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Da heißt es doch eigentlich immer im Volksmund, dass das eigentliche Ereignis nie so toll wird, wie die Vorfreude darauf, aber die Philosophen, die sich für diese Weisheit verantwortlich zeichnen kannten wohl nicht College Football.
Was am Donnerstag mit den ersten klaren Siegen sowie einer Niederlage eines ranked Teams begann, fand am Montag seinen Höhepunkt im Duell zwischen Boise St. und Virginia Tech. Kurz und knapp: Week1 ist vorbei! - und sie hatte es in sich.
Der Donnerstag war im Grunde schon der perfekte Einstieg in die Saison
2010 und brachte einige Favoritensiege sowie eine kleine Überraschung mit sich.
Am Samstag startete der amtierende Champion #1Alabama mit einem nie gefährdeten und beeindruckenden 48-3 Sieg über San Jose St. Dabei dachte sicherlich keiner der Fans an Mark Ingram, dessen verletzungsbedingten Ausfall man zumindest an diesem Tag problemlos kompensieren konnte. Auch ohne den DE Darell Dareus, der von Agenten vertreten wird, die in den "UNC-Skandal" verstrickt sind, ließ die Crimson Tide Defense gerade einmal 176 Yards zu.
Aber der dominanteste Sieg des Tages war den #11 Oregon Ducks vorbehalten, die New Mexico fast wie ein High School Team aussehen ließen. 72-0 hieß es am Ende und damit waren die Lobos noch gut bedient, nachdem es zur Pause schon 59-0 gestanden hatte.
Der Schock bzw. die größte Überraschung der Woche war Ole Miss und deren Niederlage im heimischen Stadion gegen Jacksonville State. Dabei lief es zu Beginn glänzend für die Rebels, die mit 31-10 in die Pause gingen. In Hälfte zwei folgte jedoch eine sensationelle Aufholjagd des FCS Teams, die am Ende mit einem 49-48 Sieg nach zweifacher Overtime gekrönt wurde. Die zweite Schmach im Duell FBS gegen FCS erlaubten sich die Kansas Jayhawks gegen North Dakota State. Am Ende hieß es 6-3 für das FCS Team, welches das Debut von Hawks' Coach Turner Gill im heimischen Stadion gründlich verdarb.
Einen Fehlstart nach Maß konnte #7 Oklahoma gegen Utah State gerade noch vermeiden. Der knappe 31-24 Sieg gab wenig Grund zur Freude bei den Sooners und ihren Fans.
Nicht gerade eine Überraschung war der Sieg der Michigan Wolverines über UCONN, aber die Deutlichkeit des Sieges hatten sicherlich nur die kühnsten Optimisten vorher geahnt. Hauptgarant für den Sieg war Denard Robinson, der auch prompt mit seinen 197 Rushing Yards und 186 geworfenen Yards zum Offensiv Spieler der Woche in der Big Ten gewählt wurde.
Zu guter Letzt am Samstag schlug sich das aufgrund der Untersuchungen durch die NCAA dezimierte Team von #18 UNC gegen #21 LSU mehr als bravourös und verlor, trotz großem Kampf, am Ende 30-24 gegen die Tigers.
Am Sonntag gab es dann einen wilden Shootout mit famosem Ende. Zwischen East Carolina und Tulsa entschied ein 33-Yard Hail Mary Pass bei auslaufender Uhr das Spiel mit 51-49 zu Gunsten der Pirates.
Das Beste hatte sich der erste Spieltag aber für Montag aufgehoben. Zuerst startete #3 Boise St. grandios gegen #10 Virginia Tech und lag schnell mit 17-0 in Front. Doch die Hokies kamen nicht nur zurück ins Spiel, sondern gingen sogar gegen Ende in Führung. Ein Pass von Kellen Moore zu WR Austin Pettis brachte jedoch mit 1:09 Minuten noch auf der Uhr nicht nur einen TD und die erneute Führung für die Broncos, sondern letztendlich auch den Sieg. Damit hat Boise am ersten Spieltag schon das wichtigste Spiel der Saison für sich entschieden, da der restliche Spielplan deutlich leichter ist. Für Virginia war es die dritte Auftaktniederlage in Folge.
Der erste Spieltag ist immer auch der Start für viele neue Coaches, von den 24 neuen Trainern, die in diesem Jahr bei neuen Teams anheuerten, konnten zwölf einen Sieg verbuchen. Jedoch muss gesagt werden, dass dabei lediglich Kiffin, McNeill, Phillips, Kelly und Tuberville ein FBS Team schlugen.