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Leserkommentare
Mit der Gesamtsituation unzufrieden
Albert Haynesworth fordert einen Trade von den Washington Redskins nach nur einem Jahr im Team und Darrelle Revis versucht alternative Methoden, um an einen neuen Megavertrag bei den Jets zu kommen.
Willkommen zu This Week in Football. Heute widme ich mich zwei Spielern, die mit ihren Situationen nicht zufrieden sind. Einmal geht es ums liebe Geld und einmal um wohl gekränkte Eitelkeit.
Haynesworth
Wenig überraschend blieb Defensive Tackle Albert Haynesworth dem ersten offiziellen Mini-Trainingscamp seiner Washington Redskins fern. Die Begründung dafür war aber nicht etwa, dass er sich unterbezahlt fühlt – angesichts seines 100-Millionen-Dollar-Vertrags wäre dies auch sehr abwegig. Nein, was ihn stört ist die Systemumstellung in der Defensive. Bisher setzten die Redskins immer auf eine klassische 4-3-Defense, in der Haynesworth innen fungierte.

Mit der Ankunft von Head Coach Mike Shanahan wird nun aber auf ein 3-4-Schema umgestellt. In dieser Formation wäre der 100-Millionen-Mann als Nose Tackle vorgesehen, wofür er ja auch alle Voraussetzungen erfüllt! Körperlich mag das zutreffen, doch es fehlt ihm an der Bereitschaft. Als einer von zwei Defensive Tackles wurde er eigentlich immer nur einzeln von der gegnerischen Offensive Line gedeckt und konnte somit seine Masse und individuelle Klasse zum Pass Rush nutzen, was ihm für seine Position überdurchschnittlich viele Sacks einbrachte. Als Nose Tackle dagegen dürfte dies schwieriger werden.
Zum einen steht er hier noch mehr im Fokus und wird wohl doppelt gedeckt werden. Zum anderen ist es traditionell so, dass im 3-4-System in erster Linie die Outside Linebacker blitzen und somit Sacks einfahren. Dazu passen auch die Aussagen einer Teamkollegen, die dem Ex-Titan Egoismus vorwerfen, weil er ja offensichtlich eigene Statistiken dem Teamerfolg voranstellt.
Da Shanahan sein System nicht wegen eines Spielers umstellen wird, fordert Haynesworth nun einen Trade und der neue Coach scheint dem gegenüber auch nicht abgeneigt zu sein. Bis hierhin scheint die Sache also klar. Doch Moment! Vergessen wir nicht seinen astronomischen Vertrag! Den Spieler an sich hätten viele Teams sicherlich gerne, auch nach seiner eher schwachen ersten Saison in der Hauptstadt. Doch wer soll seinen Vertrag übernehmen?
An Boni kassierte Haynesworth bereits 32 Millionen Dollar und somit schon einen Großteil des garantierten Geldes, das der Vertrag ihm zusichert. Außerdem wären Rekonstruktionen durchaus denkbar nach einem Trade. Völlig offen erscheint aber, was die Redskins im Gegenzug verlangen würden. Verschenken werden sie ihn sicherlich nicht. Ich sehe zwar, dass ein Trade sicher für beide Seiten das Beste wäre, doch eine Realisierung dessen halte ich für sehr unwahrscheinlich.
Revis
Darrelle Revis ließ verlauten, dass er mehr Geld haben wolle – sehr viel mehr Geld! Im Grunde will er keinen Cent weniger als Nnamdi Asomugha von den Raiders, seines Zeichens bestbezahlter Cornerback der Liga. Revis hält sich selbst für den Besten und möchte dementsprechend entlohnt werden. Die Jets auf der anderen Seite sind anscheinend gewillt, ihm entgegenzukommen, nicht jedoch, was die exakte Höhe angeht.
Revis blieb folgerichtig den freiwilligen Teamveranstaltungen fern, beim offiziellen Mini-Camp dagegen war er anwesend. Doch bedauerlicherweise fühlte er sich schwindelig und musste die Einheit abbrechen. Nach dem Training deutete er allerdings über die Presse an, dass er durchaus hätte spielen können und implizierte, dass er bereit wäre, weiterhin nicht spielen zu können. Im Klartext heißt dies, wenn er seinen Willen – einen neuen Megavertrag – nicht bekommt, wäre er durchaus bereit, vom Spielbetrieb fernzubleiben.
Hier ist was mich an diesem Vorgehen stört: Wenn man mit seinem Vertrag nicht einverstanden ist, ist es in der NFL legitim, quasi zu streiken, also sich vom Training fernzuhalten. Soll mir recht sein! Aber zum Training zu erscheinen und dann einen auf wehleidig zu machen – und im Grunde eine Verletzung/Krankheit zu simulieren – geht einfach nicht! Was glaubt er, wo er ist? Im Sportunterricht in der Schule? Solch ein Verhalten ist inakzeptabel und müsste eigentlich bestraft werden. Entweder man bleibt ganz weg oder man taucht auf und verhält sich gefälligst professionell!
Denn auch wenn er nicht so viel Geld verdient wie Asomugha, der schon länger in der Liga ist und seinen Vertrag einem unverantwortlichen Wahnsinnigen zu verdanken hat (Al Davis…), bekommt er auch jetzt schon ein Millionengehalt. Und wie gesagt, die Jets wären auch zu einer Gehaltsaufbesserung bereit, aber sicher nicht auf diesem Wege! Verträge macht man schließlich in der NFL mit Männern, nicht mit beleidigten kleinen Kindern, auch wenn dies öfters den Anschein hat…
Marcus Blumberg
Marcus Blumberg ist 26 Jahre alt und stellvertrender Chefredakteur bei AFinsider.de und für den Inhalt verantwortlich. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Football.Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen ist der Fan der Patriots und Eagles mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt.


Dadurch haben die Pats zeit verloren. Und wenn ich mich recht erinnere hat Brady danach eine. Sac...
[07.02.12-00:02]Websl
@Websl Fängt Welker den Ball, gewinnen die Patriots zu 90%. Was war an dem Drop von Hernande ...
[06.02.12-22:02]Nils
50% gehen auf Brady, da der Pass schlecht geworfen war und 50% an Welker, da er den Ball normaler...
[06.02.12-21:02]Websl
nobody is perfect! Schuld hin oder her. die giants kann man mittlerweile schon als angstgegner de...
[06.02.12-20:02]Seau55
Ehrenhaft von Welker, allerdings würde ich Brady bei dem Spielzug genauso viel Schuld zuweisen. D...
[06.02.12-19:02]Nils