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NFL Headlines - Fünfte Ausgabe

 
Dienstag, 04. November 2008
 

Herzlich Willkommen zur fünften Ausgabe von NFL Headlines. In dieser Woche befasse ich mich unter anderem mit den Cowboys, die ohne Tony Romo einfach nicht können und in Arizona erlebt einer seinen zweiten NFL-Frühling. Zum Schluss geht es um die New England Patriots und wie sie durch dumme Fehler das Spiel im Lucas Oil Stadium verloren haben.

Dallas braucht unbedingt Romo zurück

Nach dem Spiel und der Niederlage gegen die New York Giants ist in Dallas eines klar: Tony Romo muss zurückkommen. Ohne ihn läuft es in der Offensive überhaupt nicht. Das Spiel gegen die Giants hat eines gezeigt: Backup Brad Johnson kann Romo nicht annähernd ersetzen und der dritte Quarterback der Cowboys Brooks Bollinger kann dies noch nicht, da er so gut wie keine Erfahrung auf dem Feld hat. In New York hat man gerade einmal 183 Offensiv-Yards erreicht, was für Dallas ein Minusrekord in dieser Saison war. Johnson versagte total und Bollinger warf wenigstens einen Touchdown-Pass. Die Cowboys sind halt nicht wie die Patriots, die ohne ihren Star-Quarterback Tom Brady wenigstens noch einigermaßen mit den Gegnern mithalten können. Aber Dallas ist ohne Romo nicht viel wert. Jetzt hat man zum Glück erst einmal eine Bye-Week und dann geht es nach Washington D.C., wo es auch nicht einfacher werden wird.  Da kann man als Cowboys-Fan nur hoffen, dass bis dahin Romo wieder zurück ist.

Warner erlebt zweiten Frühling

Was Kurt Warner, der mit seinen 37 Jahren auch nicht mehr der Jüngste auf dem Schlachtfeld ist, von Woche zu Woche leistet, ist schon sagenhaft. Während andere ältere Spielmacher wie z.B. Brad Johnson von den Cowboys doch ihre Probleme haben, sieht es bei Warner alles ein bisschen anders aus. Das liegt natürlich auch daran, dass Warner Starter Nummer Eins in seinem Team ist, aber trotzdem eine bemerkenswerte Leistung. Im Spiel gegen die St.Louis Rams am vergangenen Sonntag machte er sein 45zigstes 300 Yards-Spiel seiner Karriere und sein viertes in dieser Saison. Er spielt klar auf Pro Bowl Niveau, wo er auf alle Fälle auch von den Fans hingewählt werden muss. Mit ihm stehen die Cardinals an der Spitze der NFC West, mit einer 5-3 Bilanz. Dazu ist er noch in den wichtigsten Quarterback-Statistiken an zweiter Stelle in der NFL, im Passer Rating und Passing-Yards. Und in den nächsten zwei Wochen können noch zwei weitere 300-Yards-Spiele dazu kommen, wenn man nämlich gegen die 49ers und Seahawks spielen wird. Wir sehen uns auf Hawaii, Kurt!

Green Bay spielt gegen die Titans groß auf

Als Green Bay am Sonntag gegen die Titans in der Verlängerung verloren, gab es natürlich betröppelte Mienen in Wisconsin. Aber die Packers spielten gegen die bis dahin ungeschlagenen Titans groß auf, konnten sogar vom Sieg träumen. Aber wie so oft kommt es im Sport auch auf das nötige Quentchen Glück an, dass Green Bay leider nicht hatte. Die Defensive spielte vor allem in Halbzeit Nummer Zwei auf allerhöchstem Niveau, indem sie die Titans nicht mehr als ein Field Goal gewährten. Dann hatten sie ihrerseits ein bisschen Glück, als Titans-Kicker Rob Bironas kurz vor Schluss den Sieg auf dem Fuß hatte, aber aus 47 Yards nur den Außenpfosten traf. Aaron Rodgers spielte einen soliden Playmaker, von dem vor allem Receiver Donald Driver profitierte. Die Playoffs sollten mit so einer Leistung drin sein, aber man spielt leider in einer starken Conference, wenn man mal die NFC West weglässt. Und somit kann man sich wahrscheinlich nur mit dem ersten Platz in der Division für die Postseason qualifizieren, die momentan die Bears mit einem Spiel Vorsprung inne haben. Die nächsten Spiele der Packers werden zeigen, wo der Weg hingeht: In den Himmel oder in die Hölle, um es ein bisschen überspitzt auszudrücken.

Die Raiders fallen auseinander

Dass es in Oakland noch schlechter geht als bisher, sah man am Sonntag gegen die Atlanta Falcons, als man mit 0:24 unter die Räder gekommen ist. Und mit gerade einmal 77 Offensiv-Yards spielte man so schlecht wie 1961 nicht mehr, als man gegen die Chargers 58 Yards erzielte. Neben diesem Übel hatte man den Ball gerade einmal 15 Minuten im ganzen Spiel. Schlechter geht es eigentlich nicht mehr. JaMarcus Russell und Running Back Justin Fargas hatten unter dieser Offensive Line nie eine Chance gehabt, im Spiel irgendetwas auszuwirken. Dazu kommt noch die Arbeitsverweigerung der Raiders-Verteidigung, die insgesamt 252 Lauf-Yards abgaben. Ich bin mal gespannt, was Al Davis in der Offseason aus dem Hut zaubert. Er wird sich im Draft wahrscheinlich für einen Wide-Receiver entscheiden, so, wie ich seine Intelligenz einschätze. Und worauf wir uns in der Offseason noch freuen können, wenn es überhaupt so lange dauert, ist der nächste Rauswurf eines Head Coaches bei den Oakland Raiders. Dies ist schon fast so sicher, wie das Amen in der Kirche. Man hat zwar noch Chancen in die Playoffs einzuziehen, da man in einer schwachen Division spielt, aber daran glaubt wohl nur der größte Optimist noch. In Oakland kann nur noch frischer Wind helfen und das hieße, dass Davis weg muss.

New England schlägt sich selber

Dass man das Spiel in Indianapolis verloren hat, hatte nichts mit der Stärke der Colts zu tun. Vielmehr machte man Fehler, die das Spiel letztendlich entschieden haben. Jabar Gaffney ließ einen fangbaren Ball fallen, der zum Touchdown geführt hätte und der zweite Tight End der Patriots David Thomas ließ sich zu einer Disziplinlosigkeit hinreißen und verursachte mit einem übertriebenen Foul eine 15-Yards-Strafe, das ein sicheres Field Goal zu nichte machte. Daraufhin kam ein Verzweiflungspass von Matt Cassel, der von den Colts abgefangen wurde. Cassel hat mir in diesem Spiel sehr gut gefallen, der mit sicheren kurzen Pässen Tom Brady imitierte. Der ist nämlich Meister der kurzen Pässe. Dazu verteidigte die Defensive der Patriots sehr gut gegen den Lauf, nur Peyton Manning hatte mal wieder einen guten Tag. Mit so einer Leistung muss man sich vor niemanden verstecken, nur muss seine Chancen rigoros nutzen, wenn man auch gegen die Größeren gewinnen will. Am Sonntag spielt man dann gegen die Bills, mit denen man zusammen mit den New York Jets an Nummer Eins der AFC East steht, alle haben eine 5-3 Bilanz. Es wird auf jeden Fall interessant zu sehen sein, wie es sich in der Division entwickelt. Ich bin der Meinung, dass man  ohne weiteres die Playoffs schaffen kann, wenn alle an einen Strang ziehen, um somit den Ausfall von Brady wettzumachen. Cassel hat am Sonntag gezeigt, dass er es auch kann.

 

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