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Den Fans der Vols wäre es am liebsten, der dritte Spieltag wäre schon vorbei und keiner würde mehr über die Begegnung zwischen den Tennessee Volunteers und den an Nummer 1 platzierten Florida Gators sprechen (Kickoff Samstag 22.30 Uhr). Kein Wunder, denn die Prophezeiungen sagen allesamt ein Schlachtfest durch die Alligatoren voraus. Nicht so einfach für Tennessees Head Coach Lane Kiffin Mutige zu finden, die sich freiwillig in die Höhle des Löwen stürzen. Aber selbst für den Cheftrainer höchstpersönlich wird der Besuch im Swamp zum Spießrutenlauf. Die Gators vergessen eben nicht so schnell.
Lane Kiffin schoss schon kurz nach seinem Amtsantritt gegen die Florida Gators und machte sich in der Gator-Nation ohne Umwege zum Staatsfeind Nummer Eins. Schon im vergangenen Dezember versprach Kiffin auf einer Pressekonferenz, in 2009 die vier Jahre andauernde Niederlagenserie gegen die Gators zu beenden und danach die ganze Nacht "Rocky Top" (Fightsong der Tennessee Volunteers) singen zu wollen. Zum derzeitigen Zeitpunkt ist ihm mit Sicherheit nicht nach Singen zumute. Vor allem weil ein Sieg gegen die übermächtigen Gators mehr als aussichtslos scheint.
Die Gators haben Kiffins harsche Worte allerdings nicht vergessen, selbst wenn das schon wieder fast zehn Monate her war und motivieren sich ihrerseits mit Ausschnitten aus Kiffins Rede.
Zudem gab es wegen unrühmlicher Recruiting-Methoden in der Offseason Krach zwischen Kiffin und Floridas Coach Urban Meyer. Kiffin erlangte daraufhin schnell den Florida-Hetzer-Status. Selbst seine Schlichtungsversuche endeten schnell im Nirgendwo, nachdem er immer wieder gegen die Gators konterte.
Für den Coach der Vols wird der Einzug in den Swamp also höchst unangenehm. Kiffin hat aber noch andere - vor allem personelle - Sorgen. Wen gegen die Übermacht aufstellen? Quarterback Crompton hat bislang wenig überzeugt. 326 Yards, fünf Passing-Touchdowns aber auch fünf Interceptions sind seine "Ausbeute" aus den ersten zwei Spielen.
Überhaupt fehlt es den Vols an jeglicher Konstanz und ausgerechnet jetzt verlangen die Gators nach dem Rivalen aus Tennessee. Für das Spiel am Samstag kann Tennessee nur auf Schadensbegrenzung setzen. Alles andere als ein klarer Sieg Floridas wäre eine Überraschung.

