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Leserkommentare
Super Bowl XLIV Special
Es ist endlich soweit, Super Bowl XLIV steht vor der Tür und die meisten Football-Fans freuen sich auf ein unterhaltsames Spiel am Sonntag Abend. Mit Drew Brees und Peyton Manning stehen sich zwei Top-Quarterbacks gegenüber, welche zahlreiche fähige Receiver zur Verfügung haben werden. Auch die defensiven Teile der Mannschaften sind oft über sich hinausgewachsen. Allerdings darf man davon ausgehen, dass dies kein Arbeitssieg wird, sondern ein Ereignis mit reichlich Punkten. Ein letztes Mal diese Saison wird AFinsider.de in einer Ausgabe des Gameday auf den anstehenden Spieltag schauen. Diesmal gibt es natürlich nur ein Spiel, aber immerhin das Spiel auf das alle gewartet haben....
vs. 
New Orleans Saints vs. Indianapolis Colts
Super Bowl XLIV
Sonntag 6:00pm ET (Montag 00:00 Uhr CET)
Das die Colts in den Super Bowl kommen könnten, haben vor der Saison sicherlich einige für möglich gehalten. Mit den Saints jedoch haben vermutlich nichtmal die Fans gerechnet, sondern vielmehr darauf gehofft. Fakt ist, dass beide Teams eine gute Regular Season absolviert haben. Die Colts haben defensiv zuletzt gezeigt was sie können und auch die Saints haben sich in einigen Mannschaftsteilen gut entwickelt. Man muss konstatieren, dass die Colts in den vergangenen Wochen etwas dominanter aufgetreten sind als die Saints und weniger Fragezeichen haben aufkommen lassen.
Beide Mannschaften werden hauptsächlich das Passspiel nutzen, da die Quarterbacks die klaren Leistungsträger der Teams sind. Ungeachtet der Verteidigung werden beide Teams hier gute Leistungen zeigen. Deshalb sind einige andere Faktoren auch bedeutender in diesem Spiel. Zunächst geht es um den Schutz des Quarterbacks, oder den Angriff auf eben diesen. Die Saints spielen in der Abwehr etwas aggressiver, mit mehr Blitz-Strategien, doch Dwight Freeney und Robert Mathis schaffen für die Colts auch aus konservativen Packages guten Druck auf den Quarterback. Da Freeney momentan noch angeschlagen ist und man nicht sicher sagen kann wie fit er ist und folglich wie oft er auf dem Platz sein wird, bleibt hier ein kleines Fragezeichen offen. Sollte Freeney nicht zu 100% fit sein und somit einige Snaps verpassen, birgt dies einen Vorteil der Saints, da man Brees dann automatisch mehr Zeit verschaffen können sollte. Die Colts sind nicht sonderlich tief in der Besetzung der Defensive-Line, sodass besonders ein solcher Ausfall schwerwiegend wäre. Bei den Saints darf man mit vielen verschiedenen Formationen und Plays rechnen. Man wird zum einen versuchen die exotischen Plays erst nach der Halbzeit zu bringen, sodass man ein paar Asse vor dem Halbzeitstudium bewahren kann, darüber hinaus werden die Saints versuchen die Abwehr in Bewegung zu halten, damit Peyton Manning sie nicht zu leicht lesen kann. Peyton Manning ist einer der besten Quarterbacks, wenn es darum geht die Abwehr zu kleinen Fehlern und Tipps zu veranlassen, welche ihm Informationen über den Blitz oder die Deckung geben. New Orleans muss dem mit gewollter Bewegung und voller Konzentration bei angetäuschten Snaps begegnen.
Die Abwehr gegen den Pass war über die Saison gesehen bei beiden Teams eher durchschnittlich, doch die Colts konnten sich in den Playoffs besser verkaufen. Allerdings haben die Colts in der Secondary nicht sehr viel Erfahrung, sodass Brees hier ein paar gute Match-Ups bekommen könnte. Jacob Lacey oder Jerraud Powers werden nämlich sehr viel Spielzeit bei den Colts sehen und als Rookie im Super Bowl zu spielen und sich mit Receivern wie Marques Colston messen zu müssen ist sicherlich keine leichte Aufgabe, zumal Powers auch erst kürzlich ins Training eingestiegen ist. Dies lenkt das Scheinwerferlicht auf einen weiteren Rookie: Austin Collie. Im Grunde darf man auch Pierre Garcon als Rookie bezeichnen, da er letzte Saison kaum Einsatzzeit bekommen hatte, doch als zweiter Receiver, hinter Wayne und Tight End Clark, ist er schon etwas prominenter bei den Defensiv-Künstlern. Collie hat gegen die Jets für viel Wirbel gesorgt, da sein Gegenspieler oft 1-gegen-1 spielen muss. Die Unterstützung ist defensiv eher in der Nähe der Herren Wayne und Clark zu finden. Da Reggie Wayne in der Vorbereitung ebenfalls von Verletzungen geplagt war, kann es natürlich sein, dass die Saints etwas abenteuerlicher spielen, um zu testen wie fit er ist, bevor sie sich auf bestimmte Deckungsvarianten festlegen. Da zu diesem Zeitpunkt das Ausmaß der Verletzung noch nicht bekannt ist, muss man leider auch damit rechnen, dass Wayne nicht am Spiel teilnehmen kann. Dies wäre ein weiterer herber Rückschlag für die Colts, sofern Freeney das gleiche Schicksal ereilen sollte.
Nebst dem Druck auf den Quarterback und den Rookies auf dem Spielfeld darf man selbstverständlich das Laufspiel nicht vergessen. Die Colts sind zwar nicht für ihre Bemühungen am Boden bekannt, doch schon bei ihrem letzten Super-Bowl-Sieg gegen die Bears haben sie plötzlich ein Laufspiel entwickelt und damit den Sieg erarbeitet. Joseph Addai und Donald Brown dürften somit recht weit oben auf den Listen der Defensive-Coordinatoren sein. Die Colts werden versuchen bei kurzen Yards und 1st-Downs das Laufspiel einzusetzten und da die Abwehr der Saints bisweilen Probleme mit dem Lauf hat, ist die Chance auf Erfolg nicht von der Hand zu weisen. Die Saints sind im Laufspiel etwas stärker einzuschätzen als die Colts und haben von den Jets lernen können, wie man nicht gegen die Colts laufen soll. Da die Abwehr der Colts sehr beweglich, aufmerksam und schnell ist, bieten sich Läufe auf der Außenseite nicht an, da man so relativ wenig Raum gewinnen kann. Dominanz auf der Innenseite der Line-of-Scrimmage birgt schon größere Vorteile. Ein Reggie Bush oder Pierre Thomas kann durch ein Loch in der Line sicherlich mehr erreichen, als durch einen Lauf nach außen. Reggie Bush wird sowieso eine wichtige Rolle spielen, da er vielseitig einsetzbar ist und somit für etwas Unsicherheit bei den Colts sorgen kann. Er kann als Receiver oder Running-Back eingesetzt werden und verfügt über reichlich Tempo, um ein paar große Spielzüge zu verantworten. Seine Fähigkeiten bei den Special-Teams sind ebenfalls nicht zu unterschätzen.
Obwohl Special-Teams normal immer eine wichtige Rolle spielen, dürfen sie am Sonntag ins zweite Glied rutschen. Rookie-Punter werden vielleicht aus der eigenen Redzone etwas unsicherer sein, doch die Offense beider Mannschaften ist solide genug, dass Feldposition nicht sehr aussagekräftig sein wird. Die Colts haben mit ihrem Kicker einen leichten Vorteil, da dieser bereits Super-Bowl-Erfahrung mitbring, doch die Saints brauchen sich eigentlich nicht um ihre 4th-Down-Ausbeute zu sorgen.
In der Redzone sind beide Teams sehr effizient, doch die Saints haben hier eine der besten Abwehrformationen, vor allem gegen den Pass. Das die Colts in der Redzone laufen können, haben sie bereits mehrfach gezeigt. Dies wird auch in dieser Begegnung essentiell sein, da man die Redzone nicht ohne und am liebsten nicht mit drei Punkten verlassen will.
Als letzten Punkt muss man noch Turnover ansprechen. Gegen die Vikings haben die Saints sicher einige geschenkt bekommen, doch Fakt ist, dass schon in der Saison der ein oder andere Turnover erarbeitet wurde. Dies ist gegen Peyton Manning und seine erfahrenen Kollegen nicht leicht aber auch nicht unmöglich und sollte für die Saints ein wichtiger Punkt sein. Da man Brett Favre kaum stoppen konnte, sofern nicht ein Turnover erzeugt wurde, wird man sicherlich einiges aus dem Video des letzten Spiels gelernt haben. Aggressives Spiel auf den Ball ist jedoch unabdinglich. Die Colts spielen oft etwas mehr auf Sicherheit und nicht gar so aggressiv, doch sind ebenfalls in der Lage Unsicherheiten bei den Ballträgern profitabel zu gestalten. Wie in jedem Spiel wird die Turnover-Differenz eine aussagekräftige Statistik sein, doch ob der guten Offensiven und teils sogar defensiven Fähigkeiten dieser Teams, muss man auch bei kleinster verbleibender Spielzeit noch mit dem Unmöglichen rechnen.
Beide Teams sollten inzwischen ihre Hausaufgaben gemacht haben und diverse Analysen werden einige Verbesserungen und Neuerungen in den Mannschaftsteilen hervorgerufen haben. Ob Rookies oder Quarterbacks, der Druck wird sehr hoch sein und am Ende wird sich die geringere Fehlerquote auszeichnen. Die Colts haben zwar etwas mehr Verletzungspech, doch auch mehr Erfahrung in diesem Szenario. Man muss abwarten, ob die Saints vielleicht versuchen etwas zu viel zu tun und zu kompliziert, übermotiviert oder aufgeregt ins Spiel gehen. Obwohl die zweite Halbzeit sehr wichtig sein wird ist auch der Start ins Spiel entscheidend. Wenn die Saints hier von Nervosität geplagt werden, könnte sich der Rest des Spiels zur Aufholjagd entwickeln und jede Abwehr spielt gerne gegen einen Quarterback, der unbedingt punkten muss. Unterm Strich verfügen beide Teams über diverse Playmaker die je nach Spielverlauf die Ambition haben dürften MVP des Spiels zu werden. Sicherlich wird es interessanter zu sein welche Abwehr besser auftritt, da offensiv wohl beide Teams ihr Soll erreichen dürften. Drew Brees hatte zuletzt eins seiner schlechteren Spiele und es ist für die Saints zu hoffen, dass er gut mit dem Druck umgeht und seinen normalen Spielstil beibehalten kann.
Geht man davon aus, dass sowohl Reggie Wayne als auch Dwight Freeney nahezu fit ins Spiel gehen können und betrachtet man die unterschiedlichen Erfahrungswerte beider Teams sowie die jüngsten Leistungen, so sind die Colts als Favorit zu handeln. Allerdings gibt es eben noch ein paar Unbekannte in dieser Gleichung, welche man erst kurz vor oder nach dem Kick-Off besser einschätzen kann. Trotz allem, dürften die Saints gewappnet sein, dass Spiel lange knapp zu halten. Sie haben sich in der Saison durch komplementäre Leistungen von Abwehr und Angriff ausgezeichnet und werden auch dieses Spiel ausgeglichen angehen. Ein Sieg der Saints ist keinesfalls unmöglich, doch unter oben genannten Bedingungen dürften die Colts am längeren Hebel sitzen.
Saints 28:31 Colts
Viel Spaß beim Spiel
Marcus Blumberg
Marcus Blumberg ist 26 Jahre alt und stellvertrender Chefredakteur bei AFinsider.de und für den Inhalt verantwortlich. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Football.Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen ist der Fan der Patriots und Eagles mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt.






Dadurch haben die Pats zeit verloren. Und wenn ich mich recht erinnere hat Brady danach eine. Sac...
[07.02.12-00:02]Websl
@Websl Fängt Welker den Ball, gewinnen die Patriots zu 90%. Was war an dem Drop von Hernande ...
[06.02.12-22:02]Nils
50% gehen auf Brady, da der Pass schlecht geworfen war und 50% an Welker, da er den Ball normaler...
[06.02.12-21:02]Websl
nobody is perfect! Schuld hin oder her. die giants kann man mittlerweile schon als angstgegner de...
[06.02.12-20:02]Seau55
Ehrenhaft von Welker, allerdings würde ich Brady bei dem Spielzug genauso viel Schuld zuweisen. D...
[06.02.12-19:02]Nils