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NFL-Insider.de Gameday Week #14
Langsam nähert sich der reguläre Teil der Saison dem Ende. Dies bedeutet verschiedene Dinge für diverse Teams. Die Colts und Saints können sich nach einem Sieg diese Woche fast schon entspannt zurück lehnen und müssten dann lediglich Betriebstemperatur beibehalten. Andere Teams können die Saison schon diese Woche faktisch zu den Akten legen und sich auf das nächste Jahr konzentrieren. Doch zur Freude der Fans gibt es viele Teams, die in der Grauzone ihre Chance wittern und die letzten Wochen alles dafür tun werden, noch einen Platz in der Post-Season zu ergattern. Die Jets und Dolphins sind den Patriots auf den Fersen und werden sich einige Fernduelle liefern, bevor der Platz für die Playoffs vergeben wird. Cincinnati ist sich seiner Sache eigentlich recht sicher, doch man kann noch etwas an der Position in den Playoffs tun und zudem die Vikings noch etwas mehr ärgern. Bei einem Sieg der Bengals könnte die NFC North noch einmal spannend werden. Zum Auftakt der Woche 14 treffen die Steelers auf die Browns. Für Pittsburgh ein entscheidendes Spiel nach einer kurzen Woche.
NFL-Insider.de wirft erneut einen Blick auf den kommenden Spieltag. Nach dem Spiel vom Donnerstag folgen wie immer die Spiele am Sonntag und Montag. Zunächst rücken die zehn Spiele am frühen Sonntag-Nachmittag in den Blickpunkt.
Spiele am Sonntag um 1.00pm EST (19:00 Uhr CET)


New Orleans @ Atlanta
Die Saints reisen diese Woche nach Atlanta, wo sie erhoffen etwas sourveräner den ungeschlagenen Status zu verteidigen. Die eigene ausgedünnte Secondary dürfte dabei davon profitieren, dass Matt Ryan vermutlich noch nicht für die Falcons spielen wird. Doch obwohl dieser das Passspiel der Gastgeber deutlich verbessern würde, wird der Erfolg der Falcons auch am Laufspiel hängen. Die Falcons liefen zuletzt nicht mehr so effizient wie zuvor, was es gegnerischen Defenses erleichtert Raumgewinn zu verhindern. Ähnlich wird auch die Taktik der Saints aussehen. Man wird früh das Laufspiel stören, sodass das Passspiel für wichtige Downs verwendet werden muss und man effektiver Druck auf Ryan oder seinen Ersatzmann bringen kann. Während nicht auszuschließen ist, dass die Falcons ein wenig offensiven Erfolg verzeichnen werden, muss man erkennen, dass die Abwehr der Gastgeber in den letzten Wochen wenig beeindruckend gespielt hat. Folglich dürfte Drew Brees keine Probleme damit haben die nötigen Punkte zu erzielen, auch wenn man ihm nur wenig Zeit am Ball lassen sollte.
Die Saints werden von einer schwachen Abwehr profitieren und einen leichteren Sieg erspielen als noch letzte Woche.
Saints 28:17 Falcons


Detroit @ Baltimore
Baltimore ist hat offensiv wenig brauchbares gezeigt, als man letzte Woche gegen die Packers spielen musste. Zudem ist die Defensive nicht mehr das, was man mit den Ravens in Verbindung bringen würde. Somit stehen die Chancen der Lions sicherlich besser, als man es früher in der Saison erwartet hätte. Allem Anschein nach wird Daunte Culpepper als Quarterback für den verletzten Matthew Stafford spielen. Auch er vermag es durchaus seine Receiver, vor allem Calvin Johnson, in Szene zu setzten. Die Lions müssen jedoch weiterhin am Laufspiel arbeiten und eine realistische Gefahr am Boden ausstrahlen. Die Secondary der Ravens hat zwar durchaus einige Plays aufgegeben diese Saison, sollte aber gegen nur eine Dimension der Lions besser aufgestellt sein. Die Abwehr der Lions ist zudem zu schwach, um einen guten Tag von Ray Rice zu verhindern. Dieser wird nicht nur im Laufspiel sondern auch im Passspiel effektiv auftreten. Joe Flacco wird von den Lions unter Druck gesetzt werden, da man ihn zu Entscheidungen zwingen möchte, wie es schon die Packers getan haben. Ob die Lions dann aber die wichtige Plays in der Abwehr machen und Turnover erarbeiten ist fraglich.
Gegen die Lions dürfte die Abwehr der Ravens recht dominant auftreten. Die Balance im Angriff kehrt wieder ein und Flacco muss weniger riskante Pässe spielen. Ein solides Laufspiel ebnet den Weg zum Sieg für die Gastgeber, die von der Niederlage der Steelers profitieren können.
Lions 17:24 Ravens


Green Bay @ Chicago
Für die Packers dürfte Ryan Grant ein wichtiger Faktor sein, wenn es darum geht dieses Spiel zu gewinnen. Chicago gibt diese Saison erstaunlich viele Yards am Boden auf und Ryan Grant spielt eine solide Saison. Die Effizienz des Laufspiels der Packers wird den Spielverlauf maßgeblich beeinflussen. Das Aaron Rodgers im Laufe des Spiels Gelegenheiten bekommen wird mit seinen Receivern größere Sprünge zu machen steht außer Frage, doch dürfte es nicht unbedingt notwendig sein, früh ein riskantes Passspiel zu etablieren. Defensiv werden die Packers versuchen Cutler zu einer ähnlichen Leistung zu bewegen, wie in der ersten Partie. Sofern Matt Forte seine bisherigen Leistungen nicht aufbessern kann und teilweisen Erfolg mit dem Laufspiel verbucht, dürften die Packers es leicht haben, Druck auf Cutler zu bringen. Was dieser mit wenig Zeit und laufend vermag, sieht man seit Wochen in der Spalte „Interceptions“. Sollte die Line der Bears, entgegen den Erwartungen, halten, so könnte Cutler ein solides Spiel machen. Es ist dabei nicht zu empfehlen in die Richtung von Charles Woodson zu werfen, welcher vermutlich eine Interception fangen sollte.
Die Packers sind defensiv momentan gut genug, um die Bears im Laufspiel zu stoppen und Cutler mit genug Druck zu konfrontieren, dass dessen Effizienz leidet. Offensiv spielen die Packers sehr ausgeglichen und werden die Abwehr der Bears, welche diese Saison ungewöhnlich einladend ist, erfolgreich umgehen.
Packers 24:14 Bears


Seattle @ Houston
In dieser Partie stehen sich zwei sehr ähnliche Teams gegenüber. Beide verfügen über ein ordentliches Passspiel, doch das Laufspiel sowie die Abwehr lassen jeweils stark zu wünschen übrig. Aus diesem Grund wäre es wenig überraschend ein punktreiches Spiel zu sehen. Da beide Teams in der Secondary recht einladen sind, sollten die Receiver und Quarterbacks einen soliden Tag erleben. Schlüssel zum Sieg dürfte somit, nebst der vermeintlich besseren Abwehr, auch das Laufspiel sein. Beide Teams tun sich dabei recht schwer und die Texans müssen nun auf Steve Slaton verzichten. Ryan Moats und Chris Brown haben soweit recht gute Eindrücke hinterlassen, sodass auch sie ihre Möglichkeiten nutzen werden. Bei den Seahawks wird vermutlich Julius Jones erneut als Starter geführt, obwohl viele Fans und Fachleute Justin Forsett mehr Ballkontakte geben würden, nach seiner guten Leistung als Ersatz-Starter für drei Wochen. In diesem Spiel wird man wohl eine Mischung beider Backs zu sehen bekommen. Die Laufabwehr der Seahawks ist etwas stärker als die der Gastgeber, weshalb die Vermutung nahe liegt, dass die Gäste am Boden etwas mehr Erfolg haben werden. Somit können sie nicht nur längeren Ballbesitz erarbeiten, sondern auch etwas mehr Raum und Zeit für Hasselbeck und das Passspiel schaffen. Dies wird auch nötig sein, da die Seahawks in Sachen Passabwehr den kürzeren ziehen.
Insgesamt sind beide Teams recht ähnlich und es sollte ein spannendes und unterhaltsames Spiel werden. Beide Teams kämpfen darum eine .500er Bilanz zu erreichen, bevor die Saison endet, weshalb die Motivation recht hoch sein wird. Obwohl Seattle auswärts bisher eher enttäuschend gespielt hat, sprechen die bessere Laufabwehr und die Tatsache, dass man auf alle Running-Backs zurückgreifen kann dafür, dass die Gäste eine kleine Überraschung mit nach Houston bringen und am Ende als Sieger vom Platz gehen.
Seahawks 28:24 Texans


Denver @ Indianapolis
Denver wird als nächstes den Versuch unternehmen, die Null der Colts in eine Eins zu verwandeln. Mehrmals haben die Colts bisher gezeigt, dass es nicht unmöglich ist, sie in Verlegenheit zu bringen, doch Peyton Manning war ebenfalls immer in der Lage, sein Team mittels langen Drives in kurzer Zeit zum Erfolg zu führen. Zudem vermag die Abwehr der Colts es, in letzter Sekunde doch die wichtigen Plays zu machen, weshalb viele Gegner von sicher geglaubten sechs Punkten, nur drei auf die Anzeigetafel bringen konnten. Die Broncos wollen als Rezept vermutlich lange selbst Ballbesitz halten, was eine starke Einbindung des Laufspiels um Knoshawn Moreno und Correl Buckhalter bedeutet. Da dies gegen die Colts aber nur die halbe Miete ist, muss auch Kyle Orton, vor allem in der Redzone, sein Können unter Beweis stellen, denn nur wer aus solch kurzer Distanz auch die volle Punktzahl erspielt, kann mit den Colts mithalten. Special Teams sind ebenfalls wichtig, da man Peyton Manning am liebsten 120 Yards gehen lassen würde, wenn dies denn möglich wäre. Bei den Colts gibt es zum Gameplan wenig zu sagen. Ganz gleich welcher Gegner, das Passspiel wird als Angriffstaktik benutzt. Sofern die Gegner sich zu sehr darauf einstellen, vermag Joseph Addai es durch das Laufspiel Gefahr zu bringen und ebenfalls zu punkten.
Die Vielzahl der Receiver wird für die Broncos schwierig abzudecken sein. Zudem ist es nur schwer vorstelllbar, dass die Colts sich regelmäßig von Orton und Co. ausspielen lassen werden und zu viele Punkte aufgeben. Am Ende wird Peyton seine Mannschaft erneut zum Sieg führen, da seine Offense bisher kaum zu bremsen zu sein scheint.
Broncos 21:28 Colts


Miami @ Jacksonville
Miami hat letzte Woche gezeigt, dass sie auch mittels Passspiel zum Erfolg kommen können, doch es ist zu erwarten, dass das Laufspiel weiterhin die erste Geige spielen wird. Auch gegen die Jaguars wird man viel von Ricky Williams sehen, wobei Chad Henne sicherlich etwas mehr Vertrauen geschenkt bekommen wird. Die Jaguars hingegen haben sich, froh ihrer Passeffizienz, etwas vom Laufspiel abgewandt und müssen nun versuchen eine Balance zu finden. Maurice Jones-Drew ist einer der besten Spieler auf seiner Position, weshalb die Jaguars wohl etwas mehr zum Laufspiel übergehen werden. Die Dolphins sind gegen den Lauf defensiv nicht schlecht aufgestellt und werden somit für einige spannende Duelle sorgen. Das David Garrard in letzter Zeit solide spielt und eine Chemie mit seinen Receivern entwickelt hilft diese Woche sehr. Der Ausgang des Spiels könnte nämlich bereits erste Auswirkungen auf Playoff-Hoffnungen haben. Sobald MJD das Laufspiel etabliert hat, bekommt Garrard Zeit das Play-Action-Spiel aufzuziehen, was gegen eine unerfahrene Secondary, die oft zu aggressiv spielt, seine Früchte tragen wird.
Dieses lokale Derby wird, obwohl beide Teams eigentlich eher für den Lauf bekannt sind, wohl in der Luft entschieden. Zwar hat Henne gezeigt, dass Miami hier durchaus brauchbar ist, doch scheint Garrard die etwas bessere Umsetzung im Passspiel zu haben, momentan jedenfalls. Beide Defenses werden den ein oder anderen Punkt zulassen, es scheint jedoch wahrscheinlicher, dass die Jaguars besser von Fehlern profitieren als die Dolphins und im, vermutlich erneut halb leerem, heimischen Stadion einen Sieg erringen.
Dolphins 17:21 Jaguars


Buffalo @ Kansas City
Mit “Not gegen Elend” wäre dieses Spiel wohl kaum untertrieben dargestellt. Die Chiefs tun sich auf beiden Seiten des Feldes schwer und auch bei den Bills gelingt nur wenig. Die Bills müssen den aufblühenden Jamaal Charles früh stoppen, damit Matt Cassel gezwungen wird lange Pässe zu werfen. Die Secondary der Bills hat bisweilen gezeigt, dass sie durchaus für Turnover gut sind und Feher der Gegner bestrafen. Das Dwayne Bowe erneut fehlt, macht das Unterfangen für Cassel nicht leichter, wobei die Verpflichtung von Chris Chambers bisher jeden Dollar wert zu sein scheint. Ob er allerdings an den bisherigen Leistungen anknüpfen kann, muss sich erst noch zeigen. Während die Bills also mit Druck auf Cassel agieren werden, dürfte Kansas City gut beraten sein eine ähnliche Strategie zu fahren. Die Balance der Bills stimmt nicht mehr ganz und ein verstärkter Einsatz von Marshawn Lynch und Fred Jackson ist zu erwarten. Das die Bills neuerdings lange Bälle zu ihren Receivern bringen können, macht die Aufgabe für die Chiefs nicht leicht, doch dürften sie, mit der nötigen Kraft an der Line-of-Scrimmage, in der Lage sein, Ryan Fitzpatrick zu Fehlern zu zwingen.
Beide Teams haben ihre Mühe den Ball zu bewegen, weshalb die doch anfälligen Abwehrreihen des Gegners diese Woche willkommen sein werden. Das Laufspiel wird bei beiden Mannschaften eine große Rolle spielen, und die bessere Offensive-Line wird wohl über den Ausgang der Partie entscheiden. Kansas hat dabei einen Heimvorteil und Charles scheint in letzter Zeit stetig zu wachsen. Ein Sieg der Bills ist somit die unwahrscheinliche Variante, da dort noch ein wenig die neue Linie fehlt.
Bills 14:17 Chiefs


Cincinnati @ Minnesota
Das vermeintliche Top-Spiel des Nachmittages wird in Minneapolis ausgetragen. Auch hier sind zwei recht ähnliche Teams vertreten, die gerne ein solides Laufspiel aufziehen und dann mittels gezielter Pässe die Abwehr des Gegners auseinander nehmen. Die Bengals sind dabei vielleicht das etwas aggressivere Team was das Laufspiel anbetrifft, während die Vikings sicherlich etwas mehr in Punkto Passspiel gezeigt haben. Defensiv sind beide Teams bestens für das gegnerische Laufspiel gewappnet, wobei Domata Peko, der ein wichtiger Teil dieser Abwehr war, bei den Bengals ausfallen wird. Die Secondary auf beiden Seiten wartet mit abwechslungsreichem Spiel auf. Während das Talent in den Reihen oftmals großartige Spielzüge zeigt, finden gegnerische Quarterbacks ebenfalls häufig die Lücke in der tiefe. Dies bietet Carson Palmer und Brett Favre reichlich Angriffsfläche. Da beide Teams zunächst den Lauf stoppen werden, wird der Druck auf den Quarterback erst später verstärkt werden. Jared Allen wid hier für die Vikings eine wichtige Rolle spielen. Zudem ist zu erwähnen, dass die Vikings im Bereich der Special Teams bisher erfolgreicher gespielt haben und somit einen kleinen Trumpf im Ärmel haben könnten.
Während das Laufspiel recht ausgeglichen und limitiert ausfallen wird, dürften die Vikings mit Brett Favre und einer Vielzahl an Receivern im Passspiel leichte Vorteile haben. Nimmt man noch die Gefahr aus Kick-Returns hinzu, dürften die Vikings sich für die schlechte Leistung letzte Woche rehabilitieren. Das man die Vikings auch verteidigen kann, hat Arizona zwar gezeigt, ob dies den Bengals jedoch auch in dieser Form gelingen wird, ist zunächst fraglich.
Bengals 21:24 Vikings


Carolina @ New England
Es scheint als sei momentan die Zeit in der man die Patriots bezwingen kann. Dies wird den Panthers etwas Aufwind geben, wenn sie in Richtung Boston reisen. Typischerweise müssen die Panthers direkt das Laufspiel etablieren. Dies ist ihre Stärke, sie haben damit Erfolg, die Patriots verteidigen nicht grandios gegen den Lauf und je nach Wetter dürfte man somit Fehler das Passspiels unterbinden. Außerdem ist es immer hilfreich gegen die Patriots lange Ballbesitz zu halten. Das Tom Brady Fehler macht sofern er unter Druck gerät ist inzwischen bewiesen. Die Panthers werden auch hier ihr möglichstes tun, wobei der Rush nicht immer ihre Stärke war. New England wird, wie neuerdings öfter der Fall, das Laufspiel nutzen, um die Abwehr der Panthers etwas aufzumischen. Sobald die Gäste sich auf das Laufspiel der Patriots eingestellt haben, hat Brady etwas mehr Gelegenheit sein Passspiel zu entwickeln. Die Secondary der Panthers macht zwar hin und wieder ein paar Interceptions, spielt aber oft mit dem Feuer wenn es darum geht auf eben solche Interceptions zu spekulieren. Randy Moss dürfte davon profitieren.
Es ist zwar nicht unmöglich für die Panthers zu gewinnen, aber ihre Secondary wird Tom Brady etwas zu viel durchgehen lassen und der eigene Pass-Rush wird nicht über das ganze Spiel gefährlich sein. Zudem ist das eigene Passspiel zu schwach, um die Patriots in Verlegenheit zu bringen. Die Patriots bleiben, mit einem Sieg in dieser Partie, in der Division vorne.
Panthers 17:24 Patriots


New York Jets @ Tampa Bay
Mark Sanchez wird dieses Spiel wohl aussetzten und Kellen Clemens wird sich als Passgeber versuchen. Er wird wohl kaum große Dinge leisten müssen, da die Jets sich auf ihr Laufspiel berufen werden. Dies ist ohnehin vom Trainerstab bevorzugt und die Bucs sind dazu noch mit das schlechteste Team gegen den Lauf. Thomas Jones und Shonn Greene sollten also Yards sammeln können. Das Clemens in dem Fall ein paar Pässe zu Edwards oder Keller werfen wird, damit die Geschichte nicht zu leicht zu durchschauen wird, steht außer Frage, aber er wird vermutlich nicht in die Position kommen, einen 2-Minute-Drive zu leiten, damit das Spiel in letzter Minute gewonnen wird. Dies hängt auch damit zusammen, dass Josh Freeman, seines Zeichens Rookie-Quarterback der Bucs, ähnlich einem gewissen Herrn Sanchez, noch seine liebe Not hat, sich an das NFL-Geschäft zu gewöhnen. Die Jets sind unter Rex Ryan für eine aggressive Spielweise mit vielen Rushes und Blitzen bekannt, weshalb der junge Leiter der Gastgeber früh unter Druck geraten wird. Paart man dies mit den oft komplizierten Formationen der Jets, so sind einige Fehler und Turnover vorprogrammiert.
Die Abwehr der Jets sollte den jungen Quarterback der Bucs im Griff haben und das Nötige gegen den Lauf tun können. Tampa hingegen wird das Laufspiel der Jets nicht stoppen können.
Jets 24:14 Buccaneers
Spiel am Donnerstag um 8.20pm EST (Freitag, 02:20 Uhr CET)


Pittsburgh @ Cleveland
Pittsburgh hat in den vergangen Wochen einige Spiele liegen lassen und hatte offensiv ein paar Probleme, aber vor allem defensiv fehlte es an gewohnter Stärke. Nun steht man mit den Ravens bereits drei Spiele hinter den Bengals und der aktuelle Stand lässt nur wenig Hoffnung auf den beliebten Wildcard-Platz. Dazu stehen in den nächsten Wochen die Packers und dann der direkte Vergleich mit den Ravens auf dem Programm. Höchste Zeit also einen Sieg einzufahren und sich zu positionieren. Mit den Cleveland Browns hat man an sich einen recht einfachen Gegner vor sich, wenn man der Statistik glauben darf, doch schon Oakland war nicht unbedingt als Favorit in die Partie gegangen. Gegen die Browns sollte Rashard Mendenhall ein ordentliches Spiel machen können. Das Laufspiel sollte den Steelers die Möglichkeit geben, das Tempo zu kontrollieren und die Abwehr der Browns früh zu fordern. Damit dürften sich auch später Räume in der Tiefe öffnen lassen, welche für schnelle Punkte gut sein können. Defensiv wird man zunächst das Laufspiel der Browns stoppen wollen. Zwar ist es nicht sonderlich explosiv, doch durchaus gefährlich, sofern es nicht ernst genommen wird. Das Brady Quinn werfen kann, wenn man ihn lässt, ist ebenfalls deutlich. Da die Secondary der Steelers augenblicklich nicht in Form ist, bietet es sich an vorne etwas mehr Druck auf den jungen Quarterback zu bringen, sodass dieser nicht die Zeit bekommt Receiver zu suchen und folglich zu finden. Kurzum: die Steelers müssen ihre alten Stärken reanimieren, oder wenigstens aufpolieren. Nur mit einem soliden Laufspiel und aggressiver Abwehr gegen den Quarterback wird man dieses Spiel wie geplant abspulen können. Gibt man den Browns durch unnötige Fehler die Chance im Spiel zu bleiben, muss man unter Umständen mit einem knappen letzten Viertel rechnen.
Die Steelers sind nicht so stark wie man sie kennt und erwartet, doch spätestens die Pleite in Woche 13 sollte einige Augen geöffnet haben. Es geht nebst Playoffs auch um Ehre und die Steelers lassen sich nicht gerne vorführen. Folglich wird eine Trotzreaktion nicht auszuschließen sein. Sofern die Umsetztung des Gameplans funktioniert und die Steelers nicht versuchen zu viel auf einmal zu leisten, sollte der Sieg jedoch kaum in Gefahr zu bringen sein.
Steelers 28:14 Browns
Marcus Blumberg
Marcus Blumberg ist 26 Jahre alt und stellvertrender Chefredakteur bei AFinsider.de und für den Inhalt verantwortlich. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Football.Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen ist der Fan der Patriots und Eagles mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt.


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