte absolut kein Vertrauen in seine Defense, er dachte wohl die Offensive bietet die bessere Möglichkeit das Spiel zu entscheiden wenn man die Uhr runterlaufen lassen kann und Manning den Ball nicht mehr gibt. Nach nem Punt wären es vllt 60 oder 70 Yards gewesen und 2 Minuten mit einer Auszeit für die Colts. 2 der 3 letzten Drive gingen über 79 Yards in 5 bzw 6 Spielzügen, beide in etwa 2 Minuten (der dritte war eine Interception). Also denke ich, war für Belichik die Wahrscheinlichkeit zu siegen größer mit der Offense.

Aber das mit dem Heimrecht sehe ich genauso, das wird der einzige Weg für meine Colts sein in den Playoffs zu bestehen.
 
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Blogs - Marcus Blumberg

Marcus Blumberg

 
blumberg2Marcus Blumberg ist 26 Jahre alt und stellvertrender Chefredakteur bei AFinsider.de und für den Inhalt verantwortlich. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Football.
Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen ist der Fan der Patriots und Eagles mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt.