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Leserkommentare
Ein Brief vom Commissioner
Willkommen zu This Week in Football. Die Regular Season ist vorbei, die Playoffs stehen vor der Tür! Na endlich, wird sich so mancher denken. Doch bevor wir uns mit den Playoffs befassen – dies dann morgen im AFinsider.de Gameday – sollten wir uns erst noch mit ein paar Entwicklungen der letzten Tage auseinandersetzen.
Marvin Lewis bleibt
Diese Personalie war doch ziemlich überraschend. Noch am Sonntag sah alles danach aus, dass Marvin Lewis‘ Zeit in Cincinnati abgelaufen war. Der große Umbruch stand an und da würde auch ein neuer Coach dazugehören. Anfang der Woche begannen dann langwierige Teammeetings, in denen plötzlich eine weitere Zusammenarbeit sehr wahrscheinlich wurde. Gestern hieß es plötzlich, dass doch alles zu platzen droht, wenig später wurde schließlich die Vertragsverlängerung verkündet.
Doch was machen wir nun mit dieser Geschichte? Offenbar konnten Zweifel an der weiteren Zusammenarbeit ausgeräumt werden. Es wird dem Vernehmen nach Veränderungen im Trainerstab geben und auch das Team wird umgekrempelt. Hier darf man von einer Entlassung des Star-Receivers Chad Ochocinco ausgehen – einen Trade halte ich für unwahrscheinlich ob des hohen Gehalts des Spielers. Was Terrell Owens angeht, so braucht man ihn auch nicht in Ohio zurückerwarten. Er war zwar statistisch sehr gut, doch sorgte er gerade bei Quarterback Carson Palmer immer wieder für Unmut, wenn er plötzlich den Spielbetrieb einstellte, weil der Ball nicht genau zu ihm kam. Das führte zu einigen unnötigen Interceptions.
Palmer wiederum sollte einen sicheren Job haben, denn er zeigte in Abwesenheit der beiden Star-Receiver, wie gut er doch noch sein kann. Vor zwei Wochen im Spiel gegen San Diego zeigte er sein bestes Spiel seit Jahren. So gut war er zuletzt vor seiner Knieverletzung. Und auch gegen Baltimore überzeugte Palmer ohne Ochocinco und T.O. Dies lässt zumindest den Schluss zu, dass es wohl doch nicht am QB lag, dass das Team eine Saison wie diese absolvierte. Abgesehen davon muss die Defensive verbessert werden, aber eine genaue Analyse darüber würde den Rahmen sprengen.
Cable-Guy out
Ich bin kein Freund von Tom Cable gewesen. Das lag zum einen an seinem Verhalten, dass ihm mehrere Anzeigen einbrachte – Stichtwort: Gewalt am Arbeitsplatz – aber doch vor allem an seiner Art zu coachen. Seine Entscheidungen waren zum Teil sehr konfus. Ich denke da in erster Linie an seine Handhabung der Quarterback-Position. Dieses ewige hin und her mit Jason Campbell und Bruce Gradkowski hat dem Team sicher nicht geholfen. Wer weiß, ob sogar die Playoffs drin gewesen wären, hätte er gleich an Campbell festgehalten, der wiederum bewiesen hat, dass er genügend Qualität mitbringt, wenn man ihn nur spielen lässt.
Dennoch ist die Entlassung fragwürdig, denn Football ist letzten Endes ein Ergebnissport und eine 8-8-Bilanz ist das Beste, was den Raiders seit 2002 gelang. Damals erreichte man gar den Super Bowl! Für ein Team, dass im Grunde noch vor kurzem in Trümmern lag, also ziemlich gut. Und ganz nebenbei beinhaltet diese Bilanz auch eine ungeschlagene Saison in der eigenen Division! Keinem anderen Team gelang dies 2010!
Man darf nun gespannt sein, wer der neue Head Coach wird, doch vielleicht sollte sich Al Davis mal an den Nachbarn aus der Bay Area, den 49ers, orientieren und endlich einen General Manager verpflichten. Davis‘ Alleinherrschaft droht sonst den langfristigen Erfolg, den dieses Team mit sinnvollen Ergänzungen durchaus erreichen könnte, zu gefährden. Die Mannschaft schien mit dem Coach zu funktionieren, was nun, wenn ein komplett neuer Mann das Ruder übernimmt? Wird es mit diesem auch weiter bergauf gehen, oder geht die Tendenz wieder gen Süden? Fragen, die uns sicherlich spätestens zur neuen Saison beschäftigen werden.
CBA
Am Montag ging NFL-Commissioner Roger Goodell einen wie ich finde interessanten Schritt. Er verschickte einen offenen Brief an alle Fans, die in der NFL-Datenbank vermerkt waren. In diesem bedankte er sich für die Treue usw. und erklärte den aktuellen Stand der Verhandlungen zwischen den Besitzern der Teams und der Spielergewerkschaft bzgl. eines neuen Collective Bargaining Agreements. Gleichzeitig versicherte er, dass alle Beteiligten eine Lösung „finden können und werden.“ Allerdings klang das nach einer gehörigen Portion Zweckoptimismus.
Die Hauptforderungen der Liga – übrigens Interessant, dass sich Goodell hier als eine Art neutraler Vermittler präsentierte und klar abgrenzte zwischen Teambesitzern und Spielern und die NFL dabei herausnahm – sind unverändert. Ganz oben auf der Agenda steht eine Erweiterung des Spielplans auf 18 Spiele in der Regular Season. Punkt zwei ist die Einführung einer klaren Regulierung – oder genauer: Begrenzung – der Gehälter für Rookies. Wie Goodell richtig bemerkte, ist es schwer zu vermitteln, dass Spieler, die noch keinen Fuß auf ein NFL-Feld gesetzt haben, von vornherein mehr verdienen, als solche, die seit vielen Jahren bewiesen haben, dass sie es verdient haben, in der Liga zu spielen. Ferner geht es um die Verbesserung der Sicherheit der Spieler, wobei dieser Punkt in den Verhandlungen obsolet ist, denn was sollten die Spieler hier für Einwände haben?
Außerdem stellte Goodell Innovationen in den letzten Jahren heraus und nannte beispielhaft die Verlegung des Drafts in die Primetime oder auch die Vorverlegung des Pro Bowls, der nun immer vor dem Super Bowl stattfindet. Doch mit diesen Hinweisen zeigt er für mich eher, dass Innovationen nicht unbedingt positiv sein müssen…
Jedenfalls ist es zwar gut und richtig, die Fans über den Stand der Dinge zu informieren, aber es scheint wohl auch ein Versuch zu sein, sich selbst so ein wenig aus der Schusslinie zu nehmen. Er wolle ja stellvertretend für die Liga zwischen Teams und Gewerkschaft vermitteln. Doch soweit ich weiß, gehört Goodell zu den großen Befürwortern einer Spielplanerweiterung. Ein neutraler Vermittler sollte solche Präferenzen nicht haben! Goodell geht es hier nur um die weitere Expansion seines Produkts – der National Football League. Mehr Spiele bedeuten auch mehr Einnahmen besonders aus dem Fernsehen. Insofern sitzt er mit im Boot und zwar in dem Luxusliner, der den Besitzern offenbar zu klein wird.
Natürlich ließ Goodell offen, was die Spieler von den Plänen halten. Sicherlich wären sie mit der Rookie-Gehaltsobergrenze einverstanden, denn nicht wenige Veteranen haben sich in der Vergangenheit bereits öffentlich über diese Gehaltsexplosionen in den letzten Jahren beschwert. Und wer könnte dagegen argumentieren? Die Rookies fragt niemand, denn die sind erst dann Teil der NFLPA, wenn sie einen Vertrag mit der NFL unterschreiben! Der entscheidende Punkt sind die 18 Spiele. Nicht nur haben viele Spieler Bedenken, dass sich eine Erweiterung negativ auf das ohnehin beträchtliche Gesundheitsrisiko in diesem Sport auswirken könnte. Nein, sie wollen, wenn sie dem Ganzen zustimmen, auch entsprechend entlohnt werden. Und hier besteht eben das Problem. Die NFL fordert zwar mehr Spiele, ist aber offenbar nicht bereit, dafür auch mehr zu bezahlen – mehr nicht im Sinne von Geldern pro Spiel sondern generell mehr, da auch das Verletzungsrisiko ansteigt.
Einige Spieler machten bereits deutlich, dass sie keine 18 Spiele wollen, doch mit der entsprechenden Entschädigung ließen sie sich bestimmt umstimmen. Ob und wann es da zu einer Einigung kommt, werden die nächsten Wochen und Monate zeigen. Ein Lockout in diesem Jahr scheint aber eine realistische Möglichkeit zu sein.
Auch wenn einige der gewählten Pro Bowler dann fehlen, ne Ansamlung von Stars ist es so oder so und es sind sowieso nicht immer die besten Spieler des Jahres dabei, sondern die beliebtesten Spieler.
Es geht da also wie immer nur ums schöne Geld.
Die Spieler verlangen mehr Geld. Die Besitzer können, dass aber nur geben, wenn es auch mehr Spiele gibt, insbesondere durch das TV. Deshalb auch der Gedanke, aus 2 Preseason Spiele 2 regular Season Spiele zu machen. Es sind ja nicht mehr Spiele als aktuell, nur Spielen die Spieler eben die Preseasonspiele nicht voll. Die letzte Woche am Labour Day Donnerstags ist so oder so ne Farce.
Die Spielen wollen aber auch wieder an den Einnahmen beteiligt werden.
Früher bei 14 Spielen gar 6 Preseasonsspiele. Aber 20 Spiele respektive 10 Heimspiele müssen es schon sein. Ich denke es wird dann wohl auf 17 Spiele hinauslaufen, vlt. auch mit einer 2.ten Bye Week.
Marcus Blumberg
Marcus Blumberg ist 26 Jahre alt und stellvertrender Chefredakteur bei AFinsider.de und für den Inhalt verantwortlich. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Football.Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen ist der Fan der Patriots und Eagles mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt.


Ist es jetzt eigentlich schon bekannt ob seine Familie das Gehirn für Untersuchungen bezüglich Ge...
[14.05.12-08:05]Websl
2.märz????? etwas im monat geirrt würde ich sagen!!!!!!
[12.05.12-17:05]Seau55
its all about vitamin B.
[11.05.12-17:05]Seau55
was will man mit dem. Auf der Bank versauern lassen?!
[10.05.12-16:05]Patriots
Nichts für Ungut, mag zwar sein, dass die Strafen verhältnismäßig hoch ausgefallen sind, aber das...
[06.05.12-21:05]quentin23