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Division Check NFC-East

 
Autor: Michael Landes Montag, 07. September 2009
 

Die NFC-East ist eine der stärksten Gruppen in der NFL. In den Jahren 2004 und 2007 schafften es Teams aus der Division in den Super-Bowl, die Giants konnten ihn sogar 2007 gewinnen. Wer macht dieses Jahr das Rennen? Dazu eine Einschätzung der Mannschaftsstärken.

Gewinner: Philadelphia Eagles
Die Eagles werden 2009 die New York als NFC-East Champions ablösen und sich in einer der stärksten Divisionen der NFL durchsetzen, zumindest wenn keiner der Stars länger ausfällt und die Defense den Verlust von Coordinator Jim Johnson, der an Krebs starb und den Wechsel von Safety Brian Dawkins nach Denver wegstecken kann. Davon scheint man jedoch im Front-Office der Egales auszugehen, denn beim Draft wurden mit WR Jeremy Maclin, RB LeSean McCoy in Runde eins und zwei Spieler für die Offense ausgewählt – die nächsten Picks hatte man erst in Runde fünf und auch dort wurde mit einem Tight-End zunächst die Offense verstärkt.
Die Passverteidigung sollte mit den Cornern Asante Samuel und Sheldon Brown und den Safetys Quintin Mikkel und Quintin Demps bestens aufgestellt sein. Auch gegen den Lauf war man 2008 sehr erfolgreich und ließ gerade Mal 92,2 Yards pro Spiel zu. Ziel muss es sein, auch in der aktuellen Runde wieder solche Werte zu erreichen.

Spricht man über die Eagles, muss man auch über die Verpflichtung von Michael Vick reden. Ob man es gut heißt, einen verurteilten Straftäter wieder auf ein NFL-Footballfeld zu stellen, mag jeder für sich entscheiden. Die spielerischen Qualitäten eines Michael Vicks in seiner besten Zeit können aber wohl jedem Team helfen. Von daher war es ein guter Zug des Eagles-Managements Vick in die Stadt der brüderlichen Liebe zu holen und einen Vertreter für McNabb zur Stelle zu haben, sollte dieser ausfallen. Doch muss die Frage gestellt werden, wie sich die Verpflichtungen eines ehemaligen Superstars auf McNabbs Psyche auswirken wird, vor allem nachdem es in der letzten Saison zu atmosphärischen Störungen zwischen ihm und Coach Andy Reid gekommen war, als dieser ihn in einem Spiel von einem anderen Coach auswechseln ließ.

Kann McNabb mit der Anwesenheit von Vick umgehen und diese sogar in zusätzliche Motivation umsetzen, so ist den Eagles viel zuzutrauen. Denn das er ein Team in den Super Bowl führen kann, hat McNabb bereits in der Saison 2004 bewiesen. Ein halbes Jahrzehnt später soll es für die Eagles wieder soweit sein – nur hofft man dieses Mal auf der Siegerseite zu stehen.


Runner Up: New York Giants
Mit schon jetzt einigen Verletzen Spielern humpeln die Giants dem Saisonstart entgegen. Das betrifft vor allem die Defense, die in der Free Agency Periode mit Chris Canty, Rocky Bernard und Linebacker Michael Boley aus Atlanta verstärkt wurde. Canty laboriert aber an einem Riß in der Oberschenkelmuskulatur und Boley stieg erst in den letzten Tagen in das Training ein und ist zudem ein Spiel von der NFL suspendiert. Cornerback Aaron Ross verletzte sich im Camp und so dürfte der neue DC Bill Sheridan so seine Sorgen haben, wenn er an den Start der Saison denkt. Immerhin war die Defense eine große Stärke der Giants 2008, denn man belegte bei den zugelassenen Yards und Punkten den fünften Platz.

Nach dem Wirbel um Wide Receiver Plaxico Burress verloren die Gaints auch noch Amani Toomer und müssen nun mit dem jungen Domenik Hixon und Rookie Hakeem Nicks oder Steve Smith als Passempfängern auskommen. Dieser personelle Notstand könnte sich negativ auf die Zahlen von QB Eli Manning auswirken, der kurz vor Beginn der Saison einen hoch datierten Vertrag bis 2015 unterschrieb und nun beweisen muss, dass er das viele Geld wert ist. Wenigstens das Laufspiel mit Brandon Jacobs und Ahmad Bradshaw scheint gut gerüstet in das neue Spieljahr zu gehen. Aber mit einer möglicherweise eindimensionalen Offense und einer Verteidigung, hinter der einige Fragezeichen stehen, wird es für die Giants schwer werden den Divisions-Titel zu verteidigen.

Verlierer: Dallas Cowboys und Washington Redskins

Terrell Owens ist nicht mehr in Dallas und damit fehlt den Cowboys ein wichtiger Bestandteil der Offense. Nun wird sich zeigen, ob Owens trotz der vielen Schlagzeilen um seine Person die Mannschaft besser gemacht, oder eine negative Wirkung gehabt hatte. Es ist an QB Tony Romo es seinen Zweiflern zu zeigen, denn die Offense ist jetzt eindeutig in seiner Hand und er muss sich als Führungsspieler beweisen. Genauso beweisen muss sich der für viel Geld aus Detroit geholte Receiver Roy Williams, der bei den Cowboys in der letzten Saison nicht wirklich zum Zug gekommen ist.

Hilfe werden Romo und Williams aber von dem soliden Laufspiel um Marion Barber und Felix Jones bekommen. Außerdem steht mit Tight-End Jason Witten noch ein weiterer gefährlicher Akteur in der Angriffsformation der Cowboys, die damit noch immer zu einer der dynamischsten der Liga gehören sollte. Ein großes Manko waren 2008 aber die vielen Turnover, die in diesem Jahr unbedingt verhindert werden müssen, besonders weil die Defense im vergangenen Jahr auch nicht immer überragend spielte. Sie ließ zwar nicht viele Yards, aber dafür umso mehr gegnerische Punkte zu, was jedoch auch im direktem Zusammenhang mit den Turnover der Offense stehen kann.
Im Draft jedenfalls konnten die Cowboys wenig ausrichten, denn sie durften erst am zweiten Tag und damit in der dritten Runde einen Spieler picken. Die wichtigsten Neuverpflichtungen in Dallas sind LB Keith Brooking von den Falcons und DE Igor Olshansky von den Chargers.

Im Gegensatz dazu waren die Washington Redskins sehr aggressiv auf dem Free Agency Markt und sicherten sich mit einem Monstervertrag die Dienste von D-Line Spieler Albert Haynesworth aus Tennessee. Mit der Auswahl von Defensive End Brian Orakpo in der ersten Runde des Draftes und einem Cornerback in der dritten Runde soll ein Mannschaftsteil weiter verstärkt werden, der letztes Jahr beinahe unter die Top-5 beim zugelassenen Raumgewinn gekommen wäre und in der Pass- und Laufverteidigung auf die Plätze sieben und acht. Außerdem konnte Corner DeAngelo Hall wieder verpflichtet werden, von dem man einige Big-Plays erwarten wird.
Auf Grund dieser Investitionen war es nicht möglich, der Offense über weitere Neuverpflichtung ein Mehr an Dynamik zu geben. Quarterback Jason Campbell hat mit Santa Moss, Chris Cooley und Running-Back Clinton Portis ein Trio von gestandenen NFL-Veteranen um sich versammelt, die eigentlich in der Lage seien sollten, viele Punkte zu erzielen. Doch genau das war eine der großen Schwächen der Skins. 2008 gelangen lediglich 265 Punkte, was den 28. Rang in der Liga bedeutete und auf ein Schwäche in der Redzone hindeutet, denn bei den erzielten Yards lag man im Mittelfeld auf Platz 19.

Sowohl die Cowboys als auch die Redskins haben auf jeden Fall die Chance, die Play-Offs zu erreichen. Doch das wird jedoch vermutlich nur über eine Wildcard möglich sein, denn wenige Tage vor dem Start der regulären Saison scheinen die beiden Teams über nicht genügend Substanz zu Verfügen, um die Giants und Eagles herausfordern zu können.

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