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Wieder mal zu spät...
Das war ja mal eine Meldung am Montag. Via Twitter kam das Gerücht auf, dass die Bears angeblich einen alten Bekannten reaktivieren wollen. Anlass war die erneut enttäuschende Leistung von Quarterback Caleb Hanie beim Spiel der Bears gegen die Chiefs. Der junge Mann hat es bisher nun wirklich nicht gut erwischt. Schon gegen Oakland tat er sich sichtlich schwer, und nachdem Runningback Matt Forte am Sonntag im ersten Viertel mit einer Knieverletzung raus musste, wurde es nicht leichter.
Nun gab es also die Meldung, dass die Bears an einer Verpflichtung eines Liga-Urgesteins interessiert gewesen sein sollen. Brett Favre wurde mit den Monsters of the Midway in Verbindung gebracht. Prompt überschlugen sich die Liga und einschlägige Internet-Dienste reagierten auf die Gerüchte. Schon beim ersten Lesen habe ich beinahe mein Telefon verschluckt und meiner Wut auf die Zunge gebissen. Favre!? Bei den Bears!? Der Inbegriff der Käseköpfe bei meinem Lieblingsteam!? Spaten im Kopf? Zu viel Cheddar gegessen!? Da musste ich erstmal allen Diensten mit einem „NO! NEVER!“ antworten. Und was soll ich sagen... es hat gewirkt...
Inzwischen gibt es ein breit angelegtes Dementi von allen Seiten. Die Bears seien niemals an einer Verpflichtung von Favre interessiert gewesen. Dafür kam direkt der nächste Name auf... McNabb... muss ich noch mal drüber nachdenken, bevor ich zurückantworte...
In Houston hingehen scheint die Sonne nicht nur wie eh und je vom Himmel. Cheftrainer Gary Kubiak dürfte mit dem brennenden Himmelsstern um die Wette strahlen. Es scheint beinahe so, dass es in dieser Saison aber mal sowas von egal ist, wen er als Quarterback aufstellt, die Texans gewinnen eh immer.
Seit sechs Wochen ist die Mannschaft inzwischen ungeschlagen und auf dem besten Weg, als eines der ersten Teams der AFC die Playoffs zu erreichen. Das Besondere daran? Das Team hatte in der Zeit drei (!) unterschiedliche Starting Quarterbacks. Nach dem sich Matt Schaub verletzt hatte, sprach bekannt Matt Leinart ein, der sich ebenfalls prompt verletzte. Nun steht also Taylor Jonathan Yates der Mann hinter dem Center.
Sicher, die Partie gegen die Falcons war keine Offenbarung, aber eben solide Arbeit. Klar, Yates profitierte von einer starken Defense und einem sehr soliden Laufspiel. Aber schon in der nächsten Partie gegen die Bengals wird Yates direkt ein Triumvirat der Erfahrung zur Seite stehen.
In dieser Woche haben die Texans Jake Delhomme verpflichtet, der für das Wochenende als Backup im Roster auftaucht. Mit Schaub, Leinart und Delhomme dürfte Yates sich vor guten Ratschlägen kaum retten können. Zumal er gezeigt hat, dass er die im Moment jedenfalls, gar nicht nötig hatte. Fast als personifiziertes Selbstvertrauen der Texans machte Yates genau das, wofür er da ist. Sein Team anführen und zum Sieg führen. Sollten die Bengals geschlagen werden, können die Texans für die Playoffs planen.
Einmal mehr darf sich Headcoach Jason Garrett nach der Niederlage gegen die Arizona Cardinals wohl einiges anhören. Dass es überhaupt gegen die Cardinals in die Verlängerung ging, reden wir nicht drum herum, war Garretts Schuld. Doch was war passiert?
Es steht 13:13 im letzten Viertel, die Cowboys in Ballbesitz und das Team bewegt den Ball ganz gut über das Feld, zumindest bis zur 50 Yard-Linie. Es kommt zu dritten Versuch und elf an der 46 Yard-Linie der Cardinals, noch 30 Sekunden zu spielen. Romo wirft einen Pass bis zur 32 Yard-Linie. Neues First Down, noch 24 Sekunden zu spielen. Zeit für ein Timeout, zumal die Cowboys noch zwei Timeouts übrig haben. Doch nichts passiert. Die Zeit läuft weiter. Die Cowboys beeilen sich, und spiken dann bei noch sieben Sekunden den Ball.
Na gut, dass Garrett seinem Team die Chance verwehrt, noch eine bessere Position für den Kicker herauszuspielen oder gar noch einen tiefen Pass in die Endzone zu versuchen, sei es drum. So weit, so gut, die Kicking Unit kommt auf das Feld. Was nun kommt, kennen wir alle. Das gegnerische Team wird möglichst knapp vor dem Snap ein Timeout nehmen. Gerne wird in dem Zusammenhang von „icing the kicker“ gesprochen, sprich, den Ablauf durchbrechen, den Kicker noch mal zum Nachdenken zu bringen, seine Lockerheit zerstören, damit er vielleicht doch einen Fehler macht.
Die Kicking Unit nimmt Aufstellung. Die Cards werden alles daran setzen, den Ball zu blocken. Dann kommt der Snap, doch sofort schrillen die Pfeifen der Schiedsrichter. Klar, Timeout der Cardinals, denken alle. Falsch gedacht! Jason Garrett, der Coach der Cowboys, nimmt ein Timeout. Im Anschluss verschießt Cowboys-Kicker Dan Bailey aus 49 Yards und das Spiel geht in die Overtime. Garrett hat also erfolgreich seinen eigenen Kicker ge-“iced“.
Wieso um Himmelswillen also dieses Timeout? Die einen vermuteten, dass Garrett verhindern wollte, dass es einen Penalty gegen sein Team gäbe, weil es schon vorher ein „Delay of game“ und ein „False Start“ gegeben hatte. Aber hätte er das seiner Kicking Unit nicht vorher sagen können? Frei nach dem Motto, keine Fehler oder ich reiß' euch den Darmausgang auf?
Für mich gibt es keine Entschuldigung für diese Entscheidung. Garrett sollte den Mumm haben, klar und deutlich zu sagen, dass er seinem Team mit diesem Timeout den Sieg gestohlen hat. Über etwaige Verschwörungsgerüchte zur Tabellensituation in der NFC East will ich hier mal lieber nicht mutmaßen...
Erfreuliches zum Abschluss. Schon vor einigen Wochen dachte ich mir, als ich Erdnüsse-knabbernd vor dem Fernseher lag, diesen Typen da, den mit den lange Haaren in der Montur von Rot und Gold, den kennste doch. Mit einer kurzen Visite auf der Homepage der 49ers war mir klar, ich hatte recht.
Das bekannte Gesicht gehörte dem engagiertesten und wohl auch zu Recht beliebtesten Trainer der NFL Europa. Jim Tomsula hat, nach Stationen in Edinburgh, London, Berlin und Düsseldorf, nun seinen Platz im Coaching Staff der 49ers gefunden.
Nachdem er 2010 als Interims Headcoach das letzte Spiel der Saison betreut hatte, ist Tomsula nun Defensive Line Coach. Er macht seine Arbeit nun wirklich gut. Die 49ers gehören mit nur 71.8 Yards zugelassene Lauf-Yards pro Spiel zur besten Laufverteidigung der Liga. Selbst die Zweitplatzierten in dieser Statistik, die Baltimore Ravens, lassen im Schnitt gut 18 Yards mehr an Lauf-Yards zu.
Ob die gute Leistung nun an dem Karrierestart in Europa liegt, lass ich mal unkommentiert. Wahrscheinlich hat es eher mit den beiden Dingen zu tun, die man in seiner Zeit in Düsseldorf immer wieder auf dem Traininsplatz gehört hat: „Tempo! Tempo! Tempo!“ und „Focus and finish!“.
Schönen Gruß an alle alten Rhein Fire Fans und all die anderen Anhänger der NFLE!
Matthias Knauer
Matthias Knauer ist 30 Jahre alt. Als Neuling im Team von Afinsider.de hofft der Blogger dem Niveau und den Anforderungen der Kollegen und vor allem der zahlreichen Leser gerecht zu werden. In den letzten Zügen seines Studiums der Germanistik und Informationswissenschaft in Düsseldorf, ist er Fan der Chicago Bears und der Pittsburgh Steelers.
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Ist es jetzt eigentlich schon bekannt ob seine Familie das Gehirn für Untersuchungen bezüglich Ge...
[14.05.12-08:05]Websl
2.märz????? etwas im monat geirrt würde ich sagen!!!!!!
[12.05.12-17:05]Seau55
its all about vitamin B.
[11.05.12-17:05]Seau55
was will man mit dem. Auf der Bank versauern lassen?!
[10.05.12-16:05]Patriots
Nichts für Ungut, mag zwar sein, dass die Strafen verhältnismäßig hoch ausgefallen sind, aber das...
[06.05.12-21:05]quentin23