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Mein persönlicher MVP-Watch, Woche 8
Acht Wochen sind gespielt in der NFL und der Kreis der ernstzunehmenden MVP-Kandidaten verkleinert sich von Woche zu Woche. Hier nun also mein MVP-Watch nach der achten Spielwoche (die Zahlen in den Klammern vor den Spielernamen bedeuten die Platzierung in meinem letzten MVP-Watch):
Platz 1: (1)Peyton Manning (Quarterback, Indianapolis Colts)
Manning blieb am Sonntag beim knappen Sieg gegen die San Francisco 49ers zum ersten Mal in dieser Saison ohne Touchdown, und hatte auch sonst einen schweren Tag. Für einen schwachen Tag waren seine Statistiken aber dennoch nicht schlecht. Seine Colts sind weiter ungeschlagen, er führt die Liga in der Kategorie Passing Yards per Game an und hat das zweitbeste Quarterback-Rating der Liga, knapp hinter Aaron Rodgers. Somit ist Manning weiterhin der Favorit auf den Gewinn des MVP-Awards, dem vierten seiner Karriere.
Platz 2: (2)Drew Brees (Quarterback, New Orleans Saints)
Wieder einmal haben die Saints bewiesen, dass sie auch ohne eine Gala-Vorstellung ihres Star-Quarterbacks gewinnen können. Das schmälert dennoch nicht meine Meinung darüber, wie gut Brees ist und vor allem wie wichtig er für seine Mannschaft ist. Man müsste sich nur vorstellen, wo die Saints ohne Brees ständen. Mit Sicherheit würde man dann nicht ungeschlagen an der Spitze der NFC stehen. Brees führt nebenbei die Liga in Touchdown-Pässen an, und hat das drittbeste Quarterback-Rating der Liga, womit er aussichtsreich im Rennen um den begehrten Award bleibt.
Platz 3: (3)Brett Favre (Quarterback, Minnesota Vikings)
So langsam sollten auch die letzten Kritiker verstummt sein, die es für eine schlechte Entscheidung der Vikings hielten, Brett Favre zurückzubringen. Dass die Vikings mit Tarvaris Jackson oder Sage Rosenfels sieben Siege aus den ersten acht Partien eingefahren hätten wage ich mal stark zu bezweifeln. Anfangs wurde oft angenommen, dass Adrian Peterson dieses Team tragen wird, und Favre lediglich Turnover vermeiden sollte, jedoch hat sich mein Bild diesbezüglich mittlerweile verändert, denn es ist Favre der Siege für dieses Team einfährt und Spiele entscheidet. Sicherlich darf man Peterson nicht minder wert schätzen, aber „nur" mit ihm hatten die Vikings in der Vorsaison zehn Siege in der gesamten Saison, mit Favre dabei in dieser Saison bereits sieben Siege aus der ersten Saisonhälfte, und meine Einschätzung von „wertvoll" ist es, Spiele zu gewinnen.
Platz 4: (10)Matt Schaub (Quarterback, Houston Texans)
Trotz eines Spieles ohne Touchdown-Pässe und mit zwei Interceptions gehört Schaub für mich allmählich zu den ernstzunehmenderen Kandidaten auf den Award des wertvollsten Spielers. Die Defensive, die in den ersten Begegnungen der Saison zu den allerschlechtesten der Liga gehörte, hat sich mittlerweile gefangen und deutlich verbessert, sodass die Chancen und Möglichkeiten der Texans, ein Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden, deutlich gestiegen sind, was sich auch an der Siegesserie von drei Spielen und dem besten Start der noch jungen Vereinsgeschichte belegen lässt. Schaub führt mit Brees und Favre die Liga in Touchdown-Pässen an, und hat bisher die meisten Passing Yards auf dem Konto. Ein gesunder Matt Schaub ist sehr viel wert für die Texans und deren Playoff-Ambitionen, darum bleibt nur zu hoffen, dass er endlich mal eine Saison ohne Verletzungen übersteht.
Platz 5: (7)Ben Roethlisberger (Quarterback, Pittsburgh Steelers)
Roethlisberger hat seine Steelers nach einem holprigen Start endlich auf die Siegerstraße gebracht, die letzten vier Partien wurden allesamt gewonnen. Die Bye-Week konnten die Steelers nun mit Sicherheit gut gebrauchen, denn nun warten Partien gegen Denver und Cincinnati auf die Mannschaft. Roethlisberger komplettiert derzeit über 70 % seiner Pässe und hat bereits für über 2.000 Yards Raumgewinn geworfen. Trotz seiner bereits sechs Interceptions hat er noch ein sehr gutes Quarterback-Rating von 102.6. Neben seinen elf Touchdown-Pässen lief er bereits zwei Mal selbst in die Endzone. Das einzige Problem bleiben die Sacks, 20 an der Zahl bereits, die zum Teil auf die Kappe der O-Line, aber auch zum Teil auf seine eigene Kappe geht, da er teilweise den Ball zu lange hält.
Platz 6: (6)Tom Brady (Quarterback, New England Patriots)
Brady muss nun in den nächsten Partien beweisen, dass er seinen teils durchwachsenen Saisonstart endgültig hinter sich gelassen hat, und wieder der alte ist. Wenn er in den nächsten Spielen gegen die Dolphins, Colts, Jets, Saints und nochmals Dolphins stark spielt und die Patriots weiter siegen, wird Brady auch noch einmal ganz vorne in den Kampf um den MVP-Award eingreifen. Das wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Die Leistungen der letzten Spiele waren auf jeden Fall verheißungsvoll, dass wir die starke Offensive der Patriots, die den meisten noch aus 2007 in Erinnerung sein wird, wieder des öfteren zu sehen bekommen.
Platz 7: (-)Cedric Benson (Running Back, Cincinnati Bengals)
Die Formel ist einfach bisher, denn wenn Benson gut spielt gewinnen die Bengals auch. Fünf Siege aus sieben Partien, darunter Siege in Green Bay und Baltimore sowie gegen Pittsburgh und Chicago. Bisher also keine schlechte Bilanz gegen durchaus konkurrenzfähige Gegner. Den wohl größten und vor allem konstantesten Anteil daran hat Cedric Benson. Die einzigen Niederlagen kamen, als Benson schwächere Tage erwischte. Gegen Denver gelangen ihm grade einmal 3.6 Yards pro Versuch auf 21 Läufen, gegen Houston waren es sogar nur 2.8 Yards pro Versuch auf 16 Läufen. In allen anderen Partien gelangen Benson (meist deutlich) über 4 Yards pro Lauf. Drei Mal bereits konnte er die 100-Yard-Marke in dieser Saison brechen, darunter einmal gegen Baltimore, die zuvor 39 Spiele lang keinen 100-Yard-Rusher zugelassen hatten. Dazu gelang Benson bisher in fünf der sieben Partien ein Touchdown.
Platz 8: (-)Aaron Rodgers (Quarterback, Green Bay Packers)
Wenn Rodgers eine bessere Offensive Line vor sich hätte, waren die Packers womöglich ganz weit vorne dabei in der NFC. Bereits 31 Sacks musste Rodgers bereits einstecken, was natürlich irgendwann Spuren hinterlässt und Verletzungen auftreten könnten (und bereits in leichter Form aufgetreten sind). Dass Rodgers dennoch die Liga im Bezug auf das Quarterback-Rating anführt, ist fast schon unglaublich. Sechs Touchdown-Pässe bei keiner Interception gelangen Rodgers in den letzten beiden Partien. Grade einmal zwei Interceptions (gegenüber 14 Touchdown-Pässen) sprechen eine deutliche Sprache, dass es zumeist nicht an Rodgers liegt, dass die Packers drei ihrer sieben Begegnungen verloren haben. Ob Rodgers im MVP-Ranking noch weiter klettern wird, hängt eigentlich nur davon ab, ob er gesund bleibt und ob die Packers viele Spiele gewinnen, denn dass Rodgers zum erweiterten Kreis der besten Quarterbacks der Liga gehört, dürfte mittlerweile fast unumstritten sein.
Platz 9: (-)Jared Allen (Defensive End, Minnesota Vikings)
7.5 Sacks in den beiden Partien gegen Green Bay sprechen eine klare Sprache, wer in der Defensive dominiert hat. Allen hat, neben Favre, den wohl größten Anteil an den beiden Siegen. Aber auch in den anderen Partien spielte Allen durchaus stark auf, weswegen man ihn im erweiterten Kreis der MVP-Anwärter mit Sicherheit nicht ausschließen sollte, auch wenn die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass Allen am Ende ein ernstes Wörtchen um den Award mitreden wird. Jetzt bleibt abzuwarten, ob Allen auch in der zweiten Saisonhälfte so stark aufspielen kann.
Platz 10: (4)Kyle Orton (Quarterback, Denver Broncos)
Im Spiel gegen die Ravens bot Orton seine bisher schwächste Saisonleistung. Dass die Broncos mit nur knapp mehr als 200 Yards Raumgewinn in der Offensive gegen die Ravens untergingen, lag natürlich auch an Orton, der bei 37 Passversuchen (23 Completions) grade einmal auf 152 Yards kam. Dennoch muss man Orton loben, in sechs der sieben Partien warf er keine Interception, und wenn sich die Broncos und Orton von der Niederlage gut erholen können, ist durchaus noch einiges drin in dieser Saison. Für einen MVP-Award hat Orton zwar die ganz großen Stats nicht, aber seine Statistiken sind dennoch bemerkenswert für einen Spieler, der zu Saisonbeginn nicht mehr zu sein schien als ein Zusatz zu den drei Draftpicks (darunter zwei Erstrundenpicks), die die Broncos im Cutler-Trade erhielten.
Patrick Vöcking
Patrick Vöcking ist 21 Jahre alt und absolviert gerade die Ausbildung zum Steuerfach-angestellten.Der Gators-Fan ist in Gronau nahe der niederländischen Grenze zu Hause. In der NFL schlägt sein Herz für die Indianapolis Colts.
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Dadurch haben die Pats zeit verloren. Und wenn ich mich recht erinnere hat Brady danach eine. Sac...
[07.02.12-00:02]Websl
@Websl Fängt Welker den Ball, gewinnen die Patriots zu 90%. Was war an dem Drop von Hernande ...
[06.02.12-22:02]Nils
50% gehen auf Brady, da der Pass schlecht geworfen war und 50% an Welker, da er den Ball normaler...
[06.02.12-21:02]Websl
nobody is perfect! Schuld hin oder her. die giants kann man mittlerweile schon als angstgegner de...
[06.02.12-20:02]Seau55
Ehrenhaft von Welker, allerdings würde ich Brady bei dem Spielzug genauso viel Schuld zuweisen. D...
[06.02.12-19:02]Nils