Seahawks erstmals Super-Bowl-Champions

Hauptkategorie: Spielberichte
Autor Marcus Blumberg

SB48

Die Seattle Seahawks haben Super Bowl XLVIII gewonnen. Im MetLife Stadium von East Rutherford, New Jersey, dominierten sie die Denver Broncos in allen Belangen nach Belieben und kamen zu einem nie gefährdeten, haushohen 43:8-Sieg.

Die Seahawks gewannen erstmals in ihrer Franchise-Geschichte den Super Bowl in ihrer zweiten Teilnahme. Die Broncos enttäuschten hingegen auf ganzer Linie.

Zum MVP wurde derweil Linebacker Malcolm Smith gewählt, der einen Pick-Six erzielte und stellvertretend für eine kaum zu überwindende Defense steht, die die statistisch beste Offense überhaupt in die Schranken verwies.

Seattle Seahawks vs. Denver Broncos 43:8

Schon früh zeichnete sich für Denver ab, dass dies nicht ihr Abend sein würde. Bereits der erste Snap des Spiels von Center Manny Ramirez flog an Peyton Manning vorbei in die Endzone für einen Safety. Wenig später kamen die Seahawks dann noch zu einem Field Goal aus 31 Yards. In der Folge gelang den Broncos erneut kein First Down und so bekam Seattle den Ball zügig zurück, brachte es aber auch beim zweiten Auftritt in der Red Zone nur zu einem Field Goal durch Steven Hauschka.

Noch im ersten Viertel warf Manning dann eine Interception in die Arme von Kam Chancellor. Das war bereits tief in der Denver-Hälfte, wodurch das Team von Pete Carroll leichtes Spiel hatte, dieses Mal doch die Endzone zu erreichen. Marshawn Lynch vollendete von der Ein-Yard-Linie zur 15:0-Führung zum Start des zweiten Viertels. Danach gelang dann auch Denver das erste First Down im Spiel – man wurde im Übrigen das erste Team in der Geschichte, dass ohne First Down Conversion im ersten Viertel des Super Bowls blieb.

Der Drive endete allerdings ebenfalls erfolglos. Manning warf seinen zweiten Pick. Dieses Mal resultierte ein Hit auf den Quarterback in einer Bogenlampe, die Malcolm Smith über 69 Yards in die Endzone für einen weiteren Touchdown trug. Die Broncos sollten zwar noch einmal in die gegnerische Hälfte vordringen, doch anstatt eine Minute vor der Halbzeit ein Field Goal zu nehmen, spielte man einen vierten Versuch an der 19-Yard-Linie aus und scheiterte. Dadurch wurde man das erste Team seit den New York Giants in Super Bowl XXXV, das zur Halbzeit ohne Punkte blieb. Halbzeitstand: 22:0 Seahawks.

Sollten zu diesem Zeitpunkt noch leichte Hoffnungen beim Team von John Fox bestanden haben, radierte sie Percy Harvin mit seinem 87-Yard-Kickoff-Return-Touchdown zum Start der zweiten Hälfte endgültig aus. Es folgten Punts auf beiden Seiten, woraufhin die Broncos wieder in Ballbesitz kamen und vielversprechend begannen. Dann jedoch verlor Demaryius Thomas einen Fumble und Russell Wilson bedankte sich im Gegenzug mit einem 23-Yard-Touchdown-Pass auf Jermaine Kearse zum 36:0.

Zum Ende des dritten Viertels fand Manning aber doch noch die Endzone: Ein 14-Yard-TD-Pass auf Demaryius Thomas brachte sein Team auf die Anzeigetafel (Wes Welker komplettierte danach die Two-Point-Conversion). Seattle eroberte im Anschluss den Onside-Kick und ein Zehn-Yard-TD-Pass von Wilson auf Doug Baldwin machte endgültig den Deckel drauf.

Wilson warf für 206 Yards (18/25, 2 TD) und Harvin kam auf 137 All-Purpose-Yards. Defensiv zeigte sich Bobby Wagner für zehn Tackles verantwortlich. Insgesamt lief das Team für 135 Yards. MVP Smith kam auf neun Tackles und eine Interception, die er zum Touchdown trug.

Manning warf für 280 Yards (34/49, 1 TD, 2 INT) und sorgte für eine neue Super-Bowl-Bestmarke, was Completions angeht. Demaryius Thomas wiederum fing 13 Pässe (118 Yards, 1 TD) und stellte damit einen neuen Super-Bowl-Rekord für Receptions auf. Die Broncos hatten lediglich 27 Yards auf dem Boden. Für Manning war es auch die zwölfte Niederlage in den Playoffs, ebenfalls eine neue Bestmarke.

Pete Carroll ist mit diesem Erfolg derweil erst der dritte Coach nach Jimmie Johnson und Barry Switzer, der sowohl den Super Bowl als auch eine nationale Meisterschaft im College Football gewonnen hat. Die Seahawks sind der erste Super-Bowl-Gewinner mit der besten Bilanz der Liga seit den Patriots des Jahres 2003.

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