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NFL-Week 12 / Preview

 
Autor: Thomas Psaier Mittwoch, 14. Dezember 2011
 

afinsiderlogoEine Vorschau auf drei Spiele diesen Sonntag bei ESPN America und dem kleinen österreichischen Sender PULS4.

Tennessee Titans – New Orleans Saints

19h LIVE bei ESPN America

Common sense im Sommer war: Die Titans würden die Saison mit neuem Trainerstab und neuem Quarterback eh abschenken. Nach drei Vierteln der Regular Season muss man der Mannschaft attestieren, wie in den letzten Jahren zum guten NFL-Durchschnitt zu gehören. War man vergangenes Jahr mit 6-10 klar unter Wert geschlagen, gewinnen die Titans in dieser Saison, in der die AFC South durch Mannings Ausfall so offen wie lange nicht ist, immerhin gegen fast alle Teams auf Augenhöhe.

Ein Kaliber wie die Saints hat Tennessee allerdings noch nicht gesehen. Man attestiert dem neuem DefCoord der Titans, Jerry Gray, einen grundsoliden Job, aus einer grauen Masse an durchschnittlichen Verteidigern eine solide Defense gebastelt zu haben, die gegen gute NFL-Defenses mit guten NFL-QBs bestehen kann. Allerdings fehlen die ganz großen Pass Rusher, um die Top-Offenses wie Houston, Pittsburgh oder New Orleans einzubremsen. Dabei wäre gerade gegen die Saints eine explosive Defense händeringend benötigt: Tennessee verliert immer, wenn es über 20 Punkte zulässt.

Spricht also auch nicht für den mächtigsten Angriff. Auch gegen die Saints dürften die Titans auch kein Feuerwerk an Punkten veranstalten, werden primär darauf bedacht sein, das Laufspiel um den wiederhergestellten RB #28 Chris Johnson auf Trab zu bringen und QB-Oldie Hasselbeck eher nicht mit Brees um die Wette werfen lassen. Das Skript dürfte etwas ähnliches wie einen 35-14 Sieg für die Saints im ungemütlichen Nashville vorsehen.

Arizona Cardinals – San Francisco 49ers

23h20 Aufzeichnung bei PULS4

Interessante Spielauswahl bei den Österreichern, wo der Sieger der NFC West, San Francisco, in Arizona antritt. Die Cardinals haben jüngst das gemacht, was sie immer machen – die Dallas Cowboys überraschend schlagen – und ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Mit QB Kevin Kolb, dessen Einkauf im Sommer für mich Grund genug war, Arizona über San Francisco als Divisionsfavorit zu setzen. Obwohl ich Kolb für bestenfalls unterdurchschnittlich hielt und halte.

Die Cardinals besitzen eine in allen Belangen mittelmäßige Offense, verlieren in jedem sechsten Drive den Ball per Turnover und sind erstaunlicherweise trotz eines Returnspielers wie Patrick Peterson eine der schlechtesten Mannschaften, was Starting Field Position angeht (#29 NFL-weit). Resultat: eine ineffiziente Offense, die im Schnitt trotz längerer Drives als San Francisco (27,2yds zu 27yds) einen sagenhaften halben Punkt pro Drive weniger scoren (1,45 zu 1,90). Mitschuldig daran ist auch der immer noch schlechte Luftangriff, der trotz des großartigen WR Larry Fitzgerald regelmäßig verhungert.

Dallas Cowboys – New York Giants

02h20 LIVE bei ESPN America

Erstaunlich wenig auf die Fresse gab es unter der Woche für den Cowboy-Chefcoach Jason Garrett für jene völlig unnötige Auswärtsniederlage in Arizona, verschuldet hauptsächlich durch unverständliches Handling mit den Auszeiten in der Schlussphase (hier runtergebrochen bei Advanced NFL Stats). War es die Nervosität vor dem ersten Duell gegen die Giants? Immerhin ist hier – weil der Fachausdruck so schön ist – die season on the line. Dallas (7-5) gegen die Giants (6-6), es geht es die Divisionsvorherrschaft in der NFC East, aber nebenher auch um das Wildcard-Rennen. Vor allem die New York Giants stehen diesbezüglich schwer unter Druck, dürfen sich eine Niederlage fast nicht erlauben.

Mit Dallas bekommt man nun einen schwer ausrechenbaren Angriff vorgeworfen. Ich werde wöchentlich mehr zum Fan von RB DeMarco Murray, ein Back, der nicht lange fackelt und meistens straight den direkten Weg gen EndZone sucht. Murray war mir aus Sooners-Zeiten mehr als Zauderer in Erinnerung geblieben, wird mit diesem Spielstil gegen die Giants interessant: Wird DefCoord Perry Fewell die „Box“ zustellen und das Risiko eingehen, gegen die Herrschaften Witten, Robinson, Bryant bei Play-Action blank zu stehen? Ich würde nicht dagegen wetten, da Murray bei entsprechender Lücke dazu tendiert, eine Defense böse zu verbrennen.

Auf der anderen Seite dürfte auch Rob Ryan, der Defensive Coordinator der Cowboys, im Brennpunkt stehen. Giants-QB Eli Manning werden wöchentlich dickere Eier im Erkennen und Verbrennen von Blitzes nachgesagt, und just jene Blitz-Formationen gelten als Spezialität Ryans. Wird der kleine Rex sturschädeln, oder ist die Angst vor dem „blauen Welker“ #80 Victor Cruz zu groß dafür sein?

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