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Mein persönlicher MVP-Watch

 
Autor: Patrick Vöcking Donnerstag, 22. Oktober 2009
 

nfli_3_thumbSechs Spieltage sind gespielt und es lassen sich erste Tendenzen erkennen, wer dieses Jahr im MVP-Rennen ein Wörtchen mitreden kann. Daher werde ich nun wöchentlich einen Blick auf zehn potentielle MVP-Kandidaten werfen und kurze Kommentare bzw. Erklärungen dazu geben.

Zunächst mal vorneweg: Da der Award ja fast immer an Running Backs und Quarterbacks vergeben wird, finden sich diese auch vermehrt auf den vorderen Plätzen wieder. Ein Defensivspieler müsste schon phänomenale statistische Werte aufweisen, um ganz vorne in die MVP-Gespräche einzusteigen.

Nun aber zu meinen zehn MVP-Kandidaten nach sechs Spielwochen:

indianapolisPlatz 1: Peyton Manning (Quarterback, Indianapolis Colts)

Was ware Indianapolis ohne Manning? Der Titel des wertvollsten Spielers trifft wohl derzeit auf niemanden besser zu, als auf ihn. Die Colts sind noch ungeschlagen, und auch Mannings Statistiken sind beachtlich: Er komplettiert derzeit 73.5 % seiner Pässe und warf bisher in jedem der fünf Saisonspiele für über 300 Yards. Rechnet man seinen Schnitt für eine volle Saison hoch, käme man derzeit auf 5264 Passing Yards, was den Saisonrekord von Dan Marino brechen würde.

neworleansPlatz 2: Drew Brees (Quarterback, New Orleans Saints)

Nach zwei ruhigen Spielen, in denen Brees keinen Touchdown-Pass warf, glänzte Brees gegen die New York Giants gleich mit vieren davon. Damit hat er jetzt, trotz der Bye-Week die die Saints schon genießen konnte, bereits 13 Touchdown-Pässe auf dem Konto, und damit nur einen weniger als der Ligaführende Matt Schaub, der jedoch bereits sechs Spiele absolviert hat. Brees bringt fast 70 % seiner Pässe an den Mann und sein Quarterback-Rating ist das beste der Liga. Hochgerechnet auf eine volle Saison würde Brees für über 4480 Yards und 42 Touchdowns werfen (bei nur 6 Interceptions).

minnesotaPlatz 3: Brett Favre (Quarterback, Minnesota Vikings)

Favre scheint immer besser in Fahrt zu kommen in Minnesota. Was ihn „wertvoll" macht, ist einfach zu erklären: ohne Favre hätten die Vikings wahrscheinlich zwei oder drei Niederlagen auf dem Konto anstatt gar keine. In Woche 3 gegen San Francisco gab es ein Comeback in den Schlusssekunden, in Woche 5 gegen Green Bay spielte Favre im Monday Night Game wie zu seinen besten Zeiten, und in Woche 6 gegen Baltimore bewarte Favre die Vikings vor dem Totalkollaps in der zweiten Halbzeit. Derzeit komplettiert Favre knapp 70 % seiner Pässe und hat bereits 12 Touchdowns zu verzeichnen. Ob er sein Spiel auch in der zweiten Saisonhälfte auf einem solch hohen Standard halten kann, bleibt noch abzuwarten.

denverPlatz 4: Kyle Orton (Quarterback, Denver Broncos)

Auch wenn die Defense der Broncos den größten Respekt verdient hat, den Erfolg von Kyle Orton kann man nicht von der Hand weisen. Die letzten drei Wochen ging es für Orton (wenn natürlich auch nicht direkt) gegen Tony Romo, Tom Brady und Philip Rivers, und jedes dieser Quarterback-Duelle gewann Orton. Auch wenn sein Spiel meistens nicht überwältigend zu sein scheint, in der zweiten Halbzeit gegen San Diego warf Orton einige sehr starke und wichtige Pässe für sein Team. Dass Orton mit seinem nahezu fehlerfreien Spiel und nur einer Interception bisher seinen Teil zum 6-0 Start der Broncos beiträgt, lässt sich nicht von der Hand weisen.

minnesotaPlatz 5: Adrian Peterson (Running Back, Minnesota Vikings)

Auch wenn derzeit, wohlbemerkt zurecht, Brett Favre der größte Anteil am Erfolg der Vikings zugerechnet wird, darf man Peterson in einer MVP-Diskussion nicht ausschließen, auch wenn seine Statistiken derzeit zwar sehr gut, aber nicht „MVP-würdig" sind. Derzeit kommt Peterson auf 618 Rushing Yards und 7 Touchdowns, hochgerechnet auf eine Saison wären das 1648 Yards und 19 Touchdowns. Da es, meiner Meinung nach, aber gut möglich ist, dass Favre in der zweiten Saisonhälfte etwas nachlassen könnte, müssten die Vikings sich wieder vermehrt auf Peterson verlassen. Peterson führt die Liga in Rushing Yards an und hat die zweitmeisten Rushing Touchdowns, und ich denke Peterson wird diese Saison noch die ein oder andere tolle Leistung abrufen können.

newenglandPlatz 6: Tom Brady (Quarterback, New England Patriots)

Inwiefern die Leistung gegen die schwache Verteidigung der Titans ein Indiz für die kommenden Leistungen von Brady sein wird, wird sich in den kommenden Spielen zeigen. Für den Moment lässt sich festhalten, dass Tom Brady scheinbar wieder zurück ist. Dazu hat Brady seit dem zweiten Spieltag keine Interception mehr geworfen und wird mit Sicherheit nach der Leistung gegen Tennessee viel Selbstvertrauen getankt haben. Gegen Tampa Bay sollte er in der Lage sein können, seinen Platz unter den MVP-Anwärtern zu festigen.

pittsburghPlatz 7: Ben Roethlisberger (Quarterback, Pittsburgh Steelers)

Auch wenn er bereits sechs Interceptions warf und 16 Sacks einstecken musste, gehört Roethlisberger ganz klar zu den MVP-Anwärtern bisher. Er bringt 72.5 % seiner Pässe an, und ist, neben Peyton Manning, der einzige der auf dem Weg ist für über 5.000 Yards zu werfen. Da das Laufspiel der Steelers noch nicht richtig in die Gänge gekommen ist haben die Steelers mehr Verantwortung in die Hände von Roethlisberger gelegt, was erklärt, dass er mit 1.887 Passing Yards die Liga anführt. In keinem Spiel bisher komplettierte er weniger als 65 % seiner Pässe, was ein Anzeichen für seine Konstanz bisher ist.

denverPlatz 8: Elvis Dumervil (Outside Linebacker, Denver Broncos)

Zehn Sacks gelangen Dumervil bereits in den ersten sechs Begegnungen, womit er, wenn er in der Form weitermacht, auf dem Weg ist den Sack-Rekord von Michael Strahan aus dem Jahre 2001 zu brechen. Strahan gelangen damals 22.5 Sacks, Dumervil ist nach jetzigem Stand auf dem Weg zu 26.5. Auch wenn die Defensive der Broncos gegen die Chargers mit 23 Punkten die meisten der bisherigen Saison zuließen, bleiben sie in dieser Kategorie Spitze der Liga, grade einmal elf Punkte werden im Schnitt pro Partie zugelassen, nicht zuletzt dank Dumervil.

newyorkgiantsPlatz 9: Eli Manning (Quarterback, New York Giants)

Das Spiel gegen die New Orleans Saints war sowohl für das gesamte Team als auch für Eli Manning individuell das mit Abstand schlechteste der bisherigen Saison. Dennoch lässt sich die bisher ansonsten gute Saison für Eli nicht von der Hand weisen, bereits elf Touchdown-Pässe bei nur drei Interceptions sind sehr gute statistische Werte. Wie Manning sich von der herben Niederlage erholt, und ob er ernsthaft noch einmal ein Wörtchen in Sachen MVP-Kandidat mitreden wird, wird sich in den kommenden Wochen zeigen, denn der Spielplan der Giants wird nun deutlich härter, sodass er beweisen kann, ob er in die MVP-Konversation gehört oder eben nicht.

houstonPlatz 10: Matt Schaub (Quarterback, Houston Texans)

Ob Schaub ein ernsthafter MVP-Kandidat ist oder nicht, wird sich noch zeigen. Die ausgeglichene Bilanz der Texans spricht bisher nicht für ihn, jedoch sind seine Statistiken sehr stark bisher. Ob Schaub in diese Diskussion gehört hängt vor allem von zwei Dingen ab: ob seine Texans es in die Playoffs schaffen und ob Schaub es schafft die gesamte Saison lang verletzungsfrei zu bleiben. Seine 14 Touchdown-Pässe bisher sind Liga-Spitze, mit 1.810 Yards liegt er an zweiter Stelle, in vier der letzten fünf Begegnungen warf Schaub für über 300 Yards und in drei der letzten vier Partien komplettierte er 70 % oder mehr seiner Pässe. Die Stats sind also da, fehlen nur noch die Siege für Schaub und die Texans.

Kommentare
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BadaBoomBang
(Registered) 22-10-2009 19:14
Peyton for MVP!
 
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Nils
(SAdministrator) 22-10-2009 21:54
Bei mir steht Drew Brees momentan an 1.
 
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Patrick V.
(Publisher) 22-10-2009 22:25
Meine Argumentation war so, dass die Saints auch zwei Spiele gewonnen haben, in denen Brees keine Touchdowns warf, und sie diese durch ein gutes Laufspiel gewonnen hatten, das war bei den Colts bisher nicht der Fall, daher bei mir so rum und nicht Brees an 1, aber kann man ja sehen wie man mag ;)
 
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Matthias
(Publisher) 25-10-2009 16:52
Ich bin für Jared Allen (DE, Min)! Und das als BEARS-Fan :D
 
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