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  • dvdged3
    registriert am 11.01.2018

32 in 32: Kansas City Chiefs

kc

Was passiert, wenn vier deiner wichtigsten Spieler insgesamt 52 Spiele verletzt aussetzen müssen? Du verlierst. So geschehen in der letzten Saison im Staate Missouri, bei den Kansas City Chiefs, die Thema der heutigen Ausgabe von "32 in 32" sind.

Mit den Rückkehrern und einem neuen Head Coach, Romeo Crennel, sollen in diesem Jahr aber wieder die Playoffs in Angriff genommen werden. Und dieser Wunsch nach Erfolg erscheint nach einer produktiven Offseason gar nicht mal so unrealistisch.

 

Rückblick

Beginnen wir mit den schon angesprochenen Verletzungen: In der Preseason reißt sich Tight End Tony Moeaki sein Kreuzband - Saisonende. In Woche eins reißt sich Safety Eric Berry sein Kreuzband - Saisonende. In Woche zwei reißt sich Running Back Jamaal Charles sein Kreuzband - Saisonende. Dazu kamen noch zwei Niederlagen mit einem Gesamtergebnis von 10:89. Wie kann eine Saison schlechter losgehen?

Doch dann fingen sich die Chiefs, gewannen unter anderem vier Spiele in Serie, waren wieder im Rennen um die Divisionskrone und dann verletzt sich Quarterback Matt Cassel seine Wurfhand - Saisonende. Einige Niederlagen später war dann der Punkt gekommen, an dem General Manager Scott Pioli ruhigen Gewissens seinen ungeliebten Head Coach Todd Haley entlassen konnte.

Als Interimstrainer übernahm Defensive Coordinator Romeo Crennel, der die Chiefs mit QB Kyle Orton zu einer 2-1 Bilanz führte. Dabei wurden zuerst die bis dahin ungeschlagenen Packers besiegt und im letzten Saisonspiel Tim Tebows Bronco-Offense bei drei Punkten gehalten. Am Ende reichte es - allen Schwierigkeiten zum Trotz - zu einer 7-9 Bilanz, womit man nur einen Sieg hinter den drei anderen bilanzgleichen Teams der AFC West landete.

Offseason

Es war relativ klar, dass Crennel vom Interim- zum Vollzeit-Coach befördert werden würde. Er ist sehr beliebt bei den Spielern und hätte man ihn nicht befördert, wäre man Gefahr gelaufen, ihn komplett zu verlieren - und damit einen der besten Defensive Coordinators der NFL. Als neuen Offensive Coordinator hat man Brian Daboll geholt, den Crennel noch aus Cleveland kennt.

Die große Story in Bezug auf Spieler war die Personalie Dwayne Bowe. Der Star-Wideout wollte einen neuen Vertrag, bekam aber erstmal nur den Franchise Tag. Man verhandelte über einen langfristigen Vertrag, konnte sich aber nicht einigen. Mittlerweile dürfen beide Parteien nicht mehr verhandeln (nach den Regeln des CBA) und Bowe ist am Schmollen. Seinen Vertrag hat er noch nicht unterschrieben und damit darf er auch nicht am Trainingscamp teilnehmen.

Transfers

Zugänge:

  • NT Dontari Poe (Draft, Memphis)
  • OG Jeff Allen (Draft, Illinois)
  • OT Donald Stephenson (Draft, Oklahoma)
  • WR Devon Wylie (Draft, Fresno State)
  • S DeQuan Menzie (Draft, Alabama)
  • RB Cyrus Gray (Draft, Texas A&M)
  • DT Jerome Long (Draft, San Diego State)
  • WR Junior Hemingway (Draft, Michigan)
  • QB Brady Quinn (Free Agent, Broncos)
  • RB Peyton Hillis (FA, Browns)
  • TE Kevin Boss (FA, Raiders)
  • OT Eric Winston (FA, Texans)
  • DE Ropati Pitoitua (FA, Jets)
  • CB Stanford Routt (FA, Raiders)
  • SS Abram Elam (FA, Cowboys)

Abgänge:

  • QB Kyle Orton (FA, Cowboys)
  • RB Jackie Battle (FA, Chargers)
  • FB Le’Ron McClain (FA, Chargers)
  • TE Leonard Pope (FA, Steelers)
  • OT Barry Richardson (entlassen, Rams)
  • C Casey Wiegmann (Karriereende)
  • DE Wallace Gilberry (FA, Buccaneers)
  • NT Kelly Gregg (Karriereende)
  • CB Brandon Carr (FA, Cowboys)
  • SS Jon McGraw (Karriereende)

Was das Personal angeht, sind die Chiefs ganz gezielt ihre Schwachstellen angegangen. Als Jamaal Charles ausfiel, hatte man keinen adäquaten Ersatz. Also kam Peyton "Madden Curse" Hillis aus Cleveland. Brandon Carr wurde Free Agent und man wollte sich seinen Vertrag nicht leisten, deshalb verpflichteten sie noch vor der Free Agency Stanford Routt. Neben Moeaki hatte man keinen Tight End, der auch mal einen Pass fangen kann - da nahm man doch gerne Kevin Boss unter Vertrag. Das Kronjuwel der FA ist aber Offensive Tacke Eric Winston, einer der besten in der NFL, mit dem man eine jahrelange Problemstelle in der O-Line behebt.

Im Draft hatten die Chiefs dann noch zwei Schwachstellen: Nose Tackle und Guard. Da pickten sie in der ersten Runde "Mr Combine" Dontari Poe und in der zweiten Jeff Allen. Die weiteren Picks helfen zunächst mit der Depth und in Special Teams.

Offense

OC Daboll will in Kansas City die Offense installieren, mit der er schon in der zweiten Hälfte der letzten Saison in Miami Erfolge feiern konnte. Das heißt: Viel Lauf, viele 2-TE-Sets und lange Pässe kommen nur, wenn die gegnerischen Safeties einzuschlafen drohen. Das Konzept erinnert an die Offense, mit der Charlie Weis 2010 gearbeitet hat. Das war auch gleichzeitig Matt Cassels bestes Jahr als Chiefs-QB. So überrascht es auch wenig, dass Beobachter des Trainingscamps von einem Cassel berichten, der das System schon sehr stark beherrscht und auch sonst ein überzeugendes Camp hinlegt.

Als Anspielstationen hat er in Bowes Abwesenheit die Wide Receiver Jon Baldwin und Steve Breaston. Im Slot spielt Rookie Wylie. Gerade Baldwin, der außerhalb des Feldes ein ähnlich schwieriger Charakter sein soll wie Bowe, scheint von seinem Rookiejahr einen Riesensprung nach oben gemacht zu haben. So kommt es, dass der Superstar-Receiver Bowe kaum vermisst wird. Kommt Bowe aber zurück - wovon irgendwann auszugehen ist - haben die Chiefs ein Receiving-Corps erster Güte beisammen.

Die beiden Tight Ends, die in den Doppelsets zum Einsatz kommen, sind Tony Moeaki und Kevin Boss. Es bleibt abzuwarten, wie spritzig Moeaki nach seinem Kreuzbandriss schon wieder ist, sollte er aber an seine gute Rookiesaison anknüpfen können, hätte man eine weitere starke Waffe in der Mitte des Feldes.

Aufgebaut wird die Offense aber um das Laufspiel. Dort haben die Chiefs drei sehr unterschiedliche Typen: Jamaal Charles, der Speedster, Peyton Hillis, der Power-Runner und Dexter McCluster, der Alleskönner. Bei Charles gibt es die gleichen Fragezeichen wie bei Moeaki und Hillis möchte eine letzte Saison vergessen, die - nun ja - zum Vergessen war. McCluster verbringt etwa die Hälfte des Camps bei den Receivern, damit er sein Route Running und seine Fanghände verbessert. Ihn kann man sowohl als RB wie auch als WR einsetzen.

Vor alledem steht aber immer noch die O-Line und die kann sich sehen lassen. Die beiden OT Eric Winston (rechts) und Branden Albert (links) würde fast jedes andere Team mit Kusshand nehmen. In der Mitte übernimmt Center Rodney Hudson, ein Zweitrundenpick 2011, der ein Jahr von Casey Wiegmann lernen durfte. Right Guard ist Jon Asamoah, der schon in der letzten Saison eine gute Leistung als Starter gebracht hat. Left Guard bleibt vorerst Ryan Lilja, für dessen Ersatz Jeff Allen gedraftet wurde.

Allerdings will man nicht mit drei relativ unerfahrenen Spielern in der Mitte der O-Line spielen. Deshalb wollen die Chiefs mit Allen genauso verfahren, wie schon mit Asamoah und Hudson: Hoch draften, ein Jahr als Backup lernen lassen und dann zum Starter befördern. Wenn der Wechsel Lilja-Allen vollzogen ist, besitzen die Chiefs eine sehr talentierte O-Line, mit der sie noch einige Jahre spielen können.

Defense

Die Defense, die Romeo Crennel spielen lässt, ist eine sehr traditionell gehaltene 3-4-Defense. Das bedeutet unter anderem, dass die Aufgaben der D-Line im Run Stopping und Aufreißen von Löchern für die Pass Rusher liegen. Und die Chiefs besitzen zwei der besten Spieler, wenn es genau darum geht: Die Defensive Ends Glenn Dorsey und Tyson Jackson. Es ist noch nicht ganz klar, wer zwischen ihnen starten wird. Rookie Dontari Poe hat am College in einer 4-3 gespielt und ist es nicht gewohnt, immer zwei bis drei Gegenspieler auf einmal gegen sich zu haben. Es war aber auch abzusehen, dass er eine gewisse Eingewöhnungszeit brauchen würde. Deshalb könnte durchaus Anthony Toribio, der gerade sowas wie ein Breakout-Camp hat, als Nose Tackle in die Saison gehen.

Auf den Outside-Linebacker-Positionen sorgen Tamba Hali und Justin Houston für Druck gegen den QB. Hali dürfte einer der besten, wenn nicht sogar der beste Pass Rusher in der AFC sein, wohingegen Houston auf einer ordentlichen Rookiesaison (5 1/2  Sacks in den letzten 5 Spielen) aufbauen möchte. Dazwischen spielen die Inside Linebacker Derrick Johnson und Jovan Belcher. Johnson hat letztes Jahr absolut verdient den Pro Bowl erreicht, während Belcher klar in dessen Schatten spielt, aber auch kein Blinder ist.

Im Defensive Backfield besitzen die Chiefs einen ganz speziellen Spieler: Strong Safety Eric Berry. Seinen Kreuzbandriss scheint er im Camp komplett abgeschüttelt zu haben, womit er sich wieder zum feuchten Traum Crennels entwickeln dürfte. Starke Ball Skills, kann jeden in Manndeckung nehmen, sicherer Hitter und überragende Übersicht. Wenn er fit bleibt, ist er der kommende Superstar auf der Safety-Position. Free Safety ist Kendrick Lewis, der sich auch einer Operation in der Offseason unterziehen musste, aber schon wieder fit ist. Er und Berry bilden ein junges, sehr talentiertes Tandem, das jedem QB das Leben schwer machen kann.

Unterstützt werden die beiden durch die Cornerbacks Brandon Flowers, Stanford Routt und Javier Arenas (Slot). Sie spielen hauptsächlich Press Coverage und gerade Flowers kann mit den besten WR mithalten. Routt hatte eine nicht ganz so starke letzte Saison als Nummer eins in Oakland, dürfte als Nummer zwei aber wieder besser aussehen. Hinter den Dreien wartet Jalil Brown auf seinen Durchbruch.

Special Teams

Kicker Ryan Succop hat sich vom "Mr Irrelevant" zu einem sicheren Kicker entwickelt, auch wenn seine Beinstärke, gerade bei Kickoffs, noch ausbaufähig ist. Punter ist der Colquitt-Bruder Dustin, der sich mit seinem Durchschnitt von 45,9 Yards pro Punt nicht zu verstecken braucht. Tom McMahon übernimmt den Posten des Special Teams Coordinators. Bei seiner letzten Station, den St. Louis Rams, haben seine Coverages, im Vergleich zum restlichen Team, meistens überzeugt. Um die Returns streiten sich noch Dexter McCluster, Javier Arenas und Devon Wylie. Long Snapper ist Thomas Gafford.

Spielplan

09.09.2012   vs. Falcons
16.09.2012   @  Bills
23.09.2012   @  Saints
30.09.2012   vs. Chargers
07.10.2012   vs. Ravens
14.10.2012   @  Buccaneers
28.10.2012   vs. Raiders
01.11.2012   @  Chargers
12.11.2012   @  Steelers
18.11.2012   vs. Bengals
25.11.2012   vs. Broncos
02.12.2012   vs. Panthers
09.12.2012   @  Browns
16.12.2012   @  Raiders
23.12.2012   vs. Colts
30.12.2012   @  Broncos

Ausblick

Der Kader der Chiefs hat eigentlich keine Schwachstelle und einige Stärken. Die Defense kann gegen die Besten bestehen und Matt Cassel hat in einem Interview schon bestätigt, dass er die talentierteste Mannschaft um sich herum hat, seit er nach Kansas City gewechselt ist. Jetzt hängt (fast) alles von ihm ab. Kann er seine Leistungen aus dem Camp in die Saison herüberretten oder enttäuscht er wie in zu vielen Spielen der letzten Saison? Wenn die Offense funktioniert, was auch von Charles‘ und Moeakis Fitness abhängt, und sich nicht wieder alle Leistungsträger verletzen, sind die Chiefs für mich, neben den Broncos, die Favoriten auf den Divisionstitel in der AFC West.

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