Seahawks gewinnen Overtime-Thriller

Autor Nils

In einem absolut verrückten NFC Championship Game gelang den Seattle Seahawks ein schier unglaubliches Comeback, was sie in der Overtime mit dem Sieg veredelten. Green Bay dominierte nahezu die komplette von Turnover geprägte Partie, aber schaffte es nicht einen 19:7-Vorsprung in den letzten Minuten über die Zeit zu retten. Die Seahawks sind nach zehn Jahren der erste Super-Bowl-Sieger, dem es gelingt in der Folgesaison erneut in den Super Bowl einzuziehen.

 

Green Bay Packers @ Seattle Seahawks 22:28 (nach Overtime)

Aaron Rodgers warf direkt beim Opening Drive in die Richtung von Richard Sherman, was er beim Spiel in Woche eins noch vermieden hatte. Allerdings dankte es Sherman ihm mit einer Interception in der Endzone zum Touchback. Nur drei Spielzüge später unterlief Wilson eine Interception, nachdem Jermaine Kearse seinen Pass nicht fangen konnte und dieser in die Hände von Ha Ha Clinton-Dix flog. Der Defensive von Seattle gelang aber ein Goal Line Stand. So verwandelte  Mason Crosby ein Field Goal aus 18 Yards zum 3:0. Den anschließenden Kickoff Return fumblete Doug Baldwin an der eigenen 23-Yard-Linie. Morgan Burnett nahm das Geschenk an und sicherte den Ball. Für mehr als ein Field Goal von Crosby aus 19 Yards zum 6:0 sollte es aber nicht reichen. Die Offensive der Seahawks musste nach nur drei Versuchen wieder den Platz verlassen. Aaron Rodgers warf in der Schlußsekunde des ersten Viertels einen Touchdownpass zu Randall Cobb aus 18 Yards zum 13:0.

Im zweiten Viertel ging die Dominanz der Packers weiter. Nach dem nächsten Three-and-Out der Seahawks folgte ein 40-Yard-Field-Goal von Crosby zum 16:0 für das Auswärtsteam. Wilson versuchte mit einem tiefen Pass zu Kearse zu antworten, aber Clinton-Dix gelang seine zweite Interception des Spiels. Weitere Punkte der Packers verhinderte nur eine Interception von Byron Maxwell an der eigenen 26-Yard-Linie. Seattle schaffte danach endlich das erste First Down. Wilson beging wenig später aber den nächsten Fehler. Sein Pass zu Kearse wurde zwei Miunten vor der Halbzeit von Sam Shields in der Endzone abgefangen. So ging es mit 16:0 für die Packers und zur großen Überraschung wohl fast aller Zuschauer in die Pause.

Beim zweiten Drive in der zweiten Halbzeit kam Seattle schließlich auf die Anzeigetafel. Dafür war aber ein Trickspielzug notwendig. Bei einem Field-Goal-Versuch aus 37 Yards warf Punter Jon Ryan einen 19-Yard-Touchdownpass zu Clint Gresham. Nach einigen punktelosen Serien baute Green Bay zu Beginn des Schlußviertels den Vorsprung auf 19:7 durch ein weiteres Field Goal von Crosby aus 48 Yards aus.

Als Morgan Burnett 5:17 Minuten vor Spielende einen Pass von Wilson abfing, war das Spiel eigentlich so gut wie entschieden. Es war Wilsons vierte Interception und bei allen versuchte er Kearse zu bedienen. Nach einem Three-and-Out von Green Bay bekam Seattle den Ball mit 3:52 Minuten auf der Uhr zurück. Wilson und Lynch sorgten für alle Yards beim folgenden Drive. Der Quarterback lief kurz vor dem Two-Minute Warning selbst aus einem Yard in die Endzone zum 14:19.

Pete Carroll entschied sich für den Onside Kick, da Seattle nur noch ein Timeout besaß. Brian Bostick verpasste die große Gelegenheit diesen zu fangen und das Spiel für Green Bay zu entscheiden. Anstattdessen sprang der Ball aus seinen Händen und Chris Matthews fing den Football für Seattle. Nach dem erfolgreichen Onside Kick brauchten die Seahawks nur 44 Sekunden, um in Führung zu gehen. Marshawn Lynch lief über 24 Yards zum 20:19 für Seattle in die Endzone. Die Bogenlampe von Wilson beim Two-Point-Conversion-Versuch fing Luke Willson, obwohl Clinton-Dix in erstklassiger Position war ihn daran zu hindern.

Aaron Rodgers führte die geschockten Packers aber in Windeseile in die gegnerische Hälfte, und Mason Crosby sendete die Partie mit seinem fünften Field Goal aus erneut 48 Yards in die Verlängerung. Richard Sherman spielte unterdessen den Großteil des Schlußviertels mit einem verletzten linken Arm.

Seattle gewann den Münzwurf und Russell Wilson trat auf, als ob es die ersten 3 1/2 Viertel nicht gegeben hätte. Nach einem tollen 35-Yard-Pass zu Doug Baldwin bedient er nochmal über 35 Yards Jermaine Kearse zum Touchdown und Sieg für Seattle.

Wilson, der nach dem Spiel hemmungslos vor Glück weinte, vervollständigte nur 14 seiner 29 Pässe für 209 Yards, einen Touchdown und vier Interceptions. Zudem musste er vier Sacks einstecken und hatte am Ende ein Quarterback-Rating von 44.3. Aaron Rodgers' Rating war mit 51.0 auch nicht viel höher.  Er warf bei 19 von 34 Pässen für nur 178 Yards, einen Touchdown und zwei Interceptions. Marshawn Lynch lief bei 25 Versuchen für 157 Yards und einen TD. Eddie Lacy legte 73 Laufyards zurück. Morgan Burnett glänzte mit zwei Sacks, einer Interception und einem eroberten Fumble.

Personen in dieser Konversation

  • Naja, wie sollen die Hawks nach so einem Spiel noch verlieren, Pats der wohl stärkste Gegner, den sie in dieser Saison hatten. Pats selbst das Spiel gegen die Colts total kontrolliert, war leider, was die Spannung anging, nichts. Wie schon im letzten Jahr treten die beiden Besten aus ihrer Conference aufeinander. Sehr toll.

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