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Am Donnerstag ist es soweit, die Nummer eins des Landes trifft auf die zwei. Alabama und Texas machen den Titel des National Champions unter sich aus. Beide Teams sind ungeschlagen und gewannen bisher 13 Spiele und beide haben Teams gespickt mit Star-Spielern.
Citi BCS National Championship - 7. Jan. 2010, 02:00 Uhr (MEZ, Nacht auf Fr.), ESPN America live
Texas Longhorns (#2) vs. Alabama Crimson Tide
Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll bei der Vorschau auf dieses Spiel der Spiele im College Football. Insgesamt schafften es dieses Jahr fünf Teams, ihre Regular Season ungeschlagen zu überstehen, doch diese beiden sind sicher die stärksten unter ihnen. Die Crimson Tide von Head Coach Nick Saban gewannen die Southeastern Conference im Championship Game gegen den bis dahin amtierenden nationalen Meister, die Florida Gators. Und dies eindrucksvoll mit einer starken Gesamtvorstellung. Und Texas sicherte sich den Big-12-Titel in wahrlich letzter Sekunde gegen Nebraska. Man verschwendete am Ende sehr viel Zeit und nur durch einen unvollständigen Pass von Quarterback Colt McCoy blieb die Uhr, mit noch einer Sekunde zu spielen, stehen. Der Videobeweis bestätigte das Timing und Kicker Hunter Lawrence versenkte das Field Goal zum Sieg.
Und so trifft man sich nun im Rose Bowl von Pasadena, CA zum National Championship Game. Die Longhorns haben wahrlich gute Erinnerungen an diesen Spielort, haben sie doch vier Jahre zuvor ebenfalls in Kalifornien ihren letzten nationalen Titel gewonnen, damals mit einer Galavorstellung von Quarterback Vince Young, der die favorisierten USC Trojans um QB Matt Leinart und Running Back Reggie Bush fast im Alleingang besiegte.
Der Offensiv-Star des heutigen Teams ist Senior-Quarterback Colt McCoy, der für 3.512 Yards warf mit 27 Touchdowns und zwölf Interceptions. Er vervollständigte 70,5 % seiner Pässe und ist zudem der zweitbeste Läufer seines Teams mit 348 Yards (3 TD). Die stärkste Waffe der Longhorns ist aber das Passspiel und McCoys präferiertes Ziel ist Wide Receiver Jordan Shipley. Der Senior hatte 106 Receptions für 1.363 Yards und elf Touchdowns. Zudem erzielten Malcolm Williams, James Kirkendoll und Dan Buckner allesamt mind. 445 Receiving Yards. Running Back Tre' Newton führte das Laufspiel mit 513 Yards (6 TD) an, während Cody Johnson mit zwölf Touchdowns auf dem Boden glänzte. Das Passspiel erzielte im Übrigen 279,7 Yards pro Spiel, was Platz 14 im Land bedeutet.
Dem entgegen setzt Alabama die beste Defense der Nation, was erlaubte Punkte angeht. Sie gaben pro Spiel nur elf Zähler ab. Zudem belegten sie Platz zwei mit 241,8 erlaubten Punkten im Schnitt. Der Star dieser Einheit ist Linebacker und Butkus-Award-Gewinner Rolando McClain. Er führte das Team mit 101 Tackles (12 ½ für Raumverlust) an und sammelte vier Sacks und zwei Interceptions. Auch die Secondary steht dem in nichts nach und wird angeführt von den Defensive Backs Javier Arenas (fünf Sacks) und Mark Barron (sieben Interceptions).
Die Offensive der Crimson Tide wird von Star-Running-Back Mark Ingram angeführt. Der Sophomore ist der erste Heisman-Trophy-Gewinner in der Geschichte von Alabama. Er lief für 1.542 Yards und 15 Touchdowns. Quarterback Greg McElroy warf Pässe für 2.450 Yards mit 17 Touchdowns und nur vier Interceptions. Seine Passquote lag bei 61,1 %. Seine besten Passoptionen sind Julio Jones und Marquis Maze, die beide jeweils mehr als 500 Yards erzielten. Ingram brachte es im Übrigen noch auf 30 Catches für 322 Yards aus dem Backfield und erzielte drei Touchdowns auf diese Weise.
Texas' Defense ist die Nummer eins in der Laufverteidigung mit nur 62,9 Yards pro Spiel und mit nur 251,8 abgegebenen Yards pro Spiel belegen sie Platz drei im Land. Zudem hatten sie die meisten Interceptions der Football Bowl Subdivision (FBS) mit 24. Safety Earl Thomas fing alleine acht gegnerische Pässe ab und Blake Gideon hatte immerhin deren fünf. Und auch im Pass Rush sind sie gefürchtet und brachten es als Team auf 41 Sacks, Sam Acho hatte neun, Lamarr Houston sieben. Sollten sie also den Lauf der Crimson Tide und somit Mark Ingram stoppen, müsste McElroy beweisen, dass seine bisher nur vier Interceptions kein Zufall sind. Fehler dürfte er sich nämlich keine erlauben gegen diese Defense.
Im historischen Vergleich liegt Texas gegen Alabama klar vorne. Es gab bisher acht Duelle, die Longhorns gewannen sieben bei einem Unentschieden. Der letzte Vergleich liegt allerdings schon viele Jahre zurück: Im Cotton Bowl 1982 schlug Texas Alabama mit 14:12. Schaut man aber auf die National Champions der letzten Jahre, so geht die Tendenz klar Richtung SEC: Seit Texas' Titel 2005, gewann der jeweilige SEC Champion dreimal nacheinander die nationale Meisterschaft (zweimal Florida, einmal LSU). Alabama hat also das Gesetz der Serie auf seiner Seite...
Beide College-Programme haben die meiste Erfahrung von allen mit Bowl-Games. Alabama nahm bisher an 57 solcher Spiele teil und gewann 31 (Rekord zusammen mit USC), während Texas 49 Bowls bestritt und 28 gewann. Zuletzt gewannen die Longhorns den Fiesta Bowl gegen Ohio State im letzten Jahr und haben eine Siegesserie von fünf Bowl-Siegen am Stück. Alabama unterlag dagegen im letzten Sugar Bowl gegen die Utah Utes.

