Previews 2014: Pittsburgh Steelers

Hauptkategorie: Topstory
Previews
Autor Marcus Blumberg

Die Pittsburgh Steelers sind der Rekord-Super-Bowl-Champion mit sechs Lombardi-Trophäen in der Vitrine. Doch in den letzten zwei Spielzeiten verpassten sie in „Title Town“ jeweils die Playoffs, was natürlich fürs dortige Selbstverständnis ein Unding ist.

2013 lief nicht viel zusammen. Knappe Spiele wurden häufig verloren und selbst als sich das Team endlich fing, war das Loch, das zu Saisonbeginn gebuddelt wurde, einfach zu groß, um doch noch was aus der Spielzeit zu machen.

In dieser Saison soll es wieder bergauf gehen. Wie, das wollen wir in dieser Ausgabe der Previews 2014 beleuchten.

Bilanz 2013: 8-8 (2. AFC North)

Wichtigste Transfers

Zugänge

Abgänge

Offense

Das einst so laufstarke Team der Pittsburgh Steelers fiel im letzten Jahr fast durchweg durch aggressives Passspiel auf. Ein Grund dafür war sicherlich die lange Verletzungspause von Maurkice Pouncey, dem All-Pro-Center. Er absolvierte im Vorjahr nur ein Spiel. Jetzt ist er zurück und das sollte doch auch den Lauf befeuern. Die Herren an seiner Seite sind die Offensive Tackles Kelvin Beachum und Marcus Gilbert sowie die Guards Ramon Foster und David DeCastro.

Als Alternativen stehen Rookie Wesley Johnson und Cody Wallace für die Mitte parat. Auf den Tackle-Positionen warten außerdem noch der erfahrene Mike Adams und Guy Whimper auf ihre Chance.

Das Laufspiel wurde im Vergleich zum Vorjahr mit mehr Power versehen. Der Starter bleibt Le’Veon Bell, der im Laufe der letzten Saison sein Potenzial aufblitzen ließ. Dahinter sorgt dann LeGarrette Blount nicht nur in kurzen Downs für viel Power. Rookie Dri Archer ist eine interessante Alternative zu den anderen. Er hatte auf dem College (Kent State) einen Durchschnitt von 7,2 Yards pro Carry – über vier Jahre. In seinem Junior-Jahr benötigte er sogar nur 159 Läufe für 1.429 Yards und 16 Touchdowns. Das ist selbst für die Mid-American Conference beeindruckend. Will Johnson ist der Fullback.

Kommen wir zum Quarterback. Ben Roehtlisberger spielte 2013 großartig, vor allem wenn man bedenkt, dass sonst nicht viel ging und jeder wusste, dass der Ball durch die Luft gehen würde. Er stand auch länger in der Pocket als früher, versuchte nicht mehr so häufig zu improvisieren. Diese Herangehensweise will er nun beibehalten. Sein Backup ist Bruce Gradkowski.

Was die Anspielstationen betrifft, bleibt Top-Receiver Antonio Brown dem Team erhalten. Er spielte herausragend und hatte mit 110 Receptions für 1.499 Yards (8 TD) die beste Saison seiner Karriere. Auf der anderen Seite geht Markus Wheaton in seine zweite Saison und war im Vorjahr nur Ergänzungsspieler ohne wirkliche Spielzeit und Targets. Hinzu kommt im Slot Lance Moore, der trotz großer Konkurrenz eigentlich immer zu den Lieblings-Receivern von Drew Brees in New Orleans zählte.

Um die weiteren Plätze streiten Justin Brown und Neuzugang Darrius Heyward-Bey, der aber zunächst mal eine Gehirnerschütterung aus dem Camp überstehen muss. Martavis Bryant wäre der Nachrück-Kandidat.

Tight End bleibt Heath Miller, der aber in der Vorsaison etwas abbaute und kaum ein Faktor war im Passspiel. Das sollte sich zum Wohle der Steelers wieder ändern. Ersatzmann ist Matt Spaeth, der im Vorjahr lange verletzt war und auch jetzt noch nicht sicher ist für den Saisonstart. Was er genau hat, behalten die Steelers aber bislang für sich. Dahinter kämpfen Leute wie Michael Palmer, David Paulson und Rookie Rob Blanchflower um den letzten Platz im Kader.

Defense

Die Defensive von Dick LeBeau belegte im Vorjahr einen überschaubaren 13. Platz in der NFL. Das mag zwar so schlecht nicht sein, in Pittsburgh sind sie aber eigentlich anderes gewöhnt. Und so zog man aus, um die Defensive zu verstärken.

Ganz vorne soll nun Rookie Stephon Tuitt aus der 3-Technique heraus die Mitte dicht machen. Auf der anderen Seite steht Cameron Heyward und in der Mitte startet Steve McLendon, der aber auch schon eine Gehirnerschütterung erlitten hat in der Preseason. Cam Thomas ist eine weitere starke End-Option mit Nick Williams in der Hinterhand. Alternative auf der Nose wäre Hebron Fangupo.

Dahinter zündete in der Linebacker-Gruppe die nächste Phase des Verjüngungsprozesses. Larry Foote und LaMarr Woodley sind weg und dafür rücken entweder jüngere Spieler nach oder kamen von außerhalb dazu.

In der Mitte bekommt Lawrence Timmons Erstrundenpick Ryan Shazier an die Seite gestellt. Er führte die BigTen in Tackles an und gilt als schneller Spieler mit gutem Auge, der auch gut für Blitzes zu gebrauchen ist. Er neigt allerdings ein wenig zur Überaggressivität und überläuft mitunter einen Tackle. Das lässt sich aber sicher mit gezieltem Training beheben. Die Backups sind Vince Williams und Sean Spence.

Für den Pass Rush sorgen nun Jason Worilds und Jarvis Jones. Während Worilds sich schon im Vorjahr etablierte mit acht Sacks, gehörte Jones in seinem Rookie-Jahr noch zum zweiten Glied hinter Woodley. Nun gehört die rechte Seite ihm. Chris Carter und Arthur Moats heißen die Alternativen.

In der Secondary starten Cortez Allen und Ike Taylor auf den Cornerback-Positionen mit William Gay als erstem Backup und Nickel. Brice McCain und Shaquille Richardson sind weitere Optionen. In der Mitte übernimmt Mike Mitchell den Job von Ryan Clark als Free Safety. Strong Safety bleibt selbstverständlich Superstart Troy Polamalu. Will Allen, Ross Ventrone und Shamarko Thomas sind die Ersatzleute.

Die Front Seven machen auf den ersten Blick einen frischeren, dynamischeren Eindruck als noch im Vorjahr. Das allein könnte schon helfen, um in Zukunft wieder stabiler aufzutreten.

Special Teams

Der Kicker bleibt Shaun Suisham, der im Vorjahr 30 seiner 32 Field-Goal-Versuche versenkt hat. Auf der Punter-Position herrscht dagegen Unklarheit. Eigentlich sollte es eine gemähte Wiese sein für Neuzugang Adam Podlesh. Doch dieser ist noch nicht im Camp erschienen – aus familiären Gründen, wie es heißt. Er steht auf der Restricted-Liste. In seiner Abwesenheit empfiehlt sich derweil Adam Wing, ein Undrafted-Rookie-Free-Agent von LSU. Das Ende ist hier freilich offen.

Im Return-Spiel ergeben sich den Steelers viele Möglichkeiten. Die Kickoffs könnten Archer, Wheaton oder Blunt zurücktragen. Sie alle haben Erfahrung und Erfolg damit gehabt in der Vergangenheit. Die Punts hingegen werden wohl weiterhin bei Antonio Brown landen. Der Long Snapper ist Greg Warren.

Spielplan

07.09.14 vs. Browns              
11.09.14 @  Ravens
21.09.14 @  Panthers
28.09.14 vs. Buccaneers
05.10.14 @  Jaguars
12.10.14 @  Browns
20.10.14 vs. Texans
26.10.14 vs. Colts
02.11.14 vs. Ravens
09.11.14 @  Jets
17.11.14 @  Titans
30.11.14 vs. Saints
07.12.14 @  Bengals
14.12.14 @  Falcons
21.12.14 vs. Chiefs
28.12.14 vs. Bengals

Prognose

Auf dem Papier haben sie die Pittsburgh Steelers insgesamt verbessert. Gerade defensiv wurden wichtige Änderungen vorgenommen, während offensiv Schlüsselspieler Maurkice Pouncey wieder fit ist und auch im Laufspiel nachgebessert wurde.

Im Vorjahr lief das Team von Mike Tomlin trotz einiger Unwägbarkeiten in einem Übergangsjahr mit einer 8-8-Bilanz ein. Es ist daher anzunehmen, dass dieses Jahr eine positive Bilanz und vielleicht sogar die Playoffs im Bereich des Möglichen sind – zumal der Spielplan jetzt nicht gerade furchteinflößend wirkt.

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