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NFL-Insider.de Gameday Week #15

 
Autor: Dominik Breuer Donnerstag, 17. Dezember 2009
 

gamedayKurz vor Weihnachten steht Woche 15 auf dem Programm, diesmal mit einem Spiel am Freitag und am Samstag, bevor die üblichen Spielzeiten am Sonntag und Montag wahrgenommen werden. Es ist fast schon Standard, doch die Colts und Saints werden in einer weiteren Woche versuchen ihren Status zu verteidigen. Bezüglich der Playoffs haben lediglich die Saints noch etwas zu gewinnen und bei den Colts wird sich zeigen, ob die neue Leitung genauso konservativ mit dem Einsatz der Spieler ist wie die Vorgänger es waren. Nebst solchen Luxusproblemen gibt es noch diverse Teams, die um die Plätze hinter den Top-Teams kämpfen. San Francisco, Jacksonville, Miami oder gar die Jets, Titans, Texans oder Broncos versuchen noch die Bilanzen aufzubessern.

Auch in dieser spannenden Phase wirft NFL-Insider.de einen Blick auf alle Partien des aktuellen Spieltages.

Spiel am Donnerstag um 8.20pm EST (Freitag, 02:20 Uhr CET)

indianapolisjacksonville

Indianapolis @ Jacksonville

Indianapolis hat im Grunde alles gesichert, was es zu sichern gilt und nun geht es lediglich um die Ehre und den ungeschlagenen Status. Für Jacksonville sind jedoch die Hoffnungen auf die Playoffs noch als Antrieb vorhanden, sodass man alles daran setzten wird, den Colts die erste Niederlage zuzufügen. Das Laufspiel ist zuletzt etwas schwächer ausgefallen, doch David Garrard vermochte das Passspiel meist einigermaßen zu verwalten. Doch auch hier ist nicht immer die gewünschte Konstanz zu erkennen. Zudem gibt man defensiv doch einiges auf, was besonders gegen Teams des Kalibers Indianapolis fatale Folgen haben könnte. Bei den Colts wird viel davon abhängen, wie sehr man die ungeschlagene Saison begehrt. Es ist eines der Dinge, welche Peyton Manning bisher nicht erreicht hat, also wird man schon noch einiges an Leistung von den Colts erwarten dürfen. Mittels gewohnt starkem Passspiel, wird man die Jaguars ausreichend in Verlegenheit bringen und somit über die Verleztzungen bei einigen Receivern sowie im Laufspiel weg täuschen können. Man hat letzte Woche gesehen, dass die Vielzahl der Receiver es unmöglich macht, das Passspiel zu stoppen. Sobald ein oder zwei Spieler gut abgeschirmt werden, tritt ein weiterer Receiver ins Rampenlicht.

Obwohl die Jaguars sich seit Anfang der Saison gesteigert haben, sind sie weiterhin anfällig gegen den Pass und lassen vereinzelt noch Unausgeglichenheit im Spiel erkennen. Dies werden die erfahrenen Colts ausnutzen und eine weitere Woche ungeschlagen bleiben.

Colts 24:21 Jaguars

Spiel am Samstag um 8.20pm EST (Sonntag, 02:20 Uhr CET)

dallasneworleans

Dallas @ New Orleans

Diese Woche wird man auch am Samstag mit einem Spiel der NFL beglückt und die Begegnung könnte kaum mehr Unterhaltung versprechen. Die Cowboys fahren trotz guter Offense nur wenige Siege ein, während die Saints sich ungeachtet der Spielsituation oder des Spielverlaufs erfolgreich gegen die erste Niederlage wehren konnten. New Orleans verfügt weiterhin über eine der potentesten Offenses in der Liga, da sowohl im Laufspiel als auch im Passspiel verschiedene Akteure die wichtigen Plays machen können. Zu zeigte Reggie Bush zuletzt Lebenszeichen, oder ein Lance Moore wurde schon die gesamte Saison gut durch diverse Receiver ersetzt. Hinzu kommt noch die gute Abwehr, welche Turnover erzwingt und der eigenen Offense den Rücken frei hält. Die Cowboys sammeln zwar reichlich Yards in der Offense, sind aber im Abschluss oft unglücklich. Die Verteidigung hat sich zwar in der Saison gesteigert, doch wichtige Plays gehen oft verloren. Es ist für Dallas wichtig, dass DeMarcus Ware spielen kann, da er ein wichtiger Schlüssel zum erfolgreichen Pass-Rush ist. Nur wenn der Druck auf Drew Brees stimmt, kann man diese Offense ins Wanken bringen. Dallas muss früh das Passspiel der Gastgeber stören, sodass diese mehr zum Laufspiel greifen müssen. Obwohl dies ebenfalls stark ist, stehen die Chancen für Dallas besser, das Spiel mitzubestimmen, wenn Drew Brees nicht seinen freien Willen bekommt. Offensiv muss Tony Romo darauf achten, sich nicht zu riskanten Pässen verleiten zu lassen. Felix Jones und Marion Barber müssen eine große Last schultern, damit die Secondary der Saints etwas mehr Raum für die Receiver lässt. Man darf davon ausgehen, dass die Saints kleinste Fehler der Cowboys bestrafen werden und vor der Kulisse des Superdome wird es sicher zum ein oder anderen Problem in der Ausführung der Offensive kommen.

Nebst der Tatsache, dass die Cowboys im gefürchteten Superdome antreten müssen, ist zu erwähnen, dass die Cowboys auch wegen der schwachen Umsetzung im Bereich Special Teams einige Spiele verloren haben. Da der Status von Ware fraglich ist und die Abwehr auch sonst vereinzelt Einladungen verschickt, dürften die Saints auch dieses Spiel gewinnen. Die Offense ist im Abschluss abgebrühter und die Abwehr wird Romo die nötigen Kopfschmerzen bereiten.

Cowboys 21:28 Saints

Spiele am Sonntag um 1.00pm EST (19:00 Uhr CET)

newenglandbuffalo

New England @ Buffalo

New England möchte natürlich ebenfalls den Einzug in die Playoffs sichern. Augenblicklich ist dazu ein Sieg innerhalb der Division sicherlich der einfachste Weg, vor allem wenn es gegen die eher desolaten Bills sein darf. Randy Moss, nach der letzten Woche arg gescholten, wird sich wohl ein Stück rehabilitieren wollen. Die Secondary der Bills dürfte dazu Gelegenheit bieten, wenngleich sie keine schlechte Passabwehr ist. Das Laufspiel wird für die Patriots deshalb eine etwas größere Rolle spielen. Nicht nur das es in den letzten Wochen ohnehin an Stärke gewonnen hätte, die Bills sind zudem keinesfalls ausgestattet das Laufspiel auf Dauer zu unterbinden. Laurence Maroney oder auch Sammy Morris sollten in der Lage sein einige Yards zu erzielen. Tom Brady wird sicherlich den Rest besorgen. Vor dem Angriff der Bills brauchen sich die Verteidiger der Patriots wohl keine großen Sorgen zu machen. Sofern man das Laufspiel einigermaßen in den Griff bekommen kann, wirken die Bills sehr zahm. In Buffalo hat man sich noch nicht auf einen Running-Back festlegen können und Marshawn Lynch hat durch eine gute Leistung die Tendenz zu Fed Jackson etwas aufgelockert. Die Patriots dürfen bei allem Fokus auf das Laufspiel jedoch nicht vergessen, dass Terrell Owens einige große Plays gelungen sind. Diesen Receiver werden sie in der Secondary besonders im Auge behalten.

Die Bills werden, um es auf den Punkt zu bringen, nicht genug Punkte erzielen können, um die Patriots zu besiegen. Mit etwas Glück und Hingabe, können sie die Patriots eine Weile an der Leine halten, doch am Ende geht der Sieg an New England.

Patriots 24:14 Bills

arizonadetroit

Arizona @ Detroit

Arizona scheint ebenfalls noch nach einer konstanten Form zu suchen. Zunächst besiegt man Minnesota recht deutlich, um dann, ebenso deutlich, gegen die 49ers unterzugehen. Was man sehen konnte ist, dass Arizona anfällig für Turnover ist und man die gesamte Offense mit effektivem Druck auf Kurt Warner in Probleme bringen kann. Dieses Wissen wird einige Teams sicherlich weiterbringen, doch das Personal der Lions wird weiterhin seine liebe Not haben, die Cardinals in Reichweite zu halten. Nebst den diversen Baustellen im defensiven Bereich und dem quasi-fehlenden Laufspiel kommt nun für die Lions noch die Verletung von Kevin Smith, der sich zu Quarterback Matthew Stafford gesellen dürfte, welcher ebenfalls noch nicht fit ist. Somit ist die Offense der Gastgeber erheblich geschwächt, denn Smith war, obwohl das Laufspiel lahmte, im Passspiel eine wichtige Figur. Calvin Johnson wird nun doppelt bewacht und die Angriffsbemühungen der Lions im Keim erstickt werden. Arizona möchte, nach einer bitteren Niederlage, einen sicheren Sieg einfahren. Beanie Wells und Tim Hightower dürfen gegen die Lions etwas Selbstvertrauen tanken und halten den Ball hoffentlich fest. Kurt Warner wird sich ebenfalls an einer löchrigen Secondary die Wunden lecken.

Da die Lions nicht stark genug verteidigen, dürfte es schwer fallen, die Cardinals ins Wanken zu bringen. Die Probleme in der offensiven Besetzung bei den Lions sprechen ebenfalls für einen Sieg der Cardinals und somit einen Schritt in Richtung Playoffs.

Cardinals 24:13 Lions

miamitennessee

Miami @ Tennessee

Beide Teams sind im Rennen um die Playoffs noch nicht ganz ausgeschieden und die Titans scheinen zuletzt auf der Überholspur zu sein. Miami entdeckt derweil neue Seiten in der Offense und vertrauen vermehrt Chad Henne, der mit dem Passspiel Einfluss auf den Spielverlauf nehmen konnte. Auch Ricky Williams füllt die, durch die Verletzung von Ronnie Brown entstandende, Lücke im Laufspiel gut aus. Defensiv bleiben die Dolphins weiter abenteuerlich und auch die Stärke gegen den Lauf ist manchmal zu vermissen. Bei den Titans scheinen nicht nur die Offense, sondern auch die Defense vom Quarterbackwechsel profitiert zu haben, denn auch defensiv steht man um einiges besser, seitdem die Offense klickt. Die Dolphins müssen sich in erster Linie auf Chris Johnson konzentrieren. Dieser hat teils im Alleingang die Spiele für die Titans entschieden, trotz der Tatsache, dass er im Fadenkreuz der Defensive-Coordinators steht. Die Agilität eines Vince Young hilft dabei sicher auch. Dessen jüngste Verletzung lässt zwar Zweifel im Raum stehen ob und wie er eingesetzt wird, doch die aktuelle Form eines Chris Johnson scheint dieses Fragezeichen etwas abzuschwächen. Defensiv werden die Titans sich nach Ricky Williams richten. Sofern man sich festlegen muss, ist es Priorität das Laufspiel der Dolphins, in all seinen Varianten, zu stoppen und den jungen Quarterback zu Pässen zu zwingen. Die Fehler kommen, mit etwas Druck und exotischen Aufstellungen in der Secondary von alleine.

Die Titans werden früh den jungen Quarterback der Gäste testen und den Lauf der Dolphins verlangsamen. Selbst wird man eine gute Dosis CJ austeilen während Kenny Britt sich weiterhin einen Namen machen wird, indem er das Passspiel etwas belebt. Die Fitness von Vince Young wird für die Effizienz der Titans von Belang sein, doch auch ohne den Motivator sind die Gastgeber gut aufgestellt, diese Partie zu gewinnen.

Dolphins 17:24 Titans

clevelandkansascity

Cleveland @ Kansas City

Dieses Spiel ist sehr schwer einzuschätzen, denn beide Teams haben zuletzt im Laufspiel gutes gezeigt, obwohl das Team als Ganzes noch nicht überzeugen konnte. Kansas City verfügt zudem über Potential im Passspiel, welches bei Cleveland noch kaum ausgereift ist. Defensiv sind beide Teams nicht gerade als Maßstab zu nennen, wobei es den Browns gelang, die Steelers stark zu limitieren. Für beide Teams gibt es kaum noch etwas zu holen außer vielleicht, und es ist zu hoffen, dass die Priorität deshalb nicht auf Niederlagen liegt, ein früherer Draftspot. Kansas wird versuchen Jamaal Charles früh und effektiv laufen zu lassen, damit Matt Cassel Raum bekommt Chris Chambers und den wieder verfügbaren Dwayne Bowe anzuspielen. Sofern die Offensive Line hält, dürfte das Passspiel für einige gute Szenen sorgen. Die Browns werden den Ball am Boden halten, was die Gefahr auf Turnover reduziert und zuletzt recht erfolgreich praktiziert werden konnte. Brady Quinn wird nicht zu viel tun müssen, doch seine Chancen nicht unbenutzt lassen. Man kann unter Umständen ein ähnliches Spiel erwarten, wie das der Browns gegen die Lions.

Das Spiel kann entweder sehr träge oder punktreich verlaufen, die Tendenz hängt ausschließlich davon ab, ob die defensive Anfälligkeit oder die offensiven Beschränkungen beider Teams Oberhand gewinnen. Im Sinne der Fans hoffen wir auf die offensive und sehen einen Schlagabtausch mit wenig Gegenwehr. Die Chiefs haben etwas besseres Personal in der Offense und gehen am Ende lachend vom Platz.

Browns 24:28 Chiefs

houstonstlouisrams

Houston @ St. Louis

Houston hat letzte Woche bereits die Seahawks demontiert und mit einem übermächtigen Passspiel direkt eine klare Kampfansage an weitere Gegner gemacht. St. Louis ist kaum besser aufgestellt, um diese Offense zu entschärfen, weshalb auch dieses Spiel ähnlich einseitig ausgehen wird. Dies wird durch die schwächere Offense der Rams noch unterstützt und auch der Heimvorteil wird nur wenig erfreuliches bringen können. Die Texans werden früh die Kombination aus Matt Schaub und Andre Johnson einsetzten und zudem weiter mit dem Laufspiel experimentieren. Bei der Qualität der Receiver ist ein gutes Laufspiel gegen eine Abwehr des Kalibers Rams jedoch nicht zwingend nötig, da viele Match-Ups im Vorteil der Texans sein werden und Schaub sich sehr gezielt mit Fehlern in der Deckung beschäftigen wird. Bei den Rams wird wieder alles auf Steven Jackson gesetzt, der zwar reichlich Yards erlaufen kann und wird, doch leider nicht die Punkte garantieren kann, die am Ende eines Drives nötig sind. Da Jackson sowohl am Boden als auch durch die Luft gefährlich ist, werden die Texans sich vor allem auf ihn konzentrieren und somit den jungen Receivern der Rams eine Chance geben den Platzt in ihrem Sinne zu nutzen. Dies wird aber nur bedingt von Erfolg gekrönt werden.

Die Texans sind offensiv weiterhin sehr effizient. Die schwache Abwehr werden die Rams nicht ausreichend ausnutzen können. Die Hoffnung der Texans auf die Playoffs bleibt vielleicht noch eine Woche gewahrt.

Texans 31:14 Rams

atlantanewyorkjets

Atlanta @ New York Jets

Atlanta ist ohne Matt Ryan wie eine Schlange ohne Kopf, es fehlt an Koordination und Durchsetzungskraft in der Offense. Das die Defense nicht unbedingt Spiele gewinnen würde, war eigentlich früh klar, doch die Leistung gegen New Orleans lässt hoffen. Die Jets werden hier mit einem ordentlichen Laufspiel den Erfolg suchen und sollten dabei gegen diese Abwehr nicht leer ausgehen. Das Passspiel der Jets war ohne Mark Sanchez wenig überzeugend, dürfte jedoch auch ohne ihn als kleiner Ausgleich ausreichen. Bei Atlanta muss man dringend etwas im Bereich der Offense tun, denn die Ausfälle von Michael Turner und Ryan sind sehr zu merken. Sofern die Falcons im Laufspiel etwa dort anknüpfen können, wo man letzte Woche vereinzelt angesetzt hat, kann man etwas mehr Ballbesitzt verwalten und somit die Zeit für das Laufspiel der Gastherren etwas kürzen. Die Abwehr der Jets sollte für die gebeutelten Falcons dennoch stark genug sein und die Yards der Gäste auf ein Minimum reduzieren.

Paart man die Probleme der Falcons, offensiv wie defensiv, mit dem Können der Abwehr bei den Jets und dem soliden Laufspiel, so können eigentlich nur die Jets als Sieger aus der Partie kommen.

Falcons 17:24 Jets

sanfranciscophiladelphia

San Francisco @ Philadelphia

San Francisco hat bereits Arizona geärgert und möchte nun einen ähnlichen Nachgeschmack bei den Eagles hinterlassen. Diese setzten sich, in einem sehr spannenden Spiel, gegen die Giants durch und sind somit gut für die Playoffs positioniert, während San Francisco jeden Sieg braucht, um die Hoffnung zu behalten. San Francisco ist sehr stark gegen den Lauf, weshalb LeSean McCoy nicht unbedingt seinen größten Tag erleben wird. Die vermeintliche Schwäche gegen den Pass wird in diesem Spiel besonders wichtig. Wenn die Gäste sich ähnlich konzentriert verhalten, wie gegen die Cardinals, ist es möglich Donovan McNabb und DeSean Jackson auszubremsen. Sollte dies jedoch nicht in solcher Effizienz gelingen, wird das Passspiel der Eagles die 49ers am Ende bezwingen. Die Eagles werden versuchen das Laufspiel der 49ers zu unterbinden und Frank Gore früh abzumelden. Zudem hat Vernon Davis sich einen zusätzlichen Bewacher verdient. Es wird für die Eagles nicht leicht sein Davis und Gore gleichzeitig auszuschalten, doch nur so kann man die 49ers auf Dauer stören. Gegenwärtig sollte die Priorität jedoch auf Davis liegen, da die Offense der Gäste eine kleine Wandlung erlebt hat.

Die 49ers steigern sich offensiv und defensiv in den letzten Tagen und Wochen. Diese Woche muss man nach einer langen Reise und einer kurzen Woche nach Philadelphia, was schon ein kleiner Nachteil sein wird. Zudem läuft die Offense der Eagles, trotz diverser Ausfälle, rund und die Abwehr scheint langsam etwas zusammen zu wachsen. In einem insgesamt ausgeglichenen Spiel können die Eagles sich an der Spitze der Division behaupten.

49ers 21:24 Eagles

chicagobaltimore

Chicago @ Baltimore

Baltimore hat gezeigt, was das eigene Laufspiel kann und Ryan Grant hat gezeigt, was die Laufabwehr der Bears kann. Dies sollte als Vorschau auf das Spiel eigentlich schon genügen, doch der Übersichtlichkeit halber, gehen wir noch ein wenig ins Detail. Die Bears haben momentan einige Probleme offensiv etwas zu produzieren. Jay Cutler vermag zwar ein paar Touchdowns zu werfen, doch geht dabei viel Risiko ein, da die Offensive Line ihm immer noch nicht viel Zeit lässt. Matt Forte kommt zwar besser ins Spiel, hat aber noch reichlich Luft nach oben. Das die Abwehr der Bears durch Verletzungen ausgedünnt ist, bedarf keiner weiteren Nennung, ist dennoch ein Faktor in jedem Spiel. Die Ravens haben ebenfalls ihre Probleme gehabt, vor allem wenn Joe Flacco viel werfen musste oder man in Rückstand geriet. Es scheint als sei die Abwehr etwas disziplinierter geworden und auch Flacco hat aus seinem Interception-Fest gelernt und ist vorsichtiger. Ray Rice und sogar Willis McGahee haben bewiesen, dass das Laufspiel, und im Falle Rice auch die Fähigkeiten als Receiver, für Probleme bei Gegnern sorgen kann. Chicago ist ungewohnt schwach gegen den Lauf, was in die Karten der Ravens spielt.

Die Ravens werden erneut auf Ray Rice zurückgreifen und sogar McGahee etwas Spielzeit einräumen wenn sie die Abwehr der Bears zermürben. Die Ausbeute wird zwar geringer ausfallen als noch in der Vorwoche, doch das Resultat wird ähnlich sein.

Bears 17:28 Ravens


Spiele am Sonntag um 4.05pm EST (22:05 Uhr CET)

cincinnatisandiego

Cincinnati @ San Diego

Die Bengals konnten gegen die Vikings nicht sonderlich viel erreichen, was auch damit zusammen hängen mag, dass das Laufspiel keine wirkliche Rolle spielen konnte. San Diego hat in einem ansehnlichen Spiel gegen die Cowboys bewiesen, dass mit ihnen auch spät in der Saison zu rechnen ist. Dieses Spiel dürfte Einfluss auf die Seeds für die Playoffs haben, da beide Teams sich wohl als Division-Sieger qualifizieren dürfte, die Bilanz jedoch über die Gegner entscheidet. Cincinnati wird in dieser Begegnung versuchen das Laufspiel wieder aufleben zu lassen. San Diego ist nicht besonders hinderlich wenn es darum geht Laufyards zu sammeln. Cedric Benson und vielleicht auch Larry Johnson werden erheblich zur Spielgestaltung beitragen. Somit hat Carson Palmer auch mehr Gelegenheit, günstige Paarungen zu finden und das Passspiel erfolgreicher zu gestalten. Bei den Chargers ist es fast nur das Laufspiel, was Gefahr ausstrahlt. Einzig in kurzen Distanzen kann das Laufspiel bislang positives vorweisen. Die Bengals sind wenn überhaupt gegen den Pass anfällig. Vom Laufspiel der Chargers ist wenig zu erwarten. Philip Rivers wird früh unter Druck geraten, was seine Aufgabe erschweren wird. Die guten Receiver werden ihm jedoch häufig aus der Klemme helfen.

Beide Teams können offensiv die Schwäche der Gegner ausnutzen, wobei die Bengals das zeitintensivere Laufspiel nutzen können und etwas besser mit die verbleibende Zeit managen werden. Die Abwehr der Chargers ist zudem insgesamt etwas schwächer als die der Bengals, weshalb ein knapper Sieg der Bengals im Rahmen des Möglichen liegt.

Bengals 24:21 Chargers

oaklanddenver

Oakland @ Denver

Oakland wird dieses Wochenende den dritten Quarterback ins Rennen werfen, denn JaMarcus Russel darf weiter von der Bank aus lernen, während Charlie Frye den verletzten Gradkowski ersetzt. Obwohl es augenblicklich außer Frage steht, dass Russell nicht der benötigte Leader für dieses Team ist, kann man bezweifeln, dass Frye plötzlich erfolgreich die Mannschaft anführen kann. Denver ist aggressiv gegen den Pass, teils solide gegen den Lauf und Champ Bailey wird Louis Murphy als neues Lieblingsziel abmelden. Das Laufspiel der Raiders ist, als Hauptwaffe, zu harmlos gewesen und wird gegen die Broncos nicht allzu viel Erfolg verbuchen können. Denver wird selbst ebenfalls nach einem erfolgreichen Laufspiel streben. Moreno und Buckhalten haben durchaus die Qualitäten die Raiders zu umgehen. Brandon Marshall dürfte über Strecken des Spiels in der Secondary der Raiders, welche verhältnismäßig gut spielt, abgemeldet sein. Die Broncos werden nur dann von regelmäßigen Pässen gebrauch machen, wenn das Laufspiel, entgegen den Erwartungen, zum Erliegen kommen sollte.

Die Abwehr der Broncos ist immer noch zu stark, sodass die Raiders, auch mit „neuem“ Quarterback, kaum eine Chance haben dürften. Denver hat zudem noch die Motivation der möglichen Playoff-Teilnahme im Hinterkopf und wird den Heimsieg klar machen.

Raiders 14:24 Broncos


Spiele am Sonntag um 4.15pm EST (22:15 Uhr CET)

greenbaypittsburgh

Green Bay @ Pittsburgh

Pittsbugh konnte Joshua Cribbs und das selbe Play auch nach mehrmaliger Vorführung nicht stoppen. Dies zeigt den aktuellen Zustand dieser Verteidigung. Mit Aaron Rodgers und Ryan Grant kommen nun ganz andere Spielgestalter ins Stadion und werden die angeschlagene Abwehr auf die Probe stellen. Obwohl Green Bay Probleme bekommen dürfte den Pass-Rush auf Dauer zu bremsen, sollten sich genügend Optionen für Rodgers bieten, den Ball zu verteilen. Die Secondary der Steelers ist ohne Polumalu nur ein Schatten ihrer selbst. Ryan Grant dürfte, trotz des Rufes der Steelers, einige gute Aktionen haben, denn auch die vorderste Front in Pittsburgh ist etwas aufgeweicht. Ob man zudem die nötige Motivation aufbringen kann, nachdem die Playoffs praktisch gestorben sind, ist fraglich. Die Packers dürften auch defensiv von einer wackelnden Offensive-Line der Steelers profitieren, denn Mendenhall kann kaum Lücken finden, um das Laufspiel zu entwickeln. Sobald diese Dimension des Angriffs eingeschränkt ist, dürfte es eine Formsache sein, regelmäßig in die Nähe von Big Ben zu gelangen und diesen etwas zu verunsichern.

Vor der Saison hätte man den Bericht vermutlich anders herum geschrieben, doch momentan spielen die Steelers auf beiden Seiten des Balles nicht gemäß ihren eigenen Ansprüchen. Die Packers kommen gut in Fahrt und haben durchaus die Möglichkeit, die Siegesserie hier fortzusetzten.

Packers 21:14 Steelers

tampabayseattle

Tampa @ Seattle

Seattle hatte so manche Woche wenig zu lachen, diese Saison, doch mit Tampa Bay steht diese Woche ein etwas angenehmerer Gegner auf dem Programm. Der junge Quarterback und überschaubare Mengen an guten Receivern, dürften der Secondary der Seahawks eine nötige Pause bereiten, beziehungsweise eine lösbare Aufgabe für diese darstellen. Die Offense der Bucs ist auch im Laufspiel nicht sonderlich erfolgreich, sodass die Seahawks defensiv etwas Selbstvertrauen tanken können, bevor z.B. Green Bay auf dem Programm steht. Die Bucs werden sich defensiv zunächst auf das Laufspiel der Seahawks einschießen, denn Jim Mora hat Justin Forsett, dem agileren Running-Back, mehr Ballkontakte zugesagt und es ist zu erwarten, dass das Trainergespann, welches bisher für das Laufspiel bekannt war, die Schwäche der Bucs gegen den Lauf zum eigenen Vorteil machen möchte. Dazu dürfte Matt Hasselbeck nun endlich, trotz poröser Offensive-Line, sein Receiver-Arsenal auch an einem Spieltag testen können.

Beide Teams sind in keinem sonderlich guten Zustand, doch Seattle hat, offensiv wie defensiv, etwas mehr zu bieten als die Gäste der Partie. Der Sieg wird die Saison der Seahawks zwar nicht retten, aber eine Niederlage könnte das Ego sehr stark ankratzen.

Bucs 10:24 Seahawks


Spiel am Sonntag um 8.20pm EST (Montag, 02:20 Uhr CET)

minnesotacarolina

Minnesota @ Carolina

Minnesota ist auf dem besten Weg in die Playoffs und Brett Favre scheint es seinen Kritikern noch einmal beweisen zu können. Carolina ist weiterhin besonders am Boden stark und kann nur wenige Akzente durch die Luft setzten. Dies wird gegen die Vikings eine besondere Herausforderung, da die Laufabwehr der Gäste sehr solide ist. Die Vikings werden sich auch voll und ganz auf die Williams-Wall verlassen und DeAngelo Williams sowie Jonathan Stewart keinen Raum zur Entfaltung geben. Beide komplett abzumelden dürfte wohl kaum gelingen, doch der Radius wird sehr eingeschränkt bleiben. Carolina wird also auf den Pass zurückgreifen müssen, was nicht unbedingt eine sichere Wahl ist. Zwar ist es schwierig Steve Smith abzuschirmen, doch der Druck auf den Quarterback und dessen mangelnde Genauigkeit werden das Passspiel zum Glücksspiel umfunktionieren. Die Offense der Vikings wird vermehrt Gebrauch von Adrian Peterson machen. Der Erfolg gelingt bisher auf beiden Wegen, doch ist es gut denkbar, dass Favre für spätere Termine geschont werden soll und somit nur sofern nötig ein aggressives Passspiel zu sehen sein wird.

Die Panthers werden defensiv sicher überfordert sein und müssen offensiv auf ein sehr gutes Spiel der eigenen Running-Backs hoffen. Das ein wenig Erfolg möglich ist, steht außer Frage, doch auf der ganzen Linie sind die Vikings aktuell eine Nummer zu groß, auch wenn es für die Panthers ein Heimspiel ist.

Vikings 28:17 Panthers


Spiel am Montag zm 8.30pm EST (Dienstag, 02:30 Uhr CET)

newyorkgiantswashington

New York Giants @ Washintgon

Ein Klassiker zum Abschluss der 15. Spielwoche, welcher zudem noch Bedeutung für den Verlauf der Saison haben könnte. Die Giants haben sich mit der Niederlage gegen die Eagles keinen Gefallen getan und müssen nun praktisch alles gewinnen, damit, bei Niederlagen der Konkurrenz, noch Playoffs machbar sind. Für Washington ist die Saison zwar gelaufen, doch es geht um Stolz und darum zu zeigen, dass man auf dem richtigen Weg ist. Der Manager-Wechsel und mögliche Trainer-Wechsel dürfte nämlich auch eine Umstrukturierung im Kader mit sich bringen, sofern nicht jeder Leistung bringt. Die Offense der Redskins ist dabei in letzter Zeit deutlich gewachsen. Jason Campbell kommt mit seinem neuen Tight End, Fred Davis, gut zurecht. Im Laufspiel hieß die Devise zuletzt „Bäumchen wechsel dich“ doch meistens mit akzeptablem Ergebnis. Gegen die schwache Secondary der Giants wird jedoch Campbell das Zepter in die Hand nehmen dürfen. Die Giants werden deshalb versuchen aggressiv zum Quarterback zu gelangen, eine Taktik, die ihnen dieses Jahr nicht immer leicht gefallen ist. Somit haben die Receiver weniger Zeit sich gegen die Secondary in Position zu bringen. Offensiv werden die Giants wohl zuerst am Laufspiel festhalten. Die Redskins spielen nämlich sehr gut gegen den Pass und um Fehler zu vermeiden, sollte man erst die Möglichkeit zur Play-Action erarbeiten.

Die Giants müssen gewinnen, was jedem Spieler bewusst ist. Dies wird vor allem die Abwehr beflügeln, wenn es darum geht die Redskins zu stoppen. Die eigene Offense kommt durchaus vorran und wird auch gegen Washington zu Punkten kommen. Kernpunkt ist natürlich ein gesundes Laufspiel, doch die Verteidigung gegen ein solches, ist nicht die Top-Qualität der Redskins. New York tut sein Möglichstes, um im Rennen zu bleiben.

Giants 24:17 Redskins

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Kolumnen - AFinsider.de Gameday

Marcus Blumberg

 
blumberg2Marcus Blumberg ist 26 Jahre alt und stellvertrender Chefredakteur bei AFinsider.de und für den Inhalt verantwortlich. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Football.
Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen ist der Fan der Patriots und Eagles mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt.