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Da müssen wir mal drüber reden...
Also, was macht das Team aus der Bay anders, als die anderen Teams der Liga und wieso hat die Mannschaft von Coach Jim Harbaugh erst ein Spiel verloren und das ausgerechnet gegen Dallas in Woche zwei. Seit dem frühstücken Quarterback Alex Smith und seine Mannen alle Teams ab, die da so kommen. Gut, bis auf die Giants letzte Woche waren auch die echten Knaller noch nicht dabei. Und auch Smith begeistert nicht unbedingt mit den Zauberwerten eines Aaron Rodgers. Was ist es also dann!?
Die Defense allein kann es doch nicht sein? Bei den zugelassenen Pass-Yards liegt man gerade mal auf Platz 26, bei den Lauf-Yards aber ist mit den 49ers nichts zu machen. Gerade mal mickrige 73.2 Yarss lässt das Team zu, Ligaspitze! Marshawn Lynch von den Seahawks schaffte 33 Yards, die Cowboys brachten es auf insgesamt 45 Yards, Jahvid Best von den Lions erlief gerade mal 37 Yards. Das Team von Harbaugh hat also ein Mittel gefunden, wie man das Spiel der Gegner eindimensional gestaltet und dem Gegner es verbietet, viel Spielzeit von der Uhr zu nehmen. Heute vermeldet die Homepage der 49ers, dass das Team seit 43 (!) Vierteln keinen Touchdown mehr zugelassen hat, also in rund elf Spielen!!
Zu der starken D-Line und den bärenstarken Linebackern, allen voran Patrick Willis und NaVorro Bowman, schafften die 49ers ingesamt 21 Turnover in den ersten neun Spielen. Zwölf Interceptions, zwölf Fumbles, davon neun von der eigenen Mannschaft erobert. Zwar hat das Team nur einmal direkt aus einem Turnover Punkte gemacht, aber sie habe es verstanden, die guten Feldpositionen in der Folge auszunutzen.
Im Spiel gegen die Giants hat man das phasenweise sehr schön beobachten können. Lange Drives wurden lange Zeit nur mit Field Goals abgeschlossen, aber Alex Smith und seine Receiver Braylon Edwards, Michael Crabtree und vor allem die beiden starken Tight Ends Delanie Walker und Vernon Davis, dazu die beiden Runningbacks Frank Gore und Rookie Kendall Hunter hielten die Drives der 49ers oft in Gang. Dazu eine Defense, die nahezu nichts zu ließ. Sicher, das Spiel der 49ers ist selten wirklich spektakulär, aber eben erfolgreich. Weniger Risiko kann manchmal eben durchaus erfolgreich sein...und wie war noch gleich dieser Championship-Spruch... ;-)
Das Weniger manchmal mehr sein kann, wird sich auch Mike Smith, seines Zeichen verantwortlicher Coach bei den Atlanta Falcons, in Zukunft wohl beherzigen. Die packende Partie im heimischen Georgia Dome gegen die Saints ging nach einem grandiosen und absolut aggressiv geführten letzten Drive der Falcons in die Overtime.
Soweit ich mich erinnere, haben die Falcons alle Spielzüge bis zum ausgleichenden Feldtor von Matt Bryant in der Shotgun-Formation absolviert. Mehrfach haben die Coaches Passpielzüge in die Endzone angesagt. Selbst 14 Sekunden vor dem Ende gab es nicht das sichere Feldtor, sondern den Versuch, den Sieg zu erzwingen. Am Ende reichte es dann doch nur zu einem Feldtor zur Verlängerung und das Schicksal nahm seinen Lauf.
Der aggressiven Gangart folgend setzten die Falcons auch in der Overtime alles auf eine Karte. Zweiter Ballbesitz und vierter Versuch und ein Yard an der eigenen 29-Yard-Linie. Smith entscheidet sich für ein Laufspiel. Runningback Michael Turner sollte es richten, doch die Defense der Saints ließ nichts zu, turnover on downs, first down Saints at the Falcons 29-yard-line. Folgerichtig fackelten die Saints nicht lange und Kicker John Kasay entscheidet die Partie schließlich aus 26 Yards.
Wieso hat Smith also den vierten Versuch ausspielen lassen? Keinen Nerv mehr gehabt, der Partie zu zusehen? Oder wollte er dem Head Coach der Saints, Sean Payton, die lange Steherei auf Krücken verkürzen? Klar, das Spiel war entscheidend für den Sieg der Division. Die Falcons lagen eine Partie hinter den Saints und hätten den Sieg dringend benötigt. So steht nun eine weitere Niederlage auf der Liste. Bei den ausgeglichenen Leistungen beider Teams wäre sicher auch ein Unentschieden im Bereich des Möglichen gewesen, also lag es beinahe auf der Hand, dass der erste Fehler über Sieg und Niederlage entscheiden würde. Nun wird Smith sich wohl gefallen lassen müssen, den Sieg des Gegners fahrlässig herbeigeführt zu haben.
Bei den Eagles erinnert gerade alles an einen Haufen aufgescheuchter Hühner, als an das präzise und schnelle Angriffsspiel ihres Namensgebers. Gegen die Cardinals gab es nicht nur eine Niederlage gegen ein Team, was bis dahin zwei Mal gewonnen hatte. Zudem stand mit Quarterback John Skelton nur der Backup der Cards auf dem Feld, was besonders Kevin Kolb geärgert haben dürfte. Wo er sich sicher am meisten über die Niederlage seines ehemaligen Arbeitgebers gefreut haben dürfte und er dann wegen einer Verletzung nicht mal mitspielen konnte.
Bei den Eagles verpasste Wide Receiver DeSean Jackson das Spiel, weil er zuvor bei einem Team-Meeting nicht anwesend war und in Folge dessen von Head Coach Andy Reid aus dem Kader gestrichen wurde. Auch der zweite Starting Wide Receiver Jeremy Maclin musste noch während der Partie verletzungsbedingt aussetzen. Ebenso bekam Quarterback Michael Vick mächtig auf die Rippen, auch wenn nach kurzer Pause das Spiel mit gebrochenen Rippen zu Ende spielte.
Die Wende blieb aber erwartungsgemäß aus. Was ich über Herrn Vick denke habe ich an anderer Stelle schon kundgetan. Mit einer Bilanz von drei Siegen und sechs Niederlagen dürfte das Ende der ohnehin nicht großen Playoff-Hoffnungen für die Eagles besiegelt sein.
In meinen Augen zeigt das enttäuschende Auftreten aber auch, dass irgendwas gehörig falsch läuft in Philly. Dem Eindruck konnte man sich in der letzten Saison schon nicht erwehren. Der sonst als autoritär auftretende Trainer Andy Reid scheint den Faden nun endgültig verloren zu haben. Im letzten Jahr das unleidliche Hin und Her zwischen Kolb und Vick, und jetzt kommt Jackson nicht zu einem Meeting, die Verletzungen könnten dem Team alle weiteren Hoffnung nehmen, und eins ist klar, ein Vick allein macht noch keinen Adlerschwarm aus. Tut mir leid, Eagles-Fans, aber das wird ein langer Weg zurück in die Playoffs.
Zuletzt ein Blick in die NFC North, die sich gerade neu erfindet. Die Packers, keine Frage, sind das Nonplusultra der Liga. Die Playoffs sind sicher, und wenn jemand weiß, wie man die Packers stoppen kann, ohne dass man Quarterback Aaron Rodgers alle Knochen bricht. Ich bin gespannt!
Hingegen scheint sich der lang erwartete Showdown beim Thanks Giving Football in zwei Wochen zwischen den Lions und den Packers zu einem lahmen Truthahn zu entwickeln. Das Team um Matthew Stafford scheint langsam an Boden zu verlieren und die Niederlage gegen die Bears in Woche zehn, war die höchste und deutlichste in dieser Saison. Nun sind plötzlich die Bears wieder im Rennen um Platz zwei.
Dabei waren die Bears offensiv bei Weitem nicht das bessere Team. Aber wie in den guten, alten Zeiten rettete die Defense dem Team mal wieder den Allerwertesten. Staffords Pässe wurden vier Mal abgefangen, was mal eben genauso so viele Interceptions bedeuteten wie in der ganzen Saison zuvor. Es scheint beinahe, als hätte die bye week dem Team nicht gut getan. Gegen Carolina wird es das Team der Lions wieder einfacher haben und die Bears müssen gegen die Chargers beweisen, dass ihr Sieg gegen die Lions etwas wert war.
Muss ich wirklich noch was zu den Vikings sagen? Depremierend, mehr bleibt da wohl nicht, zumal nun auch Gerüchte aufkommen, was aus dem Team in der nächsten Saison wird, wenn das neue Stadion gebaut werden wird. Aber Los Angeles hat doch schon eine Arena, oder wie war das!?
Matthias Knauer
Matthias Knauer ist 30 Jahre alt. Als Neuling im Team von Afinsider.de hofft der Blogger dem Niveau und den Anforderungen der Kollegen und vor allem der zahlreichen Leser gerecht zu werden. In den letzten Zügen seines Studiums der Germanistik und Informationswissenschaft in Düsseldorf, ist er Fan der Chicago Bears und der Pittsburgh Steelers.
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[14.05.12-08:05]Websl
2.märz????? etwas im monat geirrt würde ich sagen!!!!!!
[12.05.12-17:05]Seau55
its all about vitamin B.
[11.05.12-17:05]Seau55
was will man mit dem. Auf der Bank versauern lassen?!
[10.05.12-16:05]Patriots
Nichts für Ungut, mag zwar sein, dass die Strafen verhältnismäßig hoch ausgefallen sind, aber das...
[06.05.12-21:05]quentin23