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Colts und Saints im Super Bowl

 
Autor: AFinsider.de Montag, 25. Januar 2010
 

nfl_playoffs2Die Indianapolis Colts sind der AFC Champion 2009. Sie entschieden ein lange Zeit spannendes Spiel gegen die New York Jets am Ende recht klar für sich. Überragend war hierbei einmal mehr Peyton Manning, der für fast 400 Yards passte und nach anfänglichen Schwierigkeiten kaum noch Probleme mit der Jets-Defense hatte.

In Miami treffen die Colts auf die New Orleans Saints zum Duell der Top-gesetzten Teams beider Conferences. Die Saints erreichten nach hartem Kampf bis zur Verlängerung gegen die Vikings erstmals in ihrer Geschichte den Super Bowl. Held des Tages war Kicker Garrett Hartley mit einem 40-Yard-Field-Goal zum Sieg.

minnesota Minnesota Vikings 28:31 New Orleans Saints neworleans

Die New Orleans Saints und die Minnesota Vikings lieferten sich eine Schlacht bis zur letzten Sekunde und darüber hinaus. Am Ende musste die Verlängerung für eine Entscheidung sorgen und da behielt Saints-Kicker Garrett Hartley die Nerven und löste das Ticket nach South Florida.

nfc_championshipDie Vikings bekamen als erste den Ball und brauchten nur etwas mehr als fünf Minuten für 80 Yards und den ersten Touchdown des Spiels. Adrian Peterson schloss den Drive mit einem 19-Yard-Lauf ab. Die Antwort der Saints folgte nur ca. drei Minuten später mit einem 36-Yard-Touchdown-Pass von Drew Brees auf Tight End David Thomas. Weitere vier Minuten später fand Brett Favre in seinem 309. Start in Folge Sidney Rice mit einem Fünf-Yard-Touchdown-Pass. Am Ende des ersten Viertels sahen wir schließlich den ersten Punt der Saints. Die Vikings waren danach ebenfalls zum Punt gezwungen und die Saints gingen im zweiten Viertel wieder an die Arbeit. Am Ende dieses Angriffs stand Brees‘ zweiter Touchdown-Pass, dieses Mal auf Devery Henderson zum 14:14.

Echte Aufregung gab es vor der Pause aber doch noch auf beiden Seiten innerhalb der letzten zwei Minuten. Zunächst leistete sich Reggie Bush auf Seiten der Saints einen Muffed Punt, den die Gäste an der Zehn-Yard-Linie sicherten. Aber nur zwei Spielzüge später gaben sie den Ball zurück. Brett Favre verlor einen Fumble beim Versuch des Handoffs auf Peterson. Es blieb beim Unentschieden zur Pause.

Die zweite Spielhälfte eröffnete Saints-Returner Courtney Roby mit einem 61-Yard-Return, der die ideale Vorlage für Brees lieferte. Danach hatte der Saints-QB wenig Mühe, das Team in Führung zu bringen – Pierre Thomas lief über neun Yards in die Endzone. Fünf Minuten später glich Peterson erneut aus, nachdem er sein Team zuvor in Probleme brachte und einen Fumble fabrizierte, der die Vikings zehn Yards kostete. Favre kompensierte dies mit einem 20-Yard-Pass auf Visanthe Shiancoe. Im nächsten Vikings-Angriff verlor Peterson erneut den Ball, eroberte ihn aber zurück. Am Ende dieses Drives warf Favre dann eine Interception und wurde beim Wurf hart am linken Knöchel getroffen. Jonathan Vilma fing den Pass ab.

New Orleans schlug daraus kein Kapital und gab den Ball mit einem Punt zurück. Favre kehrte aufs Feld zurück. Percy Harvin bekam den Ball und auch er verlor einen Fumble, den die Saints an der Sieben-Yard-Linie sicherten. Anschließend warf Brees einen Fünf-Yard-Touchdown-Pass auf Bush. Dieser Spielzug wurde erst durch eine Challenge durch Saints-Head-Coach Sean Payton von den Schiedsrichtern erkannt. Die Vikings kamen zurück und marschierten über das Feld, doch kurz vor der Endzone verlor auch Bernard Berrian einen Fumble, so dass diese Serie ohne Punkte blieb. Es folgte ein Punt, woraufhin die Vikings erneut marschierten und sich nach einer Pass-Interference-Strafe von Tracy Porter gegen Berrian an der Ein-Yard-Linie aufstellten. Von dort besorgte Peterson dann seinen dritten Touchdown des Spiels. 28:28.

Minnesota stoppte New Orleans erneut, so dass Favre den Ball zurückbekam mit 2:37 Minuten zu spielen. Man arbeitete sich bis zur 33-Yard-Linie vor, wurde dann aber mit einer Strafe für zwölf Spieler im Huddle bestraft, was sie fünf Yards zurück beförderte. Von dort warf Favre eine Interception auf Porter und es ging in die Verlängerung. Der Münzwurf und somit der Ball ging an die Hausherren. Einige Minuten und eine Pass-Interference gegen Minnesota später, fanden sich die Saints schließlich an der 22-Yard-Linie mit einem vierten Versuch und drei. Garrett Hartley trat an zu einem 40-Yard-Field-Goal-Versuch und schickte die Saints in den Super Bowl!

Bester Spieler war Drew Brees mit 197 Yards und drei Touchdowns. Jedoch fing kein Receiver der Saints mehr als drei Pässe, Pierre Thomas lief für 61 Yards und einen Touchdown. Für Minnesota hatte Brett Favre 310 Yards, einen Touchdown und zwei Interceptions. Adrian Peterson lief für 122 Yards mit drei Touchdowns. Bernard Berrian hatte neun Receptions für 102 Yards. Entscheidend war wohl letztlich, dass die Vikings sich fünf Turnovers leisteten, die Saints nur einen.

newyorkjets New York Jets 17:30 Indianapolis Colts indianapolis

Die Indianapolis Colts stehen zum zweiten Mal im Super Bowl. Sie setzten sich im heimischen Lucas Oil Stadium am Ende souverän gegen die New York Jets durch und fliegen nun nach Miami, FL.

afc_championshipDas erste Viertel war geprägt von beiden Defensivreihen, die wenig zuließen. Den ersten längeren Drive hatten aber die Gäste, die es nicht schafften, diesen mit Punkten abzuschließen, denn Kicker Jay Feely versagte aus 44 Yards. So blieb es beim 0:0 nach 15 Minuten. Matt Stover machte es für Indianapolis mit dem ersten Spielzug des zweiten Spielabschnitts besser und traf aus 25 Yards. Diese 3:0-Heimführung hielt aber nicht lange, denn schon mit dem ersten Spielzug der Jets im nächsten Angriff lag plötzlich New York vorn: Mark Sanchez komplettierte einen 80-Yard-Touchdown-Pass auf Braylon Edwards.

Im Gegenzug traf Stover erneut, nachdem Peyton Manning sein Team 79 Yards nach vorn bewegte. Anschließend zeigte das Team von Head Coach Rex Ryan seine Seminole-Offense mit Allzweckwaffe Brad Smith als Quarterback. Und dieser warf seinen ersten Pass der Saison auf Jerricho Cotchery für 45 Yards bis in die gegnerische Red Zone. Dann übernahm wieder Sanchez und fand Tight End Dustin Keller in der Endzone zum Touchdown. Danach verlor Joseph Addai einen Fumble in der eigenen Hälfte und gab den Gästen die Chance, das Spiel vorzuentscheiden. Doch New York nutzte die Gelegenheit nur bedingt und man begnügte sich mit einem Field Goal über 48 Yards. Vier Colts-Spielzüge über 80 Yards später, jubelten die Heimfans, denn Manning fand Austin Collie in der Endzone. Pausenstand 17:13 Jets.

Die zweite Halbzeit begann mit einem guten Drive der Gäste, der aber mit einem weiteren verschossenen Field-Goal-Versuch von Feely endete. Diese Vorlage nutzte „Indy“ mit einer Angriffsserie über 57 Yards und einer Touchdown-Reception von Pierre Garcon zur erneuten Führung. Von da an schien Manning kaum noch Probleme mit der Jets-Defense zu haben, die irgendwann überfordert wirkte und viele Tackles verpasste. Das Ergebnis war ein Touchdown von Manning auf Dallas Clark zur Vorentscheidung. Danach erhöhte Stover mit seinem dritten Field Goal des Tages. Das Ende war dann eine Interception von Sanchez durch Marlin Jackson.

Bester Spieler war Peyton Manning mit 377 Yards und drei Touchdowns. Pierre Garcon fing elf Pässe über 151 Yards mit einem Touchdown, Austin Collie hatte sieben Catches für 123 Yards und ebenfalls einem Touchdown. Zudem lief Joseph Addei über 80 Yards. Für die Jets warf Mark Sanchez für 212 Yards mit zwei Touchdowns und einer Interception. Jerricho Cotchery fing fünf Pässe über 102 Yards, Braylon Edwards hatte zwei Receptions für 100 Yards (1 TD).

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