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T.O. will kein Troublemaker sein
Terrell Owens will offenbar Brett Favre die Show stehlen. In aktuellen Interviews beschwert er sich über seine Darstellung als Problemfall und gibt außerdem zum Besten, dass er liebend gern für die New England Patriots auflaufen würde.
Willkommen zu This Week in Football. In der letzten Ausgabe war u.a. Brett Favre ein Thema, der sich allmählich einer Rückkehr nähert. Und auch wenn er in dieser Woche einen weiteren Schritt in diese Richtung tat, schaue ich heute lieber auf einen Free Agent, der scheinbar große Probleme hat, ein Team zu finden.
Terrell Owens: Was bisher geschah
Terrell Owens ist ohne Zweifel einer der größten Wide Receiver aller Zeiten. Seine Zahlen sprechen allesamt für sich und die Pro Football Hall of Fame in Canton, OH wartet schon auf ihn. Es könnte also nicht besser aussehen für diesen herausragenden Athleten – wäre da nicht seine Persönlichkeit!
„T.O.“ hat zwar Recht, wenn er sagt, dass er im Gegensatz zu einigen Kollegen noch nie von der Liga aus disziplinarischen Gründen bestraft wurde. Doch das allein entkräftet nicht, dass er allerorts als „Troublemaker“ verschmäht wird!
Er mag zwar keine Show abziehen nach jedem erdenklichen Touchdown wie unser aller Ochocinco oder wegen illegalen Waffenbesitzes, Drogenkonsums oder sonstiger Dusseligkeiten mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein. Aber dafür ließ er auf seinen Stationen keine Gelegenheit ungenutzt, den Teamfrieden zu (zer)stören.
Schauen wir zurück: In San Francisco war er es, der – neben anderer Querelen – Quarterback Jeff Garcia als schwul bezeichnete. Man muss zwar sagen, dass er nur auf eine Frage eines Reporters antwortete, dies aber direkter und obszöner kaum hätte tun können. Und ob er in der Sache Recht hatte oder nicht, spielt dabei keine Rolle.
Als nächstes ging es nach Philadelphia, wo er im ersten Jahr eine grandiose Saison hinlegte zusammen mit Donovan McNabb. Er verletzte sich dann gegen Saisonende, verpasste die Playoffs und kam erst zum Super Bowl gegen die Patriots zurück. Er spielte gut, doch New England gewann. Wenig später ließ er dann alle Welt wissen, wer quasi alleinverantwortlich für die Niederlage war: Sein bis dahin bester Kumpel McNabb! Und wieder sei dahingestellt, ob er damit Recht hatte. Fakt ist, man stellt keinen Teamkollegen derart bloß!
Es folgten ein schmutziger Abschied und die Flucht nach Dallas. Dort fühlte er sich prompt wohl und alles war super. Er verstand sich auch demonstrativ besonders gut mit Quarterback Tony Romo, was schließlich zur Oscar-reifen Vorstellung nach der obligatorischen Playoff-Niederlage im zweiten gemeinsamen Jahr führte, als er Tränen vergoss, weil die Presse „seinem“ Quarterback die Schuld am Scheitern gab.
Im Jahr darauf (2008) kühlte die Männerfreundschaft merklich ab und Owens beklagte sich über die Medien darüber, dass Romo und Tight End Jason Witten sich so gut verstanden hatten und Witten die meisten Pässe bekam. Weil dies schon Kindergarten-Niveau hatte, war ein Abgang vorprogrammiert.
Im letzten Jahr heuerte er schließlich bei den Buffalo Bills an, bei denen er nicht einmal für Unruhe sorgte. Böse Zungen begründen dies damit, dass es ohnehin niemanden interessiert hätte, wenn es Probleme in Buffalo gegeben hätte…
Terrell Owens: Heute
„T.O.“ sucht auch Mitte Juli noch nach einem neuen Team und findet es – wie bereits angedeutet – unfair, dass man ihn als angeblichen Problemfall nicht haben wolle. Dazu sei gesagt, dass die Medien für dieses Bild nun mal rein gar nichts können. Es ist ja nicht so, dass sie dies konstruiert hätten. Angesichts Owens‘ Vita braucht man sich keine große Mühe zu geben, um negatives zu finden!
Interessant sind aber folgende Aussagen: Zunächst erklärte er gegenüber einem Radiosender in Kansas City, MO, dass er nicht für die Chiefs spielen würde. So tief will also selbst er nicht sinken. Einem Sender in Boston dagegen sagte Owens, dass die Patriots ihn schon reizten. Für die Chance mit Tom Brady und unter Bill Belichick zu spielen, wäre er sogar gewillt, auf Geld zu verzichten.
Er verglich sich in diesem Zusammenhang mit LeBron James, denn auch der habe ja auf Geld verzichtet bei seinem Wechsel nach Miami. Und auch er war bereit, das Rampenlicht zu teilen. Anzumerken ist aber, dass ca. 107 Millionen US-Dollar im Vergleich zu ca. 125 Mio. (über sechs Jahre) nicht so wahnsinnig viel sind, wenn man bedenkt, was der „King“ noch so für Einnahmen hat. Und da man Basketball sowieso nur zu fünft spielt, ist das Licht auf ihn auch nicht markant kleiner geworden.
Terrell Owens bei den Patriots hingegen wäre eine komplett andere Situation! Allein die Vorstellung, ein Team mit „T.O.“ und Randy Moss zu haben, erscheint utopisch. Beide haben riesige Egos und auch wenn sich Moss bisher zu benehmen wusste, wäre Owens so etwas wie Zündstoff für ein Pulverfass. Außerdem würde keiner von ihnen die meisten Pässe von Brady bekommen, denn Wes Welker ist auch noch da!
Ich glaube zwar, dass mit einem Coach Bill Belichick alle Ruhe geben würden, doch vorstellen kann ich mir so eine Konstellation nicht. Ich glaube daher weiterhin, dass Owens bei den Redskins landen wird. McNabb braucht mind. noch einen starken Receiver und hat bereits mehrfach Owens gefordert, nachdem sich beide nun wieder richtig mögen – bis zum nächsten Theater versteht sich…
Marcus Blumberg
Marcus Blumberg ist 26 Jahre alt und stellvertrender Chefredakteur bei AFinsider.de und für den Inhalt verantwortlich. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Football.Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen ist der Fan der Patriots und Eagles mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt.


Dadurch haben die Pats zeit verloren. Und wenn ich mich recht erinnere hat Brady danach eine. Sac...
[07.02.12-00:02]Websl
@Websl Fängt Welker den Ball, gewinnen die Patriots zu 90%. Was war an dem Drop von Hernande ...
[06.02.12-22:02]Nils
50% gehen auf Brady, da der Pass schlecht geworfen war und 50% an Welker, da er den Ball normaler...
[06.02.12-21:02]Websl
nobody is perfect! Schuld hin oder her. die giants kann man mittlerweile schon als angstgegner de...
[06.02.12-20:02]Seau55
Ehrenhaft von Welker, allerdings würde ich Brady bei dem Spielzug genauso viel Schuld zuweisen. D...
[06.02.12-19:02]Nils