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Mein persönlicher MVP-Watch, Woche 10

 
Autor: Patrick Vöcking Donnerstag, 19. November 2009
 

nfli_3_thumbEs tut sich einiges in der NFL, und dennoch setzt sich derzeit niemand entscheidend ab im MVP-Rennen. Die Favoriten derzeit sind sicherlich Manning, Brees und Favre, jedoch sehe ich auch bei einigen anderen Spielern noch Chancen. Bei vielen Spielern hängen die MVP-Chancen sicherlich damit zusammen, wie gut ihr Team am Ende der Saison abschneidet, beste Beispiele hierfür sind sicherlich vor allem Chris Johnson und Maurice Jones-Drew. Hier nun also mein MVP-Watch nach Woche 10:

indianapolisPlatz 1: (2)Peyton Manning (Quarterback, Indianapolis Colts)

Nach dem grandiosen Comeback-Sieg gegen New England am Sonntag ist Manning derzeit wieder der Favorit auf den MVP-Award. Sein Team ist noch ungeschlagen, und seine Statistiken sprechen für sich: Er führt die NFL in nahezu allen wichtigen Quarterback-Statistiken an, abgesehen vom Quarterback-Rating (welches das drittbeste der Liga ist). Manning hat die höchste Completion Percentage, die meisten Yards, die meisten Touchdowns und wurde am seltensten gesackt. Dazu ist er auf dem Weg für 36 Touchdown-Pässe und auch weiterhin auf dem Weg, mit 5.106 Passing Yards den 25 Jahre alten Rekord von Dan Marino zu brechen. In acht der neun Spiele toppte Manning die 300-Yard-Marke, ein persönlicher Rekord für ihn.

neworleansPlatz 2: (1)Drew Brees (Quarterback, New Orleans Saints)

Auch wenn sein Spiel in den letzten Wochen nicht immer überragend schien (sechs Touchdown-Pässe gegenüber sieben Interceptions in den letzten vier Spielen), gehört Brees für mich dennoch zu den Favoriten auf den MVP-Award. Sein Team ist weiterhin ungeschlagen, Brees hat die viertmeisten Passing Yards, die zweitmeisten Touchdown-Pässe und das zweitbeste Quarterback-Rating. Dazu ist er auf dem Weg für über 4.500 Yards und 34 Touchdown-Pässe. Mal sehen ob Brees gegen Tampa Bay wieder zeigt, dass er zu den allerbesten seines Fachs gehört.

minnesotaPlatz 3: (5)Brett Favre (Quarterback, Minnesota Vikings)

Favre hat das beste Quarterback-Rating der Liga und seine Vikings bereits acht Siege aus neun Spielen. Favre schickt sich an, für über 4.000 Yards zu passen und 30 Touchdown-Pässe zu erzielen (gegenüber lediglich 5 Interceptions). Sollte Favre mit seinen nunmehr 40 Jahren weiterhin derart starke Leistungen zeigen, gehört er auch weiterhin zu den ganz großen MVP-Favoriten.

newenglandPlatz 4: (6)Tom Brady (Quarterback, New England Patriots)

Für drei Viertel der Partie gegen Indianapolis hatte Brady das Quarterback-Duell klar im Griff und deutlich die besseren Statistiken, bevor Manning im Schlussviertel das Spiel noch drehte. Dennoch ist Brady weiterhin einer der MVP-Favoriten. Er hat die zweitmeisten Yards, die zweitmeisten Touchdown-Pässe und das fünftbeste Quarterback-Rating. Er ist derzeit dabei, für fast 4.900 Yards und 34 Touchdown-Pässe zu werfen, dazu hat er in vier Spielen in Folge die 300-Yard-Marke getoppt (was ihm in den ersten fünf Partien nur ein Mal gelang). Seine Form, eine herausragende Saison zu spielen ist also definitiv vorhanden.

tennesseePlatz 5: (-)Chris Johnson (Running Back, Tennessee Titans)

Hätten die Titans jetzt so viele Siege wie zu Beginn der letzten Saison auf dem Konto, wäre Chris Johnson wohl der führende Kandidat auf den MVP-Award. Seine Statistiken sprechen eine deutliche Sprache, und wenn die Titans weiter gewinnen sollten, könnte Johnson trotz dem Fehlstart der Titans noch einmal ein ernstes Wörtchen um den MVP-Award mitreden. Johnson dreht derzeit so richtig auf, 631 Total Yards in den letzten drei Spielen, dazu sechs Touchdowns. Derzeit ist Johnson auf dem Weg zu 1.940 Rushing Yards und 2.406 Total Yards in dieser Saison, man darf also gespannt sein wer ihn noch stoppen kann in dieser Saison.

jacksonvillePlatz 6: (-)Maurice Jones-Drew (Running Back, Jacksonville Jaguars)

Wie schon in der Einleitung erwähnt, hängen die MVP-Chancen von Jones-Drew vor allem davon ab, wie die Jaguars am Ende der Saison abschneiden. Seine Leistungen sprechen derzeit eine eindeutige Sprache: in drei der letzten vier Spiele toppte er die 100-Yard-Marke in Rushing Yards (gegen die Chiefs verpasste er die Marke mit 97 Yards nur knapp), 630 Total Yards in den letzten vier Partien und sieben Touchdowns in diesem Zeitraum. Gegen die Jets hat er einen sicheren Touchdown hergegeben, damit die Jaguars die Uhr runterlaufen lassen konnten und das entscheidene Field Goal machen konnten, als er an der 1-Yard-Linie zu Boden ging. Jones-Drew ist auf dem Weg zu 1.920 Total Yards und 21 Touchdowns.

minnesotaPlatz 7: (-)Adrian Peterson (Running Back, Minnesota Vikings)

Es war erst das dritte Mal in dieser Saison, dass Peterson am Wochenende die 100-Yard-Marke toppte, aber dennoch ist er Zweiter in der Liga in Rushing Yards sowie in der Kategorie der erlaufenen Touchdowns. Peterson ist auf dem Weg zu knapp 2.000 Total Yards und 20 Touchdowns. Nimmt man dazu den Fakt, dass die Vikings acht Siege gegenüber nur einer Niederlage haben, muss man Peterson auf jeden Fall zum erweiterten Favoritenkreis der MVP-Anwärter zuzählen.

pittsburghPlatz 8: (3)Ben Roethlisberger (Quarterback, Pittsburgh Steelers)

Das Spiel gegen die Bengals hat seinen MVP-Chancen einen ordentlichen Dämpfer verpasst, denn es war mit Abstand sein schwächstes in dieser Saison. Zum ersten Mal in dieser Saison blieb Roethlisberger ohne Touchdown und die Serie der Steelers von fünf Siegen in Folge ist auch gerissen. Seine Statistiken haben einen kleinen Schlag bekommen, aber er ist immer noch auf dem Weg für knapp 4.400 Passing Yards und 25 Touchdown-Pässe. Und trotz seines schwachen Spiels gegen Cincinnati komplettiert er immer noch knapp 68 % seiner Pässe. Drei der nächsten vier Gegner heißen Kansas City, Oakland und Cleveland (das vierte ist gegen Baltimore), gegen die Roethlisberger seine Statistiken wieder etwas aufpolieren könnte.

cincinnatiPlatz 9: (4)Cedric Benson (Running Back, Cincinnati Bengals)

Die Verletzung die sich Benson am Sonntag in Pittsburgh zuzog, könnte seine kleinen MVP-Chancen nahezu komplett verschwinden lassen. Falls er am Wochenende in Oakland nicht spielen kann, wird Johnson wohl kaum noch eine Chance haben sich in den Kreis der Favoriten zurückzukämpfen, nachdem er schon einen großen Teil des Spiels gegen die Steelers verpasste. Sollte Benson jedoch spielen können, und weiterhin gute Leistungen zeigen, gehört er auf jeden Fall zu den positiven Überraschungen dieser Saison.

sandiegoPlatz 10: (-)Philip Rivers (Quarterback, San Diego Chargers)

Es gibt derzeit sicherlich Quarterbacks mit leicht besseren Statistiken als Rivers, aber seine Form derzeit ist sehr gut und er hat seine Chargers nach dem eher holprigen Saisonstart zu vier Siegen in Serie geführt. In den letzten sechs Spielen warf er 13 Touchdowns gegenüber lediglich 3 Interceptions (allein zwei davon gegen die Giants). Auch wenn er sicherlich nicht mehr der große MVP-Favorit in dieser Saison wird, sind seine Statistiken durchaus sehenswert, er ist auf dem Weg zu über 4.400 Passing Yards und 28 Touchdowns gegenüber 11 Interceptions.

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