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NFL Headlines - Dritte Ausgabe

 
Dienstag, 21. Oktober 2008
 

Willkommen zur dritten NFL Headlines Ausgabe. Diese Woche beschäftige ich mich unter anderem mit den Titans, die als einzigste Mannschaft in der NFL noch ohne Niederlage da stehen. Desweitern stehen den Dallas Cowboys schwere Wochen bevor, nach der Blamage bei den Rams, wo Romo an allen Ecken und Kanten fehlte. Zum Schluss komme ich noch zu den Patriots und wie sie die Niederlage gegen die Chargers weggesteckt haben, aber trotzdem nur negative Schlagzeilen zu verkünden haben. Viel Spass dabei!

Johnson und White führen Titans zum Sieg

Das die Titans am Sonntag mit den schwachen Chiefs keine Probleme gehabt haben, war schon vor dem Spiel klar. Und so wurde es ein lockerer Sieg für die Mannen aus der Country-Hochburg Nashville, mit einem 34:10. In der Defensive hatte man nicht viel anbrennen lassen, außer ein Touchdown von Chiefs-Quarterback Thigpen und ein Field-Goal von Kicker Nick Novak gab es für Kansas City nichts zu holen. In der Offensive erledigten die beiden Running Backs Chris Johnson und LenDale White ihre Arbeit vorzüglich. Johnson erlief 168 Yards bei einem Touchdown, White schaffte mit 149 Lauf-Yards fast genauso viel, aber ihm gelangen gleich drei Touchdowns. Die Beiden sind zurzeit wohl das beste Running Back-Duo, welches es in der NFL gibt. Und da kann es auch schon mal vorkommen, dass der Quarterback nicht viel zu machen brauch. Kerry Collins erwarf gerade einmal einen Raumgewinn von 123 Yards. Aber schaden soll das nicht, denn die Titans stehen trotzdem mit einer 6-0 Bilanz an der Spitze der AFC South. Weit vor den zweitplatzierten Colts und Jaguars, die eine 3-3 Bilanz aufzuweisen haben.

In Dallas brennt der Baum

Es ist zwar noch nicht Weihnachten, aber in Dallas brennt trotzdem schon der Baum. Die Cowboys verloren schon ihr drittes Spiel in sieben Spielen in dieser Saison, nachdem man bei den Rams das schlechteste Spiel in dieser Saison gezeigt hat. Man verlor sang und klanglos mit 14:34. Der Backup von Tony Romo, Brad Johnson, zeigte eine sehr schwache Leistung, mit 3 Interceptions bei nur einem Touchdown. Einzig Running Back Marion Barber stämmte sich gegen die Niederlage. Er kam am Ende auf 100 Lauf-Yards bei einem erzieltem Touchdown. Was heißt das jetzt für die Texaner, die nach einem 4-1 Start immer weiter in die Krise stürzen. Erst einmal muss Romo wieder zurückkommen, denn das, was Johnson abgeliefert hat, kann man in Dallas nicht dulden. Und das sollte er schnell tun, denn am Sonntag kommen die Buccaneers nach Texas, und das wird allemal schwieriger als die Aufgabe St.Louis Rams. Aber zu allem Pech kommt jetzt auch noch der Ausfall von Safety Roy Williams dazu, der sich im Spiel gegen die Rams zum zweiten Mal seinen Unterarm brach und vermutlich für den Rest der Saison ausfallen wird. Da kann man leider nur eines sagen: Es kommen schwere Zeiten auf die Cowboys zu. 

Die Achterbahnfahrt der Chargers geht weiter

Da gewann man das Sunday Night Game gegen die Patriots klar, dachte, der Aufschwung wäre da und dann verliert man gegen die Bills. Das Auf und Ab der Chargers geht also weiter, nachdem man in Buffalo nie wirklich eine Chance auf den Sieg hatte. Letzte Woche habe ich Quarterback Philip Rivers noch dafür gelobt, dass er eine gute Saison spielt und dann zeigt er bei den Bills wieder eine schwächere Leistung. Am Ende kam er zwar auf zwei Touchdown-Pässe, ihm unterliefen aber auch drei Ballverluste – eine Interception und zwei verlorene Fumbles. Früher sprang für solche Missgeschicke noch L.T. ein, aber der kommt auch nicht mehr so richtig durch die Abwehr der Gegner. Zum Schluss gelangen ihm gerade einmal 41 Lauf-Yards. Dazu passt ja die Berg- und Talfahrt der San Diego Chargers, die es zu stoppen gilt, wenn man noch in die Playoffs einziehen möchte. 

Packers zurück in der Erfolgsspur

Nachdem man drei Spiele in Folge verloren hat, haben die Packers in den letzten zwei Wochen zurückgeschlagen und die Spiele gegen die Seahawks und die Colts gewonnen. Dass man die Seefalken besiegen würde, war abzusehen, aber der Sieg gegen die Colts war absolut verdient und auch noch herrausragend rausgespielt. Vorallem die Defensive der Packers brachte die Colts-Offensive schier zur Verzweifelung, wobei vorallem Quarterback Peyton Manning eine schlechte Figur ablieferte. Der eigentliche Star der Colts warf zwei Interceptions, die die Packers-Safties Nick Collins und Aaron House zu zwei Touchdowns umwandelten. Dazu spielte Packers Spielmacher Aaron Rodgers wieder einmal eine solide Partie und lässt somit Legende Brett Favre in Green Bay fast vergessen machen. Am Ende kam er auf 186 Yards bei einem Touchdown-Pass auf Donald Lee, dazu hatte Running Back Ryan Grant einen guten Tag erwischt, mit 105 Lauf-Yards und einem Touchdown-Lauf. Somit stehen die Packers vor ihrer Bye-Week bei einer 4-3 Bilanz und stehen mit den Bears an der Spitze der NFC North. Die Packers haben nächste Woche spielfrei und eine Woche später geht es dann nach Nashville zu den Tennessee Titans. Da wird sich dann herausstellen, wo die Reise der Packers in dieser Saison hingeht. Und dieses Spiel wird vorallem für Rodgers sehr wichtig, da er gegen eine Bomben- Defensive Line antreten muss. Falls er dort gut besteht, wird man den Namen Favre in Green Bay wohl nicht mehr zu hören kriegen. 

Patriots haben sich rehabilitiert

Als die Pats vor einer Woche noch eine Klatsche von den Chargers um die Ohren gehauen bekamen und Matt Cassel äußerst schwach spielte, dachte man in Boston schon Schlimmes. Aber was die Patriots gestern Nacht gegen die Broncos zeigten, war absolute Spitze, sowohl in der Offensive wie auch in der Defensive. Man gewann das Spiel klar mit 41:7 und es kam nie der Gedanke auf, dass man es verlieren könnte. Sogar Cassel hatte sich von der Niederlage gegen San Diego gut erholt und zeigte gegen die Broncos Defensive, die aber auch keine ist, eine Gala-Vorstellung. Er warf drei Touchdown-Pässe bei keiner Interception. Dazu bekam er noch von Running Back Sammy Morris genug Unterstützung. Am Ende kam er auf 138 Lauf-Yards und einem Touchdown. Das Sensationelle daran war, dass er diese Yards alle in der ersten Halbzeit erlief, bevor er mit einer Knieverletzung ausscheiden musste. Neben den positiven Aspekten, die man aus diesem Spiel ziehen kann, gab es aber auch leider schlechte Nachrichten. Der eigentliche Starter im Backfield, Laurence Maroney, wird mit einer Schulterverletzung in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Was nimmt man also aus dem Spiel mit: Man hat einen Konkurrenten in der AFC besiegt, die aber keine Abwehr besitzen, man hat jetzt zwei enorm wichtige Spieler (Brady und Maroney),  auf die man verzichten muss, zudem fällt in der Defensive Rodney Harrison, mit der wichtigste Spieler in der Secondary, für die komplette Saison aus und man steht mit einer Bilanz von 4-2 an zweiter Stelle hinter den  Bills. Erst einmal, man sollte sich auf den Sieg gegen die Broncos nicht zu viel einbilden, aber wichtig war er nach der Chargers-Klatsche natürlich allemal und ein Cassel wird von Spiel zu Spiel zwar besser, aber einen Brady wird er nicht ersetzen können. Das mag zwar in der Regular Season reichen, aber für die Playoffs ist Cassel einfach noch zu grün hinter den Ohren.

 

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Kolumnen - Sidelinereporter