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Fantasy Football: Woche 5

 
Autor: Dominik Breuer Donnerstag, 08. Oktober 2009
 

nflifantasyEine weitere Woche der NFL bedeutet eine weitere Woche für Fantasy-Spieler. Auch diese Woche sind wieder reichlich BYE-Teams vorhanden, sodass einiges an Hausaufgaben gemacht werden muss. Der Status von verschiedenen Spielern, wie z.B. Matt Hasselbeck, ist ebenfalls unklar. Zudem gab es einiges an Aktivitäten auf dem Personalmarkt. Auch diese Woche möchte ich eine kurze Vorschau mit ein paar Hinweisen auf den kommenden Fantasy-Spieltag anbieten.

Den vorgeschlagenen Tyler Thigpen kann man zuerst einmal abschreiben. Chad Henne sah soweit ok aus und sollte als Starter für die Dolphins, nicht für ein Fantasy-Team diese Saison, eine Zukunft haben. Donnie Avery und Keenan Burton konnten beide nicht überzeugen, die Offense der Rams scheint derzeit wirklich unergiebig für Fantasy zu sein. Einzig Steven Jackson ist eine würdige Option, obwohl auch ihm noch der Touchdown fehlt. Tashard ist eine solide Option im Flex-Bereich oder für die BYE-Woche, aber Barber hat sich zurückgemeldet und wird den Großteil der Fantasy-Punkte einheimsen. Von den Oakland-Backs würde ich inzwischen auch Abstand nehmen. Der Spielplan der Raiders ist zu einfältig und somit dürfte die Produktion des Laufspiels auch in Zukunft begrenzt sein.

Diese Woche ist ein „Do-or-Die-Day“ für Tony Romo, denn gegen die Chiefs muss er punkten. Seine Receiver beschweren sich bereits, sodass der Druck enorm ist. Ich erwarte von Romo ein gutes Spiel, auch in Sachen Fantasy. Dies hängt jedoch auch mit der Qualität der gegnerischen Abwehr zusammen. Da Quarterbacks jedoch begehrte Ware sind, kann man durchaus auf Romo zurückgreifen ohne erneut mit mauer Ausbeute bedient zu werden. Die frühe Führung und das folgende Laufspiel setzen ihm jedoch eine Obergrenze. Ebenfalls interessant ist Rashard Mendenhall. Er hat letzte Woche ein super Spiel gemacht und darf gegen die Lions ran. Diese haben sich zwar gebessert, dürften dennoch einige Punkte gegen die Steelers aufgeben. Mendenhall ist bei der Verteilung der Punkte mit dabei. Clinton Portis könnte diese Woche auch etwas besser abschneiden als bisher, die Panthers sind immerhin keine Macht gegen den Lauf. Portis ist zwar bislang hinter den Erwartungen zurück geblieben, kann aber kaum auf die Bank gesetzt werden. Das Match-Up spricht für ihn. Auch Santana Moss kann man als Option für den BYE/Flex-Bereich verwenden, er scheint der einzige verlässliche Kollege von Campbell zu sein und wird somit ein paar Punkte erzielen. Texans gegen die Cardinals, das dürfte einige Punkte bedeuten. Die Running-Backs beider Teams werden eine überdurchschnittliche Leistung (gemessen am bisherigen Saisonverlauf) abliefern. Ich vertraue dem Passspiel der Texans momentan eher, aber Fitz, Boldin und Warner sollten gestartet werden. Houston gibt immerhin Punkte auf. Während Chris Johnson gegen die Colts Erfolg haben sollte, bin ich mir bei Lendale White nicht mehr so sicher. Das Laufspiel an sich ist bei den Titans noch nicht wieder so erfolgreich wie zuvor. White wird vielleicht mittels Goal-Line-Aktion einen Touchdown bekommen, aber er ist eine riskante Wahl. David Garrard und in tiefen Ligen sogar Torry Holt können in den BYE-Wochen helfen. Garrard würde ich sogar als etwas sicherere Option für mehrere Termine betrachten. Holt produziert immer in paar Yards und Catches und könnte somit als Lückenfüller dienen. Da die Abehr der Gegner nun einen gewissen Walker-Sims im Auge haben wird, könnte der alte Herr auch ab und zu für eine Überraschung gut sein. Von den Buccaneers würde ich weiterhin weit weg bleiben, denn auch gegen die Eagles sehe ich kaum Hoffnung für eine gute Offense. Massaquoi von den Bengals könnte einen Blick wert sein, gerade in der aktuellen Phase der Saison. Braylon Edwards ist verschwunden und schon vorher bekam Massaquoi viele Bälle in seine Richtung. Mit Anderson als Quarterback, könnte Mo-Ma zum Lichtblick dieser Offense werden (was Fantasy betrifft). Große Zahlen sind nicht (direkt) zu erwarten, aber er hat bekanntes „Sleeper-Potential“.

Braylon Edwards sollte zwar längst vergeben sein, doch was ist mit seinem Wert passiert, nun da er bei den Jets spielt? Zunächst mal ist er in einer besseren Offense und gibt Mark Sanchez gute neue Möglichkeiten. Allerdings muss er erst den Spielplan lernen, sich mit Sanchez einspielen und reiht sich zunächst hinter Cotchery ein. Man denke an Roy E. Williams bei den Cowboys, mit T.O. Ich glaube Edwards wird sich besser anpassen als Williams, weshalb der Trade der Jets für Fantasy-Eigner ein Schritt nach vorne ist. Einen kostenintensiven Trade würde ich aber für Fantasy-Spieler nicht vorschlagen, um Edwards per direkt zu bekommen. Dann wäre da noch Michael Crabtree. Er hat zunächst kaum einen Einfluss auf den Fantasy-Bereich. Nun will ich damit nicht sagen, dass er nicht zufällig bald einen Touchdown fängt, aber ihn aufzustellen oder kostspielig zu erwerben macht noch keinen Sinn (Dynasty- und Keeper-Ligen bilden hier eine gewisse Ausnahme). Crabtree muss erstmal beginnen mit dem Team zu trainieren und sich an das Niveau der NFL gewöhnen. Zudem ist die Offense soweit gut in Schuss und muss nichts forcieren. Solange das Laufspiel gut funktioniert und die Abwehr hält, bleibt das Passspiel ohnehin zaghaft und Vernon Davis hat sich momentan als Receiver etabliert. Auch Bruce und Morgan spielen hier eine Rolle. Bevor Crabtree also dauerhaft Bedeutung haben wird, werden noch ein paar Spiele (mindestens) vergehen.

Nebst Massaqoi sollten auch Mendenhall und Choice inzwischen aufgegriffen sein. Culpepper wird vielleicht spielen, doch sollte vom Fantasy-Roster fern bleiben, auch als Notoption für die BYE-Woche. Seneca Wallace/Matt Hasselbeck, Garrard oder gar Trent Edwards oder Derek Anderson versprechen hier bessere Ergebnisse. Marcedes Lewis (TE) sollte auch aufgegriffen werden, dafür ist Zach Miller (OAK) noch auf zu vielen Rostern zu finden. In einer Liga ist mir aufgefallen, dass sich jemand von Calvin Johnson getrennt hat. Die Gründe dafür sind mir sogar im PPR-Format mehr als schleierhaft. Auch bei schwierigen Match-Ups oder einer temporären Flaute (Bsp. QB-Ausfall für den WR oder umgekehrt) sollte man bestimmte Spieler (s.g. „Studs“) nicht abstoßen. Auf die Bank setzten, vielleicht, aber Spieler vom Format Megatron, Fitz, Brees, Manning, sogar Steven Jackson, kann man nicht mit gutem Gewissen aus dem Kader streichen.

Das waren also wieder ein paar Gedanken zum Spieltag. Viel Erfolg und gutes Gelingen!

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Blogs - Dominik Breuer

Dominik Breuer

 
dominik65x90Dominik Breuer ist seit Herbst 2008 für AFinsider.de tätig und vor allem für die AFinsider-Gamedays zuständig. Als gebürtiger Eifler ist er in den Niederlanden aufgewachsen, wo er momentan in Maastricht Finanzwesen studiert.
In seinen Blogs findet man nebst aktuellen Themen und Fantasy-Football auch Kommentare zu seinen Lieblingsteams, den LSU Tigers und Seattle Seahawks. Nebst Football sind auch andere Sportarten kein Tabu, weshalb er sich unter anderem auch gerne mit Fußball beschäftigt.