Sky - Wählen Sie Ihr Lieblingsprogramm!
1&1 Mobile
 

Wer ist online?

 
Kein Insider online.
Gäste: 33
 
 

Leserkommentare

 
 
 

Neuer Insider

 
 
 

Die Mängelliste der Divisional Playoffs

 
Autor: Marcus Blumberg Donnerstag, 20. Januar 2011
 

twifDie Divisional Playoffs bescherten uns nicht nur vier strahlende Sieger sondern auch vier Verlierer, von denen drei gehörigen Anteil an ihren Niederlagen hatten.

Willkommen zu This Week in Football. Wie auch schon vergangene Woche, betreibe ich heute eine kleine Nachlese der letzten Playoffrunde, in der es die zwei an eins gesetzten Teams erwischt hat.

Packers @ Falcons

Die Packers haben einen riesigen Lauf und scheinen nur schwer zu stoppen. Die Falcons wiederum waren ganz klar überfordert ab einem gewissen Punkt im Spiel. Dieser Punkt war wohl erreicht, nachdem es 14:14 im zweiten Viertel stand. Atlanta hatte gerade zum zweiten Mal den Ausgleich kassiert, kam dann wieder tief in die gegnerische Hälfte. Dort warf Matt Ryan seine erste Interception, die letztlich die Partie gänzlich zu Gunsten der Packers kippte.

Die Gäste erzielten postwendend den nächsten Touchdown. Darauf folgte in den letzten 42 Sekunden Ryans zweiter Pick, der dieses Mal von Tramon Williams sogar bis in die Endzone getragen wurde. Kurz vor der Pause tut so ein Tiefschlag richtig weh. Direkt im ersten Drive der zweiten Hälfte muss der Touchdown von Aaron Rodgers schließlich wie der letzte Nagel im Sarg gewirkt haben.

Ravens @ Steelers

Die Ravens können einfach nicht gegen Ben Roethlisberger gewinnen. Spätestens jetzt sollte dies auch der letzte gemerkt haben. Die Gäste aus Maryland hatten eine 21:7-Führung in der Halbzeit. Allen war eigentlich klar, dass diese Messe gelesen war, denn angesichts der Defensivstärke beider Teams war es doch recht unwahrscheinlich, dass dieses Spiel noch würde kippen können.

Doch wenn sich eines wie ein roter Faden durch das letzte Wochenende zog, dann waren es niederschmetternde Ballverluste, besonders von den Quarterbacks. Joe Flacco wollte sich offenbar auch nicht lumpen lassen und gab den Ball per Fumble ab. Zuvor stoppte Baltimore den Erzrivalen in dessen erster Serie im dritten Viertel. Was folgte, war natürlich ein Touchdown, der Pittsburgh neues Leben einhauchte.

Noch im selben Spielabschnitt leistete sich Flacco auch noch eine Interception, die Steelers bedankten sich mit dem Touchdown zum Ausgleich. Flaccos dritter Ballverlust (Fumble) leitete schließlich die Führung für die Hausherren ein. Die Ravens glichen zwar noch einmal aus, doch am Ende reichte den Steelers ein weiterer Touchdown zum Sieg.

Seahawks @ Bears

Diese Partie bedarf keiner weiteren Erläuterung. Die Seahawks waren einfach komplett überfordert mit der Aufgabe bei den Bears, die sich keine Blöße gaben. Einen Schuldigen für die Pleite braucht man hier also nicht zu suchen.

Jets @ Patriots

Hier hingegen lassen sich gleich mehrere Sündenböcke ausfindig machen. Allgemein darf gesagt werden, dass die größte Qualität der Jets in diesem Jahr ist, dass sie eiskalt die Fehler der Gegner ausnutzen und Geschenke annehmen. So gewannen sie in der Regular Season elf Spiele und so gelangten sie nun ins AFC Championship Game. Nicht falsch verstehen: Das ist kein Vorwurf an die Jets! Sie haben die Chancen, die sich ihnen boten genutzt, stehen also zu Recht dort, wo sie eben stehen.

Dennoch ist die Mängelliste beim Gegner wieder einmal lang! Es ging schon los im ersten Drive der Patriots. Sie schienen alles im Griff zu haben, doch dann warf der sonst fehlerfreie Tom Brady eine unglaubliche Interception. So eine erwartet man von Jay Cutler – der sich in den letzten Wochen merklich stabilisiert hat – aber doch nicht von Brady! Daraus resultierten keine Gegen-Punkte, aber eine frühe Führung wurde vergeben.

Im zweiten Drive ließ dann Alge Crumpler einen sicheren Touchdown fallen, der am Ende gefehlt hat. Und überhaupt präsentierten sich die Receiver sehr schwach. Sie bewegten sich nicht sonderlich gut, waren selten offen und wenn sie dann doch mal in Position waren, ließen sie meist gut geworfene Bälle fallen. Man denke etwa an den vierten Versuch kurz vor Spielende, als ein offener Deion Branch versagte.

Geradezu dämlich war auch der Fake-Punt-Versuch, den Pat Chung scheinbar selbst ausrief. Seit wann entscheidet so etwas ein Spieler, der noch dazu nicht mal in der Lage war, den Ball zu fangen? Unter irgendeinem unerfahrenen Coach kann sowas mal passieren, doch unter Bill Belichick ist das unglaublich. Noch dazu beim Spielstand von 3:7 aus Sicht des eigenen Teams. Warum muss man in dieser Situation kurz vor der Pause das ganze Spiel riskieren?

Und dann ist es fraglich, wieso sich New England so wahnsinnig viel Zeit ließ, gerade im dritten und vierten Viertel. Jedes Mal, wenn sie auf No-Huddle umstellten, hatte die Jets-Defense Probleme, sich richtig aufzustellen. Warum setzte man also nicht häufiger auf diese Taktik?

Überhaupt deuten all diese Fragen doch auf den Eindruck hin, den ich schon früh im Spiel bekommen hatte: Die Patriots (Trainer und Spieler) wirkten arg lethargisch. Genauso wie schon im letzten Jahr, als in Runde eins gegen Baltimore Schluss war. Es fehlte die volle Konzentration, die letzte Konsequenz. Man wirkte mental nicht vorbereitet, was eigentlich unvorstellbar ist für ein von Bill Belichick trainiertes Team. Selbst im letzten Saisonspiel gegen Miami – ein Spiel um die goldene Ananas – zeigte das Team eine bessere Einstellung und deutlich mehr Siegeswillen. Hieran muss gearbeitet werden – auch am Personellen, aber gerade an der Einstellung!

Kommentare
avatar
Basti.MLBI
(Registered) 24-01-2011 13:54
Nette Überschrit :)

* Packers eiskalt
* Big Ben > Ravens
* Seahawks auswärts chancenlos
* Zu den Patrios fehlen mir ehrlich gesagt die Worte. Simmons meinte einen Tag danach einfach nur "Jets were better, period." Das reicht mir als Ausrede aber nicht aus...ich finde man hat sich selbst geschlagen. In So eine Schlärigkeit darf man einfach nicht fallen...nicht nur die Spieler, sondern gerade die Coaches haben hier in meinen Augen komplett versagt.

 
Nur registrierte Benutzer können Kommentare schreiben!

Kolumnen - This Week in Football

Marcus Blumberg

 
blumberg2Marcus Blumberg ist 26 Jahre alt und stellvertrender Chefredakteur bei AFinsider.de und für den Inhalt verantwortlich. Des Weiteren bloggt er, aktualisiert das TV-Programm und führt die wöchentliche Kolumne This Week in Football.
Neben dem Germanistik- und Philosophie-Studium in Göttingen ist der Fan der Patriots und Eagles mit der Leitung der Redaktion bei Baseballinsider.de beauftragt.