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Seahawks zerstören historische Offense

gamedayfinalSuper Bowl XLVIII ist Geschichte, genauso die Saison 2013. Und am Ende steht die Erkenntnis, dass Defense eben doch Meisterschaften gewinnt. In diesem Fall sogar höchst beeindruckend und eindeutig.

Im Duell der besten Defense und der besten Offense der abgelaufenen Spielzeit setzte sich eindeutig die Verteidigung durch und daran gibt es keinerlei Zweifel.

Der diesjährige Super Bowl lieferte allerdings noch ein paar weitere Erkenntnisse, auf die wir hier zum Abschluss der Spielzeit eingehen.

Peyton ist nicht der Beste

Auch wenn es viele dieser Tage mal wieder so sahen, zeigte Super Bowl XLVIII einmal mehr, dass Peyton Manning eben nicht der größte Quarterback überhaupt ist. Die Saison 2013 erinnerte uns letztlich nur einmal mehr daran, dass Manning eben einer ist der statistisch unerreicht ist. Er legte zahlreiche Rekorde aufs Parkett und stellte sogar gegen Seattle neue auf, was Completions in einem Super Bowl und Pass-Yards in der Postseason angeht. Aber das sind eben wirklich nur Statistiken.

Amerikaner stehen auf Statistiken, aber im Football spielen selbige eben doch nur eine untergeordnete Rolle. Siege und Niederlagen – und Ringe – sind das, was wirklich zählt. Unter dem Strich verlor Manning am Sonntag sein zwölftes Playoffspiel und damit mehr als jeder andere Quarterback. Er flog auch achtmal im ersten Postseason-Spiel raus, ebenfalls „Bestmarke“. Natürlich gewann er auch einen Super Bowl. Doch nach der 2006er Saison hatte er auf dem Weg dorthin mehr Picks als Touchdowns und seine Defense und Adam Vinatieri mussten ihn gewissermaßen am Leben erhalten. Im Super Bowl damals wurde er zum MVP gewählt, allerdings von Medienvertretern, die das Spielgeschehen komplett ignoriert hatten. Überragend gegen Chicago waren damals eigentlich eher Dominic Rhodes und Joseph Addai.

Gegen Seattle war Peyton zwar nicht der einzige Grund, warum Denver verlor, aber er half gehörig mit. Er, der als großes Mastermind verehrt wird, kam nicht im Ansatz damit zurecht, was die Seahawks gegen ihn und seine historische Offensive aufgeboten hatten. Gegen New England war das Spiel vorbei, nachdem mit Aqib Talib der beste Corner das Spiel verließ. Daraufhin boten sich Manning Mismatches auf dem kompletten Spielfeld. Doch Mismatches gab es gegen Seattle einfach nicht – jedenfalls nicht solche, die für Denver sprachen.

Jeder Receiver war gut gecovert und wurde bereits an der Line of Scrimmage mit physischer Härte aus dem Konzept gebracht. Das gepaart mit einem Vier-Mann-Pass-Rush, der die wankende O-Line der Broncos ein ums andere Mal in Bedrängnis brachte, war zu viel für Manning. Dieser konnte nie in der Pocket stehen und seine schnellen Pässe anbringen, weil einfach keiner offen war. Er musste sich schon früh bewegen und teilweise sogar fast zum Scrambling ansetzen. Wenn man Manning soweit hat, weiß man eigentlich, was die Stunde geschlagen hat. Dann ist sein Team in großer Not.

Die offensichtlichsten Fehler waren dann eben die Interceptions und der verlorene Fumble. Der erste Pick auf Kam Chancellor war ein überhasteter Wurf über die Mitte, als er Druck von der rechten Seite bekam. Der Pick-Six zu MVP Malcolm Smith war untypisch für einen QB mit Mannings Erfahrung. Wenn man so schwer unter Beschuss steht, erzwingt man keinen Wurf mehr im Rückwärtsfallen. Er tat es dennoch, anstatt den Sack einzustecken und musste teuer bezahlen. Und beim Fumble brauchte er ebenfalls wieder zu lange.

Das gesamte Offensivkonzept der Broncos war im Grunde von Beginn an über den Haufen geworfen und das lag nicht nur am jeweiligen Gameplan. Die Coverage war sehr gut, der Pass Rush kam effektiv und so blieben eigentlich nur kurze Pässe über die Mitte. Und hier kam dann der überragende Speed der Seahawks-Defense zum Tragen. Eigentlich alle Receiver der Broncos sind für gewöhnlich bekannt dafür, einige Extra-Yards nach dem Catch herauszuholen. Doch sobald mal ein Pass ankam, waren eigentlich immer mindestens vier Verteidiger am Ballfänger dran und stoppten ihn an Ort und Stelle. Da man auch recht früh das Laufspiel gänzlich vernachlässigte, war auch dies dann kein Faktor mehr im Spiel, so dass sich Seattle vorwiegend auf die Pass-Verteidigung einschießen konnte.

Wilson und Co. entblößen Denvers Defense

Was den Patriots oder Chargers zuvor aus diversen Gründen nicht gelang, machten die Seahawks mit Bravour: Sie erkannten und nutzten eiskalt die bekannten Schwächen der Defense der Broncos aus. Es war bekannt, dass man gegen Denver durch die Mitte nicht effektiv laufen kann. Das musste auch Marshawn Lynch erkennen, der häufiger für kurzen – oder gar keinen – Raumgewinn gestoppt wurde. Man behalf sich dann eben mit Varianten: Percy Harvin etwa lief zwei End-Arounds für großen Raumgewinn. Russell Wilson wiederum bediente sich einmal einem Option-Keeper und improvisierte später für weitere wertvolle Yards.

Die Mitte dicht zu halten ist eine Sache, auf Trickspielzüge wie End-Arounds zu reagieren aber eine ganz andere. Dagegen hatte Denver kein Mittel. Den Rest besorgte Wilson mit seinem Arm. Im Gegensatz zu Manning brachte er fast jeden wichtigen Pass mit Wucht und Präzision an und musste gar nicht so viel Zeit erkaufen wie zum Beispiel noch gegen San Francisco, da der Pass Rush des Gegners scheinbar nicht vorhanden war. Auch die Seattle-O-Line war nicht immer sattelfest in diesem Jahr, für die ohne Von Miller sehr schwache Front Seven der Broncos hat es jedoch gereicht.

Nebenbei demonstrierte man dann auch noch gelegentlich, dass beim einen oder anderen Defensive Back im orangenen Trikot mittlerweile Einbußen in der Endgeschwindigkeit erkennbar sind. Man denke da etwa an die Momente, in denen Champ Bailey vergeblich versuchte, seinem Gegenspieler hinterherzulaufen.

Harvin-Investition zahlt sich aus

Damals im März tradeten die Seahawks gleich drei Draft-Picks nach Minnesota und erhielten dafür Percy Harvin, der auch noch einen neuen Sechsjahresdeal über 67 Millionen Dollar unterschrieb, der ihm 2013 knapp 14 Millionen einbrachte. Harvin spielte ein Spiel in der Regular Season, nachdem er den Start des Jahres mit einer Hüftoperation verpasst hatte. Bei seinem Debüt – ausgerechnet gegen die Vikings – verletzte er sich erneut an der Hüfte und verpasste den Rest der Regular Season.

Sein zweiter Einsatz im neuen Team kam dann im Divisional Game gegen New Orleans. Dieses Mal hielt er knapp eine Halbzeit durch und verabschiedete sich schließlich mit einer Gehirnerschütterung. Das kostete ihn auch das Championship Game und so ziemlich jeder Experte war sich einig, dass der Trade ein mittelschweres Desaster wurde.

Den Super Bowl bestritt er dann aber doch von Anfang bis Ende. Zwar hatte er weniger Spielzeit als sonst, aber der Plan war es wohl, ihn um jeden Preis fitzuhalten. In der ersten Hälfte fing er einen Pass und legte zwei effektive End-Arounds hin. Zur Überraschung aller war er es dann auch, der den Kickoff zur zweiten Hälfte in Empfang nahm. Daraus wurde der wohl entscheidende Touchdown der Partie und er hatte seine Schuldigkeit getan.

Harvin mag zwar kaum gespielt haben, doch im größten Spiel des Jahres war er da und half tatkräftig mit, den Titel zu gewinnen. Und Titel waren letztlich die Motivation für diesen Trade.

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