Anmelden
Leserkommentare
Blog Kalender
Alles nur der Manning schuld...
Zuerst aber ein Blick nach Indianapolis. Dass es keine leichte Saison werden würde, war schon klar, als der Starting Quarterback und zukünftige Hall of Famer Peyton Manning sein Aus für die Spielzeit bekannt gegeben hatte. Dass das Team aber auch nach Woche neun immer noch ohne Sieg ist, dürfte dann doch mehr schmerzen als man vielleicht annehmen kann.
Die Frage, die sich dann aber stellt, ist, ob der Misserfolg wirklich nur am Ausfall von Manning liegt? Oder hat der Misserfolg auch andere Gründe? Der Ausfall von Manning tut weh. In den letzten Jahren hat er in zahlloses Partien gezeigt, dass seine Entscheidungen an der line of scrimmage, teilweise wenige Sekunden vor dem Snap, dazu geführt haben, dass die Colts ihre Spiele gewinnen konnten. Manning hat ein unglaublich gutes Auge dafür, in welcher Formation die gegnerische Defense was machen wird. Das hat so manches Team verzweifeln lassen. Doch zu dem Ausfall des Gehirns des Teams kommt in meinen Augen noch ein zweiter Grund hinzu.
Die Colts haben das gleiche Problem, wie die Rams oder die Cardinals. Und das Problem heißt Zeit. Die Spieler, die vor Jahren noch ein Garant für den Erfolg waren, wie Wide Receiver Reggie Wayne und auch Tight End Dallas Clark haben in den letzten Jahren und Monaten immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen und der Zahn der Zeit nagt mit großen Bissen. Nicht zufällig hat Wayne in den letzten Jahren seine Rolle als go-to-guy nach und nach an die Kollegen Austin Collie und Pierre Garcon abgeben müssen.
Auch die den Namen nach starke Defense der Colts hat es in diesem Jahr nicht leicht. Selbst, wenn sie es schaffen, die Gegner aus der Endzone fernzuhalten, muss die Offense immer noch Punkte machen, sonst verliert man trotzdem. Zumindest gegen Cleveland, Pittsburgh und Tampa Bay waren die Colts am Ende zumindest nur einen Score vom Sieg oder der Overtime entfernt. Aber Mannings Ersatz Curtis Painter tut sich als verantwortlicher Quarterback reichlich schwer.
In der nächsten Woche geht es gegen die Jaguars. Vielleicht gelingt dann zu Hause endlich der erste Sieg der Saison, schließlich haben die Jags auch erst zweimal gewonnen. Aber drauf wetter würde ich nicht...
Die Dolphing haben es in dieser Woche endlich geschafft. Gegen die überforderten Chiefs machten sie den ersten Sieg der Saison klar und bestätigten damit die aufsteigende Form des Teams. Vor allem Ersatz-Quarterback Matt Moore, vor der Saison aus Carolina nach Miami gewechselt, beginnt sich langsam auf dem Feld wohlzufühlen. Bereist seit Woche vier steht Moore als Starter auf dem Feld, aber gegen die Chiefs zeigte er seine bis dato beste Leistung und war damit einer der Wegbereiter für den Sieg der Dolphins.
Am Ende brachte Moore, der es in Carolina nicht über die Rolle des Backups hinaus geschafft hatte, 244 Yards und drei Touchdownpässe zu Brandon Marshall und Anthony Fasano auf das Feld. Das reichte am Ende gegen harmlose Chiefs, zumal auch Reggie Bush einen ordentlichen Tag erwischte, mit mehr als 100 Yards durch Läufe und einen Touchdown.
Das Monday Night Spiele immer etwas besonderes sind, ist ja kein Geheimnis. Dass die Experten den Bears in der Partie gegen die Eagles keine wirkliche Chance eingeräumt haben, mag auch nicht verwundern. Aber als die Bears dann doch überraschend gut spielten und am Ende sogar gewinnen konnten, mag als Überraschung durchgehen. Aber während der Partie sorgte vor allem eine Fake-Punt-Spielzug für Rätselraten und/ oder Begeisterung, je nach dem, welchem Fan-Lager man denn angehört.
Es war das letzte Viertel, die Bears lagen mit 27:24 in Front und es gab einen vierten Versuch der Eagles an der 47-Yard-Linie der Bears. Punt-time, dachten alle. Aber falsch gedacht, der Snap zu Rookie-Punter Chas Henry.- Doch statt den Ball nach vorne zu pöhlen, nimmt er ihn auf, nimmt Maß, und wirft nach Links in Richtung Colt Anderson, der über die linke Seite gerannt war. Anderson stand frei. So richtig frei, freier geht es nicht. Henrys Pass hatte zwar die richtige Richtung, aber er war sowas von schwach geworfen, dass Anderson nicht mal im Ansatz die Chance hatte, den Ball auch zu fangen.
Amateurhaft ging dieser Fake-Punt, den man ja ohnehin viel zu selten in der Liga sieht, also zu Ende. Schade eigentlich, hätte Henry mal den ein oder anderen HotDog oder mal ein ordentliche Steak mehr gegessen und nicht nur Beintraining gemacht, hätten wir Fans uns sicher über mehr solche Trick- und Fake-Spielzüge freuen können. Schade für die Eagles, aber so haben die Bears wenigstens gewonnen.
Deren Divisionsgegner aus Wisconsin marschiert unterdessen unbeeindruckt weiter durch die Liga. Auch gegen die highscoring Offense von Philip Rivers und seinen San Diego Chargers setzten sich die Packers am Ende durch.
Aaron Rodgers brachte es auf 247 Yards und warf Touchdown-Pässe zu vier verschiedenen Receivern. Obendrei machte sie Defense der Packers im ersten Viertel alles richtig, als Tramon Williams und Charlie Peprah binnen drei Minuten zwei Pässe von Rivers abfingen und in die Endzone trugen.
Trotz des erneuten Sieges der Packers bleibt für die anderen Teams vielleicht noch eine Hoffnung. Trotz des frühen, hohen Rückstands der Chargers, waren sie am Ende ganz nah dran am Sieg. Für alle Mannschaften sollte es also gelten, macht Punkte. Immer mehr Punkte. Egal wie, und egal warum, aber Punkte müssen auf das Scoreboard, denn nur dann sind die Packers wahrscheinlich zu schlagen, wenn es eben nicht auf ein 23:17 hinausläuft, sondern ein 52:48 oder so.
Ja gut, zugegeben, das ist ein bisschen Milchmädchen-Rechnung. Genauso könnte man sagen, dass die gegnerischen Mannschaften einfach keine Punkte der Packers zu lassen dürfen. In der Form wird es aber nun wahrscheinlich allen klar, dass die Packers wohl bis zum Superbowl keinen wirklichen Gegner haben werden. Die Defense hat am Sonntag gezeigt, dass selbst das Endspiel kein Problem werden dürfte. Da wird es fast schon spannender, wer in der NFC North denn noch die Playoffs erreichen wird. Wer eine Idee hat, wer die Packers wann wie stoppen kann, ich bin auf die Vorschläge gespannt...
Matthias Knauer
Matthias Knauer ist 30 Jahre alt. Als Neuling im Team von Afinsider.de hofft der Blogger dem Niveau und den Anforderungen der Kollegen und vor allem der zahlreichen Leser gerecht zu werden. In den letzten Zügen seines Studiums der Germanistik und Informationswissenschaft in Düsseldorf, ist er Fan der Chicago Bears und der Pittsburgh Steelers.
News
Aktuelle Kolumnen
All-Time Most Read
- Laufspiel bei Madden verbessern
- Stand up for the Champion!
- Da müssen wir mal drüber reden...
- AFinsider.de-Playoff-Bracket: Divisional Playoffs
- Das Ende des Glücks
- Wieder mal zu spät...
- Defense wins Championships!
- Nachtrag zum National Championship Game
- Die Saison im Schnelldurchlauf
- Was ist los hinter dem Center!?


Ist es jetzt eigentlich schon bekannt ob seine Familie das Gehirn für Untersuchungen bezüglich Ge...
[14.05.12-08:05]Websl
2.märz????? etwas im monat geirrt würde ich sagen!!!!!!
[12.05.12-17:05]Seau55
its all about vitamin B.
[11.05.12-17:05]Seau55
was will man mit dem. Auf der Bank versauern lassen?!
[10.05.12-16:05]Patriots
Nichts für Ungut, mag zwar sein, dass die Strafen verhältnismäßig hoch ausgefallen sind, aber das...
[06.05.12-21:05]quentin23