Previews 2014: Atlanta Falcons

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Autor Marcus Blumberg

Gegen die Wand – so könnte man den Kurs der Atlanta Falcons im Vorjahr treffend umschreiben. Die Saison 2013 war ein herber Dämpfer für die hochtrabenden Ambitionen des Teams aus Georgia. Doch die Ursachen für das verlorene Jahr sind erkannt und wurden behandelt in der Offseason. Eine große Lücke wird dennoch bleiben.

Wie das im Detail aussieht, was genau geändert wurde und was die 2014er-Version der Falcons bereit ist zu leisten, besprechen wir auf AFinsider.de in dieser Ausgabe unserer Preview-Serie.

Bilanz 2013: 4-12 (3. NFC South)

Wichtigste Transfers

Zugänge

Abgänge

Offense

Einer der Hauptgründe für die Katastrophensaison der Falcons 2013 war die löchrige Offensive Line. Vor allem die lange Verletzung von Left Tackle Sam Baker traf das Offensivspiel rundum Matt Ryan schwer. Nun ist der wichtigste Part dieser Gruppe wieder fit und sollte zur Stabilität beitragen.

Auf der anderen Seite der Line startet Rookie Jake Matthews, der sicher das Beste ist, was den Falcons von 2013 geblieben ist – ein hoher Erstrundenpick! Zur weiteren Absicherung vorne soll Jon Asamoah beitragen, der von den Chiefs kommt. Und in der Mitte wird künftig Joe Hawley starten mit Peter Konz als Backup für Guard und Center. Left Guard Justin Blalock bleibt als einziger Starter aus allen 16 Spielen in der O-Line erhalten. Lamar Holmes rückt als Tackle ins zweite Glied zurück und stellt zusammen mit Ryan Schraeder gute Alternativen dar.

Die größte Umstellung für Ryan und gleichzeitig der größte Verlust des Teams ist die Umstellung auf der Tight-End-Position. Die lebende Legende Tony Gonzalez – der vielleicht beste Tight End in der Geschichte des Sports – ist zurückgetreten und hinterlässt eine gigantische Lücke. Levine Toilolo wird ihn nicht im Ansatz ersetzen können, dürfte aber aufgrund seiner Körpergröße von fast 2,05 Metern eine ordentliche Red-Zone-Waffe werden. Bear Pascoe fungiert als sein Backup und ist auch eher der Run-Blocker-Typ.

Doch so schwer der Abschied von Gonzalez auch fällt, dürfte sich Ryan besonders darüber freuen, dass Star-Receiver Julio Jones nach langwieriger Verletzung zurück ist. Er und Roddy White bilden eines der gefährlichsten Receiver-Duos in der NFL. Zum Supporting-Cast zählen Harry Douglas, der eine starke Saison im Slot spielte sowie Drew Davis, den eine Fußverletzung aber den Saisonstart kosten könnte. Devin Hester und Courtney Roby kämpfen um den fünften Platz auf der Depth Chart.

Im Laufspiel ist weiterhin Steven Jackson der Go-To-Guy. Allerdings verpasste auch er verletzungsbedingt ein paar Spiele und kam nie richtig in Tritt. Da hatten sich die Falcons mehr erhofft. Jacquizz Rodgers sorgt für den Speed aus dem Backfield. Gespannt sein darf man, wie schnell Devonta Freeman in Schwung kommt. Er könnte frischen Wind ins Backfield bringen. Und das wäre auch bitter nötig, nachdem das Team im Vorjahr mit 77,9 Yards pro Spiel die zweitwenigsten auf dem Boden zustande brachte.

Defense

Defensiv setzt Mike Smith auf eine 3-4-Defense, für die entsprechend eingekauft und gedraftet wurde. Ganz vorne dreht sich alles um Nose Tackle Paul Soliai. Daneben darf Tyson Jackson nach fünf enttäuschenden Jahren als früherer Nummer-eins-Pick der Chiefs beweisen, dass er doch produktiv spielen kann. Auf der anderen Seite der Defensive Line ist Jonathan Babineaux gesetzt. Vergessen sollten wir aber auch Rookie Ra’Shede Hageman nicht. Dieser könnte früher oder später besonders Jackson überflügeln.

Zudem haben die Falcons Corey Peters als End in der Hinterhand, sobald dieser von seiner Achillessehnenverletzung zurück ist. Dann wäre da noch Osi Umenyiora, der wohl auch in der 3-Technique brauchbar wäre, zumal er in Passing-Downs früher bei den Giants mitunter als Defensive Tackle agierte.

Die Inside Linebacker werden in erster Linie Paul Worrilow und Joplo Bartu sein, die schon im Vorjahr zu den besseren Verteidigern im Team zählten. Dahinter lauern Prince Shembo und Marquis Spruill. Eigentlich gehört auch Pat Angerer dazu, doch der hat schon im Trainingscamp mit einer Gehirnerschütterung zu kämpfen und erscheint daher fraglich für den Saisonstart.

Für den Pass Rush zeichnen sich Jonathan Massaquoi und Kroy Biermann verantwortlich. Biermann, lange Zeit Defensive Tackle in der 4-3-Formation, scheint prädestiniert für die Rolle des Outside Linebackers. Früher wurde er häufig als Spy auf lauffreudige Quarterbacks abgestellt, sollte also das Tempo gehen können. Die Alternativen sind Stanly Maponga und Tyler Starr.

In der Secondary starten Desmond Trufant und Robert Alford – nach starker Rookie-Saison – auf den Cornerback-Positionen. Josh Wilson kommt aus Washington dazu und könnte auch als Nickelback agieren.

William Moore bleibt der Strong Safety, während die Free-Safety-Position unklar erscheint. Eigentlich soll dort Dwight Lowery spielen, doch der leidet an einer Gehirnerschütterung und es gibt Stimmen, die befürchten, dass es eine schwerere Kopfverletzung sein könnte, die seine Saison infrage stellt. Bereits im Vorjahr fiel er lange mit einer ähnlichen Verletzung aus. Für ihn würde Kemal Ishmael ins Team rücken.

Special Teams

Normalerweise sollte Matt Bryant als Kicker im Team bleiben. Er muss sich aber mit dem Herausforderer Sergio Castillo auseinandersetzen. Matt Bosher hat dagegen seinen Punter-Job sicher. Der Long Snapper bleibt Josh Harris. Und was jegliche Returns angeht, haben sie nun den Spezialisten schlechthin dafür, Devin Hester – wie in: „Don’t kick it to Hester!“

Spielplan

07.09.14 vs. Falcons
14.09.14 @  Bengals
18.09.14 vs. Buccaneers
28.09.14 @  Vikings
05.10.14 @  Giants
12.10.14 vs. Bears
19.10.14 @  Ravens
26.10.14 vs. Lions
09.11.14 @  Buccaneers
16.11.14 @  Panthers
23.11.14 vs. Browns
30.11.14 vs. Cardinals
08.12.14 @  Packers
14.12.14 vs. Steelers
21.12.14 @  Saints
28.12.14 vs. Panthers

Prognose

Die größten Schwachstellen der Vorsaison – die Personaldecke an der Line of Scrimmage sowohl offensive als auch defensiv – sind sie angegangen und haben nachgerüstet. Und auch wenn die Falcons Gonzalez schmerzlich vermissen werden, sollten sie mit voller Mannschaftsstärke in der Lage sein, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.

Für Platz eins der NFC South wird es wohl aufgrund der Stärke der Saints nicht reichen, aber um eine Wildcard sollten die Mannen von Mike Smith dennoch mitspielen.

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