Lockout bleibt vorerst bestehen

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Autor AFinsider.de

nflNach Wochen der Ungewissheit kamen die Berufungsrichter in St. Louis, MO am Montag zu einem ersten Beschluss. Sie entsprachen dem Antrag der NFL, die einstweilige Verfügung von Richterin Susan Nelson (Minnesota) zur Aufhebung des Lockouts bis auf weiteres auszusetzen. Damit bleibt der Lockout bestehen.

Für den 3. Juni ist dann eine Anhörung des Antrags auf Berufung seitens der NFL angesetzt. Ein Urteil in dieser Sache wird danach wohl weitere sechs bis acht Wochen in Anspruch nehmen.

In der Zwischenzeit haben beide Streitparteien die gerichtlich angeordnete Mediation in St. Paul, MN unter Vorsitz von Richter Arthur Boylan wieder aufgenommen.

Die NFL hatte argumentiert, dass ihr durch eine zeitweilige Aufhebung des Lockouts vor der Berufungsverhandlung ein irreperabler Schaden entstünde. Dies begründete man etwa damit, dass es derzeit kein klares System gäbe und dass keiner so recht wüsste, was passieren würde, wenn der Lockout erst aufgehoben und später durch eine etwaige erfolgreiche Berufung wieder hergestellt würde.

Hätte man der einstweiligen Verfügung zunächst stattgegeben, hätte auch das Liga-Geschäftsjahr begonnen.

Der Beschluss der drei Richter war ein Mehrheitsbeschluss. Zwei Richter stimmten dafür, einer dagegen. Die Gegenstimme kam wie schon bei der Genehmigung des Berufungsantrags von Richter Kermit Edward Bye.

In der Begründung dieses Beschlusses findet sich auch eine Passage, die auf ein mögliches Urteil schließen lässt. Demnach sehen die Richter das Urteil von Nelson als unpassend an, da es sich hier um einen arbeitsrechtlichen Disput handelt und nicht um einen Zivilprozess, wodurch ein gerichtliches Eingreifen nicht rechtens wäre.

Herrscht diese Sichtweise auch noch nach der Anhörung bei den Berufungsrichtern vor, würde der Berufung wahrscheinlich stattgegeben und der Lockout bliebe dauerhaft bestehen.

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