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NFL-Insider.de Gameday Week #16

 
Autor: Dominik Breuer Donnerstag, 24. Dezember 2009
 

gamedayNur noch zwei Spieltage in der Regular Season und die Playoff-Teilnehmer stehen fest. In der NFC ist das Bild schon recht klar strukturiert, denn während die genaue Platzverteilung noch nicht steht, gibt es lediglich einen Verfolger, die Giants, welcher sich noch in die Gruppe der besten sechs Teams drängen könnte. In der AFC ist das Tor zum Super Bowl noch etwas weiter offen. Nebst den momentan qualifizierten Teams, gibt es noch sechs Verfolger, welche in die Gruppe, vor allem die Wildcards, vorstoßen könnten. Deshalb sind die letzten beiden Wochen der Saison noch sehr spannend. Auch in Woche 16 stehen somit wichtige Partien auf dem Programm. Die Titans müssen gegen die bereits als Divisions-Sieger feststehenden Chargers bestehen, während New England sich gegen Jacksonville etwas Sicherheit verschaffen kann. Cincinnati muss die Chiefs besiegen, damit der Gruppensieg gesichert wird.

NFL-Insider.de blickt auch diese Woche kurz auf die anstehenden Spiele. Los gehts diesmal am Freitag, dem ersten Weihnachtstag.

Zunächst blicken wir, nach der Weihnachtspartie, auf die Spiele am Sonntag Nachmittag. Die Abendspiele folgen dann später.

Viel Spaß beim lesen und Frohe Weihnachten!

Spiel am Freitag um 7.30pm EST (Samstag, 01:30 Uhr CET)

sandiegotennessee

San Diego @ Tennessee

San Diego kann sich der Playoffs sicher nach Tennessee begeben, um dort den ersten Weihnachtstag zu verbringen. Zwar könnte sich unter umständen das genaue Ranking noch etwas verschieben, doch dieser Fall ist unwahrscheinlich. Die Titans hingegen müssen diese Woche gewinnen, um weiter im Rennen um die Wildcard zu bleiben, was nach einem unterirrdischen Saisonstart fast schon an ein Wunder grenzt. San Diego ist defensiv nicht die Macht die sie mal waren, konnte rezent jedoch einiges an Sicherheit gewinnen. Das Chris Johnson für die Titans dennoch einige Yards verbuchen wird, kann man daran festmachen, dass er auch gegen acht under neun Spieler in der Box bisher seine Leistung gebracht hat. Die Chargers werden auch als erste Priorität das Verteidigen gegen den Lauf haben. Allerdings ist die Secondary auch noch anfällig und Vince Young hat bewiesen, dass er gegen übersichtliche Manndeckung mit seinen Receivern harmoniert. Folglich müssen sich die Chargers darin verstehen, den Drahtseilakt zwischen Laufabwehr und solider Deckung in der Tiefe zu meistern. Während die Titans Philip Rivers unter Druck setzten wollen, dürfen sie nicht dazu übergehen zu viele Spiele in den Blitz zu involvieren, denn die Receiver der Chargers werden leichtes Spiel gegen die Secondary der Titans haben. Deshalb dürfte die Devise hier sein: Druck ja, doch gute und dichte Deckung ist wichtiger.

Die Entscheidung in diesem Spiel wird wohl um die Leistung von Chris Johnson herum fallen. Sofern dieser ordentlich ins Spiel findet, werden die Chargers wenig Gelegenheit haben, die eigene Offense auf Tempo zu bringen. Dazu muss man noch beachten, dass die Titans deutlich besser motiviert sein sollten, dieses Spiel zu gewinnen, vor allem am Feiertag auf nationaler Bühne. Kombiniert man all dies mti dem Heimvorteil, so ist ein kleines Weihnachtswunder für die Titans möglich.

Chargers 21:24 Titans

Spiele am Sonntag um 1.00pm EST (Sonntag, 19:00 Uhr CET)

buffaloatlanta

Buffalo @ Atlanta

Für beide Teams gibt es keine Hoffnung mehr auf die Playoffs, was besonders die Falcons recht hart treffen dürfte. Nach einem starken Auftakt wurde man von Verletzungen geplagt und kann nun die Saison nach 16 Spielen beenden und sich auf 2010 konzentrieren. In diesem Spiel dürfte die Laufabwehr der Bills von Turner oder Snelling überfordert werden, je nach Gesundheitszustand. Das die Secondary Plays machen kann, steht außer Frage, doch muss sich erst zeigen, wie oft die Falcons zum Pass gezwungen werden. Es bietet sich zwar an, zunächst gegen den Lauf zu spielen, doch die Erfolgshistorie der Bills in diesem Bereich lässt wenig Grund zur Hoffnung. Obwohl die Offense aus Buffalo vereinzelt Lichtblicke zeigt, ist fraglich, ob sie auf Dauer mit den Falcons mithalten kann, zumal die Gastgeber den Ball viel am Boden bewegen und somit Zeit verbrauchen werden. Es könnte hierbei leicht vorteilhaft sein, dass Atlanta auch reichlich Punkte zulässt und somit etwas Gelegenheit für Fitzpatrick, Jackson und Co. die Endzone zu finden. Fred Jackson wird eine wichtige Rolle spielen, da er das Laufspiel der Gäste in Gang bringen muss und wichtige Receptions über kurze Distanz verzeichnen sollte.

Die Bills werden defensiv nicht in der Lage sein, die Falcons dauerhaft zu stoppen und somit auf eine gute Leistung der Offense angewiesen sein. Da dies bislang nicht gerade eine zuverlässige Truppe war, dürfte der Sieg in Georgia bleiben.

Bills 14:24 Falcons

kansascitycincinnati

Kansas City @ Cincinnati

Jerome Harrison hat gegen Kansas City einen Tag der offenen Tür in Rekorde umgewandelt und vielleicht seine Karriere gestartet oder gar gerettet. Zuvor war dem jungen Running-Back nichts gelungen und man schenkte ihm wenig Vertrauen, doch mit der Leistung gegen die Chiefst, dürfte er sich etwas Wohlwollen erarbeitet haben. Die Relevanz für dieses Spiel? Cedric Benson und Ersatzmann Larry Johnson sind beide gestandene Läufer in dieser Liga und dürfte in der Lage sein, hinter einer besseren Offensive-Line, ähnliche Zahlen aufs Papier zu zaubern. Nimmt man in Betracht, dass die Bengals zudem über ein glaubwürdiges Passspiel verfügen, so erkennt man die Schwere der Aufgabe für die Gäste. Kansas hat zwar ebenfalls offensiv ein paar Momente erlebt und mit Chris Chambers einen zweiten guten Receiver im Kader, der Dwayne Bowe ergänzt und das Leben für Matt Cassel leichter macht, doch die Abwehrarbeit stellt die Offense oft vor unlösbare Aufgaben. So wird Jamaal Charles gegen die Bengals wohl kaum Erfolg haben und das folgende Passspiel ebenfalls nur bedingt effizient sein. Selbst wenn dort einige Spielzüge gelingen wird es nicht reichen, mit den Bengals mitzuhalten, da diese gegen die großzügige Abwehr der Chiefs zu oft die Endzone finden werden.

Cincinnati nutzt die Schwächen in der Defensive bei den Gästen und kann sich früh zurücklehnen. Kansas City wird gegen Ende des Spiels etwas mehr Erfolg haben, doch dies wird leider zu spät sein, um noch etwas zu bedeuten.

Chiefs 17:31 Bengals

oaklandcleveland

Oakland @ Cleveland

Oakland scheint mit jedem Quarterback offensiv besser bedient zu sein als mit JaMarcus Russel. Auch Charlie Frye konnte sein Team halbwegs ordentlich dirigieren. Brady Quinn wird für die Browns wohl nicht mehr auflaufen, diese Saison, sodass Derek Anderson vermutlich die Gelegenheit haben wird, ein paar Bälle zu verteilen. Beide Teams werden sich jedoch auf ihr Laufspiel stützen, da es am ehesten als Stärke bezeichnet werden kann und der Gegner diese Woche defensiv dagegen weniger einzubringen hat als gegen den Pass. Oakland lässt regelmäßig mehr als genug Yards am Boden zu und auch die Browns sind nicht gerade mit Fort Knox zu vergleichen, wenn es um die vordersten Abwehrreihen geht. Schlußendlich werden zwei Dinge den Sieger dieser Partie um den schlechteren Draftplatz küren: Zunächst ist die Frage welcher Running-Back das beste Spiel haben wird. Jerome Harrison dürfte erneut für die Browns ins Rennen gehen und etwas hinter den Zahlen der Vorwoche bleiben. Die Raiders haben verschiedene Optionen und werden vermutlich einen Mix aus Personal an den Start schicken. Der zweite Faktor ist das Passspiel. Hier geht es jedoch nicht um viele Yards und Touchdowns sondern vielmehr um das Vermeiden von Fehlern. Derek Anderson ist nicht gerade als vorsichtig bekannt und die Secondary der Raiders dürfte etwas aufmerksamer sein, als die der Browns. Somit ist der Vorteil in Sachen Passspiel eher bei Oakland zu sehen. Das Laufspiel dürfte vermutlich etwa gleichauf liegen.

In einem lauflastigen Spiel wird am Ende die Mannschaft mit der geringeren Fehlerquote als Sieger vom Platz gehen. Trotz aller Umstände spricht dies momentan eher für die Raiders.

Oakland 21:17 Browns

seattlegreenbay

Seattle @ Green Bay

Was voller Hoffnung und mit einem Sieg zu Null gegen die Rams begann, wurde letzte Woche mit einer überdeutlichen Niederlage gegen die Buccaneers zerstört. Seattle ist momentan in keiner Verfassung, um in der Division mitzumischen und ist vor allem von mangelnder Konstanz geplagt. Es fehlt an Qualität in der Offensive-Line, weshalb weder Pass- noch Laufspiel optimal funktionieren (Vergleiche: Chicago). Dazu ist man nicht sonderlich auf die Verfügbarkeit des ehemaligen Trainers, Mike Holmgren, eingegangen, der vielleicht in einer anderen Funktion erneut gute Dinge hätte tun können. Somit ist das Ziel der Saison lediglich, noch ein paar Spiel zu gewinnen und sich so viel wie möglich zu verbessern. Green Bay könnte mit einem Sieg in dieser Partie die Post-Season faktisch sichern und wird deshalb besonders motiviert in dieses Heimspiel gehen. Es steht außer Frage, dass Aaron Rodgers genug Zeit haben wird die schwache Secondary der Seahawks zu zerpflücken und Donald Driver, Greg Jennings sowie Jermichael Finley zu bedienen. Ryan Grant dürfte ebenfalls ein paar gute Aktionen haben, denn besonders zwischen den 20-Yard-Linien, erlauben die Seahawks hin und wieder große Raumgewinne. Seattle selbst wird versuchen um Matt Hasselbeck ein ordentliches Passspiel aufzubauen und dabei nicht zu oft in die Richtung von Charles Woodson zu werfen, der sich wohl um Houshmandzadeh kümmern wird. Justin Forsett und Julius Jones müssen am Boden erfolgreich sein, will man in diesem Spiel besser mithalten als gegen Tampa. Es ist zu erwarten, dass Coach Mora weiter am Laufspiel festhalten und arbeiten wird, da es nichts mehr zu gewinnen gibt.

Green Bay hat mit diesem Match-Up vermutlich eine vorteilhafte Situation für den Einzug in die Playoffs auf dem Programm. Die Secondary der Seahawks wird Aaron Rodgers kaum im Wege stehen, sodass Green Bay am Ende das Spiel gewinnen wird. Seattle kann zwar anfänglich mithalten, wird aber gegen Ende die Offense der Gastherren nicht stoppen können.

Seahawks 21:28 Packers


houstonmiami

Houston @ Miami

Die Texans konnten sich letzte Woche gegen die Rams nur mit Mühe durchsetzten. Gegen Miami muss eine Steigerung in der Effizienz in der Redzone sichtbar werden, denn sonst wird dies ein aussichtsloses unterfangen. Die Dolphins werden sich wieder mehr auf ihr vielseitiges Laufspiel konzentrieren und das unsichere Passspiel weiter minimieren. Die Texans sind durchaus anfällig wenn es um die Laufverteidigung geht und der Gameplan der Dolphins dürfte dies berücksichtigen. Allerdings wäre es nicht überraschend, wenn die Texans defensiv direkt voll gegen den Lauf spielen und somit Chad Henne dazu zwingen das Spiel zu machen. Zwar ist die Secondary der Texans nicht gerade Top in der Liga, aber Henne leistet sich regelmäßig Unsicherheiten, welche die Gäste benutzen könnten. Offensiv wird für die Texans mehr vom Gleichen auf dem Programm stehen. Das Laufspiel funktioniert nur sporadisch und wird gegen die Dolphins zweitrangig bleiben. Dafür wird Matt Schaub wieder effizient den Ball verteilen, wobei Andre Johnson die Verteidiger der Gastgeber binden wird und nebst einigen Receptions vor allem Raum für die Kollegen erarbeiten wird.

Die Passabwehr der Dolphins ist nicht überragend und dürfte es Matt Schaub erlauben sein Team zielstrebig über den Platz zu bewegen. Am Ende wird die Abwehr der Texans auch die ein oder andere Lücke offenbaren, doch die Ausbeute der Dolphins wird hinter der der Texans zurückbleiben. Houston darf somit weiter auf die Playoffs hoffen, bei Miami hingegen ist der Gedanke erstmal erloschen.

Texans 28:21 Dolphins


baltimorepittsburgh

Baltimore @ Pittsburgh

Pittsburgh hat es, nach einer schwachen Phase, noch geschafft sich im Rennen um die Playoff-Plätze zu platzieren. Interessant ist hierbei, dass die Ravens momentan den Wildcard-Platz inne halten und dieses Spiel somit den Weg der Steelers ebnen könnte, da man nur einen Sieg hinter den Ravens steht. Die Abwehr beider Mannschaften ist hinter den Erwartungen zurückgeblieben und lässt auf beiden Wegen mehr zu als man von ihnen erwartet hätte. Die Steelers verfügen momentan über das bessere Passspiel, denn Ben Roethlisberger vermag es den Ball äußerst effektiv zu verteilen. Joe Flacco, bei den Ravens, ist zwar auch recht solide, er hat allerdings nicht das bekannte Big-Play-Potential. Dafür reisen die Ravens mit dem mächtigeren Laufspiel an, denn Ray Rice und Willis McGahee sind aus dem Backfield sehr dominant. Rice bringt sich zudem noch ins Passspiel ein, was gefährliche Situationen beschert hat. Die Ravens werden, trotz der ordentlichen Laufabwehr der Steelers, den Ball früh an Rice überreichen der diesen entweder am Boden oder aber mittels kurzen Pässen von Flacco in Richtung Endzone bewegen wird. Flacco wird zudem das ein oder andere Mal tief erfolgreich sein, sich wohl aber auch ein paar Schnitzer leisten. Die Steelers wollen ihr Laufspiel ebenfalls etablieren, werden dabei aber etwas schwieriger in Fahrt kommen und somit früh zum Pass gezwungen sein. Big Ben wird hier zwar einiges erledigen können, doch die Ravens-Secondary wird auch ihn vermutlich mit problematischen Situationen konfrontieren.

Die Effizienz des Laufspiels dürfte Schlüssel zur Partie sein und die Ravens sind hier etwas besser ausgestattet. Zudem scheinen die Ravens momentan defensiv etwas besser gerüstet als die Steelers, welche durch den Verlust von Troy Polumalu völlig aus der Bahn zu sein scheint. Die Ravens werden sich in einem hart umkämpften Spiel ihre Position sichern.

Ravens 21:17 Steelers


carolinanewyorkgiants

Carolina @ New York Giants

Die Panthers haben um ihren aktuellen Quarterback, Matt Moore, noch einmal eine zweite Luft verspürt und zuletzt ein paar ordentliche Spiele gezeigt. Nun geht es zu den Giants, welche noch mit ihrer Hoffnung auf die Playoffs ins Spiel gehen. Für die Giants wird es dabei besonders wichtig sein, defensiv einen Schritt nach vorne zu machen. Nach diversen Verletzungen muss die Defensive-Line wieder solide stehen und sowohl das Laufspiel der Panthers als auch deren Passspiel bremsen. In erster Linie werden die Giants sich dabei auf das Laufspiel konzentrieren, welches noch immer der gefährlichste Faktor bei den Gästen ist. DeAngelo Williams oder Jonathan Stewart aufzuhalten ist nicht einfach, aber für eine motivierte und gesunde Gruppe der Giants kein unmögliches Unterfangen. Moore muss zudem den nötigen Druck verspüren, damit er nicht die Gelegenheit hat die schwächelnde Secondary der Giants für größere Raumgewinne auszunutzen. Das er mit Steve Smith harmoniert, ist inzwischen deutlich. Die Giants werden erneut auf Eli Manning schauen, der schon letzte Woche sehr gut gespielt hat und die G-Men somit im Rennen gehalten hat. Obwohl den Panthers defensiv gegen den Pass einiges gelingt, muss man sagen, dass die Spielweise teils opportunistisch ist und somit Angriffsfläche bietet. Der „andere“ Steve Smith wird ebenfalls eine bedeutende Rolle spielen. Was man nicht vergessen darf ist, dass die Kollegen Brandon Jacobs und Ahman Bradshaw sich ebenfalls einbringen müssen. Gegen Carolina sollte es wieder ein harter Arbeitstag mit einigen Lichtblicken sein. Der ein oder andere Lauf wird Manning dabei helfen sein Spiel zu machen und somit die Situation der Giants bessern.

Die Panthers sind momentan wohl etwas stärker einzuschätzen als die Bilanz vermuten lässt. Es wird jedoch nicht dazu reichen Jacobs und Manning zu stoppen. Carolina wird einige Punkte erzielen, da die Abwehr der Giants nur langsam heilt und wächst, aber wenn es darauf ankommt, werden die Giants die wichtigen Plays machen, um eventuell in die Post-Season zu rutschen.

Panthers 17:28 Giants


jacksonvillenewengland

Jacksonville @ New England

Die Patriots laufen noch Gefahr aus den Playoffs zu rutschen, da beide Verfolger im Wildcard-Rennen sind. Die Jaguars sind momentan erster Verfolger wenn es um die Wildcard-Plätze geht und somit wird diese Partie für die Wochen im Januar sehr wichtig sein. Die Jaguars sind in den vergangenen Wochen im Passspiel besser geworden und weniger auf Maurice Jones-Drew angewiesen gewesen, obwohl dieser natürlich weiter sein Pensum absolviert hat. Die Patriots tun sich dagegen im Passspiel etwas schwerer, haben jedoch das Laufspiel für sich entdeckt, was in den letzten Jahren eher untypisch war. Fakt ist, dass die Patrios recht ordentlich Verteidigen können und nur selten viele Punkte zulassen. Bei den Jaguars sieht dies anders aus. Fähige Offenses haben an ihnen Gefallen gefunden und die 30-Punkte-Grenze war durchaus schaffbar. Tom Brady wird versuchen es Peyton Manning gleich zu tun und das Passspiel im großen Stil aufzuziehen. Laurence Maroney wird zudem aus kurzen Distanzen für die nötigen First-Downs sorgen, sodass man auch etwas Zeit verwalten kann. Bei Heimspielen der Patriots im Dezember darf man auch das Wetter nicht vergessen. Allerdings hat sich für diese Woche kein tiefer Frost oder schwerer Schneefall angesagt. Jacksonville wird versuchen mit MJD selbst die Führung zu übernehmen und die Spielzeit mit langen Drives zu beherrschen. Die Patriots werden sich deshalb gegen den Lauf aufstellen und Garrard unter Zugzwang setzen.

Beide Teams werden vermutlich vom Passspiel abhängen, wenn es um den Großteil des Raumgewinns geht. Die Jaguars haben dazu das stärkere Laufspiel, aber auch die Patriots konnten sich hier steigern. Schlussendlich wird die Defensive den Ausschlag geben und hier haben die Patriots momentan die Nase vorn. Den Jaguars werden die Lücken in der eigenen Abwehr erneut zum Verhängnis, sodass die eigene Offense wieder vom Gegner übertrumpft werden dürfte.

Jaguars 28:31 Patriots


tampabayneworleans

Tampa Bay @ New Orleans

Die Saints sind entzaubert, könnte man sagen, doch eine Niederlage in einer Saison ist noch lange keine Schande. Interessanter war es schon, dass Brees so gar nicht richtig ins Spiel kommen wollte und auch das Laufspiel stagnierte. Überraschend war auch, das Tampa Bay ein Spiel gewinnen konnte, wenngleich es nur gegen die Seahawks war. Man konnte vor einer feindlichen Kulisse das Spiel übernehmen und vermochte es Punkte zu erzielen und defensiv einige Fehler des Gegners zu erzwingen. Auch der Superdome wird eine ähnliche Umgebung schaffen, wobei Drew Brees etwas seltener zu Fehlern neigt als Matt Hasselbeck. Zudem verfügt man in New Orleans über eine Offensive-Line. Die Bucs werden früh versuchen ihr Laufspiel in Gang zu setzten, bevor der junge Josh Freeman sich ins Spiel einbringt. Defensiv wird der Fokus auf der Deckung verschiedener Receiver liegen sowie moderatem Druck auf Drew Brees. Die Bucs wollen vermeiden, durch eine zu aggressive Spielweise früh zu viel Raum aufzugeben und sich somit das eigene Grab zu schaufeln. Die Saints werden sich durch die Niederlage nicht aus der Ruhe bringen lassen und an den Fehlern arbeiten. Drew Brees wird weiterhin oft und erfolgreich werfen. Allerdings dürfte Pierre Thomas oder Mike Bell wohl etwas mehr Arbeit bekommen und am Boden nennenswerten Schaden anrichten. Tampa ist gegen den Lauf sehr schwach und wird die Running-Backs nicht dauerhaft entschärfen können.

Die Saints werden nebst dem üblichen Passspiel verstärkt am Boden agieren, um das Spiel schnell und sicher beenden zu können. Die Abwehr der Bucs wird wohl wieder in den alten Trott verfallen und die Gastgeber nicht oft stoppen können. Die Saints hingegen werden mehr Erfolg in der Defensive verzeichnen als letzte Woche und somit einen weiteren Sieg einfahren.

Bucs 14:24 Saints


Spiele am Sonntag um 4.05pm EST (Sonntag, 22:05 Uhr CET)

stlouisramsarizona

St. Louis @ Arizona

Die Rams sind letzte Woche gegen die Texans lange im Spiel geblieben, was jedoch an der mangelnden Effizienz der Texans gelegen haben dürfte und von der Tatsache gestützt war, dass die Texans ebenfalls wenig dominant im Laufspiel sind. Die Cardinals haben den Sieg in der Division zwar sicher, würden sich aber, sofern möglich, sicher gerne in der Rangliste verbessern. St. Louis wird versuchen offensiv wie defensiv an die Leistung der Vorwoche anzuknüpfen und wie üblich Steven Jackson damit betrauen den Ball zu bewegen. Die Cardinals werden dies selbstverständlich erwarten und das nötige Personal auf den Platz bringen. Somit dürften die Rams zum Passspiel gezwungen werden, wo die Cardinals etwas talentierter in der Secondary aufgestellt sind als die Texans. Jedenfalls dürften die Gastgeber diese Woche etwas weniger zulassen als die Rams es letzte Woche erfahren haben. Die Offense der Cardinals ist ähnlich gestrickt wie die der Texans. Man wird viel von Kurt Warner und verschiedenen Receivern sehen. Allerdings gib es hier mehrere Receiver die dem Kaliber von Andre Johnson nahe kommen. Zudem ist Arizona im Abschluss etwas sicherer, sodass Drives nicht so oft mit drei Punkten oder gar ohne Punkte enden werden. Mit Beanie Wells und Tim Hightower sind die Cardinals auch im Laufspiel etwas besser ausgestattet, was die Rams mit zusätzlichen Problemen konfrontieren dürfte, denn die Laufabwehr aus St. Louis ist nicht besonders stark.

Obwohl den Cardinals das ein oder andere Fumble unterlaufen dürfte, ist zu erwarten, dass Arizona dieses Spiel mit einer dominanten Offense und soliden Abwehr nach Hause schaukelt. Die Rams werden anfänglich im Spiel bleiben können, doch etwa zur Halbzeit dürften die Cardinals enteilen.

Rams 17:28 Cardinals


detroitsanfrancisco

Detroit @ San Francisco

Alex Smith kommt immer besser in Form und entwickelt ein gutes Arbeitsverhältnis zu diversen Receivern. Nach Michael Crabtree und Vernon Davis ist nun auch Josh Morgan in die Gunst des Quarterbacks gefallen, sodass man inzwischen von einigen Möglichkeiten im Passspiel sprechen kann. Frank Gore, der weiterhin ein recht starkes Laufspiel prägt, ist dadurch etwas in den Hintergrund gerückt und die Gegner müssen etwas vielseitiger planen, wenn es gilt die 49ers zu verteidigen. Detroit wird erneut mit Ersatzleuten auf der Quaterback- und Running-Back-Positon antreten. Zwar haben beide ihre Momente gehabt, aber weder Daunte Culpepper noch Maurice Morris werden gegen die 49ers ersthaft Gefahr ausstrahlen können. Das Laufspiel der Lions ist ohnehin schwach und gepaart mit der guten Abwehr in diesem Bereich bei den 49ers und der Personalsituation, wird man am Boden wohl wenige Yards erreichen können. Calvin Johnson wird sicherlich seinem Quarterback zu ein paar Yards verhelfen, doch auf Dauer kann selbst eine durschnittliche Secondary wie die der 49ers nicht in Gefahr gebracht werden. San Francisco wird Frank Gore und vielleicht sogarg Glen Coffee den Ball recht häufig reichen. Die Lions sind schwach gegen den Lauf und somit lässt sich das Spiel, aus Sicht der Gastgeber, besser verwalten. Falls nötig wird Smith auch durch die Luft seine Mitspieler finden.

Eine von Verletzungen dezimierte Mannschaft aus Detroit wird auch wegen der schwachen Abwehr bei den 49ers nicht bestehen können, da diese offensiv einfach produktiver sein werden und das Spiel recht früh übernehmen werden. Ordentliche Abwehrarbeit wird danach das Ergebnis sichern.

Lions 14:24 49ers


Spiele am Sonntag um 4.15pm EST (Sonntag, 22:15 Uhr CET)

denverphiladelphia

Denver @ Philadelphia

Die Division der Eagles ist noch weit offen, weshalb ein Sieg fast schon nötig ist, um Sicherheit zu Erlangen. Denver kann zwar die eigene Division nicht mehr gewinnen, muss aber um den Platz in den Playoffs fürchten, da es ein recht umfangreiches Verfolgerfeld gibt, welches auf den Fersen folgt. Philadelphia ist augenblicklich eines der Teams der Stunde. Die Offense funktioniert wie ein Uhrwerk. Donovan McNabb findet diverse Receiver, wobei DeSean Jackson sicherlich der Leistgungsträger ist. Doch auch ein Jeremy Maclin vermag sich einzubringen und LeSean McCoy hat das Laufspiel ebenfalls zu einem Faktor gemacht, während Brian Westbrook fehlte. Letzterer dürfte vielleicht wieder im Kader sein und somit etwas Tiefe zum Spiel der Eagles hinzufügen. Defensiv stehen die Eagles auch besser als am Anfang der Saison und die Rückkehr von Brian Dawkins wird sicher ihre Früchte tragen. Gegen Denver wird McNabb ebenfalls viel werfen und dabei Champ Bailey vermeiden wollen. Es ist gut möglich, dass Jackson mehrfach gedeckt wird und somit die anderen Receiver an Bedeutung gewinnen. Die Abwehr der Eagles wird sich auf das Laufspiel der Broncos konzentrieren. Denver wird nämlich früh versuchen am Boden eine Kraft zu etablieren, damit man Kyle Orton mit Zeit versehen kann, Brandon Marshall und andere Receiver etwas tiefer anzusteuern.

Obwohl Denver eine ordentliche Abwehr und eine solide Offense mit ins Spiel bringen wird, ist es schwer vorstellbar, dass die Eagles in ihrer momentanen Form zu bezwingen sind. Die Offense wird die wenigen Lücken bei den Broncos finden und nebst dem effizienten Passspiel einige Gefahr aus dem Backfield ausstrahlen. Zwar werden die Running-Backs der Broncos durchaus Erfolge verbuchen, die Effizienz der Spieler um McNabb wird allerdings auch mit wenig Zeit Punkte erzielen und somit am Ende ein paar Zähler mehr erwirtschaften. Auch die Abwehr der Eagles darf nicht unterschätzt werden und wird Kyle Orton zu ein paar schlechten Entscheidungen zwingen.

Broncos 21:24 Eagles


newyorkjetsindianapolis

New York Jets @ Indianapolis

Und wieder einmal stellt sich bei den Colts die Frage, wie sehr sie ungeschlagen bleiben wollen. Sofern dies nicht das oberste Ziel ist, werden Peyton Manning, Reggie Wayne, Dallas Clark und Joseph Addai nur begrenzte Spielzeit erfahren. Gegen die beste Passabwehr der Liga, die Jets, ist dies natürlich ein wichtiger Faktor. Davon ausgehend, dass die Colts erst in Woche 17 ihre Starter wirklich schonen, ist zu erwarten, dass Peyton Manning mit der Secondary der Jets auf Tuchfühlung gehen wird. Vom Laufspiel der Colts ist dabei wenig Entlastung zu erwarten, da es einerseits recht schwach ist und die Jets, auf der anderen Seite, auch gegen den Lauf eine solide Front bilden. Manning hat sich inzwischen gegen diverse Defenses bewiesen und wird, da ihm ein Arsenal an Receivern zur Verfügung steht, auch diese Woche Mittel und Wege finden, den Ball zur Endzone zu bringen. Es wird für die Jets sehr schwer sein, Reggie Wayne, Austin Collie, Pierre Garcon und Dallas Clark abzuschirmen. Deshalb werden die Jets auch aggressiv den Quarterback rushen, damit dieser wenig Zeit hat sich zu orientieren und anfälliger für Fehler wird. Die Colts erwartet defensiv ein starkes Laufspiel um Thomas Jones. Die Jets werden zunächst versuchen die Zeit mit Ballbesitzt hoch zu halten, sodass Manning wenig Zeit bleibt zu punkten. Außerdem ist das Laufspiel die eigene Stärke und man möchte vermeiden, dass Mark Sanchez durch den effektiven Passrush der Colts zu viele Fehler macht. Später im Spiel wird Sanchez zur Tat schreiten müssen und kann vielleicht von der mangelnden Erfahrung in der Secondary der Colts profitieren.

Die Abwehr der Jets wird Manning etwas abbremsen können, aber offensiv dürfte es nicht dazu reichen, mit den Colts mitzuhalten. Man wird zwar in Sachen Ballbesitzt vorne liegen, doch sofern Manning und Co den Großteil des Spiels bestreiten, werden die Colts am Ende erneut die höhere Punktzahl unter ihrem Namen finden.

Jets 21:24 Colts

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Kolumnen - AFinsider.de Gameday

Marcus Blumberg

 
blumberg2Marcus Blumberg ist 26 Jahre alt und stellvertrender Chefredakteur bei AFinsider.de und für den Inhalt verantwortlich. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Football.
Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen ist der Fan der Patriots und Eagles mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt.