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Divisions Check AFC-East

 
Autor: Micahel Landes Montag, 07. September 2009
 

Die AFC-East war 2008 wohl eine der unterhaltsamsten Divisionen der Liga. Nach Jahren der Dominanz geriet die Herrschaft der Patriots mit der Verletzung von Tom Brady in Woche eins früh ins Wackeln. Die Dolphins mischten mit der Wildcat-Formation die Liga auf und bei den Jets sorgte die Verpflichtung von Brett Favre für Enthusiasmus. Favre ist nun in Minnesota, Tom Brady wieder gesund, werden deshalb die Patriots wieder von den Jägern zu den Gejagten?

Gewinner: New England Patriots
Es fällt schwer, sich in diesem Jahr einen anderen AFC-East Champion als die Patrioten aus Boston vorzustellen. Selbst die Verletzung ihres Super-Star Quarterbacks im ersten Saisonspiel 2008 hinderte die Pats nicht, den gleichen Record wie die Miami Dolphins zu posten und nur auf Grund des direkten Vergleichs nicht in die Play-Offs einzuziehen. Im Jahr 2009, mit einem gesunden Tom Brady und der Überzeugung, dass sich Belichiks Trainerstab nicht mehr von der Wildcat der Dolphins überraschen lassen wird, scheinen die Patriots reif für einen weiteren Division-Titel und sind ein heißer Kandidat auf den Super Bowl.

Die Offense jedenfalls hat wenig von ihrer Explosivität verloren – eher im Gegenteil. Zwar ist WR Jabar Gaffney nicht mehr an Bord, aber mit Randy Moss, Wes Welker, dem Neuzugang Joey Galloway und den fangsicheren Tight-Ends Benjamin Watson und Chris Baker stehen Brady zahlreiche Anspielstationen zur Verfügung. Nicht zu vergessen die Running-Backs, die aus dem Backfield oder der Slot kommend in der passlastigen Offense der Patriots eine wichtige Rolle spielen. Mit Fred Taylor konnte auf dieser Position auch noch einer der erfolgreichsten Backs, was die erlaufenen Yards angeht, verpflichtet werden. Mit Lawrence Maroney, Kevin Faulk und Sammy Morris stehen vier erfahrene Ballträger auf dem Roster, so dass man auch ohne eine echte Nummer 1 auf dieser Position in Boston hier eher Luxusprobleme hat. Und zu viele gute Backs kann ein Team kaum haben, man bedenke die Verletzungsserie, die im letzten Jahr die Broncos heimsuchte.

Wenn es überhaupt einen Mannschaftsteil gibt, der mit einem Fragezeichen zu versehen ist, dann ist es bei den Patriots die Defense. Immerhin sind einige Starter aus den letzten Jahren nicht mehr dabei. Linebacker Teddy Bruschi und Mike Vrabel sowie Safety Rodney Harrison waren lange Zeit die Gesichter dieser Unit. Doch mit Jarred Mayo, dem Rookie von 2008, steht bereits ein designierter Nachfolger als Anführer der Defense zur Verfügung. Aus Cleveland kam Corner Leigh Bodden, der letztes Jahr einer der besten Spieler der Browns war und wohl in der Lage ist, einige Löcher in der Passverteidigung zu füllen. Außerdem setzten die Patriots ihre Draft-Picks wieder geschickt dafür ein, ihre Defense zu verstärken, indem sie zwei Defensiv-Backs und einen D-Line Spieler mit ihren drei Picks in der zweiten Runde nach Boston holten.
Nimmt man ein solides Special Team um den verlässlichen Kicker Stephen Gostkowski hinzu, kann man nur schwer einen Schwachpunkt in diesem Team finden. Bleiben alle Leistungsträger gesund, gewinnen die Patriots 13 Spiele in der regulären Saison. Mindestens.


Runner-UPs: New York Jets und Miami Dolphins

Welches dieser beiden Teams am Ende den zweiten Platz der Tabelle belegen wird, hängt hauptsächlich davon ab, wie gut Jets Rookie-QB Mark Sanchez sein neues Team führen wird. Schafft er es, Turnover zu vermeiden und wie im letzten Prea-Season Spiel gegen die Giants einige Big-Plays zu machen, sind die Jets eine Mannschaft, die nur schwer zu schlagen sein wird. Zwar ist das Passing-Game in New York (siehe auch Giants) nicht mit großen Namen gespickt, doch Jerricho Cotchery hat sich in den letzten Jahren zu einem verlässlichen Fänger entwickelt. Mit Chansi Stuckey und David Clowney stehen zwei weitere aufstrebende junge Receiver im Kader und TE Dustin Keller gehört zu einem der besseren Vertreter seiner Zunft. Mit Thomas Jones haben die Jets den Leading-Rusher der AFC von 2008 im Backfield und mit Leon Washington einen fähigen Back-Up, der sowohl in der Offense wie aus als Returnman ein großes Potential für Big Plays hat.
Caoch Rex Ryan brachte aus Baltimore zusammen mit seinen Defense-Schems auch einige wertvolle Spieler wie Safety Jim Leonhard und LB Bart Scott mit, außerdem verstärkt Lito Shepard nun die Passverteidigung, so dass man sich um die Defense der Jets wohl kaum Sorgen machen muss.

Erfüllt Sanchez die hohen Erwartungen, die man im Big-Apple an ihn setzt, können die Jets die Playoffs erreichen, aber nur als Wildcard-Team.
Eine ähnliche Ausgangssituation gibt es bei den Miami Dolphins, der Überraschungsmannschaft der vergangenen Saison. Wenn es den Phins gelingt, ihr Potential auszuschöpfen und QB Chad Pennington eine ähnlich solide Saison spielt wie letztes Jahr, werden sie zumindest in dem Kampf um eine Wildcard ein Wörtchen mit zu reden haben. Denn auf dem Papier erscheint die Mannschaft nicht schlechter als 2008. Die Addition von DE Jason Taylor, der nach einem wenig erfolgreichen Jahr bei den Redskins, zu den Dolphins zurückkehrt, kann die Defense einen gewaltigen Schritt nach vorne bringen. Allerdings ist Taylor die einzige nennswerte Verstärkung bei den Dolphins, sieht man von Rookie QB Pat White ab, der auf vielen Positionen in der Offense eingesetzt werden kann, was vor allem die viel zitierte Wildcat-Formation noch unberechenbarer macht. Ob aber dieses taktische Mittel auch 2009 so erfolgreich sein wird wie im letzten Jahr, ist unwahrscheinlich. Immerhin machen die Dolphins damit aus der Not eine Tugend, indem sie mehr Running-Backs auf das Feld bringen als Wide Receiver. Mit Ronnie Brown und Ricky Williams ist man dort auf jeden Fall besser aufgestellt als auf WR. Davone Bess und Ted Ginn Jr. haben zwar beide ihr Potential in der letzten Saison angezeigt, aber wirklichen Schrecken verbreiten sie bei gegnerischen Defensekoordinatoren und DBs nicht. So liegt dann auch in diesem Jahr das Heil der Dolphins in der Wildcat mit ihren vielen Variationen und Trick-Play Möglichkeiten. Reichen wird das für eine Play-Off Teilnahme aber wahrscheinlich nicht.


Verlierer: Buffalo Bills

Trotz Terrell Owens: Auch 2009 wird für die Bills nicht mehr als der vierte Platzt in der AFC-East drin sein. Die Suspendierung von Running Back Marshan Lynch für die ersten drei Spiele bringt die Bills gleich zu Beginn des Jahres in die Bredouille. Spielt Back-Up Fred Jackson so gut wie im letzten Jahr, könnte es Diskussionen um den Starter auf Halfback geben. Spielt er schlecht, stehen die Bills möglicherweise schon nach wenigen Wochen mit dem Rücken zur Wand. Wenigstens das Passing-Game hat an Explosivität gewonnen, den die Qualitäten eines Terrell Owens auf dem Platz sind unbestritten – wenn er denn gesund ist und spielen kann, beziehungsweise nicht anderswo für Schlagzeilen und Unruhe sorgt. Lee Evans hat das Potential einige Big-Plays zu machen und auch Roscoe Parrish konnte 2008 seine Möglichkeiten andeuten, auch als Returner. Nach dem Weggang von J. P. Losman ist mit Trent Edwards ein verlässlicher Starting QB fest im Sattel. Sollte er allerdings ausfallen, steht als direkter Back-Up eigentlich nur Ryan Fitzpatrick zur Verfügung, der noch nicht über viel Erfahrung in der NFL verfügt. Deshalb muss Edwards gut geschützt werden, wenn die Bills auch nur eine geringe Chance haben wollen, die Play-Offs zu erreichen. Wenn man aber die Verhältnisse in der AFC betrachtet, wird es für die treuen Fans der Bills in Buffalo (und Toronto) auch 2009 weniger zu feiern geben als zu bejubeln. Deutlich weniger.

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