Schwache Colts verlieren, Brady führt Pats zu Riesen-Comeback

Hauptkategorie: Spielberichte
Autor AFinsider.de

Die Chicago Bears eröffnen Woche 6 mit einem wichtigen Heimsieg im Kampf um die Spitze der NFC North. Die New York Giants stürzen dagegen ins Bodenlose und sorgten mal wieder für reichlich Ballverluste.

Am Sonntag gingen sieben der acht frühen Spiele an die Auswärtsteams. Die Packers etwa kamen zu einem wichtigen Auswärtserfolg in Baltimore, während die Rams überraschend in Houston gewannen, das sich im Grunde selbst zerstörte. Den einzigen Heimsieg schafften indes die Kansas City Chiefs mit überragender Defensive gegen die Oakland Raiders.

Am späten Nachmittag folgte das Highlight des Tages: Ein episches Comeback der Patriots gegen die Saints, die damit ihre erste Niederlage kassierten. Die Entscheidung fiel Sekunden vor Schluss. Die 49ers schlugen die Cardinals, die Seahawks erkämpften sich den Erfolg gegen starke Titans, und die Jaguars zogen sich gar nicht mal schlecht in Denver aus der Affäre.

Sunday Night Football endete mit einem klaren Heimsieg der Dallas Cowboys über die Washington Redskins.

Im Monday Night Game besiegten die San Diego Chargers schwache Indianapolis Colts.

Indianapolis Colts @ San Diego Chargers 9:19

Andrew Luck führte sein Team beim Opening Drive in die Red Zone. Die Colts mussten sich aber mit einem 30-Yard-Field-Goal von Adam Vinatieri begnügen. San Diego punktete zum ersten Mal im zweiten Viertel. Keenan Allen fing einen Touchdownpass über 22 Yards von Philip Rivers. Kurze Zeit später erhöhte Nick Novak mit einem Field Goal aus 31 Yards. Die Offensive der Colts wurde von der Chargers-Defensive gut in Schach gehalten. So sprangen neben dem Opening Drive nur beim letzten Drive vor der Pause Punkte heraus. Adam Vinatieri sorgte aus 50 Yards zum 6:10-Pausenstand.

In Spielhälfte zwei sollte es keinem Team mehr gelingen, die gegnerische Endzone zu erreichen. San Diego kontrollierte die Uhr, hielt Andrew Luck an der Seitenlinie und erzielte nach langen Drives Punkte. Nick Novak schoß weitere zwei Field Goals, bevor Vinatieri 7:26 Minuten vor Schluß auf 9:16 verkürzte. Zwei Minuten vor Spielende verwandelte Nick Novak ein 50-Yard-Field-Goal zur Entscheidung. Im anschließenden Drive warf Luck eine Interception, die die 9:19-Niederlage der Colts besiegelte.

Defensive Coordinator John Pagano (Chargers) gelang es damit, seinen älteren Bruder Chuck, den Head Coach der Colts, zu schlagen. Die Offensive der Chargers war insgesamt 38:31 Minuten auf dem Spielfeld, und so war Luck für die meiste Zeit zum Zuschauen gezwungen.

Philip Rivers brachte 22 seiner 33 Pässe für 237 Yards und einen Touchdown an. Ryan Mathews lief bei 22 Versuchen für 102 Yards, während Keenan Allen neun Pässe für 107 Yards fing.

Andrew Luck vervollständigte 18 seiner 30 Pässe für 202 Yards und eine Interception. Reggie Wayne fing den 1000. Pass in seiner Karriere. Er beendete das Spiel mit fünf gefangenen Bällen für 88 Yards.

Washington Redskins @ Dallas Cowboys 16:31

Nach zwei Niederlagen in Serie kommen die Dallas Cowboys zu einem wichtigen Heimsieg und bleiben gleichauf mit den Philadelphia Eagles in der NFC East. Die Washington Redskins fallen hingegen auf 1-4.

Die Cowboys legten los mit einem Drive über zehn Spielzüge und gingen durch einen Touchdown-Lauf von DeMarco Murray in Führung. Im Gegenzug gab es für die Redskins nur ein Field Goal von Kai Forbath. Es dauerte dann bis drei Minuten vor Ende der Halbzeit für weitere Punkte. Dwayne Harris trug dann einen Punt Return über 86 Yards für Dallas zum Touchdown. Eine Sekunde vor Schluss war es erneut Forbath, der für die Gäste verkürzte.

Ein weiteres Field Goal zu Beginn des dritten Viertels machte es 14:9 Cowboys. Letztere hatten daraufhin einen 90-Yard-Kickoff-Return und zwei Spielzüge später fand Tony Romo Terrance Williams für einen 15-Yard-Touchdown-Pass. Die Antwort Washingtons kam zwar mit etwas Verspätung, aber sie kam noch im dritten Viertel: Alfred Morris ging ab durch die Mitte für einen 45-Yard-Touchdown-Lauf und der Rückstand war wieder runter auf fünf Punkte aus Sicht der Gäste.

Dan Bailey erhöhte jedoch zu Beginn des Schlussviertels wieder auf acht Punkte mit zehn Minuten zu spielen. Die Vorentscheidung fiel wenig später nach einem verlorenen Fumble von Robert Griffin III kurz vor der eigenen Endzone, denn Joseph Randle lief anschließend zum Touchdown. 31:16 Dallas! „RG3“ brachte die Seinen zwar wieder in die Nähe der Endzone, warf dann aber fünf Minuten vor Schluss eine Interception in die Endzone.

Romo warf für 170 Yards (1 TD, 1 INT), während seine Offense insgesamt nur 213 Yards erzielte. Hinzu kamen 222 Return-Yards von Harris. Murray schied verletzt aus. Robert Griffin III warf für 246 Yards (1 INT) und lief für 77.

New Orleans Saints @ New England Patriots 27:30

Tom Brady ist immer noch Tom Brady! Der Quarterback der Patriots führt sein Team in einer schier aussichtslosen Situation zu einem Wahnsinns-Comeback und beschert den Saints deren erste Niederlage. Beide Teams sind nun 5-1.

Wie schon öfter in dieser Saison starteten die Patriots mit einem vielversprechenden Drive, kamen aber in der Red Zone ins Straucheln und mussten sich mit einem Field Goal begnügen. Die Saints machten es Ende des ersten Viertels besser und erzielten einen Touchdown durch Travaris Cadet – sein erster NFL-Touchdown überhaupt.

Im zweiten Viertel überzeugte New England mit starker Verteidigung – sie gaben keine Catches an Marques Colston oder Jimmy Graham ab – und Stevan Ridley lief für zwei Touchdowns. Pausenstand: 17:7 Patriots.

Das Blatt sollte sich aber wenden, denn bevor das Heimteam ein erstes Lebenszeichen nach der Pause abgab, hatten die Saints schon den Ausgleich erzielt – die Führung wäre auch drin gewesen, hätte Drew Brees nicht einen völlig offenen Nick Toon an der Endzone überworfen. Die Patriots fingen sich und kamen zu einem 54-Yard-Field-Goal durch Stephen Gostkowski Ende des dritten Viertels. Nach einer Brees-Interception legte Gostkowski noch ein Field Goal nach, nachdem die Patriots nach erstem Versuch und Goal mit drei Laufversuchen scheiterten.

Die Saints kamen danach ihrer ersten Pleite sehr nahe, doch bei einem dritten Versuch und 20 warf Brees einen tiefen Pass in die Endzone, den Kenny Stills für seinen ersten NFL-Touchdown fing. Der Pass ging in Double-Coverage und Alfonzo Dennard war in Position, ihn abzufangen, schlug aber am Ball vorbei und Safety Steven Gregory stand nur daneben. Die Patriots bekamen den Ball zurück, scheiterten am vierten Versuch, Garrett Hartley kickte daraufhin ein Field Goal und New England durfte noch einmal versuchen, die Partie zu drehen. Doch schon mit dem ersten Spielzug warf Tom Brady eine äußerst unüberlegte Interception, die das Spiel beendete.

Oder zumindest dachten das so ziemlich alle im Gillette Stadium, viele von denen verließen dann auch die Arena und verpassten, was folgte: Mit 2:16 Minuten auf der Uhr übernahmen die Saints in der eigenen Hälfte, mussten nur noch die Uhr herunterlaufen lassen. Doch ihnen gelang kein First Down mehr und so mussten sie punten. Die Gastgeber bekamen den Ball erneut zurück an der eigenen 30 mit 1:13 Minuten zu spielen.

Acht Spielzüge später (10 Sekunden auf der Uhr) warf Brady einen perfekten Pass in die Ecke der Endzone zu Kenbrell Thompkins – Touchdown und Sieg Patriots!

Brady warf für 269 Yards (1 TD, 1 INT) und Stevan Ridley lief für 96 Yards und zwei Touchdowns. Hinzu kamen sechs Catches von Aaron Dobson für 63 Yards. Brees warf für 236 Yards (2 TD, 1 INT) und das Team lief insgesamt für 136 Yards.

Es war das erste Mal in dieser Saison, dass die Saints 20 oder mehr Punkte abgaben. Es war auch die erste Niederlage von Brees gegen New England überhaupt. Die Patriots verloren im Laufe des Spiels jedoch Dan Connolly und Danny Amendola (beide Kopf) sowie Aqib Talib (Hüfte) und Jerod Mayo (Schulter).

Arizona Cardinals @ San Francisco 49ers 20:32

Vernon Davis war der überragende Akteur beim 32:20-Heimsieg der San Francisco 49ers gegen die Arizona Cardinals. Er fing Touchdownpässe über 61 und 35 Yards. Insgesamt gelangen ihm acht Catches für 180 Yards.

Colin Kaepernick warf für 252 Yards, und Frank Gore lief für 101 Yards bei 25 Versuchen.. Kendall Hunter steuerte im Schlußviertel einen Sechs-Yard-Touchdownlauf bei, der den Sieg für die 49ers besiegelte.

Rookie Safety Eric Reid fing seine dritte Interception der Saison und eroberte einen Fumble tief in der eigenen Hälfte im dritten Viertel, als es nach einer Führung für die Cardinals aussah. San Francisco forcierte vier Turnover.

Carson Palmer vervollständigte 25 seiner 41 Pässe für 298 Yards. Er warf Touchdownpässe über 75 Yards zu Larry Fitzgerald und zehn Yards zu Michael Floyd, aber auch zwei Interceptions. Running Back Andre Ellington lief für 56 Yards und einen Touchdown.

Jacksonville Jaguars @ Denver Broncos 19:35

Buchmacher hatten im Vorfeld die Denver Broncos zu 27-Punkte-Favoriten gegen die Jacksonville Jaguars gemacht. Für lange Zeit war es aber eine Frage, ob die Broncos gewinnen und nicht mit wieviel Punkten Vorsprung.

Erst mit dem dritten Touchdownlauf von Knowshon Moreno konnten die Denver Broncos sich des Erfolges sicher sein. Peyton Manning zeigte seine schwächste Saisonleistung. Er vervollständigte 28 seiner 42 Pässe für 296 Yards. Er warf zwei Touchdownpässe, eine Interception und verlor zwei Fumbles. Mannings zweite Interception trug Linebacker Paul Posluszny 36 Sekunden vor der Halbzeitpause zum Touchdown für die Jaguars und 12:14-Pausenstand zurück.

Chad Henne führte die Jaguars im dritten Viertel über 80 Yards zum Touchdown, den Maurice Jones-Drew aus fünf Yards erlief. Näher als 19:21 sollte Jacksonville aber nicht herankommen. Knowshon Moreno sorgte mit seinen Touchdownläufen zwei und drei für die Entscheidung.

Justin Blackmon spielte bei den Jaguars überragend. Er fing 14 Bälle für 190 Yards. Chad Henne warf für 303 Yards gegen die schwächste Passverteidigung der NFL.

Tennessee Titans @ Seattle Seahawks 13:20

Ein hartes Stück Arbeit, am Ende aber genug. Das ist das Fazit der Seattle Seahawks in ihrem Heimspiel gegen die Tennessee Titans.

Nach kuriosem Ende führten die Gäste zur Pause mit 10:7. Dabei hatten die Seahawks eigentlich einen Field-Goal-Versuch. Das Problem war aber, dass Kicker Steven Hauschka verletzt draußen war, somit Punter Jon Ryan antreten musste. Folglich musste auch jemand anderes den Holder geben, nämlich Safety Chris Maragos. Und der fumblete den Snap, den letztlich Jason McCourty aufnahm und über 77 Yards zum Touchdown lief.

Nach dem Break hatten die Hausherren dann alle Mühe, wieder heranzukommen. Es reichte zunächst nur für zwei Field Goals – dieses Mal wieder durch Hauschka – bis dann Marshawn Lynch Fahrt aufnahm und mit seinem zweiten Touchdown des Tages die Führung auf zehn Punkte Vorsprung ausbaute. Den Gästen blieb nur noch ein Field Goal zwei Minuten vor Ende.

Russell Wilson warf für 257 Yards und lief für 61. Lynch kam auf 155 Scrimmage-Yards und zwei Touchdowns. Ryan Fitzpatrick hatte derweil 171 Yards (2 INT).

Cincinnati Bengals @ Buffalo Bills 27:24

Quarterback Thaddeus Lewis startete überraschend gut in die Partie. Nach einem Field Goal von Mike Nugent für Cincinnati führte Lewis die Bills über das Spielfeld und lief persönlich aus drei Yards zum 7:3 in die Endzone. A.J. Green sorgte jedoch direkt im Gegenzug mit einem 18-Yard-Touchdownfang für die erneute Führung der Bengals. Buffalo schaffte es bei vier Versuchen nicht von der Ein-Yard-Linie von Cincinnati in die Endzone.  So bekam das Team um Quarterback Andy Dalton den Ball zurück, und Giovani Bernard fing einen 20-Yard-Touchdownpass zum 17:7. Dan Carpenter verwandelte ein Field Goal zum 17:10-Pausenstand.

Im dritten Viertel warf Dalton seinen zweiten Touchdownpass zu Marvin Jones über 10 Yards. Mike Nugent verpasste die Entscheidung per Field Goal aus 34 Yards. Im Schlußviertel warf Thaddeus Lewis bei einem vierten Versuch einen 22-Yard-Touchdownpass zu Scott Chandler zum 17:24. 1:08 Minuten vor Spielende sorgte Lewis für Jubelstürme in Buffalo. Er passte sensationell über 40 Yards zu Marquise Goodwin zum 24:24-Ausgleich. So ging es in die Verlängerung. Dort schoß Mike Nugent die Bengals doch noch mit einem Field Goal aus 43 Yards zum 27:24-Auswärtssieg.

Dalton brachte 26 seiner 40 Pässe für 337 Yards (3 TD, 1 INT) an. A.J. Green fing sechs Bälle für 103 Yards. Bei Buffalo war die Leistung von Quarterback Thaddeus Lewis mehr als beeindruckend. Er vervollständigte 19 seiner 32 Pässe für 216 Yards und zwei Touchdowns. Zudem erzielte er einen TD per Lauf.

Detroit Lions @ Cleveland Browns 31:17

Die Browns, die wieder mit Brandon Weeden als Quarterback aufliefen, hielten sich lange im Spiel, mussten sich dann aber doch spät im vierten Viertel geschlagen geben und verlieren erstmals seit drei Siegen in Serie wieder eine Partie. Die Lions verbessern sich auf 4-2.

Der Star des Tages für die Gäste war ohne Zweifel Rookie-Tight-End Joseph Fauria, der gleich drei Touchdown-Pässe von Matthew Stafford fing, zwei davon im vierten Viertel, um den Sieg klarzumachen. Die Browns hatten das bessere zweite Viertel und erzielten dort 17 Punkte in Serie, danach aber gar nichts mehr. Der Genickbruch kam letztlich bei einer schlimmen Interception von Weeden im vierten Viertel, unmittelbar vor dem Drive, der die Partie beendete für Detroit.

Stafford warf für 248 Yards (4 TD, 1 INT) und Reggie Bush hatte 135 Scrimmage-Yards (1 REC TD). Weeden kam auf 292 Yards (2 TD, 2 INT), während Josh Gordon sieben Catches für 126 Yards erzielte.

Oakland Raiders @ Kansas City Chiefs 7:24

Die Defensivreihen beider Teams beherrschten die erste Halbzeit. Sebastian Janikowski verschoss ein 51-Yard-Field-Goal. Kurze Zeit später gelang es den Raiders aber doch in Führung zu gehen. Terrelle Pryor  warf einen 39-Yard-Touchdownpass zu Denarius Moore. 1:12 Minuten vor der Pause glich Jamaal Charles mit einem Sieben-Yard-Lauf zum Touchdown aus.

Im dritten Viertel sah es früh nach der Führung für die Chiefs aus, doch Donnie Avery  unterlief ein Fumble an der Neun-Yard-Linie der Raiders, den Charles Woodson für Oakland eroberte. Kurze Zeit später war es jedoch soweit. Quintin Demps fing einen Pass von Pryor ab, und Jamaal Charles fand anschließend mit einem Zwei-Yard-Lauf die Endzone zum 14:7.

Die zweite Interception von Terrelle Pryor besiegelte die Niederlage der Raiders. Marcus Cooper trug die Interception vier Minuten vor Spielende zur 29-Yard-Linie der Raiders zurück. Ryan Succop verwertete den Tutnover mit einem 33-Yard-Field-Goal zum 17:7. Nur 30 Sekunden später unterlief Pryor seine dritte Interception. Husain Abdullah punktete mit einem 44-Yard-Interception-Return-Touchdown zum 24:7-Endstand.

Alex Smith managte wie gewohnt das Spiel, beging keine Fehler, setzte aber auch wenig Highlights. Er brachte 14 seiner 31 Pässe für 128 Yards an. Sein Gegenüber, Terrelle Pryor, erwischte nach gutem Start eine brutale zweite Halbzeit mit drei Interceptions. Pryor musste zehn Sacks einer bärenstarken Chiefs-Verteidigung einstecken.

Green Bay Packers @ Baltimore Ravens 19:17

Die Packers bleiben dran in der NFC North mit ihrem Auswärtserfolg in Baltimore. Die Ravens wiederum sind nun 3-3.

Die Partie im M&T Bank Stadium war nichts für Footballästheten. Die Defenses hatten lange Zeit alles im Griff und zwangen die Offensivreihen ein ums andere Mal zu schlechten Entscheidungen und schwachen Plays. Dennoch kamen die Packers zu zwei Field Goals bis zur Pause. Das Zweite jedoch mit sehr viel Mithilfe der Ravens: Mason Crosby hatte zunächst einen 44-Yard-Versuch vergeben, doch anstatt die Uhr herunterzuspielen, versuchten die Gastgeber, doch noch nach vorne zu kommen. Dabei verlor Flacco nach einem Sack von Nick Perry einen Fumble und Crosby bekam eine zweite Chance, traf aus 31 Yards. 6:0 Packers zur Pause.

Im dritten Viertel wurde das Offensivspiel der Packers langsam besser und das ohne die verletzten Wide Receiver James Jones und Randall Cobb, die sich in der ersten Hälfte verletzt abmeldeten. Crosby kam zu einem 50-Yarder und im Gegenzug erzielte Justin Tucker die ersten drei Punkte für Baltimore. Zwei Minuten vor Ende des dritten Spielabschnitts war dann der Bann gebrochen: Aaron Rodgers feuerte einen 64-Yard-Touchdown-Pass auf Jordy Nelson! Die Ravens schüttelten sich kurz und kamen dank Jacoby Jones‘ TD-Catch im vierten Viertel wieder heran. Im Gegenzug stellte Crosby den Neun-Punkte-Vorsprung mit vier Minuten zu spielen wieder her.

Genug Zeit für Flacco, um das Spiel nochmal spannend zu machen: Sein 18-Yard-Touchdown-Pass auf Dallas Clark verkürzte den Rückstand auf zwei Punkte mit etwas mehr als zwei Minuten zu spielen. Eine lange Reception von Jermichael Finley und ein Lauf von Eddie Lacy brachten letztlich die entscheidenden First Downs, die den Packers den Sieg besiegelten.

Rodgers warf für 315 Yards (1 TD, 1 INT), Nelson fing vier Pässe für 113 Yards (1 TD) und Lacy lief für 120 Yards. Flacco kam auf 342 Yards (2 TD). Die Ravens waren erneut schwach auf dem Boden und liefen als Team für lediglich 47 Yards auf 22 Carries.

Pittsburgh Steelers @ New York Jets 19:6

Die Steelers haben ihren ersten Sieg 2013 eingefahren, während die Jets weiterhin Achterbahn fahren und erneut eine Pleite auf einen Sieg folgen lassen.

In einer spielerisch sehr dezenten ersten Hälfte gewannen die Steelers den Field-Goal-Battle mit 9:6. Im dritten Viertel fand Ben Roethlisberger doch mal einen offenen Receiver mit Speed: Nach einem perfekt gespielten Play-Action-Spielzug warf der Quarterback einen 55-Yard-Touchdown-Pass auf einen völlig offenen Emmanuel Sanders. Ein weiteres Field Goal von Shaun Suisham machte es im vierten Viertel 19:6. Die beste Chance auf weitere Punkte für die Hausherren vergab indes Geno Smith direkt nach dem Sanders-Touchdown höchst selbst mit einer Interception kurz vor der gegnerischen Endzone.

Roethlisberger warf für 264 Yards (1 TD) und Antonio Brown fing neun Pässe für 86 Yards. Smith hatte 201 Yards (2 INT). Beide Teams liefen für weniger als 100 Yards.

Philadelphia Eagles @ Tampa Bay Buccaneers 31:20

Nick Foles startete für den verletzten Michael Vick. Er brachte die Eagles mit einem Vier-Yard-Touchdownlauf mit 7:0 in Führung nach 3:09 Minuten. Rian Lindell schoß die Buccaneers aus 38 Yards mit einem Field Goal auf 3:7 heran. Das zweite Viertel gehörte den Jacksons. Desean Jackson punktete für Philadelphia mit einem Zwölf-Yard-Touchdownfang. Für Tampa Bay fing Vincent Jackson gleich zwei Touchdownpässe von Rookie Quarterback Mike Glennon.

Am Anfang des dritten Viertels brachte Foles mit einem spektakulären 47-Yard-Touchdownpass zu Riley Cooper Philadelphia erneut mit 21:17 in Führung. Rian Lindell verkürzte mit einem 27-Yard-Field-Goal elf Minuten vor Spielende auf 20:21. Die Antwort von Philadelphia folgte direkt im folgenden Drive. Desean Jackson fing seinen zweiten Touchdownpass des Tages über 36 Yards zum 28:20.  Alex Henery sorgte 2:38 Minuten vor Spielende mit einem 24-Yard-Field-Goal für den 31:20-Endstand.

Nick Foles, Riley Cooper und LeSean McCoy überragten auf Seiten der Eagles. Foles warf für 296 Yards und drei Touchdownpässe. Cooper fing vier Pässe für 120 Yards, während LeSean McCoy bei 25 Versuchen für 116 Yards lief. Bei Tampa brachte Rookie Mike Glennon 26 seiner 43 Pässe für 273 Yards, zwei Touchdowns und eine Interception an. Vincent Jackson fing neun Bälle für 114 Yards und zwei Touchdowns.

Carolina Panthers @ Minnesota Vikings 35:10

Die Panthers reisten nach ihrer Pleite in Arizona mit Wut im Bauch zu den Vikings, die nach ihrer Bye-Week infolge des Wembley-Games keinen Rhythmus fanden. Folglich erzielten die Gäste auch die ersten Punkte des Spiels am Ende des ersten Viertels: Cam Newton fand Steve Smith für einen Touchdown-Pass von der Zwei-Yard-Linie. Im zweiten Viertel fand Newton dann Mike Tolbert für einen Zehn-Yard-TD nach Shovel Pass. Pausenstand: 14:3 Carolina.

Die Entscheidung fiel im dritten Viertel mit zwei weiteren Touchdowns von und mit Newton. Erst warf er einen 79-Yard-Pass auf Brandon LaFell und später lief er selbst in die Endzone.

Newton warf für 242 Yards (3 TD, 1 RUSH TD) und LaFell fing vier Pässe für 107 Yards (1 TD). Bei den Vikings kam Starter Matt Cassel auf 241 Yards (1 TD, 2 INT). Kyle Rudolph hatte neun Receptions für 97 Yards (1 TD).

St. Louis Rams @ Houston Texans 38:13

St. Louis ließ die Defensive der Texans von Beginn an alt aussehen. Sam Bradford warf  die Rams nach 8:55 Minuten mit einem Zwei-Yard-Touchdownpass zu Cory Harkey in Führung. Greg Zuerlein verwandelte nach einen Fumble von DeAndre Hopkins ein Field Goal um 10:0 am Anfang des zweiten Viertels.  Houston bewegte den Ball in der ersten Halbzeit zwar gut  - besonders Arian Foster überzeugte mit 98 Laufyards - aber konnte einfach nicht die Endzone finden. So gab es für die Texans nur zwei Field Goals von Randy Bullock. Sam Bradford warf einen weiteren Touchdownpass über zwei Yards zu Lance Kendricks zum 17:6-Pausenstand.

Das dritte Viertel wurde zum Albtraum für alle Fans der Texans. Zunächst fing Brian Quick einen Vier-Yard-Touchdownpass von Sam Bradford.  Beim anschließenden Kickoff unterlief Keshawn Martin ein Fumble, den Daren Bates zum 31:6 in die Endzone trug. Matt Schaub verletzte sich beim folgenden Drive am Knöchel nach einem Sack. Ersatzmann T.J. Yates warf kurz nach seiner Einwechslung eine Interception, die Alec Ogletree über 98 Yards zum Touchdown verwertete. Im Schlußviertel betrieb Ben Tate mit einem Ein-Yard-Touchdownlauf nur noch Ergebniskosmetik.

Bei den Rams überzeugte Sam Bradford. Er warf zwar nur 16 Pässe, brachte aber zwölf davon für 117 Yards und drei Touchdowns an. Zac Stacy lief für 79 Yards bei 18 Versuchen. Matt Schaub vervollständigte 15 seiner 21 Pässe für 186 Yards. Ersatzmann T.J. Yates warf zwei Interceptions. Arian Foster schaffte bei 20 Versuchen 141 Laufyards.

New York Giants @ Chicago Bears 21:27

Die Chicago Bears haben nach zwei Niederlagen wieder in die Spur gefunden and sind das erste Team der NFC North mit vier Siegen. Die New York Giants wiederum fallen auf 0-6 als erstes Team der NFL-Saison.

Das Spiel begann mit einer Interception von Eli Manning, aus der die Bears nichts machten, weil sie tief in der Red Zone einen vierten Versuch ausspielten und scheiterten. Wenig später folgte der zweite Pick von Manning, dieses Mal in die Arme von Tim Jennings, der den Ball über 48 Yards zum Touchdown trug.

New York fing sich und schloss seinen dritten Drive mit einem Touchdown durch Brandon Jacobs ab. Das eröffnete gleichzeitig eine Serie von vier Touchdown-Drives insgesamt nacheinander: Die Bears durften zweimal über TD-Receptions von Brandon Marshall jubeln, während Manning einmal Rueben Randle für einen 37-Yard-Touchdown fand. Pausenstand: 24:14 Gastgeber.

Im dritten Viertel erhöhte Robbie Gould den Vorsprung mit einem 52-Yard-Field-Goal und zehn Sekunden vor Ende des Abschnitts war es erneut Jacobs, der nach einem 91-Yard-Drive den Schlusspunkt von der Ein-Yard-Linie setzte. Im vierten Viertel versuchten die Bears dann, die Uhr herunterzuspielen, die Giants-Defense kam aber zu mehreren Stops. Für den ultimativen Stop allerdings sorgte wieder Jennings, der Mannings dritte Interception des Abends fing.

Jay Cutler warf für 262 Yards und zwei Touchdowns. Marshall kam auf neun Catches für 87 Yards (2 TD). Manning kam auf 239 Yards (1 TD, 3 INT) und führt die Liga an mit 15 Interceptions und 17 Turnovers insgesamt.

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