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Mein persönlicher MVP-Watch, Woche 11

 
Autor: Patrick Vöcking Mittwoch, 25. November 2009
 

nfli_3_thumbWieder ist eine Woche gespielt, und ich möchte an dieser Stelle mein neues MVP-Ranking vorstellen. Langsam kann man legitime Fragen stellen wer nun reale Chancen hat, und wer eher nicht. Wird es die vierte MVP-Trophäe für Favre? Oder die vierte für Manning? Oder sind Drew Brees und Chris Johnson prädestiniert für ihren ersten Award? Hier nun mein MVP-Watch nach der elften Spielwoche:

minnesotaPlatz 1: (3)Brett Favre (Quarterback, Minnesota Vikings)

Nach der ersten Saisonhälfte wurde viel von Mannings viertem MVP-Award gesprochen, aber der überragende Quarterback in den letzten Wochen ist der einzige andere dreimalige MVP der Super Bowl-Ära, Brett Favre. Die Chancen stehen für beide Quarterbacks gut, ihren vierten MVP-Award zu gewinnen. Derzeit sehe ich Favre leicht vorne, auch wenn er deutlich weniger Yards hat und sicherlich deutlich mehr von Adrian Peterson entlastet wird als beispielsweise Manning von Joseph Addai. Favre, der oftmals in seiner Karriere als „Gunslinger" bezeichnet wurde, und öfter auch mal fragwürdigere Entscheidungen traf und Interceptions verursachte, warf in dieser Saison bisher grade einmal 3 Interceptions (gegenüber seinen 21 Touchdown-Pässen). Die Vikings sind derzeit wohl das kompletteste Football-Team der NFL und es bezweifelt wohl niemand mehr, dass sie mit Favre das fehlende Puzzlestück gefunden haben. Mal sehen wie weit er sie in den Playoffs bringen wird.

indianapolisPlatz 2: (1)Peyton Manning (Quarterback, Indianapolis Colts)

Peyton Manning hatte ungewohnt schwache Spiele für seine Verhältnisse in den letzten Partien. Zwei Partien in Folge mit zwei Interceptions erwartet man nicht von Manning. Dennoch hielt er seine Colts ungeschlagen und ist weiterhin auf dem Weg für über 5.000 Yards. Es wird also ein spannender Dezember, vielleicht nicht unbedingt um den ersten Platz in der AFC (die Colts haben bereits 3 Spiele Vorsprung bei noch 6 ausstehenden Spielen), aber auf jeden Fall um den MVP-Award.

neworleansPlatz 3: (2)Drew Brees (Quarterback, New Orleans Saints)

Wie sich am Sonntag einmal mehr zeigte braucht Brees nicht in jedem Spiel für 300 oder mehr Yards werfen, die Saints können auch auf anderen Wegen gewinnen. Auch wenn Brees am Sonntag nur für 187 Yards warf, ihm gelangen dennoch drei Touchdown-Pässe. Damit ist Brees auf dem Weg zu 35 Touchdown-Pässen und knapp 4.400 Yards. Sollten die Saints weiterhin so stark spielen und noch einige Spiele gewinnen, gehört Brees schon fast automatisch zu den engeren MVP-Kandidaten. Nun geht es gegen New England, da wird es wahrscheinlich wieder etwas mehr auf Brees ankommen als gegen Tampa Bay.

tennesseePlatz 4: (5)Chris Johnson (Running Back, Tennessee Titans)

Die Titans gewinnen weiter und halten damit Johnson's MVP-Hoffnungen am Leben. Man kann es aber auch so sehen, dass Johnson mit seinen Leistungen die Titans weiter im Rennen hält. Derzeit wird viel diskutiert, wer nun derzeit der beste Running Back der NFL ist, und diesen Titel geben mehr und mehr Leute nicht mehr Adrian Peterson sondern Chris Johnson. Johnson lief im Monday Night Game zum fünften Mal in Folge für über 125 Yards und und das jedes Mal bei über 5.0 Yards pro Lauf. Zwar endete sein Touchdown-Streak gegen die Texans, aber dennoch ist Johnson weiterhin auf dem Weg für fast 2.000 Rushing Yards. Derzeit scheint ihn niemand stoppen zu können, daher rückt er immer mehr in den Vordergrund in meinem MVP-Watch.

newenglandPlatz 5: (4)Tom Brady (Quarterback, New England Patriots)

Ich würde nicht sagen, Brady ist einen Platz in meinem Ranking gefallen, vielmehr ist Johnson einen Platz gestiegen. Denn Brady hätte es aufgrund seiner Leistungen nicht verdient, im Ranking zu fallen. Er hat nun fünf 300-Yard-Spiele in Folge, und sein niedrigstes QB-Rating in dieser Zeitspanne beträgt 93.5. Und die einzige Niederlage in diesen fünf Partien war die 34:35 Niederlage gegen Indianapolis. Brady bleibt also weiter ein ernsthafter MVP-Kandidat und sollte dies auch bis zum Schluss bleiben können.

jacksonvillePlatz 6: (6)Maurice Jones-Drew (Running Back, Jacksonville Jaguars)

Jones-Drew hatte am Sonntag sicherlich eines seiner schwächeren Spiele dieser Saison, er lief 25 Mal für 66 Yards, was einem Durchschnitt von 2.6 Yards pro Lauf entspricht. Aber dennoch erhielt er seinen Touchdown-Streak am Leben, denn es war das fünfte Spiel in Folge mit mindestens einem Touchdown für Jones-Drew. Insgesamt gelangen ihm Touchdowns in acht der zehn bisherigen Saisonspiele, und es werden auch wohl noch einige Spiele kommen, in denen Jones-Drew die Möglichkeit bekommt, Punkte aufs Scoreboard zu bringen.

indianapolisPlatz 7: (-)Reggie Wayne (Wide Receiver, Indianapolis Colts)

Wayne hat im Prinzip keine Chancen, ein "ernsthafter" MVP-Kandidat zu werden. Das liegt wohl nicht an seiner Saison, die ist nämlich mehr als stark, sondern vielmehr an dem Fakt, dass in der Geschichte der NFL noch nie ein Wide Receiver den MVP-Award gewinnen konnte. Die Geschichte wird wohl auch dieses Jahr nicht neu geschrieben, aber dennoch spielt Wayne eine ganz starke Saison und liefert in (fast) jedem Spiel eine starke Leistung ab. Sein schwächstes Saisonspiel war in Woche 3, als die Colts den Ball nicht einmal 15 Minuten hatten. Dort fing er 3 Pässe für 37 Yards, ansonsten waren es immer mindestens 6 Receptions und mindestens 60 Yards. Wayne ist auf dem Weg für 122 Receptions für 1.549 Receiving Yards und konnte in sieben der zehn Partien scoren.

sandiegoPlatz 8: (10)Philip Rivers (Quarterback, San Diego Chargers)

Rivers und die Chargers kommen langsam aber sicher ins Rollen. Der Sieg in Denver war bereits der fünfte in Folge. Rivers komplettierte in den letzten beiden Spielen knapp 79% seiner Pässe und leistete sich in den letzten Spielen wenig Fehler. Er wird sicherlich in dieser Saison kein ernsthafter MVP-Kandidat mehr werden, aber dennoch spielt Rivers mal wieder eine starke Saison. Aber vielleicht kann Rivers sich ja dieses Jahr zu Eli Manning und Ben Roethlisberger gesellen. Alle drei Quarterbacks wurden 2004 gedraftet, und Rivers ist der einzige dem noch einer der begehrten Super Bowl-Ringe fehlt.

pittsburghPlatz 9: (8)Ben Roethlisberger (Quarterback, Pittsburgh Steelers)

Es bleibt erst einmal abzuwarten, ob Roethlisberger eine ernsthaftere Kopfverletzung im Spiel gegen Kansas City davongetragen hat, oder nicht. Gegen die Chiefs machte er auf jeden Fall seine schwächste Partie der Saison gegen Cincinnati in der Woche zuvor wett, denn er brachte bereits zum siebten Mal in dieser Saison mehr als 70% seiner Pässe an und warf für knapp 400 Yards. Die Steelers werden nach ihren zwei Niederlagen in Folge Roethlisberger am Sonntag brauchen, denn es geht im Divisions-Duell gegen Baltimore und die Steelers wollen sicherlich nicht die dritte Niederlage in Folge einstecken.

newenglandPlatz 10: (-)Wes Welker (Wide Receiver, New England Patriots)

Für Welker gilt das gleiche wie für Wayne. Auch wenn seine Chancen, ein ernsthafter MVP-Kandidat zu sein, äußerst gering ist, spielt Welker dennoch eine fantastische Saison. Sein schwächstes Spiel war in Woche 4 gegen Baltimore, als er sechs Pässe für 48 Yards fing. In allen anderen Partien fing Welker mindestens 8 Bälle und hatte über 80 Receiving Yards. Hochgerechnet auf eine Saison bedeuten seine Statistiken 126 Receptions für 1.366 Yards. Nebenbei sollte man vielleicht erwähnen, dass Welker auch noch zwei Spiele aufgrund einer Verletzung verpasste. Sonst würde der Rekord von 143 Receptions in einer Saison, aufgestellt von Marvin Harrison, wohl in ernsthafter Gefahr sein.

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