Das Aufeinandertreffen zwischen Notre Dame und Michigan (Kickoff 21.30 Uhr MEZ) hat dieses Jahr ganz besonderen Charakter. Mal abgesehen von der jahrhundertealten Tradition dieser Hochschulen und der Rivalität zwischen den Football-Programmen, ist auf beiden Seiten nach dem erfolgreichen Saisondebut endlich wieder eine positive Grundstimmung eingekehrt. Sowohl die Fighting Irish, als auch die Wolverines wollen am Samstag beweisen, dass der überzeugende Saisonstart kein Strohfeuer war.
Nach zwei dürftigen Spielzeiten mit einer höchst mageren Ausbeute, steht für die beide Teams am Samstag nicht nur Ehre im Vordergrund. Sowohl die Fighting Irish, als auch die Wolverines wollen mit einem Sieg über den Rivalen einen Haken an die letzten beiden verkorksten Spielzeiten setzen und sich damit zurück ins nationale College-Football-Geschehen bringen.
Michigan startet vor erwarteten 100.000 Fans im heimischen Michigan Stadium mit Tate Forcier als Quarterback. Damit gab Coach Rich Rodriguez dem Freshman den Vorzug vor Denard Robinson und Nick Sheridan. "Hot Rod" belohnte mit der Nominierung Forciers starke Leistungen im Opener gegen Western Michigan. Trotzdem will der Coach der Wolverines an seiner Taktik festhalten und auch die beiden Backups immer mal wieder ins Spiel bringen.
Inwieweit Michigans Angriff gut ins Rollen kommen wird, hängt hauptsächlich von Forciers Zusammenspiel mit Wide Receiver Junior Hemingway ab. Hemingway war letzte Woche Forciers Hauptanspielstation und fing zwei von drei Touchdownpässen.
Charlie Weis hat es offenbar doch noch geschafft Jimmy Clausen endlich in seiner Rolle als Führungsperson im Kader zu etablieren. Das haben wohl auch die Kritiker eingesehen, die nach dem 35:0-Sieg der Irish gegen Nevada am ersten Spieltag in den höchsten Tönen von Notre Dames Quarterback schwärmten. Clausens Performance mit 315 Passing-Yards und vier TDs konnte sich aber auch mehr als sehen lassen.
Die Defense der Wolverines wird jedenfalls alle Hände voll zu tun haben, Clausen und seine Top-Anspielstation Michael Floyd in den Griff zu bekommen. Floyd fing vier Bälle für 189 Yards und drei Touchdowns gegen das Wolf Pack und gilt - genau wie Junior Hemingway auf Michigans Seite - als Schlüsselspieler.
A propos Defense. Beide Verteidigungsreihen werden heute Abend sicherlich in den Mittelpunkt rücken. Viele gehen davon aus, dass dieser Klassiker von der Defense entschieden wird, je nach dem welches Team mehr Druck auf das gegnerische Backfield ausüben kann.

