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Headlines - Achte Ausgabe
Was für eine Woche in der NFL. Nach den letzten Preseason-Spielen haben die Trainer ihre Kader nicht nur endlich auf die vorgeschriebene 53-Spieler-Marke reduziert. Gefühlt haben auch ganze Hundertschaften an Spielern auf den letzten Drücker noch mal Teams gewechselt, haben wechseln müssen, sahen sich plötzlich ohne Arbeitsplatz oder waren einfach nur heilfroh ihren Namen oberhalb des Strichs wiederzufinden. In der heutigen Ausgabe der wiederbelebten Kolumne will ich einen Blick auf das Ende der Preseason und deren personelle Veränderungen werfen. An Namen wie Matt Leinard, T. J. Houshmandzadeh und Darrelle Revis wird es da kaum vorbeigehen.
Professionelles Teammanagment in Arizona
Das war schon ein ziemlicher Hammer, den man da am vergangenen Samstagabend lesen konnte. Die Cardinals um Coach Ken Whisenhunt haben sich entschlossen, dass Quarterback Matt Leinard nicht länger zum Team gehören wird. Gemeinsam mit den anderen Spielern wurde er also rausgeworfen.
Nicht nur, dass Leinard seinen Job, der bisher aus dem Dasein als Backup für Kurt Warner bestand, los war. Bekanntlich hat Warner seine Karriere beendet. Aber statt nun nachzurücken, ist der aus Cleveland gekommene Derek Anderson an Leinard vorbeigerauscht. Damit noch nicht genug, offensichtlich wollte man Leinard auch nicht den Standard-Job als Backup gönnen. Denn neuer Backup in Arizona wird in Zukunft Max Hall machen, ein ungedrafteter Rookie. Da stand Matt Leinard am Sonntagmorgen als mit dem Wissen auf, dass seine Profi-Karriere nicht nur einen Dämpfer bekommen hat, sondern er mit aller Macht auf dem Boden des Profi-Geschäfts angekommen ist.
Ob Anderson oder Leinard nun der bessere Quarterback ist, wird man nicht vollends beantworten können. Dass man so etwas wie Mitleid entwickeln kann, ist da schon wahrscheinlicher. Aber wird man damit Leinard gerecht? Ich glaube viel mehr, dass zwei Gründe ursächlich dafür sind. Wenn ein Neuling wie Anderson zu einem neuen Team kommt, sieht man ihm nach, dass er sich an ein neues Spielsystem wird gewöhnen müssen. Ein neues Playbook, neue Kollegen, neue Coaches, alles neu eben. Wenn nun als Anderson am Ende der Preseason für die Coaches besser aussah als Leinard, würde im Arbeitszeugnis wohl eher stehen: Er war stets bemüht. Aber eben nur bemüht und nicht gut.
Vielleicht ist Leinard so sicher gewesen, den Starter-Job zu bekommen. Ein bisschen weniger Einsatz in den Trainingsreinheiten, ein bisschen schludderiges Lernen, ein wenig Faulheit und schon ist er raus. Im Grunde kann er beinahe froh sein, und das ist der zweite Grund für die Entlassung, dass er nicht die Saison bei den Cardinals verbringen muss. So muss er die Leistungen von Anderson nicht dauernd für die Medien kopieren, die in einer schwierigen Saison für die Cards, durchaus entscheidend sein können und nur Unruhe ins Team bringen. Sicher, die Cards haben sich so auch ein wenig Platz in der Salary Cap verschafft, doch im Grunde gilt: Selbst schuld, Matt! Viel Erfolg als dritter Mann bei den Texans!
Entlassung für mehr Kleingeld in der Tasche
T. J. Houshmandzadeh galt lange Jahre als einer der Receiver, der ein Team zu Titeln führen kann. Doch die Ansage der Seahawks zum Ende der Preseason haben der Öffentlichkeit auch ein anderes Bild offenbart.
Nach erfolgreichen Jahren in Cincinatti, wo er konstant gute Zahlen lieferte, wechselte er zur letzten Saison nach Seattle. Doch so unangenehm wie das Wetter mitunter im hohen Norden ist, so schwierig fasste T. J. Fuß. Gerade mal mickrige drei Touchdowns konnte er 2009 in den Spielen seines Teams beisteuern. Die schlechteste Ausbeute seit seinen beiden ersten Jahren in der Liga. Zudem hatte der inzwischen 32-jährige mit Deion Branch einen starken, aber eben auch genauso agilen und wendigen Receiver als Kollegen im Team. Aber die Verletzung von Matt Hasselback im letzten Jahr sorgte dafür, dass die Seahawks keineswegs ein Team waren, was auch nur im Ansatz um den Titel mitspielen konnte.
Man begann die Ansprüche wieder ein wenig zurückzuschrauben und da machte der Gehaltscheck für Houshmandzadeh eben auch einen Strich durch die Rechnung. Zumal er sich nicht bereit erklärte, einem neuen Vertrag mit reduziertem Gehalt zu zustimmen, blieb den Seahawks nur der Schritt, T. J. für einen Trade anzubieten.
Die Zahl der möglichen Interessenten war dabei durchaus beachtlich. Schließlich kann jedes Team einen gesunden, schnelleren Veteranen auf der Wide Receiver Position gebrauchen. Dass am Ende der Zuschlag an die Ravens ging, passt zur Ausrichtung des Teams, die in diesem Jahr auf dem Free Agent-Mart vor allem im Bereich Passempfänger heftig zu geschlagen haben. Mit Anquan Boldin aus Arizona, dem Free Agent Donte Stallworth und Rookie David Reed hat man die Schlagkraft deutlich verstärkt. Ob T. J. bei der Klasse allerdings so viel Spielzeit bekommen wird, wie in Seattle will ich mal stark bezweifeln.
Unliebsame Vertragsverlängerung?
Beinahe hatten sich die Fans schon damit abgefunden, dass es in dieser Saison auch ohne Cornerback Darrelle Revis in New York gehen muss. Der Mann, der im letzten Jahr noch mit sechs Interceptions zu einem der besten Passverteidiger der Liga gehörte, hatte sich ein freies Jahr ausgebeten. Denn als guter Spieler will man ja nicht nur für eine handvoll Dollar arbeiten, wenn man auch zwei oder drei Hände voll verdienen könnte. Zum guten Ton verdienter Spieler gehört dann das Mittel des Holdouts, jene Art von Arbeitsverweigerung um seinem Team zu zeigen: So nicht, macht mal das Portemonnaie auf!
Und beinahe, aber eben nur beinahe, wären die Jets hart geblieben. Doch während allerorts Spieler entlassen wurden, macht die Jets einen neuen Deal mit Revis. Am Montag unterzeichnete er einen neuen Vier-Jahres-Vertrag. Unterdessen war sogar mal das Gerücht aufgekommen, Revis wolle der bestbezahlte Cornerback der Liga werden. Ist er nun nicht, aber er verdient nicht schlecht und so manchem deutschen Rundballer werden die Zahlen Tränen in die Augen treiben. Von 46 Millionen Dollar ist da die Rede, davon soll er sogar 32 Millionen garantiert auf sein Konto überwiesen bekommen.
Die Frage ist dann nur, ob das eine Entscheidung war, die die Jets weiter bringen wird. Die Fans sind zum Teil sogar wenig erfreut. Sätze wie „no offense – no wins“ fallen in Kommentaren zum Revis-Deal. Auf der Homepage des Teams lässt die Organisation Sätze verbreiten wie „Mates welcome Revis back with open arms“. So was hat man wohl kaum nötig, wenn das Thema nicht in bei den Fans durchaus zweifelhaft beurteilt wird. Und das, obwohl die Jets durchaus selbstbewusst, böse Menschen würden größenwahnsinnig sagen, einen neuen Anlauf auf den Superbowl nehmen wollen.
Sicher ist, Revis wird, sollte er schnell genug fit werden, Leistung bringen und die Passabwehr der Jets stärken, oder würde dazu vielleicht auch Drew Coleman, Marquice Cole, Antonio Cromartie, Dwight Lowery und Kyle Wilson ausreichen? Das sind die Cornerbacks, die wohl nun wieder um Spielzeit fürchten müssen, weil Revis zurück ist.


nobody is perfect! Schuld hin oder her. die giants kann man mittlerweile schon als angstgegner de...
[06.02.12-20:02]Seau55
Ehrenhaft von Welker, allerdings würde ich Brady bei dem Spielzug genauso viel Schuld zuweisen. D...
[06.02.12-19:02]Nils
Hat der Buschmann überhaupt Ahnung von Football gehabt? Der kommentiert anscheinend alles.
[06.02.12-16:02]Patriots
"Fehlerfreie Giants?" Was is das denn für ein schwachsinniger Titel? (Sorry) How ever,...
[06.02.12-16:02]apatsman
"Stecker Du bist ein Fuchs" hat mir am Ende des Rest gegeben...Buschi war mal wieder für ...
[06.02.12-15:02]Basti.MLBI