Ravens gewinnen irren Super Bowl!

Hauptkategorie: Spielberichte
Autor Marcus Blumberg

sb_47_smallDie Baltimore Ravens haben Super Bowl XLVII nach verrücktem Spiel gegen die San Francisco 49ers gewonnen. Im Mercedes-Benz Superdome in New Orleans, LA, setzte sich der ältere Harbaugh-Bruder, John, mit seinem Team nach starkem Start und gewaltigem Durchhänger in der zweiten Hälfte am Ende doch durch.

Star-Linebacker Ray Lewis tritt damit mit seinem zweiten Super-Bowl-Erfolg ab. Quarterback Joe Flacco wurde nach erneut souveräner Vorstellung zum MVP gewählt.

Buchstäblich überschattet wurde die Partie durch einen Stromausfall in der zweiten Hälfte, der eine 36-minütige Unterbrechung nötig machte.

Baltimore Ravens @ San Francisco 49ers 34:31

Nach einem erfolglosen ersten Angriff der 49ers gaben die Ravens ihr erstes Statement ab: Nach nur sechs Spielzügen fand Joe Flacco Anquan Boldin für einen 13-Yard-Touchdown-Pass zur Führung für Baltimore. Den Niners gelang danach trotz langem Drive nur ein Field Goal durch David Akers. Michael Crabtree schaffte es zuvor nicht, einen etwas hohen Pass von Colin Kaepernick in der Endzone zu fangen.

Zu Beginn des zweiten Viertels beendete LaMichael James dann mit einem Fumble einen weiteren vielversprechenden Angriff der 49ers tief in der gegnerischen Hälfte. Im Gegenzug erzielten die Ravens postwendend ihren zweiten Touchdown – Flacco auf Dennis Pitta von der Ein-Yard-Linie.

Der nächste Niners-Spielzug, der nächste Fehler: Kaepernick warf einen Pass genau in die Arme von Ed Reed – die erste Interception eines Quarterbacks der 49ers in der Geschichte des Super Bowls. Allerdings wirkte Randy Moss, in dessen Richtung der Pass gehen sollte, auffällig unbeteiligt in der Situation. Bestraft wurde dieser Ballverlust jedoch nicht, denn anstatt ein sicheres Field Goal von der 14-Yard-Linie zu schießen, entschlossen sich die Ravens zu einem Fake. Kicker Justin Tucker wurde aber ohne ein neues First Down gestoppt.

Einen Punt später hatten die Ravens den Ball bei einem dritten Versuch und zehn an der eigenen 44. Flacco warf dann einen tiefen Pass über die Mitte auf Jacoby Jones. Der fing den Ball im Fallen in der Redzone, stand wieder auf und lief an vier Verteidigern vorbei in die Endzone für eine 56-Yard-TD-Reception. Bis zur Pause gelang San Francisco nur noch ein Field Goal. Pausenstand: 21:6 Baltimore.

Nach der Pause kam es knüppeldick für San Francisco, denn Jones trug den Kickoff zur zweiten Hälfte über 108 Yards zum Touchdown – das längste Play in der Geschichte des Super Bowls. Kurze Zeit später gingen die Lichter im Mercedes-Benz Superdome aus – Stromausfall! 36 Minuten dauerte die Unterbrechung, die den Niners durchaus gut tat. Denn Mitte des dritten Viertels erzielte Frank Gore den ersten Touchdown für sein Team.

Dann legte San Francisco nach: Kaepernick fand Michael Crabtree für einen 31-Yard-Touchdown-Pass und nach einem Fumble von Ray Rice nach Catch erzielte Akers ein weiteres Field Goal. Allerdings auch erst im zweiten Versuch, nachdem der erste vorbei ging. Die Ravens leisteten sich eine Running-into-the-Kicker-Strafe und ermöglichten so den zweiten Versuch.

Die Ravens fingen sich nach diesem Zwischenspurt wieder und erhöhten ihre Führung durch ein 19-Yard-Field-Goal zu Beginn des Schlussviertels wieder auf acht Punkte. Ein Kaepernick-Scramble über 15 Yards in die Endzone – die anschließend Two-Point-Conversion wurde vergeben – verkürzte den Rückstand dann auf 31:29.

Die Ravens schlugen zurück mit einem 38-Yard-Field-Goal und ließen den Niners danach noch knapp vier Minuten zum Sieg. Es wurde nochmal eng, doch am Ende stoppte man den Gegner an der eigenen Fünf-Yard-Linie. Anschließend ließ man die Zeit herunterlaufen, nahm sich noch absichtlich einen Safety durch Punter Sam Koch und tütete dann den Sieg ein.

MVP Joe Flacco warf für 287 Yards (3 TD) und Anquan Boldin fing sechs Pässe für 104 Yards (1 TD). Colin Kaepernick brachte es auf 302 Yards (1 TD, 1 INT) durch die Luft und lief für 62 (1 TD).

Es ist der zweite Super-Bowl-Erfolg für die Baltimore Ravens und die erste Niederlage im sechsten Auftritt für die San Francisco 49ers. Ray Lewis, der seine Karriere nun beendet, ist erst der dritte Spieler nach John Elway und Jerome Bettis, der mit einem Super-Bowl-Sieg abtritt.

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