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Leserkommentare
Divisional Playoff Special
Die erste Woche der Playoffs ist gespielt und man darf wohl sagen, dass ein interessantes Wochenende hinter uns liegt. Erstaunlich war zunächst, dass die ersten drei Spiele sehr deutlich, teils an die Underdogs, ausgegangen sind. Das abschließende Spiel zwischen den Packers und Cardinals brachte dann jedoch die nötige Spannung und blieb bis in die Overtime offen. Reichlich Punkte, ein paar Entscheidungen über die noch in der Woche diskutiert wurde und einige gute Plays bereiteten den Zuschauern reichlich Freude. Diese Woche steigen nun die vermeintlichen Favoriten auf für den Super Bowl ins Geschehen ein. Nach einer Woche Pause und teils längerer Ruhezeit für Stammspieler werden die Vikings, Colts, Saints und Chargers vor heimischem Publikum ihre Post-Season beginnen. Unsere Umfrage deutet es schon an, die große Frage wird sein, welcher der Favoriten seiner Rolle nicht gerecht werden kann. Die Saints waren am Ende der Saison eher schwach, die Cardinals, Ravens und Cowboys scheinen auf Hochtouren zu laufen und die Jets konnten sich bisher auf ihr Laufspiel und die Abwehr verlassen. Ohne Frage also ein weiteres interessantes Wochenende.
Wir blicken wie gewohnt auf die Spiele am Wochenende und zeigen ein paar der entscheidenden Unterschiede und Trends auf und scheuen uns nicht davor den vermeintlichen Sieger zu bestimmen.
Arizona Cardinals @ New Orleans Saints
Samstag 4:30pm EST (22.30 Uhr CET)
Die Cardinals waren defensive nicht sonderlich überzeugend in ihrem Sieg gegen die Packers. Bei einer guten Offense, wie sie Kurt Warner dirigiert, ist dies natürlich nicht unbedingt nötig, doch sicherlich hilfreich. Gegen die Saints sollten die Cardinals etwas besser gewappnet sein, denn, ohne den Packers Unrecht tun zu wollen, die Truppe um Drew Brees hatte diese Saison eine der besten Offenes der Liga und besonders das Passspiel ist sehr gefürchtet. Allerdings ist Brees auch nicht mit sonderlich viel Playoff-Erfahrung gesegnet, was auch für einige Mitspieler gilt, sodass noch lange nicht jeder Pass und jede Bewegung vom Druck und der Atmosphäre verschont bleiben wird. Es steht außer Frage, dass beide Teams hauptsächlich auf ihr Passspiel vertrauen werden. Beide Teams verfügen über hervorragende Quarterbacks und viele verschiedene und fähige Receiver. Zudem haben beide Teams dieses Jahr das Laufspiel für sich entdeckt. Die Saints schienen am Anfang etwas effizienter am Boden zu sein, doch die Entwicklung von Beanie Wells bedeutet Positives für die Cardinals. Defensiv machen die Saints schon in der gesamten Saisons viele gute Plays und man war gerade am Anfang der Saison dafür bekannt, immer dann groß aufzuspielen, wenn die Offense nicht richtig ins Spiel kommen wollte. Die letzten Wochen zeigten dies nicht mehr so deutlich, doch der Hintergedanke der sicheren Qualifikation spielte hier sicherlich eine Rolle. Die Cardinals sind statistisch stark gegen den Lauf, doch lassen gegen gute Running-Backs auch gerne mal etwas mehr zu. Pierre Thomas und Mike Bell, vielleicht sogar Reggie Bush werden hier für Stimmung sorgen. Der Passrush wird für beide Teams eine große Rolle spielen und beide Teams haben das Personal, um den gegnerischen Quarterback zu schnellen Entscheidungen zu zwingen.
Unterm Strich stehen sich zwei sehr ähnliche Teams gegenüber. Die Saints haben sicherlich den Vorteil vor einer lauten Kulisse im eigenen Stadion spielen zu dürfen, doch dies alleine ist wohl keine Rettung, gingen doch die letzten Spiele im Superdome verloren. Drew Brees und Kurt Warner werden beide auf höchstem Niveau agieren müssen, um ihre Teams zum Erfolg zu führen. Die Abwehr der Saints war bisher sehr solide und auch die Cardinals können besser verteidigen als letzte Woche gezeigt. Folglich ist ein ähnlich hohes Ergebnis wohl unwahrscheinlich. Da beide Offenses durchaus produzieren werden, werden die besseren Plays in der Defense mit dem Sieg belohnt. Es wird erneut knapp werden, aber die Saints nutzen den Heimvorteil und bedanken sich zudem bei einer konzentrierten Secondary.
Cardinals 24:31 Saints
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Baltimore Ravens @ Indianapolis Colts
Samstag 8:15pm EST (Sonntag 02:15 Uhr CET)
Die Ravens haben die Pass-Offense der Patriots bereits im ersten Viertel zerlegt und werden nun versuchen den Colts einen ähnlichen Auftakt zu bescheren. Allerdings spielt man nun in einem überdachten Stadion, was die Situation für den Quarterback des Gegners, kein geringerer als Peyton Manning, erleichtern wird. Die Ravens werden früh mit einem aggressiven Passrush aufwarten und auch in der Deckung erneut solide stehen. Schon gegen die Patriots konnten diese Mannschaftsteile überzeugen. Die Colts haben jedoch gezeigt in Notfällen den Ball auch am Boden bewegen zu wollen. Hier müssen die Ravens achtsam sein, um nicht überrascht zu werden und große Plays zuzulassen. Die Colts haben über die Saison hinweg besser gegen den Lauf gespielt, als in den Jahren zuvor, was besonders gegen Ray Rice und Willis McGahee eine wichtige Erkenntnis sein dürfte. Das Laufspiel der Ravens war gegen die Patriots nicht zu stoppen und auch diese Woche wird es das Herzstück der Offense für die Gäste sein. Während wohl kein Zweifel bestehen dürfte, dass das Laufspiel mit einigem Erfolg etabliert werden wird, ist es umso wichtiger, dass die Ravens auch das Passspiel einbringen können. Der Passrush der Colts ist sehr gefürchtet und Joe Flacco braucht gute Protection und muss schnell gute Entscheidungen treffen, um nicht selbst in Probleme zu geraten. Kurze Pässe, wie von den Ravens bekannt, werden hier zunächst helfen, doch später im Spiel wird Flacco wohl auch den ein oder anderen tiefen Versuch starten, zumal die Konditionen in der Halle recht gut sein sollten. Die Colts Secondary spielt, trotz mangelnder Erfahrung, sehr gut, wobei der hohe Druck auf gegnerische Quarterbacks ihnen die Arbeit erleichtert. Man kann dennoch nicht leugnen, dass die Colts manchmal unter Aussetzern in eben jener Passcoverage leiden. Die Receiver der Ravens müssen achtsam sein und die wenigen Chancen nutzen, damit die Colts sich nicht komplett auf das Laufspiel einstellen können. Was die offensiven Bemühungen der Colts angeht, so gibt es recht wenig zu sagen. Peyton Manning wird in gewohnter Manier versuchen die gegnerische Abwehr zu überlisten. Nebst Reggie Wayne wird vor allem Dallas Clark eine große Rolle spielen. Dieser schafft es, trotz der besten Deckung, immer für wichtige Plays frei anspielbar zu sein. Danben kann Manning natürlich auf die junge Garde (Pierre Garcon, Austin Collie...) zählen. Das Donald Brown wieder fit ist, wird im Laufspiel und auch im Passspiel etwas helfen. Er ergänzt Joseph Addai sehr gut und wird dazu beitragen, das die Colts frische Beine im Backfield haben, was zu diesem Zeitpunkt in der Saison nicht üblich ist.
Beide Teams spielen mit unterschiedlichen Philosophien, denn die Colts sind primär am Passspiel interessiert, während die Ravens auch ohne einen Pass von Flacco auszukommen scheinen (letzte Woche: vier erfolgreiche Versuche). Das Spiel in der Saison ging zwischen beiden Teams sehr knapp aus und kam zu einem Zeitpunkt als die Colts noch gewinnen wollten oder mussten. Die Colts werden das Laufspiel der Ravens erneut nicht stoppen können und selbst, ähnlich wie Tom Brady, Probleme im Passspiel erfahren. Die Ravens haben zudem eine Sieger-Mentalität gezeigt, was man bei den Colts bisher nicht so oft erfahren konnte. Wie schon in der Einleitung angesprochen erwarten die meisten Fans, Experten und Zuschauer, dass einer der Favoriten stolpert. Warum sollten dies nicht die Colts sein? Zwar haben sie Peyton Manning, doch auch sehr lange kein echtes Spiel mehr mit ihren Startern bestritten. Die Ravens sind heiß auf den Sieg und defensiv sehr gut positioniert. Mit dem Laufspiel werden sie Manning wenig Zeit lassen und versuchen vom nötigen Tempo zu profitieren. Es wäre sicherlich eine große Überraschung, doch die Ravens können den Sieg schaffen.
Ravens 28:24 Colts
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Dallas Cowboys @ Minnesota Vikings
Sonntag 1:00pm EST (19:00 Uhr CET)
Dallas hat am Wochenende Kleinholz aus den Eagles gemacht und demonstriert, dass die eigene Abwehr zuverlässig steht. Die Offense konnte ebenfalls überzeugen, sodass Dallas endlich wieder ein Sieg in den Playoffs gelang. Das auch die Vikings zu schlagen sind, haben verschiedene Teams in der Saison bewiesen und es bleibt die Frage wie fit Brett Favre nach einer solch langen Saison ist. Der Fokus der Cowboys wird jedoch zunächst auf Adrian Peterson liegen. Es ist oberstes Gebot das Laufspiel früh abzubremsen und die Vikings zu alternativen Taktiken zu zwingen. Das man es in Dallas beherrscht ein Laufspiel zu stoppen wurde ebenfalls in der Saison gezeigt, doch ein ausgeruhter Adrian Peterson ist doch etwas besonderes. Die Vikings werden entsprechend versuchen mit AP früh das Laufspiel zu etablieren, sodass Brett Favre mittels Play-Action das Passspiel sicher und effizient einbringen kann. Die Cowboys werden nämlich recht zeitgig etwas mehr Druck an der Line-of-Scrimmage schaffen müssen, damit Peterson so wenig Yards wie möglich gelingen. Dies bringt bekanntlich mehr Platz in der Tiefe mit sich und Favre sollte akkurat genug werfen können, um einen Sidney Rice oder Percy Harvin zu finden. Bei den Cowboys ist noch nicht ganz sicher, ob Marion Barber spielen kann oder nicht. Er wird ein wichtiger Faktor sein, um die Williams-Wall zu durchbrechen. Felix Jones hat zwar das bessere Tempo, doch den brutalen Laufstil von Barber möchte man gegen eine starke Laufabwehr nicht missen. Er wird vor allem die kurzen und wichtigen Yards erlaufen können. Gegen den Lauf werden die Vikings allerdings früh erfolgreich spielen und Romo zum Pass zwingen. Romo spielt in letzter Zeit recht sicher und findet nebst Miles Austin auch häufiger Patrick Crayton, der diese Saison tatsächlich Bälle fängt, oder den oft getadelten Roy Williams. Jason Witten ist auch noch ein wichtiger Faktor im Spiel der Cowboys. Die Vikings haben sich bisweilen schwer getan mehrere Receiver über die Dauer eines gesamten Spieles abzudecken, sodass Romo sicherlich Gelegenheit bekommen wird Yards zu sammeln und den Ball über das Feld zu bewegen. Interessant wird es dann in der Redzone, denn die Vikings stehen dort sehr gut aufgestellt. Um das Spiel am Ende zu gewinnen, sind die Yards und Touchdowns aus der Redzone besonders wichtig, da eine Reihe von Field Goals keine Sicherheit bringt. In diesem Spiel werden übrigens auch die Special-Teams eine Rolle spielen. Zwar werden nicht unbedingt Punkte aus Returns fallen, doch Field-Position wird ein entscheidender Faktor sein. Felix Jones und Percy Harvin sind beide junge Spieler mit großem Talent und beide haben als Return-Träger schon für Furore gesorgt. Warum sollte es diese Woche anders sein...
Auch dieses Spiel sollte recht knapp verlaufen. Die Konditionen werden, da in einer Halle gespielt wird, für beide Quarterbacks sehr gut sein. Entscheidend wird sein, wer das bessere Laufspiel aufziehen kann und sich in der Deckung weniger Fehler erlaubt. Insgesamt dürfte sich dies etwas die Waage halten, wobei die Vikings das konstantere Team der Saison waren, die Cowboys aber gegen Ende den heißeren Lauf gezeigt haben. Bekanntlich ist Momentum und Trend ein nicht unwesentliches Element in Playoff-Spielen, sodass die Cowboys auch hier stark auftreten werden. Ein dominanter Sieg wie gegen die Eagles steht aber außer Frage. Bei den Vikings ist es etwas ungewiss wie wach sie aus der kurzen Pause kommen, doch man darf erwarten, dass sie eine gute Leistung zeigen werden. Das Spiel wird einen knappen Verlauf nehmen und am Ende wird es nicht viel mehr als der Heimvorteil und der ein oder andere unnötige Penalty der Cowboys sein, der den Sieg der Vikings bedeutet.
Cowboys 21:24 Vikings
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New York Jets @ San Diego Chargers
Sonntag 4:40pm EST (22:40 Uhr CET)
In Woche 11 oder 12 hätte niemand damit gerechnet, dass die Jets überhaupt noch eine Rolle in den Playoffs spielen würden, ein Sieg in der ersten Runde war somit komplett ausgeschlossen. Doch die Jets haben sich in den letzten Wochen durchgekämpft und somit eine Teilnahme an der Post-Season gesichert. Die Bengals wurden folglich mittels guter Abwehrarbeit und einem starken Laufspiel ausgeschaltet. Das große Fragezeichen um Mark Sanchez ist auch etwas verblasst, da dieser kaum Fehler gemacht hat und sogar einige sehr gute und wichtige Plays perfekt ausspielen konnte. Eines der Mankos bei den Jets war vielleicht die Effizienz auf verschiedenen Downs oder aber Penalties, die man nun vermeiden sollte. Die Chargers haben einen verkorksten Start in die Saison komplett gedreht und sind als eines der Teams der Stunde in die Playoffs eingezogen. Die Abwehr besserte sich stetig und wird nun mit der Aufgabe konfrontiert sein, Thomas Jones und Shonn Greene zu stoppen. Um die Jets zu bezwingen ist es dringend notwendig das Laufspiel zu bremsen. Man wird es wohl kaum ausschalten können, doch verlangsamt man den Fortgang genug und kann den Raumgewinn einschränken, so werden die Jets gezwungen sein, Mark Sanchez mehr einzubringen. Das dieser unter Druck zu Fehlern neigt, ist für einen Rookie zwar normal, kann sich aber im Vorteil der Chargers entwickeln. Allerdings sind sie nicht gerade dafür bekannt den meisten Druck auf gegnerische Quarterbacks aufzubauen, was wiederum etwas mehr Luft für den jungen Spielgestalter bedeutet. Die Jets sollten in der Lage sein LaDanian Tomlinson und Darren Sproles im Auge zu behalten und sich mehr auf Philip Rivers und seine Kollegen konzentrieren. Antonio Gates und Vincent Jackson werden bestimmt besonders bewacht. Darrelle Revis wird sich dabei wohl um letzteren kümmern, nachdem er bereits Chad Ochocinco erfolgreich aus dem Spiel nehmen konnte. Doch auch Revis sollte sich etwas steigern, denn er wurde noch zu oft für „Illegal Contact“ oder ähnliche Vergehen bestraft, was bei der offensiven Qulität der Chargers schnell zu Punkten führen kann. Man darf davon ausgehen, dass Rivers besser in Form sein wird als Carson Palmer, der kaum an sein eigenes Potential heran kam.
Die Offense der Chargers wird den Jets etwas mehr Abverlangen als die eher eindimensionalen Bengals der letzten Woche. Zwar wird das Laufspiel nicht gar so stark sein, doch in der Redzone ist LT weiterhin ein Faktor. Das Passspiel wird jedoch um Längen besser sein als das, was die Bengals präsentierten. Die Jets müssen das System von Rex Ryan perfekt umsetzten und mit vielen verschiedenen Formationen Unsicherheit bei den Chargers schaffen und Druck auf Rivers bringen. Die Deckung ist meist zuverlässig, sofern der Quaterback nicht zu viel Zeit bekommt. Der Streit zwischen der Defensive-Line der Jets und dem Pandon der Chargers wird mit das Spiel bestimmen. Obwohl die Jets in der Lage sein werden, die Offense der Chargers zu bremsen, wird Rivers sein Team zu Punkten führen. Da die Chargers sich auf das starke Laufspiel der Jets einstellen werden, muss Mark Sanchez die Plays machen. Dies wird zu einem Fehler zu viel führen, welchen die Chargers in ihrem Vorteil nutzen können.
Jets 21:28 Chargers
Marcus Blumberg
Marcus Blumberg ist 26 Jahre alt und stellvertrender Chefredakteur bei AFinsider.de und für den Inhalt verantwortlich. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Football.Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen ist der Fan der Patriots und Eagles mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt.


Dadurch haben die Pats zeit verloren. Und wenn ich mich recht erinnere hat Brady danach eine. Sac...
[07.02.12-00:02]Websl
@Websl Fängt Welker den Ball, gewinnen die Patriots zu 90%. Was war an dem Drop von Hernande ...
[06.02.12-22:02]Nils
50% gehen auf Brady, da der Pass schlecht geworfen war und 50% an Welker, da er den Ball normaler...
[06.02.12-21:02]Websl
nobody is perfect! Schuld hin oder her. die giants kann man mittlerweile schon als angstgegner de...
[06.02.12-20:02]Seau55
Ehrenhaft von Welker, allerdings würde ich Brady bei dem Spielzug genauso viel Schuld zuweisen. D...
[06.02.12-19:02]Nils