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Divisions Check AFC-North

 
Autor: Michael Landes Montag, 07. September 2009
 

Es dürfte keine andere Division geben, die eine derart deutliche Zweiklassengesellschaft hat, wie die AFC-North. Pittsburgh und Baltimore machen mit einer großen Regelmäßigkeit den Titel unter sich aus, während Cleveland und Cinncinati bestenfalls um die Wildcard-Plätze spielen. Auch 2009 scheint keine Abkehr von diesem System in Aussicht.

Gewinner: Pittsburgh Steelers
Nur wenige Teams dürften so wenige Schwachstellen haben wie der aktuelle Super Bowl Champion aus Pittsburgh. Zwar werden es die Ravens den Steelers schwer machen, doch haben die Steelers wohl noch das bessere, weil erfahrenere Team und sollten deshalb auch in diesem Jahr wieder den ersten Platz in der AFC-North belegen. Allerdings könnte es auf den direkten Vergleich zwischen Steelers und Ravens hinauslaufen, wenn es um die endgültige Platzverteilung geht.

Die Steelers konnten den nach Super-Bowl runs oft einsetzenden Exodus vieler verdienter Spieler verhindern und gehen somit mit einem fast unveränderten Kader in die neue Saison. Die namhaftesten Abgänge sind WR Nate Washington und QB Byron Leftwich. Washingtons Abgang wurde durch die Verpflichtung von Shaun McDonald ausgeglichen, außerdem ist das Reciving-Corps mit Santonio Holmes, Hines Ward, Limas Sweed und Tight End Heath Miller gut aufgestellt. Schmerzhafter könnte der Verlust von Leftwich sein, der jetzt bei den Bucs um den Posten als Starting-QB kämpft. Denn verletzt sich Big Ben, könnten die Steelers ein Problem bekommen. Charlie Batchs beste Tage sind lange vorbei und Dennis Dixon zeigte zwar eine ordentliche Prea-Season, ist aber noch recht unerfahren. Zu sagen, dass Big Ben anfällig für Verletzungen wäre, wäre zu viel des Guten, doch 49 Sacks und die Spielweise Roethlisbergers sind Grund genug zur Beunruhigung. Aber gerade die Tendenz von Roethlisberger, in den entscheidenden Situationen nicht gesackt zu werden oder zu scramblen, haben den Super Bowl Gewinn in letzter Sekunde erst möglich gemacht.

Running-Back Willi Parker überstand die letzte Saison nicht schadlos und auch Rookie Rashard Mendenhall blieb nicht von Verletzungen verschont. Mit Mewelde Moore stand aber ein weiterer fähiger Back zur Verfügung um diese Verluste zu kompensieren. Da alle drei Spieler auch in diesem Jahr wieder dabei sein werden, brauchen sich die Steelers um ihr Backfield keine Gedanken zu machen.
Die Defense zählt seit Jahren zu den besten des Geschäfts und wird auch in diesem Jahr wieder unter den Top-5 landen. Mit einer soliden Offense, einer zupackenden Defense und gutem Coaching ausgestattet, sind die Steelers Top-Favorit für die AFC-North.

Runner Up: Baltimore Ravens
Bei den Ravens stellt man sich vor der Saison zwei Fragen: Wird die Defense nach dem Verlust von DC Rex Ryan und einiger wichtiger Spieler wie LB Bart Scott genauso effektiv sein wie in den letzten Jahren? Und wird die Lernkurve von QB Joe Flacco nach einem starken Rookiejahr weiter nach oben zeigen. Kann zumindest eine dieser Fragen mit ja beantwortet werden, sind die Ravens ein ernst zu nehmender Kandidat auf den AFC-North Titel, sind es beide, könnte es sogar der AFC-Titel und der Einzug in den Super Bowl werden.

Die Ravens hatten eine relativ ruhige Off-Season, was die Verpflichtung von Free Agents angeht. Man holte Center Matt Birk aus Minnesota, der über viele Jahre NFL-Erfahrung verfügt und bereits im Pro-Bowl gestanden hat, aber jetzt möglicherweise auf dem absteigenden Ast seiner Karriere ist. Außerdem wurde die O-Line mit Rookie Michael Oher verstärkt. Mit L.J. Smith steht nun ein weiterer guter Tight-End zur Verfügung, sollte Todd Heap erneut ausfallen und mit CB Chris Carr ein Spieler verpflichtet, der den gecutteten Chris McAllister ersetzen soll. Diese Verstärkung war auch deshalb wichtig, da die Zukunft von Samari Rolle, der mit einer Nackenverletzung mindestens die ersten sechs Wochen fehlen wird, ungewiss erscheint. Allerdings verfügt die Ravens Defense über Playmaker wie Ed Reed, Ray Lewis und Terrell Suggs und ist somit noch immer eine der besten der Liga.

Im Backfield der Super Bowl Champions von 2001 streiten sich Ray Rice, Willis McGahee und LaRon McClain um Einsatzzeit und sorgen so für einen belebenden Konkurrenzkampf und die beruhigende Gewissheit, dass, sollte sich ein Spieler verletzen, ein fähiger Back-Up im Kader steht. Als Passempfänger steht Joe Flacco vor allem der Veteran Derick Mason (wieder) zur Seite. Todd Heap und der pfeilschnelle Mark Clyaton runden eine Offense ab, die gespickt mit einigen Trickplays im Playbook für die nötigen Punkte sorgen kann. Vor allem, da die Ravens dank ihrer überragenden Defense in der Regel nicht viele Punkte brauchen, um ein Spiel für sich zu entscheiden.

Verlierer: Cleveland Browns, Cincinnati Bengals
Sowohl die Browns als auch die Bengals konnten im Jahr 2008 nur vier Spiele gewinnen – und ob es in diesem Jahr für mehr reichen wird, ist äußerst fraglich. Keines der beiden Teams hat in der Off-Season durch namhafte Neuverpflichtungen einen großen Schritt nach vorne getan. Wenn Carson Palmer von seiner Schulterverletzung gut zurück kommen kann, dann erscheinen die Aussichten bei den Bengals ein wenig besser als bei den Browns, die mit Eric Mangini zwar einen neuen Head-Coach, aber auf QB mit Derek Anderson und Brady Quinn keinen eindeutigen Starter haben.

Mit jeweils knapp 250 Yards pro Spiel lagen die Angriffsreihen der Mannschaften 2008 auf den letzten beiden Plätzen der Liga. Trotzdem hat sich keines der beiden Teams hier deutlich verstärkt. Die Bengals verloren sogar mit T. J. Houshmandzadeh ihren erfolgreichsten Receiver und beinahe auch noch den notorisch unzufriedenen, aber auf dem Feld sehr effektiven Chad Ochocinco dazu. Als Ausgleich konnte Laverneaus Coles von den Jets nach Ohio gelotst werden und mit Chris Henry steht eine weitere gefährliche Waffe im Arsenal von Carson Palmer.
Die Browns müssen den Weggang von Tight End Kellen Winslow verkraften und Star Wideout Braylon Edwards hatte letztes Jahr keine gute Saison und steht deshalb 2009 unter Druck. Immerhin haben sie mit Joshua Cribbs einen Spezialisten als Returnman auf dem Feld, der durch ein Big-Play im richtigen Moment ein Spiel zu eigen Gunsten drehen kann.

Aber sich nur auf Big-Plays zu verlassen reicht in der Regel nicht. Vor allem, wenn es mit dem Laufspiel nicht so gut aussieht. Jamaal Lewis ist der Starter bei den Browns, aber viele Jahre in der NFL haben auch vor ihm nicht halt gemacht. Und auch bei den Bengals ist das Runnig-Game nicht wirklich eine Stärke. Cedric Benson hat nach einem guten Start bei den Bears noch nicht gezeigt, dass er ein Starting-Running-Back auf gehobenem Niveau sein kann.

Da die Defense und das Passspiel der Bengals stärker sein dürftee, als das der Browns, werden die Bengals ein oder zwei Spiele mehr gewinnen, aber zu einem Play-Off Kandidaten werden sie dadurch noch lange nicht.

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