Tucker kickt Ravens zum Sieg, Packers mit epischem Comeback

Hauptkategorie: Spielberichte
Autor AFinsider.de

Was für ein Start in Woche 15 der NFL: Die San Diego Chargers reisten nach Denver, schockten die hochfavorisierten Broncos und brachten diesen die erste Heimniederlage des Jahres bei.

Am Sonntag stolperten die Eagles in Minnesota und für die Patriots langte es dieses Mal nicht zu einem Comeback in Miami, das damit im Playoff-Rennen bleibt. Die Bears entgingen dagegen einer Pleite in Cleveland. Zudem hielten sich die Seahawks und 49ers schadlos, wobei Seattle gar ein Shutout in New York gelang. Für Aufsehen sorgte Mike Shanahan, der maßgeblich an der Niederlage der Redskins in Atlanta beteiligt war.

Die Dallas Cowboys verspielten sagenhaft eine 23-Punkte-Führung zur Halbzeit und verloren ihr Heimspiel gegen Matt Flynn und die Packers noch. Arizona schaffte es in gut drei Minuten eine 17-Punkte-Führung zu verlieren, kam aber in Tennessee noch mit einem blauen Auge davon. New Orleans zeigte auswärts mal wieder eine erschreckend schwache Vorstellung und unterlag in St. Louis. Jamaal Charles erzielte fünf Touchdowns beim Kantersieg der Chiefs in Oakland, während Carolina souverän gegen die Jets gewann und nun auf den Divisionsieg schielt.

Am Sonntagabend waren es dann die Cincinnati Bengals, die es in Pittsburgh nicht schafften, die Patzer der anderen ausnutzen.

Das Monday Night Game gewannen die Ravens in Detroit dank einer großartigen Vorstellung vom Kicker.

Baltimore Ravens @ Detroit Lions 18:16

Sechs Field Goals von Justin Tucker waren alles, was die Baltimore Ravens brauchten, um auch im Ford Field zu gewinnen und ihre Playoff-Hoffnungen aufrecht zu erhalten. Die Lions wiederum fallen in der NFC North auf Platz 3 zurück.

Dabei lief es anfangs gut für die Gäste – buchstäblich, denn Reggie Bush lief an allen vorbei in die Endzone zu einem 14-Yard-Touchdown. Im zweiten Viertel gelangen den Gästen durch Justin Tucker lediglich drei Field Goals, was aber zur Pausenführung reichte.

Mitte des Dritten legte Tucker einen Schuss aus 49 Yards drauf, doch die Gastgeber fingen sich und kamen der Endzone sehr nah. So nah sogar, dass bei einem Pass von Matthew Stafford auf Chris Durham nur eine übersehene Pass-Interference – der Wide Receiver wurde in der Endzone klar gehalten – mithelfen musste, um die Ravens-Führung zu konservieren. Man begnügte sich folglich mit einem Field Goal von David Akers.

Tucker steigerte sich derweil weiter und traf acht Minuten vor Schluss aus 53 Yards. Dann fanden die Lions aber doch den Weg in die Endzone – Stafford auf Joseph Fauria über 14 Yards zum Touchdown. Die anschließende Two-Point-Conversion ging schief, so dass den Ravens – natürlich – ein Field Goal reichte. Mit 38 Sekunden zu spielen trat Tucker also erneut an, dieses Mal aus 61 Yards und auch dieser Versuch saß. Zum Sieg, wie sich kurz darauf zeigte, denn ausgerechnet Megatron-Kritiker Matt Elam fing einen verunglückten Pass von Stafford ab und besiegelte damit den vierten Ravens-Sieg in Serie.

Joe Flacco warf für 222 Yards (20/38) und Ray Rice lief über 56. Held des Spiels war aber Tucker mit sechs Field Goals. Stafford kam auf 235 Yards (1 TD, 3 INT), Bush lief für 86 Yards und Calvin Johnson hatte am Ende sechs Receptions für 98 Yards.

Cincinnati Bengals @ Pittsburgh Steelers 20:30

Die Bengals hatten nach der Niederlage der Patriots die Chance, Platz 2 der AFC zu übernehmen, doch sie buddelten sich in Pittsburgh früh ein Loch, aus dem sie nicht mehr herausklettern konnten.

Die Bengals und speziell Punter erlebten keinen guten Start. Beim ersten Punt-Versuch ließ Huber den Ball, der vom Wind erwischt wurde, fallen, nahm ihn innerhalb der Ein-Yard-Linie auf und wurde dort gestoppt. Daraus macht Le’Veon Bell wenig später einen Touchdown. Aus ihrem zweiten Angriff machten die Steelers ihren zweiten Touchdown – Ben Roehthlisberger zu Antonio Brown über zwölf Yards. Und dann stand Huber wieder unfreiwillig im Mittelpunkt: Seinen Punt returnierte Brown über 67 Yards zum Touchdown. Doch damit nicht genug: Huber wurde während des Returns übel am Kopf getroffen und brach sich den Kiefer. Für ihn war der Abend gelaufen und Kicker Mike Nugent musste das Punten übernehmen.

Bis zur Pause kamen die Gastgeber zu zwei Field Goals, während Giovani Bernard einen TD für Cincinnati erzielte. Zum Start des Schlussviertels lagen die Steelers mit 30:7 vorn. Bis dann Tyler Eifert einen TD-Pass von Andy Dalton fing. Sechs Minuten vor Schluss verkürzte man schließlich auf einen Rückstand von zehn Punkten dank eines Touchdowns von Marvin Jones – die anschließende Two-Point-Conversion schlug fehl. Und so gelang es den Hausherren, die Führung über die Zeit zu retten.

Roethlisberger warf für 191 Yards (1 TD, 1 INT) und das Team lief für Yards. Dalton hatte 230 Yards (2 TD) und A.J. Green fing neun Pässe für 106 Yards.

Green Bay Packers @ Dallas Cowboys 37:36

Dank eines unfassbaren Meltdowns der Cowboys kommen die Green Bay Packers zu einem Auswärtssieg wie die Jungfrau zum Kinde. Dallas hatte zur Pause einen Vorsprung von 23 Punkten.

Die Cowboys überrannten ihre hoffnungslos unterlegenen Gegner regelrecht in der ersten Hälfte. Jason Witten und DeMarco Murray erzielten Touchdowns, hinzu kamen vier Field Goals von Dan Bailey gegenüber einem Field Goal der Gäste. Pausenstand 26:3.

Damit war die Messe im Grunde gelesen, selbst nachdem Green Bay zu Beginn der zweiten Hälfte einen Touchdown durch Jordy Nelson erzielte. Bailey erwiderte mit einem Field Goal. Die Packers marschierten weiter und Matt Flynn fand Andrew Quarless für einen weiteren Touchdown. Die Cowboys beschlossen derweil das Laufspiel, das so effektiv funktionierte, komplett aus dem Fenster zu werfen, legten stattdessen alles in die Hände von Tony Romo – und wurden brutal bestraft!

Im gesamten Spiel verwerteten die Hausherren nur zwei dritte Versuche, während die Gäste munter weiter Touchdowns erzielten. Flynn warf einen auf James Starks zum Start des Vierten. Daraufhin gelang Dallas der einzige brauchbare Drive im vierten Viertel über 80 Yards mit einem Touchdown von Dez Bryant. Doch daraufhin verkürzte James Jones auf 36:31 und nachdem die Cowboys weiterhin den Lauf ignorierten, warf Romo schließlich eine Interception zu Sam Shields. Infolgedessen war es letztlich Eddie Lacy, der die Packers in Führung brachte. Die anschließende Two-Point-Conversion wurde vergeben, allerdings mit Hilfe eines Non-Calls in der Endzone bei einer vermeintlichen Pass Interference gegen Quarless.

Das spielte jedoch keine Rolle, denn schon beim zweiten Spielzug der Cowboys danach fand Romo irgendwie die Hände von Tramon Williams, der die Interception auf den Boden stürzend sicherte, was allerdings erst mit Hilfe des Videobeweises festgestellt wurde. Das Spiel war damit beendet.

Flynn warf für 299 Yards (4 TD, 1 INT) und Lacy lief für 141 Yards (1 TD). Romo hatte 358 Yards (2 TD, 2 INT) und Dez Bryant kam auf elf Receptions für 153 Yards (1 TD). Murray lief für 134 Yards, bekam aber nur 18 Carries, davon einen Großteil in der ersten Hälfte.

Arizona Cardinals @ Tennessee Titans 37:34 OT

In einer unterhaltsamen und punktereichen Partie mit vielen Führungswechseln setzten sich am Ende die Arizona Cardinals doch noch durch, obwohl sie 3:17 Minuten vor Spielende eine 17-Punkte-Führung verspielten, und bleiben damit im Playoffrennen um den letzten Wildcard-Platz.

Rob Bironas erzielte aus 45 Yards die ersten Punkte der Partie. Rashard Mendenhall lief aus einem Yard zum Touchdown, bevor Chris Johnson einen 25-Yard-Pass zum Touchdown von Ryan Fitzpatrick fing. Jay Feely gelang vor der Pause noch der Ausgleich durch ein 25-Yard-Field-Goal.

Feely sorgte mit einem weiteren Field Goal für die nächsten Punkte der Partie im dritten Viertel. Delanie Walker brachte die Titans (Ein-Yard-Touchdownpass von Fitzpatrick) zum letzten Mal in Front, bevor Carson Palmer Jake Ballard über sechs Yards zum 20:17 bediente. Rashard Mendenhall lief sieben Minuten vor Spielende zum zweiten Mal in die Endzone und nur 30 Sekunden später punktete Antoine Cason per Interception Return zum 34:17.

Diese große Führung sollte aber noch längst nicht das Ende der Partie bedeuten. Michael Preston fing einen Zehn-Yard-Touchdownpass, und Rob Bironas schoß 52 Sekunden vor Ende ein Field Goal zum 27:34. Der anschließende Onside Kick wurde von den Titans erobert. Fitzpatrick warf die Titans in Windeseile über das Feld und fand erneut Michael Preston 14 Sekunden vor Spielende zum 34:34 in der Endzone.

In der Verlängerung bekam Tennessee zuerst den Ball. Fitzpatrick unterlief dort bei seinem dritten Passversuch ein folgenschwerer Fehler. Antoine Cason gelang seine zweite Interception an der eigenen 30-Yard-Linie. Er trug den Ball bis zu 46-Yard-Linie zurück. Von da an leistete Rashard Mendenhall de Hauptarbeit und brachte mit Läufen sein Team in Field-Goal-Position. Jay Feely verwandelte aus 41 Yards zum Sieg.

Carson Palmer vervollständigte 20 seiner 30 Pässe für 231 Yards und einen Touchdown. Antoine Cason machte den Unterschied im Spiel mit seinen zwei Interceptions aus. Ryan Fitzpatrick komplettierte 30 seiner 58 Pässe für 402 Yards, vier Touchdowns und zwei Interceotions. Kendall Wright fing zwölf Bälle für 150 Yards.

New Orleans Saints @ St. Louis Rams 16:27

Empfindliche Pleite für die Saints: Im Kampf um den Titel der NFC South verlieren die Saints ihren Vorsprung gegenüber den Panthers nach einer überraschten Pleite in St. Louis.

Das Team von Head Coach Jeff Fisher drückte von Beginn an aufs Gaspedal und erzielte durch einen 31-Yard-TD-Pass von Kellen Clemens auf Cory Harkey eine frühe Führung. Zuvor hatte Drew Brees eine Interception geworfen. Und auch der zweite Drive der Gäste endete in einer Brees-Interception. Im Anschluss fand Clemens Lance Kendricks für die 14:0-Führung. Danach überraschte Fisher die Gäste auch noch mit einem Onside-Kick, den die Rams eroberten. Daraus machten sie ein Field Goal im zweiten Viertel. Zur Pause stand es nach einem 40-Yard-Touchdown-Lauf von Zac Stacy sogar 24:3 für St. Louis.

Das dritte Viertel sah lediglich ein Rams-Field-Goal, wodurch New Orleans Morgenluft witterte. Zu Recht, denn zum Start des Schlussviertels war es Brees selbst, der den Ball von der Eins in die Endzone bewegte. Drei Minuten vor Ende fand er schließlich Marques Colston zum Touchdown und selbst der Onside-Kick danach landete bei den Saints. Das brachte den Gästen aber nichts ein, denn in der Folge verschoss Garrett Hartley einen Field-Goal-Versuch. Mehr gelang den Gästen nicht mehr.

Clemens warf für 158 Yards (2 TD) und Stacy lief für 133 Yards (1 TD). Brees hatte 392 Yards (1 TD, 2 INT).

Kansas City Chiefs @ Oakland Raiders 56:31

Angeführt von einem überragenden Jamaal Charles gewinnen die Kansas City Chiefs einen sehenswerten Shootout bei den Oakland Raiders und stehen damit in den Playoffs.

Charles brauchte nur zehn Sekunden für seinen ersten Touchdown – ein 45-Yard-Catch-and-Run nach Pass von Alex Smith. Mitte des ersten Viertels machte er es noch einmal, dieses Mal über 39 Yards. Zudem gelang Safety Eric Berry auch noch ein Interception-Return zum Touchdown über 47 Yards.

Die Charles-Show ging im zweiten Spielabschnitt munter weiter mit einem TD-Lauf und einer weiteren TD-Reception. Für die Hausherren sorgte derweil Rashad Jennings für zwei Touchdowns. Zur Pause führte KC mit 35:17.

Die Gastgeber erwischten dann den besseren Start in die zweite Hälfte mit zwei weiteren Touchdowns in Serie, doch Charles – wer sonst – machte dem Zwischenspurt ein Ende: Er trug eine Reception von Smith über 71 Yards zum Touchdown. Damit war den Raiders der Zahn gezogen und es gelang den Chiefs sogar noch, ihr Punktekonto auf über 50 hochzuschrauben.

Smith warf für 287 Yards (17/20, 5 TD), was ihm ein perfektes Rating von 158.3 einbrachte. Charles wiederum kam auf 215 Scrimmage-Yards und fünf Touchdowns. Matt McGloin hatte dagegen 297 Yards (2 TD, 4 INT) und Jennings lief für 91 Yards.

New York Jets @ Carolina Panthers 20:30

Graham Gano und Nick Folk wechselten sich mit Field  Goals ab, bis Cam Newton 3:42 Minuten vor der Halbzeit einen 72-Yard-Touchdownpass zu Deangelo Williams warf. Gano erhöhte kurz vor der Pause mit seinem driten Field Goal auf 16:6.

Im dritten Viertel durfte Rookie Defensive Lineman Sheldon Richardson zweimal für die Jets versuchen den Fooball aus kurzer Distanz in die Endzone zu bringen. Richardson schaffte es beim zweiten Versuch aus einem Yard. Große Spannung kam allerdings nicht auf, da Mike Tolbert für die Panthers mit einem Touchdownlauf konterte und Captain Munnerlyn kurze Zeit später einen Pass von Geno Smith abfing und ihn zum 30:13 in die Endzone trug. Der Touchdownpass von Geno Smith vier Minuten vor Spielende zu Jeff Cumberland war nur noch Ergebniskosmetik.

Cam Newton vervollständigte 16 seiner 24 Pässe für 273 Yards und einen Touchdown. Defensiv überragte Captain Munnerlyn mit zwei Sacks, vier Tackles, einer Interception und einem Touchdown. Geno Smith komplettierte 15 von 28 Pässen für 167 Yards (1 TD, 1 INT).

Chicago Bears @ Cleveland Browns 38:31

Jay Cutler ist zurück und seine Präsenz machte sich gleich bemerkbar: Im ersten Drive warf er eine Interception, die ein Field Goal der Browns vorbereitete. Er fing sich dann und leitete schließlich selbst ein Field Goal ein. Im zweiten Viertel leistete sich der QB jedoch einen Pick-Six gegen Tashaun Gipson, der den Ball über 44 Yards zum Touchdown returnierte. Zur Pause war die Partie jedoch ausgeglichen, denn Cutler fand noch Brandon Marshall zum Ausgleich.

Das dritte Viertel knüpfte nahtlos an die vielen Fehler der ersten Hälfte – auch Jason Campbell warf eine Interception – an: Es begann mit einem Pick-Six von Campbell Richtung Zack Bowman und nachdem die Hausherren durch ihre Offense zu Punkten kamen – Edwin Baker lief in die Endzone – trug T.J. Ward einen Fumble der Bears über 51 Yards zum Touchdown. 24:17 Browns.

Das stachelte wiederum die Gäste an, die dann drei Touchdowns in Serie im Schlussviertel auf die Anzeigetafel brachten. Cutler fand Alshon Jeffery und Earl Bennett und Michael Bush machte mit einem 40-Yard-Lauf den Deckel drauf.

Cutler kam bei seinem Comeback auf 265 Yards (3 TD, 2 INT) und Matt Forte lief für 127 Yards. Campbell hatte 273 Yards (1 TD, 2 INT).

Philadelphia Eagles @ Minnesota Vikings 30:48

Die Siegesserie der Eagles ist gestoppt. Ausgerechnet bei den längst eliminierten Vikings, die ohne ihre Running Backs Adrian Peterson und Toby Gerhart antraten, kamen sie ins Stolpern.

Die Vikings gingen Mitte des ersten Viertels durch eine 57-Yard-Touchdown-Reception von Greg Jennings in Führung. Kurz vor der Pause gelang Matt Asiata dessen erster Touchdown überhaupt. Den Eagles waren dagegen in der ersten Hälfte lediglich drei Field Goals vergönnt. Und nachdem Matt Cassel im dritten Viertel selbst zum Touchdown lief und Blair Walsh noch einen Kick drauflegte, stand es plötzlich 27:9 für die Hausherren.

Die Gäste legten dann einen kurzen Zwischenspurt hin und verkürzten den Rückstand mit Touchdowns von DeSean Jackson und Zach Ertz innerhalb von knapp vier Minuten auf fünf Punkte. Minnesota erholte sich jedoch prompt und kam seinerseits zu zwei weiteren TD – einen durch Asiata, einen durch Cordarrelle Patterson – der das Spiel außer Reichweite brachte.

Cassel warf für 382 Yards (2 TD, 1 INT) und Jennings fing elf Pässe für 163 Yards (1 TD). Nick Foles kam auf 428 Yards (3 TD, 1 INT) und Jackson hatte zehn Receptions für 195 Yards (1 TD).

San Francisco 49ers @ Tampa Bay Buccaneers 33:14

Tampas Offensive konnte gegen die starke Verteidigung der 49ers kaum etwas ausrichten in der ersten Halbzeit. San Francisco kontrollierte das Spiel und kam durch zwei Touchdownpässe von Colin Kaepernick zu Michael Crabtree und Vernon Davis und ein Field Goal von Phil Dawson zu einer 17:0-Führung. 35 Sekunden vor der Pause verkürzte Tampa auf 7:17 durch einen Elf-Yard-Touchdownpass von Mike Gleenon zu Vincent Jackson.

Im dritten Viertel verwandelte Phil Dawson sein zweites Field Goal. Zum Start des Schlußviertels fand Glennon Tim Wright über 24 Yards zum Touchdown. Doch die 49ers ließen sich den Sieg nicht mehr nehmen. Phil Dawson gelangen zwei weitere Field Goals, und für die Entscheidung sorgte Kendall Hunter, der einen Fumble von Eric Page beim Punt Return aufnahm und aus zwei Yards in die Endzone hechtete.

Colin Kaepernick spielte überzeugend, löste sich einige Male aus der Bredouille, lief für 39 Yards und warf für  203 Yards (2 TDs). Frank Gore steuerte 86 Laufyards bei 22 Versuchen bei. Mike Glennon kompettierte 18 seiner 34 Pässe für 179 Yards (2 TDs, 1 INT).

Washington Redskins @ Atlanta Falcons 26:27

Nachdem man sich ohnehin schon fernab von Gut und Böse bewegte, beschloss Redskins-Coach Mike Shanahan kurzer Hand, ein Spiel Brady-Hoke-Style zu gewinnen und verlor. Nachdem die Gäste spät den Touchdown zum vermeintlichen Ausgleich erzielten, wollten sie mit einer Two-Point-Conversion die Partie gewinnen, vergaben die Chance aber und verloren.

Den besseren Start erwischten die Hausherren, die durch Touchdowns von Steven Jackson und Tony Gonzalez in Führung gingen. Die Gäste verkürzten auf sieben Punkte dank eines 23-Yard-Touchdowns von Fred Davis nach Pass von Kirk Cousins.

Das zweite Viertel dominierten die Gäste gänzlich und hielten nach einem 53-Yard-TD von Pierre Garcon und zwei Field Goals sogar die Führung. Jackson drehte die Partie im dritten Viertel und ein 51-Yard-Kick von Matt Bryant erhöhte die Führung auf sieben Punkte. Den Gästen blieben drei Minuten und 22 Sekunden vor Ende fand Cousins Santana Moss in der Endzone. Anschließend versuchte man erneut den Pass auf Garcon, doch der kam nicht an und das Spiel war vorbei. Ein Extra-Punkt hätte zur Verlängerung geführt.

Matt Ryan warf für 210 Yards (1 TD, 1 INT), während es Cousins auf 381 Yards (3 TD, 1 INT) brachte. Garcon kam auf sieben Catches für 129 Yards (1 TD).

New England Patriots @ Miami Dolphins 20:24

Mit ein wenig Glück gewinnen die Miami Dolphins ihr erstes Spiel gegen New England seit 2009 und bleiben damit mittendrin im Playoffrennen.

Die Patriots begannen gut, machten aber aus ihrem ersten Drive nur ein Field Goal, da in der Red Zone am ganzen Tag über recht wenig ging. Kurz vor Ende der ersten Hälfte reichte es dank eines spektakulären einhändigen Catchs von Michael Hoomanawanui aber doch für einen Touchdown. Daraufhin wachten auch die Dolphins auf und marschierten in nur einer Minute übers Feld für ihren ersten Touchdown: Mike Wallace über 39 Yards an mehreren Verteidigern vorbei. Pausenstand 10:7 Patriots.

Die Gastgeber begannen die zweite Hälfte besser uns erzielten zehn Punkte in Serie. Mitte des vierten Viertels übernahmen wieder die Patriots, vergaben aber eine weitere Red-Zone-Chance und mussten sich mit einem Field Goal begnügen. Vier Minuten vor Ende fand Tom Brady dann aber Julian Edelman für einen 24-Yard-Touchdown, der die Gäste wieder in Front brachte. Der anschließende Kickoff von Stephen Gostkowski ging jedoch ins Aus, was Miami eine sehr gute Ausgangsposition gab, die sie mit 1:21 Minuten zu spielen zum Touchdown-Pass von Ryan Tannehill auf Marcus Thigpen nutzten. 24:20 Dolphins!

New England kam aber erneut in die Red Zone, wurde dort jedoch gestoppt. Eine vermeintliche Pass Interference von Dannell Ellerbe an Hoomanawanui wurde nicht gepfiffen beim vorletzten Spielzug der Partie und so landete der letzte Pass von der 14 beim Gegner. Zudem hatte Danny Amendola zuvor einen wahrscheinlichen Touchdown fallengelassen. Sieg damit für die Dolphins.

Tannehill warf für 312 Yards (3 TD) und Wallace hatte sechs Receptions für 105 Yards (1 TD). Brady kam auf 364 Yards (2 TD, 1 INT), Edelman fing 13 Pässe für 139 Yards (1 TD) und Amendola kam auf zehn Catches für 131 Yards.

Seattle Seahawks @ New York Giants 23:0

Die Defensive der Seahawks dominierte die erste Spielhälfte. Richard Sherman fing zwei Pässe von Eli Manning ab, Byron Maxwell einen. Steven Hauschka  verwandelte zwei lange Field Goals, und Marshawn Lynch erzielte mit einem Lauf über zwei Yards den einzigen Touchdown in der ersten Halbzeit. 13:0 hieß es also für die Seahawks.

In der zweiten Hälfte ging das Leid der Giants weiter. Eli Manning warf Interceptions vier und fünf gegen eine bärenstarke Defensive der Seahawks. Steven Hauschka verwandelte sein drittes Field Goal, und Russell Wilson sorgte mit einem Zwöf-Yard-Touchdownpass zu Doug Baldwin für den 23:0-Kantersieg.

Eli Manning erlebte einen katastrophalen Nachmittag. Er brachte 18 seiner 31 Pässe für 156 Yards an und warf fünf Interceptions. Je zwei davon fingen Richard Sherman und Byron Maxwell. Russell Wilson warf für 206 Yards, einen Touchdown und eine Interception.

Buffalo Bills @ Jacksonville Jaguars 27:20

Im ersten Viertel kamen beide Teams nur durch je ein Field Goal zu Punkten. Das zweite Viertel bot dagegen reichlich Action. Erst lief Ace Sanders nach Pass von Chad Henne über zwölf Yards in die Endzone zum 10:3 für Jacksonville. Danach dominierte Buffalo. EJ Manuel warf einen Touchdownpass zu Robert Woods, lief aus acht Yards in die Endzone, und Dan Carpenter schoß die Bills aus 40 Yards zur 20:10-Pausenführung.

Jacksonville gab sich nicht auf und kam durch ein Field Goal von Josh Scobee und einen Touchdownpass von Chad Henne zu Marcedes Lewis zum Ausgleich. EJ Manuel konterte mit seinem zweiten Touchdownpass zu Frank Summers aus einem Yard. Anschließend hatten die Jaguars noch die Chance zum Ausgleich, schafften es aber nicht von der Ein-Yard-Linie der Bills in die Endzone.

EJ Manuel war der überragende Akteur auf Seiten der Bills. Er brachte 17 seiner 24 Pässe für 193 Yards (2 TDs, 1 INT) an und lief für einen Touchdown. Fred Jackson steuerte 80 Laufyards bei und C.J. Spiller gelangen 67 Yards bei 13 Läufen. Chad Henne erlebte einen durchwachsenen Nachmittag. Er komplettierte 21 von 36 Pässen für 237 Yards, zwei Touchdowns und zwei Interceptions. Jordan Todman lief für 109 Yards bei 25 Versuchen.

Houston Texans @ Indianapolis Colts 3:25

Andrew Luck führte seine Colts beim Opening Drive zum Touchdown. Griff Whalen fing einen 14-Yard-Touchdownpass. Eine Interception von Luck beim nächsten Drive von Indianapolis nutzte Houston für ein Field Goal. Luck zeigte sich von seinem Fehler unbeeindruckt und warf einen weiteren Touchdownpass zu Trent Richardson über neun Yards. Case Keenum, dem wenig gelang, unterliefen zwei Interceptions im zweiten Viertel. Adam Vinatieri schlug mit zwei Field Goals daraus Kapital zum 20:3-Halbzeitstand.

In Hälfte zwei schoß Vinatieri sein drittes Field Goal, und Cory Redding gelang ein Sack von Keenum in der Endzone zum Safety.

Case Keenum vervollständigte 18 von 34 Pässen für 168 Yards und zwei Intereptions. Er musste zudem vier Sacks einstecken. Andrew Luck brachte 19 seiner 32 Pässe für 180 Yards, zwei Touchdowns und eine Interception an.

San Diego Chargers @ Denver Broncos 27:20

Es begann doch eigentlich alles nach Plan: Peyton Manning orchestrierte einen wie üblich sauberen Drive, den er mit einem 15-Yard-Touchdown-Pass auf Andre Caldwell vollendete. Dieser rückte ins Rampenlicht durch den Ausfall von Wes Welker (Gehirnerschütterung). Zum Ende des Viertels stand es 10:3 fürs Heimteam.

Im zweiten Viertel kamen die Chargers besser in Schwung. Zuerst gelang der Ausgleich nach einem TD-Pass von Philip Rivers auf Keenan Allen, der nach dem Catch noch schnell einen Verteidiger übersprang und dann quasi durch den anderen in die Endzone powerte. Im folgenden Ballbesitz der Broncos schaffte dann Marcus Gilchrist einen Sack gegen Manning kurz vor dessen Endzone, was sein Team zum Punt zwang. Das wiederum leitete einen fast achtminütigen Drive der Gäste ein, den wiederum Allen mit einem Touchdown kurz vor der Pause abschloss.

Zum Start der zweiten Hälfte war es dann Ryan Mathews, der off-Tackle ging und mit einem sehenswerten 23-Yard-Touchdown-Lauf den Vorsprung weiter ausbaute. Denver kam erst im Schlussviertel zum Anschluss – wieder Caldwell – doch fünf Minuten vor Ende leistete sich Manning unter großem Druck der Defense eine kostspielige Interception, die nicht nur ein Field Goal der Chargers einleitete, sondern auch sehr viel Zeit von der Uhr nahm. Letztlich gelang den Hausherren dann bis zu einem Field Goal nichts mehr.

Den Unterschied machte an diesem Donnerstagabend sicher das Laufspiel aus. San Diego lief für insgesamt 177 Yards, wobei Mathews mit 127 (1 TD) herausragte. Denver lief für 18 Yards! Folglich hatten die Chargers fast 39 Minuten lang den Ball. Rivers zeigte sich effizient mit 166 Yards (2 TD), während Manning wie immer die besseren Gesamtzahlen aufwies: 289 YDS, 2 TD, 1 INT.

Es war die erste Heimniederlage der Broncos in diesem Jahr und zugleich die erste Pleite gegen ein NFC-West-Team seit Manning in Denver unterschrieben hat.

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